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Energiewende: Stromkonzerne verzögern AKW-Rückbau

DPAFast ein Jahr ist es her, dass acht deutsche Atommeiler stillgelegt wurden - aber für keinen einzigen wurde bisher der Rückbau beantragt. Atomkraftgegner werfen den Stromkonzernen taktische Spielchen vor: Sie würden den Abriss hinauszögern, um doch noch Schadensersatz herauszuschlagen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...828305,00.html
  1. #10

    Zitat von mr. kritisch Beitrag anzeigen
    ...
    Zur Sache: Solange es keine Rechtssicherheit gibt, wären die KKW-Betreiber schön dumm einen Rückbauantrag zu stellen, da dieser ja "freiwillig" geschieht und nicht zurückgenommen werden darf (s. KW Datteln 1-3) ...
    Sie sollten zudem mal einen Blick ins deutsche Aktiengesetz werfen: Die Vorstände dieser Energieunternehmen machten sich strafbar, wenn sie nicht gegen das Diktat der deutschen Bundesregierung vorgehen würden. Die Konzernspitzen der Betreiber von Kernkraftwerken könnten andernfalls von irgendwelchen Aktionären angezeigt und später zu Schadenersatz verurteilt werden.
  2. #11

    So

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fast ein Jahr ist es her, dass acht deutsche Atommeiler stillgelegt wurden - aber für keinen einzigen wurde bisher der Rückbau beantragt. Atomkraftgegner werfen den Stromkonzernen taktische Spielchen vor: Sie würden den Abriss hinauszögern, um doch noch Schadensersatz herauszuschlagen.

    Energiewende: Stromkonzerne verzögern AKW-Rückbau - SPIEGEL ONLINE
    ein Rückbau geht eben nicht von heute auf morgen.
    Warum dann so eine Eile,die niemandem nützt ?
    Beim KKW Nord ist man heute noch nicht fertig.
    Und richtig:
    der Rückbau kostet richtig Geld
    Wer bezahlt denn den erzwungenen vorzeitigen Rückbau ?
    Hier fehlt doch der Anteil der Bundesregierung,
    die ja diese Entscheidung der vorzeitigen Abschaltung erzwungen hat.
    Und abgeschaltet wurde ja,oder ?
    Rückbau ist eine ganz andere Geschichte,hat mit der Abschaltung
    erst mal nix zu tun!
  3. #12

    Zitat von burghard42 Beitrag anzeigen
    ein Rückbau geht eben nicht von heute auf morgen.
    Warum dann so eine Eile,die niemandem nützt ?...der Rückbau kostet richtig Geld...
    Ohohooooocchchch - mir kommen die Tränen.

    Nachdem während der Laufzeit der Kisten Milliarden damit verdient wurden.

    Wer bezahlt denn den erzwungenen vorzeitigen Rückbau ?
    Hier fehlt doch der Anteil der Bundesregierung..
    Deswegen klagen ja einige EVU'en auf Schadenersatz - allerdings mit wenig Aussicht auf Erfolg, der Grund ist ein komplett anderer:

    Klagen drohen deutschen AKW-Rückbau zu bremsen | STERN.DE: Experten betonten vielmehr, dass bei einem raschen, kompletten Rückbau die Rechtsposition bei Klagen und damit der Anspruch auf Schadenersatz geschwächt werden könnte.
  4. #13

    Nichts überstürzen.

    Zitat von burghard42 Beitrag anzeigen
    ein Rückbau geht eben nicht von heute auf morgen.
    Warum dann so eine Eile,die niemandem nützt ?
    Beim KKW Nord ist man heute noch nicht fertig.
    Und richtig:
    der Rückbau .....
    Das ist sehr richtig. Vor allem ist ein Rückbau erstmal komplett sinnlos:
    -Die Abklingbecken sind noch gut gefüllt, das muss erstmal alles abklingen bevor wieder Platz ist
    -Vor/mit Beginn des Rückbaus müssen die Brennstäbe aus dem Reaktor raus. Sicherer als im Reaktor können die Brennstäbe aber im Moment nicht gelagert werden. Die Abklingbecken sind nicht sicherer als das örtliche Hallenbad und die Zwischenlager sind einfache Lagerhallen.
    Die abgeschalteten Reaktoren sind im Moment ohne sicheres Endlager die sichersten Lagerstätten wegen ihrer massiven Bauart.

    Was weder Rot/Grün, noch Schwarz/Gelb bedacht haben: Nach dem heutigen Modell zahlen eh die Steuerzahler den Rückbau und die Endlagerung. Die GmbHs die in Deutschland die Reaktoren betreiben werden pleite gehen sobald der letzte Reaktor abgeschaltet ist. Die vielen Millionen die die Stromkonzerne und der Staat über die Energiewerke Nord in das Endlager in Gorleben gepumpt haben sind eh nutzlos.
    So ist das halt wenn man jahrelang die Endlagersuche unterbricht, bzw. politisch gar keine Einigung gewollt ist.
  5. #14

    Zitat von basti313 Beitrag anzeigen
    So ist das halt wenn man jahrelang die Endlagersuche unterbricht, bzw. politisch gar keine Einigung gewollt ist.
    ...und sich so nebenher herausstellt, daß die angeblich sicheren Endlagerstandorte so sicher nicht sind.... .

    Was nun wieder nichts mit der Politik zu tun hat.
  6. #15

    Zitat von burghard42 Beitrag anzeigen
    Warum dann so eine Eile,die niemandem nützt ?
    Die Eile nützt dem Steuerzahler, denn ab 2022 könnte es für ihn teuer werden, falls die Tochterfirmen der Betreiber dann insolvent wären, den Rückbau müsste er dannnaus eigener Tasche zahlen.

    Greenpeace: Bürger müssen bei Firmenpleite für AKW-Rückbau bluten | DerWesten

    Die Verzögerung kann den Betreibern also aus 2 Gründen nutzen.
    Ich wette, dass auch hier wieder der Steuerzahler, wie schon x-Male zuvor, die radioaktive Suppe auslöffeln muss.
    Wie lange wird der Steuerbürger diese Alimentierung von Banken Energieoligopolen und Pharmariesen eigentlich noch mitmachen?
  7. #16

    Zitat von gegenrede Beitrag anzeigen
    Die Eile nützt dem Steuerzahler, denn ab 2022 könnte es für ihn teuer werden, falls die Tochterfirmen der Betreiber dann insolvent wären, den Rückbau müsste er dannnaus eigener Tasche zahlen.
    Muss er doch sowieso. Die Betreiber werden natuerlich die entgangenen Einnahmen voll auf die Kunden umlegen.
  8. #17

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Muss er doch sowieso. Die Betreiber werden natuerlich die entgangenen Einnahmen voll auf die Kunden umlegen.
    Wer ist denn noch Kunde bei denen, Sie etwa?
  9. #18

    Hihi

    Zitat von gegenrede Beitrag anzeigen
    Die Eile nützt dem Steuerzahler, denn ab 2022 könnte es für ihn teuer werden, falls die Tochterfirmen der Betreiber dann insolvent wären, den Rückbau müsste er dannnaus eigener Tasche zahlen.

    Greenpeace: Bürger müssen bei Firmenpleite für AKW-Rückbau bluten | DerWesten

    Die Verzögerung kann den Betreibern also aus 2 Gründen nutzen.
    Ich wette, dass auch hier wieder der Steuerzahler, wie schon x-Male zuvor, die radioaktive Suppe auslöffeln muss.
    Wie lange wird der Steuerbürger diese Alimentierung von Banken Energieoligopolen und Pharmariesen eigentlich noch mitmachen?
    Der Atomfonds zur Sicherung der Rückstellungen für den Rückbau wird jetzt sogar von Röttgen (cdu) nicht mehr ausgeschlossen.

    Dem Oligopol bereitet dies Kopfschmerzen, warum wohl?
    RWE: Milliarden für Versorger - Energie - Unternehmen - Wirtschaftswoche
  10. #19

    Da das mit der Energieversorgung aus 100% Erneuerbaren Energien nicht klappen wird, werden wir die AKWs sowieso noch mal brauchen.
    Neue AKWs werden wir nicht bauen können, weil wir die Fachleute dafür gerade ins Ausland abdrängen.








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