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Energiewende: Wo Stromautobahnen Deutschland vernetzen sollen

dapdEs ist ein gigantisches Vorhaben: Mit 3800 Kilometer zusätzlichen Stromtrassen wollen die Netzbetreiber die Voraussetzungen für die Energiewende schaffen. Die Pläne dafür haben sie nun vorgelegt - bis zum 10. Juli können die Bürger ihre Einwände einreichen.

Ausbau der Stromtrassen: Wie Deutschland vernetzt werden soll - SPIEGEL ONLINE
  1. #280

    Zitat von makese Beitrag anzeigen
    Also verstehe ich das nun richtig? Die Abzocke in den 80er Jahren war ok, weil das Geld von den kleinen Leuten zu Großinvestoren ging (oder war damals der Atiomstrom so horrent teuer?) Heute ist es nicht mehr ok, weil es eventuell der Nachbar verdient?
    Ihnen ist es also lieber, wenn die Vorstände von den EVUs noch ein paar Millionen mehr bekommen und ein paar Millionäre noch ein paar Milliarden mehr Dividende bekommen, hauptsache der Nachbar oder der Zahnarzt (wie sie ihn nennen) zwei Straßenblöcke weiter bekommt das Geld nicht.
    Primär zählt wieviel "da unten" für eine kWh Strom gezahlt werden muss. So lange technische Kompetenz und wirtschaftliche Vernunft die Stromwirtschaft steuerte waren die Stromkosten erträglich. Erst durch die "Energiewende" muss jetzt die PV-Anlage des Zahnarztes, neben den herkömmlichen Kraftwerken, mitfinanziert werden. Hinzu kommen die Kosten für den Netzausbau und die anstehende WKA offshore Sonderabgabe. Die Brisanz der Kostenlawine die da losgetreten wird, bleibt dem Publikum ja [noch] verborgen. Die Diskussion über die EEG-Umlage 2013 wird spannend, das können Sie mir glauben.
  2. #281

    Nach dieser richtigen physikalischen Lehrstunde

    Zitat von manta Beitrag anzeigen
    Das ist Schwachfug...

    Für Höchstspannungsnetze gibt es wirklich keine Alternativen. Allein die immense Erdkapazität von unterirdischen Kabeln macht das unmöglich. Wo willst du denn dann die notwendige Blindstromkompensation hinpacken ? Eine Induktivität so groß wie Wohnwagen - auch unterirdisch ? Isolation für 400KV dauerhaft ist ein immenser Aufwand und unbezahlbar für lange Strecken. Was macht man bitte im Fehlerfall ? Die Leitung auf kompletter Länge aufgraben ? Bei der Freileitung sieht man sofort die schadhafte Stelle und kann sie problemlos reparieren - ohne Bagger.
    Nach dieser richtigen physikalischen Lehrstunde bleibt zu ergänzen, dass jeder Meter Kabel, ob ober- oder unterirdisch, Verlust, bzw. Umwandlung in nicht nutzbare Wärme bedeutet. Deswegen muss die Devise lauten, den Strom möglichst da zu verbrauchen, wo er erzeugt wird. Warum müssen energieintensive Betriebe in Bayern stehen, nur weil Franz Josef Strauss viele Waffenfabriken dorthin geholt hat? Es ist energietechnisch schlicht unsinnig ein Übertragungssystem aufzubauen, bei dem am Zielpunkt nur noch 2% der Ursprungsenergie ankommt. Aber wir leisten uns ja auch immer noch Millionen Fernseher mit Stand-By-Betrieb und Heizungspumpen, die monatelang unsinnig ihre Runden drehen.
  3. #282

    Irgendwie....

    Zitat von ir² Beitrag anzeigen
    Primär zählt wieviel "da unten" für eine kWh Strom gezahlt werden muss. So lange technische Kompetenz und wirtschaftliche Vernunft die Stromwirtschaft steuerte waren die Stromkosten erträglich. Erst durch die "Energiewende" muss jetzt die PV-Anlage des Zahnarztes, neben den herkömmlichen Kraftwerken, mitfinanziert werden. Hinzu kommen die Kosten für den Netzausbau und die anstehende WKA offshore Sonderabgabe. Die Brisanz der Kostenlawine die da losgetreten wird, bleibt dem Publikum ja [noch] verborgen. Die Diskussion über die EEG-Umlage 2013 wird spannend, das können Sie mir glauben.
    Irgendwie erinnert mich ihre Argumentation an die frühere Telekom. Die hat auch immer erklärt, dass 10 DM für eine Minute Gespräch ins weite Ausland gerade die Kosten deckt. Dass es von er anderen Seite her 3,50 DM kostete war mir damals schon ein Rätsel. Und dass es über ein weiteres Land(USA) sogar unter 3 DM ging konnte mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben. Aber die Telefonkosten damals waren war "erträglich".
    Sie haben aber immer noch keine Antwort gefunden, warum in den 80er Jahren der Kleinverdiener für Strom (ohne EEG,ohne Stromsteuer, mit geringerer Mehrwertsteuer und mit viel billigem Atomstrom) inflationsbereinigt mehr zahlen musste wie heute, obwohl er doch heute nach ihrer Aussage den "Luxus" von PV-Eignern noch mitbezahlt.
  4. #283

    Das..

    Zitat von makese Beitrag anzeigen
    Sie haben aber immer noch keine Antwort gefunden, warum in den 80er Jahren der Kleinverdiener für Strom (ohne EEG,ohne Stromsteuer, mit geringerer Mehrwertsteuer und mit viel billigem Atomstrom) inflationsbereinigt mehr zahlen musste wie heute, obwohl er doch heute nach ihrer Aussage den "Luxus" von PV-Eignern noch mitbezahlt.
    ... kommt von ihrer selektiven Wahrnehmung ("Gruener Star"?). Die Stromkosten Anfang/Mitte der 80 waren vor allem deshalb hoeher weil die Kosten fuer die Rauchgasentschwefelung (ab Ende der 70er) auf den Strompreis umgelegt wurden. Gegen Ende der 80er Jahre waren diese Anlagen abgezahlt, und die Strompreise fielen wieder (teilweise signifikant).

    Ist aber immer wieder schoen zu sehen, wie sie ihren Atombeissreflex ausleben...
  5. #284

    Falsche Greenies + Erdgasmafia = Dream Team

    Zitat von gegenrede Beitrag anzeigen
    ...Methankosten Tendenz gen Norden.
    ... das mag fuer das von der russischen Erdgasmafia beherrschten Deutschland zutreffen, waehrend in anderen Teilen der Welt der Preis fuer Erdgas stetig sinkt - in meinen Breiten in den letzten Jahren um ~ 2/3 (und konsequenterweise Strom ~50%).
  6. #285

    Sie haben den Kapitalismus nicht verstanden,

    Zitat von ir² Beitrag anzeigen
    Ich nicht. Und auch der der Chef der Verbraucherzentrale, Billen, ist da wohl nicht bei Ihnen:

    Gerd Billen: Die Umlage ist eine Umverteilung von unten nach oben. Auch die Menschen, die weniger Geld haben, finanzieren mit ihrer Stromrechnung die erneuerbaren Energien und damit die Solaranlage auf dem Dach eines wohlhabenderen Hausbesitzers.
    der Kapitalismus ist eine einzige Umverteilung von Unten nach Oben, warum denken Sie wird die Schere zwischen Arm und Reich immer größer?

    Wegen des EEGs?;-)
  7. #286

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Wieso sollte da nichts angebaut werden können?

    ...
    Anbauen kann man da sicher etwas in den Schneisen unter denen die Erdkabel liegen. Nur pflügen, maschinell säen und ernten, das geht dann natürlich nicht.
  8. #287

    Natürlich

    Zitat von ir² Beitrag anzeigen
    Natürlich, der Chef der Verbraucherzentrale weiß nicht wovon er spricht wenn er die EEG-Umverteilung kritisiert. Gut dass wir Leute wie Sie, mit PV-Dach, haben die das richtig stellen können.

    Warum sollte er? Das ist Fakt und nur Ihre semantischen Klimmzüge hier haben ironischen Charakter.
    Bei der Autosteuer bezahlt jeder nach Autogrösse; mein Zahnarzt mehr als ich. Bei der EEG Umlage ist es umgekehrt. Irgendwie blöd, oder?
    weiss er nicht wovon er spricht, denn es ist hanebüchener Unsinn. Genau wie Sie, wenn Sie glauben die Autosteuer habe das geringste mit dem Strassenbau zu tun. Es ist und bleibt schlichtweg Unsinn, den kann man nicht schönreden. Nach Ihrer Logik bezahlt der arme Mann die Strassen für den wohlhabenden Autofahrer mit seinen Steuern.
    Bitte, was soll ich an Ihrem Verstand zweifeln , Sie müssen ja mit dem leben, ich nicht.
  9. #288

    Nun

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Das ist ueberhaupt nicht schwachsinnig.
    Die 'arme' Familie hat einen alten Dieselpassat, fuer den sie fast 600 Euro kfz Steuern abdruecken muss.
    Der reiche Schnoesel mit seinem A6 kann sich Euro6 leisten und zahlt fast nichts.
    Das ist eigentlich ein guter Vergleich fuer unten-oben Umverteilung.
    darüber lässt sich trefflich streiten, aber bei einem A6 denke ich sind auch schon mal 10.000 Euro MWST drin. Keine Ahnung, was der an KFZ Steuer abdrückt, in jedem Fall wäre das für mich zu viel Geld.
    Aber , das ist nicht mein Beritt. Für mich ist es schwachsinnig zu sagen, der eine bezahlt für den anderen die Strasse. Und genauso ist das mit der EEG Umlage. Alle nicht privilegierten bezahlen die Umlage damit die Gewinne der Stromlieferanten nicht wegbrechen. Wer viel verbraucht zahlt viel, wer wenig verbraucht zahlt wenig. Der Villenbesitzer meinetwegen das 10fache des Eigentums/Mietwohnungsinhabers. Die EVU scheren sich nicht um arm oder reich, die kassieren von allen , die sich nicht entziehen können.
  10. #289

    Zitat von wolfgangotto Beitrag anzeigen
    Nach dieser richtigen physikalischen Lehrstunde bleibt zu ergänzen, dass jeder Meter Kabel, ob ober- oder unterirdisch, Verlust, bzw. Umwandlung in nicht nutzbare Wärme bedeutet. Deswegen muss die Devise lauten, den Strom möglichst da zu verbrauchen, wo er erzeugt wird. Warum müssen energieintensive Betriebe in Bayern stehen, nur weil Franz Josef Strauss viele Waffenfabriken dorthin geholt hat? Es ist energietechnisch schlicht unsinnig ein Übertragungssystem aufzubauen, bei dem am Zielpunkt nur noch 2% der Ursprungsenergie ankommt. Aber wir leisten uns ja auch immer noch Millionen Fernseher mit Stand-By-Betrieb und Heizungspumpen, die monatelang unsinnig ihre Runden drehen.
    Sie haben auf einen ziemlich unsinnigen Kommentar geantwortet.
    Dummerweise unterstützen Sie den auch noch.
    Können Sie nicht rechnen?
    Oder kennen Sie die allgemein bekannten Daten nicht?

    Eine 1000km HGÜ verursacht um die 10% Verluste, die sich auf den zweifachen Wechsel zwischen Drehstrom und HGÜ zzgl. der Entfernung beziehen.
    Lediglich 5% entfallen auf die Entfernung von 1000km.
    Offshore-WKA müssen per Gleichstrom einspeisen, da ansonsten die Blindstromverluste schon höher sind.
    Ggf. fallen also schon bis zur Küste 3-5% Verluste an, wobei der Strom noch nicht beim Autobauer als Drehstrom auf dem Deich ist.
    Und was Sie mit dem bayrischen Solarstrom machen, wenn an der Küste Flaute herrscht, haben Sie also auch nicht überlegt.
    Und was eine Standortverlagerung kostet, auch nicht.
    Und dass deutsche Produkte, die mit deutscher Energie hergestellt wurden, auch nach Süden transportiert werden, wobei der Transport von Fertigwaren teurer als der Energietransport ist, haben Sie auch nicht überlegt.
    Kurzum, Sie haben überhaupt nicht nachgedacht, sondern stänkern nur (absichtlich?) und verbreiten unwahre Behauptungen
    Finden Sie das gut?








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