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Engagierte Doktoranden: Wir tun, was wir können
Wenke WegnerSie wollen Schlaganfall-Patienten mit Musik helfen, eine Super-Suchmaschine entwickeln, Klimakonferenzen verstehen: Fünf junge Doktoranden erzählen, warum ihre Forschungsprojekte alles andere als Selbstbeschäftigung sind - und wie sie die Welt ein kleines bisschen besser machen wollen.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...830149,00.html
- #1 11.07.2012 12:48 von
Meinungsfreiheit?
Danke liebe SPON-"Moderatoren", dass Ihr meine letzten beiden Beiträge zensiert habt. Aber was ist daran zensurwürdig, wenn ich diesen Artikel unausgewogen finde? Es ist nun mal Fakt, dass in dem Artikel nur Geisteswissenschaftler beschrieben werden (Psychologe mit Musiktherapie, Linguistin mit Computerlinguistik, Sportwissenschaftler mit Sport, Wirtschaftsmathematikerin mit Politik, Politologe mit Politik). Ich bin mir sicher, dass es zu diesem Thema interessantere Persönlichkeiten gegeben hätte, mit mehr Weltverbesserungspotential.
Wenn Ihr keine Diskussion zu einem Artikel wollt, dann dürft Ihr die Kommentarfunktion nicht freischalten. Das macht Ihr doch oft genug, wenn abzusehen ist, dass ein Thema unliebsame Diskussionen hervorrufen könnte. Und als Verbesserungsvorschlag: Wenn ihr weniger Kritik zu euren Artikeln wollt, dann gebt euch beim Schreiben mehr Mühe. - #2 11.07.2012 18:09 von
Hallo Lotoseater,
Ich habe mir große Mühe gegeben, eine ausgewogene Auswahl zu treffen und ich muss Ihrer "Geisteswissenschaftler"-Feststellung deshalb freundlich aber bestimmt widersprechen. Die Computerlingustin ist eine studierte Informatikerin und die auch die Wirtschaftsmathematikerin arbeitet an einem sehr naturwissenschaftlich-geprägten Lehrstuhl. Beide würden sich wahrscheinlich nicht als Geisteswissenschaftler bezeichnen.
Sicherlich gibt es aber auch in den Naturwissenschaften noch mehr sehr großartige Forschungsprojekte, die die Welt ein Stückchen besser machen. Sollten Sie davon welche kennen und sonstige Anmerkungen bzw. Fragen haben, können Sie mir gerne schreiben.
Viele Grüße
Birk Grüling - #3 12.07.2012 07:41 von
Erst mal danke, dass ich doch noch Antwort bekomme. Nachdem meine ersten beiden Beiträge nicht freigeschaltet worden sind, dachte ich schon, dass Kritik hier unerwünscht ist.
Wie haben Sie denn die Auswahl getroffen?
Das mag sein, dass sich beide nicht als Geisteswissenschaftler bezeichnen würden. Vielleicht bin ich da auch etwas zu pauschal. Die Informatikerin befasst sich jedenfalls inzwischen mit Linguistik, während die Wirtschaftsmathematikerin zwar an einem naturwissenschaftlich geprägten Lehrstuhl sitzt, sich aber mit Politik befasst und laut ihrer Seite zum Fachbereich VWL zugehörig ist. Ich will damit in keiner Weise die Kompetenz der Leute in Abrede stellen. Ich meine das in keiner Weise ehrenrührig: Es ist für mich ganz nüchtern so, dass Arbeit im Bereich Sprache/Soziales in meinen Augen einen Geisteswissenschaftler kennzeichnet. Es ist aber witzig, dass Sie grade bei den beiden nachhaken. Ich hätte am Ehesten noch beim therapeutisch forschenden Psychologen das Geisteswissenschaftler-Label zurückgenommen, wobei ich dann auch nicht wüsste, wie man ihn besser klassifizieren könnte. *g*
Sollte ich welche davon kennen? So betreiben Sie Recherche? Sie lassen sich Sachen erzählen, die andere Leute interessant finden? Sehen Sie, genau das wollte ich herausfinden: Wie kommt so ein Journalist auf seine Themen. Danke, dass sie mir das nähergebracht haben. ^^
Haben Sie etwa keine Recherche betrieben? Geht doch bequem vom Sofa aus: Die meisten Arbeitsgruppen der Unis veröffentlichen Ihre Forschungsthemen, bei der DFG gibts Listen mit Sonderforschungsbereichen, Graduiertenkollegs etc., da hätte man doch mal reinschauen können, nicht wahr?
Oder wird die Arbeitszeit eines Journalisten so schlecht bezahlt, dass man aus Gründen persönlicher Effizienz Recherche lieber möglichst minimal hält?
Wär nett, wenn Sie mich berichtigen würden, falls Sie einige meiner (teilweise etwas überspitzt formulierten) Annahmen für nicht ganz zutreffend halten. - #4 12.07.2012 14:25 von
Hallo Lotoseater,
Ich will Ihnen gerne verraten, wie ich meine Auswahl getroffen habe. Ich habe mit Forschungseinrichtungen und Universitäten in ganz Deutschland gesprochen und hatte am Ende ca. 30 Projekte auf dem Zettel, von physikalischer Grundlagenforschung bis zu den beschriebenen Kandidaten. Ich habe mir die sechs Projekte ausgewählt, weil ich sie für besonders anschaulich und sehr gesellschaftlich-relevant halte. Außerdem spielte auch die Ungewöhnlichkeit eine größere Rolle: Schlaganfall mit Musik oder Mathematik zur Erklärung eines hochpolitischen Vorgangs zum Beispiel
Ich habe dabei übrigens nicht vom Sofa aus recherchiert, ich arbeite zu 90 Prozent als Reporter und ich bin deshalb mehr unterwegs als am Schreibtisch. Sollten noch mehr wissen wollen, schreiben Sie mir doch einfach eine Email. - #5 12.07.2012 15:02 von
Ok. Anschaulich, gesellschaftlich relevant und ungewöhnlich. Daher also die komische Auswahl. Anschaulich kann man nahezu alle Themen erläutern, wenn man sie selbst verstanden hat.
Gesellschaftlich relevant sind die Beispiele sicher nicht alle, höchstens bei der Informatikerin sehe ich da noch Potential. Natürlich möchte jeder Doktorand seine Arbeit als unglaublich wichtig verkaufen, aber im Grunde ist der Hauptzweck einer Promotion die Erlangung zweier Buchstaben. Hinterher kräht meist kein Hahn mehr danach. War bei mir genauso, ebenso wie bei den meisten Promovierten, die ich kenne.
Ungewönlich sind die Projekte jetzt auch nicht grade alle. Für mich klingt es jedenfalls nicht ungewöhnlich, wenn sich ein Politologe mit Politik und ein Sportwissenschaftler mit Sport beschäftigt. ;-)
Der Psychologe kann bei der Ungewöhnlichkeit noch punkten, finde ich. Aber was soll an einer WiMa ungewöhnlich sein, die mathematische VWL-Modelle entwirft?
Nochmals danke für den Einblick, den Sie mir in die Arbeitsweise eines SPON-Journalisten gewährt haben. Teilweise war ich positiv überrascht. ^^
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