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Engpässe bei Grippeimpfstoff: Schwere Vorwürfe gegen Novartis

DPAHat Novartis zu spät über seine Probleme informiert? Nach der Rücknahme von 750.000 Grippeimpfdosen gerät der Hersteller immer stärker in die Kritik. Doch die Pharmaindustrie reagiert mit Gegenwehr - und schiebt den Krankenkassen die Schuld am Chaos zu.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-863672.html
  1. #1

    optional

    Die ganze Problematik rührt nur von der Tatsache, dass durch die Krankenkassen mit ihren Geheimverträgen der freie Markt abgewürgt wird. Da kann freilich keine echte Konkurrenz als Marktregulans enststehen.
    Es kann nämlich nicht der Sinn von sog. 'Einsparungen' sein, mit denen am Ende Milliardenüberschüsse entstehne, die am Ende wieder von der Politik quasi als Geschenke an die Versicherten nach Gutherrenart verteilt werden.

    Generell gilt: wer bei einem Hersteller billigste Ware bestellt, darf nicht im Gegenzug Superqualität erwarten.

    Außerdem dürfen die krankenkasse nicht einseitig bestimmte Pharma-Firmen bevorzugen , sonder sie müssenn auch kleineren und deutschen Herstellern eine Chance geben.
  2. #2

    Schwere Vorwürfe

    Also, ich weiß noch nichts genaues, aber es scheint schon wieder Berufsvorwerfer zu geben. Warten wir doch bitte, die Analysen ab und diskutieren wir dann über die Probleme. Es nützt nichts aus dem Bauchgefühl heraus zu diskutieren. Konnte es sein, dass hinter diesen Aussagen mal wieder nototrische Impfverweigerer, -gegner stecken? Anscheinend haben die Sicherungssysteme gegriffen. Für Panik ist da wirklich kein Platz.
  3. #3

    Geld machen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hat Novartis zu spät über seine Probleme informiert? Nach der Rücknahme von 750.000 Grippeimpfdosen gerät der Hersteller immer stärker in die Kritik. Doch die Pharmaindustrie reagiert mit Gegenwehr - und schiebt den Krankenkassen die Schuld am Chaos zu.

    Grippeimpfstoffe: Pharmaindustrie und Kassen streiten Engpass-Schuld - SPIEGEL ONLINE
    Schon die Diskussion in 2010 hier im Forum zeigte, dass Novartis ein äußerst zweifelhafter Verein ist. Aber wie ein Mitforist schon sagte, warten wir es ab.
    Dennoch ist es mir wichtig, darauf hinzuweisen, dass Grippe eine relativ seltene Krankheitserscheinung ist. Vielmehr ist es der "grippale Infekt", der die Leute alljährlich plagt. Und dagegen hilft nunmal sowieso keine Impfung.
  4. #4

    Scheitert der Wettbewerb, scheitert Europa. Vielleicht sogar die Welt!

    Wer zu viel Geld bezahlt ist dumm. Wer zu wenig bezahlen will ist meistens saudumm und eine Krankenkasse. Die wird von einem "Gesundheitsmanager" geleitet, der den "Gesundheitspolitikern" weisgemacht hat, wenn er nur hoch bezahlt werde, spare er sein Geld locker wieder ein.
    Das geht dann wie bei der Bahn über "Sparmaßnahmen" die am Schluss das doppelte des eingesparten Betrages kosten.
    Deutschland war vor langer Zeit mal die "Apotheke der Welt". Heute ist es nicht mal mehr eine Schleckerfiliale, weil selbst die Generic-Hersteller in Indien und China produzieren. Dort ist die Paracetamol-Pille um 1/10 ct billiger. Und das ist wichtig im Wettbewerb.
    Was dabei herauskommt ist das Verschwinden einer wichtigen Industrie und Pannen wie beim Grippe-Impfstoff. Die ist nun bekannt geworden, bei anderen Medikamenten ist sie grauer Alltag. Steht nur nicht im Spiegel.
    Merke "Ein Arzt, der nur Arzt ist, kann immer noch ein guter Arzt sein. Ein Ökonom, der nur Ökonom ist, ist ein Ärgernis, wenn nicht eine öffentliche Gefahr". (F.A. v. Hayek; Ökonom und Nobelpreisträger.
  5. #5

    Zitat 1:
    Für die Zeit zwischen 2001 und 2009 wurden für die Wintermonate jeweils zwischen 629 und 1.677 Influenzaerkrankungen nachgewiesen.

    Zitat 2:
    Das Statistische Bundesamt in Deutschland ermittelte für die Zeit zwischen 1998 und 2007 jährlich zwischen 3 und 34 nachgewiesene Todesfälle. Die Zahl nicht nachgewiesener Fälle lag zwischen 63 bis 330 jährlich

    - Influenza (Wikipedia)

    Ganz ehrlich, angesichts anderer Erkrankungs- und Todesursachen ist das völlig uninteressant, und der Hype, der jetzt veranstaltet wird, ist komplett lächerlich.
  6. #6

    Nee, ich versichere Ihnen wahrheitsgemäß

    Zitat von atheist Beitrag anzeigen
    Also, ich weiß noch nichts genaues, aber es scheint schon wieder Berufsvorwerfer zu geben. Warten wir doch bitte, die Analysen ab und diskutieren wir dann über die Probleme. Es nützt nichts aus dem Bauchgefühl heraus zu diskutieren. Konnte es sein, dass hinter diesen Aussagen mal wieder nototrische Impfverweigerer, -gegner stecken? Anscheinend haben die Sicherungssysteme gegriffen. Für Panik ist da wirklich kein Platz.
    in meiner Eigenschaft als "notorischer Impfverweigerer und -gegner", dass ich nicht hinter dieser fiesen Vorwurfsattacke stecke. Auch meine Gesinnungsgenossen, die ich kenne, waren es "mal wieder" nicht.
    Vielleicht möglich, dass sich eine Industrie und eine Verwaltung, die beide auf eine fragwürdige Strategie zur Krankheitsbekämpfung bauen, gerade mal wieder selber gegenseitig Ärger machen oder sich irgendwelche Beteiligte den schwarzen Peter zuschieben wollen?
    Wie auch immer: Nichts genaues weiß man nicht - insoweit geht es mir wie Ihnen. Aber ich bleibe mit möglichen Vorwürfen gegen "die üblichen Verdächtigen" etwas vorsichtiger...
  7. #7

    Sorry

    das liest sich hier doch wohl eher danach das Norvatis keinen der Konkurrenten zum Zuge kommen lassen wollte, ein freier Preiswettbewerb sowieso unerwünscht ist und auch danach endlich die Entwicklungskosten für das Medikament, das billiger über Hundetumor-zellen erzeugt wird, endlich am Markt zu etablieren. Billigere Herstellung führt wie so oft üblich nur nicht zu billigeren Medikamentenpreisen.
    Zumal die Pillendreher-Firma auch noch darauf hinweist das es immer zu Verzögerungen kommen pp kann.

    Man kann also begründet unterstellen das zu Lasten von Patienten (und möglichen Grippe-Todesopfern) hier ausschließlich Kasse nach den Vorstellungen dieser Pillendreher-Firma gemacht werden soll.
  8. #8

    Zitat von lupenrein Beitrag anzeigen
    Die ganze Problematik rührt nur von der Tatsache, dass durch die Krankenkassen mit ihren Geheimverträgen der freie Markt abgewürgt wird. Da kann freilich keine echte Konkurrenz als Marktregulans enststehen.
    Es kann nämlich nicht der Sinn von sog. 'Einsparungen' sein, mit denen am Ende Milliardenüberschüsse entstehne, die am Ende wieder von der Politik quasi als Geschenke an die Versicherten nach Gutherrenart verteilt werden.

    Generell gilt: wer bei einem Hersteller billigste Ware bestellt, darf nicht im Gegenzug Superqualität erwarten.

    Außerdem dürfen die krankenkasse nicht einseitig bestimmte Pharma-Firmen bevorzugen , sonder sie müssenn auch kleineren und deutschen Herstellern eine Chance geben.
    Die Qualität der Impfstoffe wird von der Zulassungsbehörde vorgegeben und ist folglich gar nicht Gegenstand des Vertrags zwischen Kassen und Hersteller. Dort geht es um Lieferfähigkeit, -Zuverlässigkeit und Preis. Können Sie alles nachlesen in den entsprechenden gesetzlichen Vorgaben, sie sind öffentlich und nicht geheim. Offensichtlich kann Novartis die zugesagte Lieferfähigkeit nicht gewährleisten. Das ist ein Problem des Herstellers und nicht der Krankenkassen, denn andere Hersteller, die ebenfalls Verträge über Impfstoffe mit Kassen abgeschlossen haben, können liefern
    Aus welchem Grund machen Sie die Kassen für alles verantwortlich?
  9. #9

    Bin kein notorischer Impfgegner,

    aber kritisch. Über den Sinn von Grippeschutzimpfungen mag man streiten, aber darum geht es mir nicht. Mich beschleicht beim Lesen des Artikels ein ganz anderer Verdacht:
    Könnten die Lieferschwierigkeiten -vielleicht sogar die Flockungen in einigen wenigen Impfdosen- nicht ein geschickter Schachzug von Novartis sein, um ihr Impfmittel Optaflu durchzusetzen? Das soll ja billiger in der Herstellung sein, aber vor allem hätte man eine Menge Versuchskaninchen.


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