Forum


 

Energiewende: Wo Stromautobahnen Deutschland vernetzen sollen

dapdEs ist ein gigantisches Vorhaben: Mit 3800 Kilometer zusätzlichen Stromtrassen wollen die Netzbetreiber die Voraussetzungen für die Energiewende schaffen. Die Pläne dafür haben sie nun vorgelegt - bis zum 10. Juli können die Bürger ihre Einwände einreichen.

Ausbau der Stromtrassen: Wie Deutschland vernetzt werden soll - SPIEGEL ONLINE
  1. #180

    Zitat von ManBearPig Beitrag anzeigen
    Ich glaube kaum, dass Solarzellen aus China mit besonderem Augenmerk auch Klimafreundlichkeit gefertigt werden.
    Deswegen sind die chin. Module so billig. Bei den voll automatisierten Produktionsanlagen spielen Personalkosten eine nur geringe Rolle. Kosteneinsparung basieren eher auf Energiekosten und Umweltstandards.

    So zynisch es klingt, die saubere Solarenergie bei uns wird bezahlt durch Kohlestrom und Umweltverschmutzung in China. Aber Hauptsache wir haben ein sauberes Gewissen.
  2. #181

    Zitat von antilobby Beitrag anzeigen
    Die Oberleitungen der Züge führen 15kV. Da die Oberleitungen erheblich näher an die Passagier sind und die elektromagnetischen Felder mit zunehmenden Entfernung stark abnimmt, brauchen Sie auf 380kV-Leitungen in 20 Meter Entfernung keine allzu große Angst zu haben.
    Wissen Sie was, Sie glauben, dass Ihnen 20 Meter Entfernung zur 380KV-Leitung für längere Zeit nichts ausmachen, ich glaube hingegen, dass es mir etwas ausmacht.
    Das das elektromagnetische Feld in Zügen auch nicht ohne ist weiß ich, ich denke, dass die Hersteller hier mehr zur Abschirmung tun könnten.
  3. #182

    Ergänzung

    Zitat von antilobby Beitrag anzeigen
    Die Oberleitungen der Züge führen 15kV. Da die Oberleitungen erheblich näher an die Passagier sind und die elektromagnetischen Felder mit zunehmenden Entfernung stark abnimmt, brauchen Sie auf 380kV-Leitungen in 20 Meter Entfernung keine allzu große Angst zu haben.
    400kV-Freileitungen haben ein symmetrisches Drehstromsystem; somit nimmt das resultierende E- und H-Feld von Freileitungen mit wachsendem Abstand rapide ab.
    Im Gegensatz zum Einphasensystem der Bahn, bei dem sich zwischen Fahrdraht und Schienen/Erde das E- und H-Feld aufbaut. Da sitzt man im Zugabteil mitten drin. Gute Fahrt mit der Bahn!
  4. #183

    Noch ne Frage

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Wechselstromleitungen kann man alleine aufgrund des Skineffektes nur bis zu einem gewissen Querschnitt wirtschaftlich betreiben.
    Wechsel- und Gleichstromleitungen aufgrund der Erwärmung nur bis zu gewissen Grenzen.
    Bei isolierten und nicht gekühlten Kabeln ergeben sich noch grössere Wärmeprobleme.

    Ein einzelnes Höchstspannungskabel >400.000V reisst bei einem Isolationsproblem und folgendem Erdschluss einen richtigen Krater..
    Parallele Kabel müssen daher i.d.R. mit mehreren Metern Abstand verlegt werden.
    Ausserdem ist grundsätzlich eine Systemredundanz gefordert.
    Für unterschirdische Fernleitung ergibt sich damit schon eine Trassenbreite von bis zu 50m.

    Tunnel sind also eh Blödsinn, solange es sich nicht um die Versorgung eines Grossstadtzentrums geht.
    Dort kann es wieder Sinn machen und wurde beispielsweise in Berlin realisiert.
    Alllerdings mit immensen Kilometerkosten und aktiver Kühlung.
    Alles was Sie schreiben, gilt für Wechselstrom und ist m.E. auch richtig. Höchstspannungs- Wechselstromleitungen in Tunneln zu verlegen, macht also riesige technische Probleme.

    Aber warum sollen Hochspannungs- Gleichstromleitungen nicht in Tunneln verlegt werden?

    Übrigens könnte man ein am Meeresboden verlegtes Gasrohr auch als Tunnel bezeichnen und das darin fließende Methan als Kühlmittel für die Kupfer- oder Alu-Leitung, ........
    (Ohmscher Widerstand, Übertragungsverluste, Temperaturen im Tunnel )

    Dass irgendwann in der Zukunft vielleicht doch noch superleitende Tieftempeatur- Stromleitungen gebaut werden , spricht übrigens auch dafür, die heutigen Gleichstromleitungen bereits in Tunneln zu verlegen.
  5. #184

    Zitat von antilobby Beitrag anzeigen
    Deswegen sind die chin. Module so billig. Bei den voll automatisierten Produktionsanlagen spielen Personalkosten eine nur geringe Rolle. Kosteneinsparung basieren eher auf Energiekosten und Umweltstandards.

    So zynisch es klingt, die saubere Solarenergie bei uns wird bezahlt durch Kohlestrom und Umweltverschmutzung in China. Aber Hauptsache wir haben ein sauberes Gewissen.
    Das gilt dann in Zukunft auch für Produkte, die energieintensiv produziert werden müssen.

    Dann kommt bei uns der Kohle- und Atomstrom nicht mehr über Stromleitungen in die Haushalte, sondern über die Produkte.
  6. #185

    Geiz ist nicht geil

    Zitat von antilobby Beitrag anzeigen
    So zynisch es klingt, die saubere Solarenergie bei uns wird bezahlt durch Kohlestrom und Umweltverschmutzung in China. Aber Hauptsache wir haben ein sauberes Gewissen.
    Fast alle Produkte, die aus China kommen, sind billiger als vergleichbare im Westen, weil bei der Herstellung keine Rücksicht auf Mensch und Umwelt genommen wird.

    Im Grunde genommen müssten wir Zölle auf Waren einführen, die nicht nach unseren ethischen und ökologischen Maßstäben produziert werden.
  7. #186

    Zitat von allereber Beitrag anzeigen
    unterirdische stromtrassen sind auf längere zeit bedeutend
    billiger als übererdische.
    sie müssen gewartet,gesäubert,gestrichen und repariert
    werden.
    ausserdem stören sie vögel.
    leider denken politiker nur von zwölf bis mittag.
    Unterirdische Leitungen:
    - stoßen an physikalische Grenzen,
    - sind 10-mal teurer, und
    - müssen genau so gewartet werden.
    Sie stören Vögel? Hast Du noch nie gesehen wie Stare z.B. zu hunderten wie aufdeschnürte Perlen auf den Stromleitungen sitzen und es sich gut gehen lassen?
  8. #187

    Die

    Zitat von ManBearPig Beitrag anzeigen
    Warum sollten eigentlich die Energie-Wirtschaft dafür zur Kasse gebeten werden, wenn die Politik irgendwelche energiepolitischen Luftschlösser baut. Wenn die Mehrheit der deutschen Bevölkerung vorzeitig auf Kernenergie und möglichst auf fossile Kraftwerke verzichten will, ohne dass es wirklich wirtschaftlich, ja nicht mal technische, Alternativen gibt, dann soll auch die Bevölkerung dafür zahlen.

    Das große Problem der Energiewende ist doch, dass niemand der Politiker bereit war oder ist, die wirklichen Kosten der Energiewende zu beziffern. Wer glaubt denn bitte ernsthaft, dass sich mit 30Mrd. 3800 km Stromleitungen legen lassen. Das ist doch Schönfärberei.
    Mal ganz davon abgesehen bringt der lange Transport auch mit HGÜ ordentlichen Verluste mit sich, die natürlich auch auf den Strompreis umgelegt werden müssen.
    Frage ist doch ganz simpel zu beantworten:
    Weil das deren Geschäft ist.

    Am Ende bezahlt natürlich der Verbraucher alles, die Frage ist nur wie das auf die Schultern verteilt wird und wer davon profitiert.

    Da eine Energiewende auch 2050 noch nicht abgeschlossen ist, sondern ein dynamischer Prozess, kann Ihnen auch keiner belastbar sagen, was es kostet. Wer das tut, lügt. Man kann nur abschätzen , welche Auswirkungen es hat, wenn man nichts tut.

    3800 km Stromleitungen in 10 Jahren sind, peanuts:380 km /a - Wir haben insgesamt 1 750 000 km Leitungen, die die ÜNB/VNB in den letzten 10 Jahren - sagen wir mal diplomatisch - etwas haben vergammeln lassen. Jetzt gehen die natürlich erst einmal Geld einsammeln. Die Klagen 9,5% gesicherte Rendite seien international zu wenig, kennen Sie ja. Ich bin überzeugt: Bietet der Staat 12 % Rendite werden Leitungen gebaut bis zum abwinken.
  9. #188

    Zitat von Boone Beitrag anzeigen
    Gibt es ausser Monopol- und somit Machterhaltung noch einen Grund, warum Stromerzeugung nicht dezentralisiert wird und zwar so weit, bis nahezu jedes Haus seinen eigenen Strom erzeugt?
    Da ja Otto Normalverbraucher 3- bis4-mal mehr Wärme als Strom benötigt, könnte man doch die Zimmer der Wonungen wieder mit Einzelheizöfen bestücken. Das ist Dezentralisierung pur und war bis in die 50-iger Jahren der Standard
  10. #189

    Was

    Zitat von ManBearPig Beitrag anzeigen
    Und auch die Solarindustrie hat z.B. mit Gründungsmitglied der Grünen Frank Asbeck (Solarworld) schon ein paar zweifelhafte Gesellen nach oben gebracht.
    ist denn an Frank Asbeck zweifelhaft? Ich kenne keinen Unternehmer, der von der Gründung des Unternehmens bis heute so im Lichte der Öffentlichkeit stand.
    Der macht keinen Schritt unbeochtet. Quatsch so etwas auf eine Person zu beziehen. Hatten Sie von irgendeinem CEO der Grossen Vier EVU jemals auch nur ein Wort gehört, vor deren Amtsantritt?
    Sie erinnern sich? Utz Claassen?


TOP



TOP