EC/Alain SchroederMit High-Tech wollen Firmen den Klimawandel bekämpfen. Doch Mitglieder einer Bundestagskommission warnen: Viele Verbesserungen verpuffen durch erhöhten Konsum. Die Bürger müssen ihr Verhalten grundlegend ändern - das erkennen selbst Vertreter der wachstumsfreundlichen Regierungsparteien an.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...856982,00.html
Und das von einer Industrie die durch Wachstum lebt?. Völlig lächerlich und auch unglaubwürdig. Solche Leute würden auch verlangen das wir weniger werden um nicht zu viel Energie zu verbrauchen. Wo sitzen denn die Verschwender, richtig die Autos machen gleich nach der Stahl und Alu-Produktion den Hauptteil aus wenn nicht gar den Hauptanteil. Werden die Autos sparsamer,ja ein wenig aber die vielen KW machen das wieder zunichte, ebenso die vielen Spielereien welche das Gewicht unnötig erhöhen. Wenn DE die Energie-wende packt ist es mir doch egal was das Ausland macht. Wenn dann das ÖL alle ist haben wir einen Technikvorsprung um den sich alle reißen werden.
Warum sparen nicht erst einmal die reichen Profiteure der Ökowirtschaft. Wenn die es tun, bin ich eventuell auch dazu bereit - aber nur dann.
Sicher weist der Artikel auf ein tatsächliches Problem hin. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es wirklich so gravierend ist. Wenn ich mir ein spritsparendes Auto kaufe, dann fahre ich nicht zum Ausgleich zum Spaß in der Gegend herum, dafür sorgt auch schon der steigende Benzinpreis. Und wenn ich meine 100W-Glühbirne durch eine 8Watt-Led-Birne ersetze, lasse ich das Licht auch nicht 10x länger brennen. Wir wollen unsere Lebensstandards halten - und das geht durchaus, Schritt für Schritt, mit weniger Energie. Packen wir's an!
wäre Minuswachstum oder zumindest das Wachstum einfrieren: weniger produzieren, weniger konsumieren, weniger Ressourcenverbrauch und Abfälle ...Doch dann würde in kürzester Zeit das System zusammenbrechen. Andererseits sitzen wir in einem Auto, was schon mit hoher Geschwindigkeit durch die Gegend düst und laufend ein paar Kmh drauflegt. Die Geschwindigkeit ist bald überhaupt nicht mehr zu händeln... Es scheint, als haben wir lediglich die Wahl zwischen Pest und Cholera!
.. bei der ständig etwas weiter wächst? Richtig Krebs. Dieser Wachstumswahn ist ein mentales Krebsgeschwür. Wegen dieser Ideologie müssen wir ständig mehr verbrauchen, damit das System nicht zusammenbricht. Dieses gesellschaftliche Betriebsmodell ist am Ende.
Nur wenn man den Sinn des Lebens im ständigen Konsum sieht, kann man so weiter machen wollen. Das steht aber ernsthaft in Frage. Hier im Westen haben alle fast alles was sie brauchen, ausser Zeit. Wir müssen endlich von dem wettbewerbsgetriebenen Profitmodell auf ein kooperationsbasierendes Verteilungsmodell umsteigen.
Nur dann kann unsere Lebensqualität wieder steigen, und können wir uns dem Zwang entziehen, ständige mehr Energie zu verbrauchen.
Bei neun Milliarden Menschen gibt es nur einen Weg zur nachhaltigen Gesellschaft: Technologie. Technologie hat das Problem der Umweltzerstörung geschaffen, und Technologie muß es auch lösen. Denn politisch verordneter Verzicht (soweit er denn überhaupt durchsetzbar ist) verzögert bei schlechter Technologie bei neuen Milliarden Menschen zwar etwas die Zerstörung, aber er hält sie nicht auf.
Statt Ressourcen dazu zu verwenden, auch noch das letzte Prozent an Effizienz herauszukitzeln, sollten sie vorrangig und ergebnisoffen in die Erforschung und Entwicklung nachhaltiger Energiegewinnung fließen, ohne daß für die Politik von vorneherein die Gewinner feststehen (nämlich Wind und Photovoltaik). Ein Teil der aktuellen Photovoltaikförderung sollte stattdessen für die Erforschung alternativer Energiekonzepte wie Höhenwindkraftanlagen oder nuklearer Kraftwerke einer neuen Generation zur Verfügung gestellt werden.
Das finde ich, ist der spannendste Aspekt in obenstehendem Artikel, alles andere ist ja mittlerweile mehr oder weiniger selbstverständlich (oder sollte es sein): "Einbettung in soziale Sicherheit" als notwendige Randbedingung des Umsteuerns. Tatsächlich machen heute viele wider besseres Wissen einfach weiter wie bisher mit Konsum und Produktion, z,B. weil sie für sich selbst Zukunftsangst haben oder sich für die Ernährung und Ausbildung ihrer Kinder verantwortlich fühlen (was zu dem Paradoxon führt, dass sie die Welt zerstören helfen, um die Zukunft ihrer Kinder zu sichern). Soziale Sicherheit z.B. durch ein bedingungsloses Grundeinkommen in Verbindung mt einer geringeren Spreizung zwischen Arm und Reich könnte die Anreize für Konsum und Produktion auf ein bedarfsgerechtes Maß senken (niemand braucht mehr ein tolleres Auto als sein Nachbar...und Sinn wird nicht mehr durch Konsum oder durch Leistung erfahren, sondern durch Kooperation und soziale Kontakte). Ich kann die Idee nur unterstützen, großes Lob!!