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Energiewende: Politik streitet über Sozial-Strom

dapdDer Atomausstieg wird nicht billig, einen Teil der Kosten werden die Verbraucher tragen müssen - aber wie viel? Die Diskussion über günstige Tarife für Bedürftige ist entbrannt - Verbraucherschützer, Grüne und ein Energiemanager fordern Sonderpreise.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...837901,00.html
  1. #90

    Zitat von mr.zoui Beitrag anzeigen
    Wieder so eine armselige Debatte, wieder wird nur an den Symptomen herumgedoktort und nicht an den Ursachen.

    - Ein Mindestlohn hilft den Niedrigverdienern
    - Anpassung der Höhe des soziokulturellen Existenzminimums
    - Beschränkung der Gewinne der Versorger

    Dann auch wirklich mal die Bevorzugung der Industrie verringern
    und es klappt u.a. auch mit der Energiewende.
    Genau, Sie sagen es. Es gibt zu viel Freiheit für die Wirtschaft. Dort, wo Gründbedürfnisse befriedigt werden müssen, muss der Staat die Kontrolle behalten. Keine privatisierten Krankenhäuser, keine Energiekonzerne als AGs usw. Diese Dinge braucht jeder, jedem stehen sie zu! Egal ob Kloputzer oder wichtiger BWL-studierter Zahlen-Herumschieber. Da kann es keine Millionengehälter zu Lasten der zu Versorgenden geben.
    Wer fett verdienen will, soll Luxusgüter herstellen und seine Leute gerecht bezahlen.
  2. #91

    @event-horizon-2012

    Leider ist ein Bezug von Strom nur nationalstaatlich möglich, die Zuleitungen und Ableitungen des europäischen Verbundstormnetzes dient nur der Versorgung der Staaten, dort wo mehr produziert wird, wird ins Ausland geliefert und umgekehrt. Hiervon hat jedoch der Verbraucher gar nichts, deshalb ist dieses ganze Europagesabbel mit den offenen und freien Märkten alles ein totaler Blödsinn und die Leute und Verbraucher werden verulkt bis zum geht nicht mehr. Das wird sich wohl auch kaum ändern. Und so wenig zahlen auch die Grossverbraucher in der BRD nicht, ich kenne die Preise nicht, könnte mir aber lebhaft vorstellen, dass zum Beispiel eine Aluminiumhütte in Lothringen weitaus besser aufgehoben wäre mit ihrem hohen Stromverbrauch als in der BRD.
  3. #92

    Ach du kriegst die Motten...

    Zitat von event-horizon-2012 Beitrag anzeigen
    Die Tarife stimmen und wurden mir so schriftlich mitgeteilt. Hinzu kommen Aufschläge, da ich mich in der Privatinsolvenz befinde und kein Lastschriftverfahren durchführen kann (4,00€ pro Monat). Ebenso muss ich eine Kaution von 300,00€ stellen (habe ich mir beim Amt leihen müssen).

    Wenn man halt am Ende der Leiter steht, darf man richtig zahlen, oder es gibt keinen Strom.

    Daher kommen also die 50,00€ Aufwand pro Monat.
    Klasse - das ist dann wohl die so oft gerühmte deutsche Gründlichkeit...

    Aber das würde sicher diesen Thread sprengen und das wäre einen eigenen wert....
  4. #93

    Zitat von ir² Beitrag anzeigen
    Die "Energiewende" fliegt, was ja abzusehen war, der Politik gerade um die Ohren.
    Subventionswahnsinn: Ökostrom-Milliarden sind selbst Erzeugern zu viel - Nachrichten Wirtschaft - Energie - WELT ONLINE
    Lustig auch die "Lösungen" die man jetzt anbietet: Sozialtarife. Herrlich, und wer bezahlt dann die Differenz zur EEG-Vergütung die der PV-Anlagenbetreiber einstreicht? Entweder man bittet die untere Mittelklasse weiter zur Kasse, oder besser noch, man druckt das Geld einfach.
    Und die energieintensive Industrie an den Kosten beteiligen; wie kurzsichtig. Die wandern dann ab und die entlassenen Mitarbeiter bekommen den Strom dann zum Sozialtarif; wo wir dann wieder bei der Gelddruckpresse sind. Es gibt nur einen Weg; eingestehen dass die "Energiewende" eine Sackgasse ist und zurück zum bewährten Strommix aus Atom, Kohle und Gas. Aber so viel Vernunft wird man wohl in Deutschland nicht finden. Dann doch eher die Gelddruckerpresse.
    Nun wird man Ihnen entgegenhalten, das 60 weitere Länder, das deutsche EEG kopiert haben. Verschweigen aber dabei (vielleicht aus Unwissendheit), das kein Land so irre ist und Einspeisevorrang für EE zum Gesetz machen. Wen unsere Nachbarländer das auch hätten, wären unsere Probleme mit der Netzstabilität an sonnigen oder/und windigen Tagen kaum beherrschbar.
    Die Energiewende sehe ich nicht als gescheitert, da man inzwischen erkannt hat und sich auch traut, das öffentlich zu machen, das ohne die dazugehörige Infrastruktur uns Wind und Sonne, nichts als Probleme bringen. Jetzt muß man nur noch erkennen, das eigentlich günstiger Strom, durch EInspeisevorrang künstlich verteuert wird und außerdem unser Netzstabilität negativ beeinflusst.
    Wenn man da handelt, kann man der Energiewende optimistisch entgegensehen.
  5. #94

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Atomausstieg wird nicht billig, einen Teil der Kosten werden die Verbraucher tragen müssen - aber wie viel? Die Diskussion über günstige Tarife für Bedürftige ist entbrannt - Verbraucherschützer, Grüne und ein Energiemanager fordern Sonderpreise.

    Energiewende: Politik streitet über Zuschüsse zur Stromrechnung - SPIEGEL ONLINE
    Wie wäre es denn,wenn man statt der ganzen Subventionen die MwSt. auf Lebensmittel senkt ?
    Hat jeder was davon,wer will,kann das eingesparte Geld für die Stromrechnung zurücklegen.
  6. #95

    Zitat von calunga Beitrag anzeigen
    fordern sogar noch eine Kultursteuer für Konfektionslose.
    Konfektionslose, sind das die die maßgeschneiderte Kleidung tragen? Die können sicher noch eine kleine Sondersteuer vertragen.

    Der Rest der arbeitenden Bevölkerung sollte sich dass mit der Arbeit langsam nochmal überlegen, wer arbeitet wird in diesem Land erbarmungslos ausgequetscht.
  7. #96

    Zitat von ir² Beitrag anzeigen
    Trittin 2005: Die "Energiewende kostet nicht mehr als 1 €/Familie und Jahr. Was haben wir da gelacht.
    ... den holt irgendwann die Realität aus seinen Träumen.
    haben sie die fundstelle?
    man muss das denen um die ohren hauen
  8. #97

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Absoluter Quatsch. Bei den meisten Gebrauchsguetern sind die Lohnkosten (und die des Vorstands gleich dreimal) absolut marginal.
    Ich bin im Grunde auch bei Ihnen. Das die Menschen, die Luxuskarossen zusammenschrauben mit einem Aufstockergehalt abgespeist werden obwohl die Lohnkosten bei den Kisten nur zu wenigen Prozent auf den Preis durchschlagen finde ich auch absolut das Letzte.
    Beweisen Sie bitte! Ich denke, dass bei E.ON und auch anderen Unternehmen sehr viele Großverdiener am Werkeln sind. Herr Teyssen ist nun wahrlich nicht der Einzige.
    Kürzt man denen das Gehalt, kann der Strom für Arme günstiger werden.
  9. #98

    Zitat von event-horizon-2012 Beitrag anzeigen
    Sehen Sie, daher gehe ich nicht mehr wählen und habe mich von der Gesellschaft verabschiedet. Außer Beleidigung ihrerseits habe ich nichts Vernünftiges gehört, was mir helfen könnte.

    Zudem habe ich ein Recht auf Hilfe. Denn schließlich habe ich 23 Jahre lang in die Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Krankenversicherung einbezahlt.

    Einzig, dass ich an Krebs erkrankt war, mit einer über zwei Jahre Dauerenden Chemotherapie, ist der Fehler, den ich begangen habe. Ich bitte sie dafür ausdrücklich um Entschuldigung.

    Und zu Thema Hintern hochkriegen, nach ca 600 Bewerbungen hab ich es aufgegeben mir einen Job zu suchen. Mit Krebs und einer Privatinsolvenz ist man halt nicht so interessant. Da heißt es mit 44 Jahren Rente.

    Ein Elektrotechniker, Meister und staatlich geprüfter Informatiker.
    Wenn sie es als Beleidigung auffassen dass ich sie auffordere mal den Hintern hochzukriegen ... für ihren Krebs können sie nichts, für alles andere schon.

    Hartz4 kenne ich aus eigener Anschauung, ich gehörte sozusagen zu den Gründungsmitgliedern. Der Staat hat nicht allzuviele Angebote für Leute die unvermittelt aus einer Selbständigkeit herauspurzeln (Todesfall eines der Hauptbeteiligten liess den Verbliebenen keine andere Wahl mehr). Da war ich so in ihrem Alter.

    Ich weiss aber auch wie ich es geschafft habe aus dem Mist wieder rauszukommen. Hat gedauert und ohne viel Kampfgeist wäre das nicht gegangen aber ich habe es geschafft.

    Aktuell steht bei mir wohl wieder ein Jobwechsel an, die Gründe sind hier egal, muss halt sein. Ich bin wie sie in der IT, und mit inzwischen 5x Jahren gibts da auch gewisse Schwierigkeiten. als Frau sowieso, und wenn diese Frau vor nicht allzulanger Zeit noch als Mann gelebt hat erst recht.

    Na und? Meine Probleme packe ich selber an denn wenn ich das nicht tue wird das auch kein anderer für mich erledigen. Ich liebe mein Leben und meinen Beruf zu sehr um mich einfach so verhartzen zu lassen.

    Wenn sie nicht mal mehr die Energie aufbringen durch ihre Teilnahme an Wahlen ihren Willen zu bekunden akzeptiere ich das natürlich, verstehe es aber nicht.
  10. #99

    Zitat von schlob Beitrag anzeigen
    haben sie die fundstelle?
    man muss das denen um die ohren hauen
    BMU - Presse vom 23.09.2003: Trittin: Ausbau der Windenergie beschleunigen
    Trittin erwartet, dass etwa ab dem Jahr 2010 der Preis für die Kilowattstunde Strom aus Strom aus Windenergie bereits günstiger sein dürfte als die konventionell erzeugte Kilowattstunde.

    und die Realität:

    Offshore Windparks: Stromkunden sollen draufzahlen - SPIEGEL ONLINE
    Verbraucher müssen womöglich einen höheren Preis für Offshore-Windstrom entrichten. Die Bundesregierung erwägt laut "FAZ" einen Aufschlag auf die Stromrechnung, mit dem die Energieerzeugung vor den Küsten von Nord- und Ostsee subventioniert werden soll.


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