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Energiewende: Was an der Strom-Debatte stimmt - und was nicht

DPAIst die Energiewende unsozial? Bedroht sie den Standort Deutschland? Ein Interview des Umweltministers hat eine Debatte ausgelöst, in der längst nicht alle Argumente stimmen. Sicher ist: Ab Herbst wird Strom deutlich teurer. Eine Übersicht der wichtigsten Fakten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...845080,00.html
  1. #720

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Wenn ein Ausserirdischer hier Ihre Auslegung des Strömungsgesetz von Hagen Poiseuille lesen würde, würde er die Tentakeln überm Kopf zusammenschlagen!
    Da fehlt doch noch ein Link, wo ich selber nachschauen kann, was fuer einen Unsinn ich hier schreibe.
    Ihnen fehlt offensichtlich das Zeug dazu.
  2. #721

    Energie

    Zitat von tempus fugit Beitrag anzeigen
    ...aber stellen Sie sich den Horror der EVU vor, wenn gezielt gerade in Grosstädten auf den Millionen-m2-Dächern PV-Strom erzeugt würde und von den unteren Stockwerken u/o in der Nachbarschaft deren Strombedarf decken würde?!
    Das erscheint mir als z.Z. nicht möglich. Der Energiebedarf eines mehrstöckigen Hauses läßt sich nicht der Energie der Sonneneinstrahlung auf die Grundstücksfläche des Gebäudes decken. Die Nutzung der Hauswände ändert daran nichts, sondern steigert lediglich die Effizienz der Umwandlung der Sonnenergie ( Stahlungsmenge pro Grundstücksfläche zu erzeugtem Strom ). Unsere Energieverbräuche in den Haushalten sind viel zu hoch.

    Letztenendes kann die menschlich Zivilsation nur zuviel Energie umsetzen, wie die Sonne der Erde zustrahlt - will er seinen Energiebedarf nachhaltig aus sg. EE decken. Die maximal zur Verfügung stehende Energie ist also eine Funktion der von der Menschenheit verantwortbar nutzbaren Fläche. Die beanspruchte Fläche umfaßt auch die zur Energieerzeugung herangezogenen Flächen in den Wüsten. Von dieser Fläche insgesamt muß man die landwirtschaftlich genutzten Flächen abziehen. Die Energie aus Bioabfällen, Wind, Gezeiten, Wellen auf dem Meer, Geothermie kann man durch einen Korrekturfaktor für die von der Menschheit beanspruchten Fläche ohne landwirtschaftliche Flächen vorstellen. Der Energieverbrauch zur Erzeugung von Nahrungsmitteln in Gebäuden mit künstlichem Licht darf aus der Gründen der Effizienz den Energiebetrag gewonnen aus Bioabfällen, Wind, Gezeiten, Wellen auf dem Meer und Geothermie nicht überschreiten.

    Eine Energiewende ist technisch möglich. Unser Wirtschaftssystem fördert aber nicht Nutzungseffizienz ( zu der auch Energieeffizienz und EE gehören ) sondern maximale Produktion - auf Kosten der Resourcen. Wer eine Energiewende will, muß unser Wirtschaftssystem hinterfragen. Nutzungseffizienz und somit EE einerseits und Marktwirtschaft und Kapitalismus ( Beides sind zwei verschiedene Dinge, die natürlich in einem engen Zusammenhang stehen. ) andererseits stehen im Konflikt. Politik muß hier eine Balance finden. Es besteht unabhängig aber die Möglichkeit davon, daß zumindestens in der Zukunft der Energiebedarf der Menschheit bei bester Effizienz die nachhaltig erzeugbare Energiemenge übersteigt.

    CO2-Bilanzierung für Produkte und Dienstleistungen ist Unsinn. Eine Enegiebilanzierung reicht aus. Energie muß zu einer Zweitwährung werden. Das klassische Geld darf nur bedingt konvertibel zur Energie als Geld sein.

    Solange die Politik im weitesten Sinne diese Basics nicht berücksichtig, wird es keine Energiewende geben. Es wird keine Energiewende geben, weil die innerartliche Konkurenz in der Menschheit zu groß ist. Pech gehabt.

    Wie auch immer, Hausdächer und Hausfassaden mit PV-Anlagen zuzupflastern greift entschieden zu kurz.
  3. #722

    Langer Rede kurzer Sinn...

    Zitat von Datenflut Beitrag anzeigen
    Das erscheint mir als z.Z. nicht möglich. Der Energiebedarf eines mehrstöckigen Hauses läßt sich nicht der Energie der Sonneneinstrahlung auf die Grundstücksfläche des Gebäudes decken.

    [...]


    Solange die Politik im weitesten Sinne diese Basics nicht berücksichtig, wird es keine Energiewende geben. Es wird keine Energiewende geben, weil die innerartliche Konkurenz in der Menschheit zu groß ist. Pech gehabt.

    Wie auch immer, Hausdächer und Hausfassaden mit PV-Anlagen zuzupflastern greift entschieden zu kurz.

    Meine Gedanken gingen überall hin, nur nicht zur 'Autarkie' eines
    Ortes oder einer Grossstadt!

    Es ging nur darum, auch dort sehr wohl vorhandene Riesenflächen und Möglichkeiten zu nutzen, um einen TEIL des Energiebearfs zu nutzen!

    Und das geht: mit PV-Modulen, mit Solarthermie z.B.
    Waren Sie schon mal in der Türkei, im Nahen Osten?
    Da sind die Flachdächer vollgepckt mitEinfachst-Solarthermen , kosteten vor 4-5 Jahren um die 300 Dollar...

    Und funktionierten problemlos!
    Ob man da auch noch an Klein-WKA denken kann, auf Grosstadtdächern?
    Oder an BHKW?

    Damit wäre doch der Energiebedarf einer Stadt deutlich reduzierbar - und dann ist es vielleicht doch nicht ganz so 'alternativlos und systemrelevant' gegenüber riesigen Stromleitungen in die Städte zu bauen!?
    Vielleicht reicht es, die bestehenden potenzieren und erneuern!

    Aber wie zumeist oder fast immer: EINE SOLCHE ENTWICKLUNG STEHT ABSOLUT GEGEN DIE ENERGIE- UND FINANZMACHTINTERESSEN
    DER STROMWIRTSCHAFT!

    Also geht's nicht - und die Politkaste verkündet das, was ihr vorgegeben wird! Denn der Interessenfilz ist unentwirrbar!
    Systemrelevant und alternativlos!

    innert 2 Jahren von 4 Mia. Netzausbau uaf 31 Mia. zu kommen - so die BundesNetzAgentur - das finde ich schon mehr als verwegen.

    Dann muss halt auch mal Ross und Reiter genannt werden - wie man auf solche Zahlen kommt!

    Aber dazu schweigen auch in diesem Thread die 'Könner und Wisser und Macher?!

    Und ich sag' mal ganz verwegen:
    Verkündet die BNA nur das, was die EVU und die Netzbetreiber zuflüstern?

    Auch EnBW-Mappus hat gesagt - und getan! - was ihm seine 'Freunde'
    von MORGAN-STANLEY, EdF etc. auf den Spickzettel schrieben!
    Siehe oben: Filz und Co. beherrschen die Energieszene - nicht die
    Lösungen, mit denen sich DE aus der - gefährlichen - Abhängigkeit
    von fossilen und nuklearen Energieträgern befreien kann!

    Na ja - sollte kurz werden, ist aber auch lange geworden! (:>)))
  4. #723

    Im

    Zitat von Datenflut Beitrag anzeigen
    Das erscheint mir als z.Z. nicht möglich.

    . Unsere Energieverbräuche in den Haushalten sind viel zu hoch.

    Letztenendes kann die menschlich Zivilsation nur zuviel Energie umsetzen, wie die Sonne der Erde zustrahlt - will er seinen Energiebedarf nachhaltig aus sg. EE decken.

    Eine Energiewende ist technisch möglich.

    Wie auch immer, Hausdächer und Hausfassaden mit PV-Anlagen zuzupflastern greift entschieden zu kurz.
    Prinzip ist das so.
    Nur unterschätzen Sie m.E. das Potential der Sonnenenergie.
    Etwa 122 Petawatt erreichen die Erde. Das ist das 10.000fache des heutigen Weltenergiebedarfs.
    Das genügt, um 350% des globalen Endenergiebedarfs bereits mit den heutigen Möglichkeiten zu decken.
    Selbst das, weiss Gott nicht sonnenverwöhnte Osnabrück, kann- so das Ergebnis der letzten Befliegung - 100% der Strommenge, die seine Bewohner verbrauchen - durch Solarenergie generieren.

    Nur denkt kein Mensch Sonnenenergie isoliert.
    Sonne und Wind sind zwar unendlich und überall verfügbar, aber nicht zu jeder Zeit. Deshalb nutzt man Sie in Kombination mit anderen Energieträgern-insbesondere das Potential der Fotovoltaik ist privat sehr hoch.
    z.B. Fotovoltaikanlagen mit WKA,BHKW und Pumpspeichern.
    Funktioniert problemlos.
    Ansonsten d`accord.
    Die Stadt München wird in einem Dutzend Jahren als erste Millionenstadt Deutschlands seine Einwohner zu 100% mit EE versorgen. Die schaffen das, die Bayern.
    Und da gebe ich dem Chef der Baywag sowie dem Bundesbauminister recht:
    Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich in einigen Jahren die privaten Haushalte autark mit Energie versorgen. Dass eine vollständige erneuerbare Energieversorgung schon heute möglich und alltagstauglich ist, führen die Bewohner von Plusenergie-Häusern uns täglich vor.
  5. #724

    Optimismus

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    Prinzip ist das so. Nur unterschätzen Sie m.E. das Potential der Sonnenenergie.
    Inwiefern?

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    Etwa 122 Petawatt erreichen die Erde. Das ist das 10.000fache des heutigen Weltenergiebedarfs.
    Und genau da liegt das Problem! Von der von der Sonne zugestrahlten Energie kann ja nur ein Bruchteil unmittelbar ( z.B. Photovoltaik ) oder mittelbar ( z.B. Wind ) genutzt werden, soll die Ökosphäre nicht in die Tonne getreten werden. 10% wäre viel, sehr viel. Sodann reduziert sich der von Ihnen genannte Faktor 10 000 auf 1000.

    Nutzungseffizienz bedeutet ja nicht nur eine Straffung der Wirtschaftskreisläufe ( weniger "Dienstleistungen" und Geld bei gleicher Menge von Gütern und mehr Dienstleistungen am Menschen ), sondern auch die Unterhaltung von Stoffkreisläufen. Die Landwirtschaft definiert einen offenen Stoffkreislauf. Der Kreislauf nuklearen Materials für AKWs definiert eine geschlossenen Kreislauf. Aufgrund der immer unabsehbar zunehmenden Unzahl technischer Werkstoffe ist der Energiebedarf der Stoffkreisläufe auf lange Sicht kaum kalkulierbar. Energetische Optimierung macht aber einer wirtschaftliche Anpassungsfähigkeit ( "Strukturwandel" ) schwieriger.

    M.E. kann Mensch im optimistischen Fall um Faktor 1000 zulegen. Wie lange dauert es, bis diese Marge ausgereizt ist? Ich schätze, nicht einmal 100 Jahre. Und dann?

    Was ich sagen will: EE sind nur ein Anfang. Wir müssen auch an die Frage der Nutzungseffizienz von Stoffen und gefertigten Gütern heran. Dabei darf - soll es keinen Zivilisationsbruch geben - keine soziale Selektion stattfinden.

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    Das genügt, um 350% ...
    Ich kann Ihre Zahl nicht prüfen. Was ist mit der Energie zur Herstellung und zum Betrieb der Anlagen? Was ist, wenn A 120% seines Strombedarfs aus PV decken kann, B aber nur 10%; oder A hat viel Asche und B keine? Wer trägt die Investitionen, wem gehört der Mehrwert? Inwieweit soll Energie Allgeingut, um den Zugang aller zu Energie zu ermöglichen, oder privates Eigentum i.S. unternehmerischen Glücks sein? Die Antworten darauf hänger dummerweise empfindlich von technologischen Konzepten für EE ab.

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    Nur denkt kein Mensch Sonnenenergie isoliert.
    Weiß nicht, manchmal habe ich aber das Gefühl.

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    Sonne ...
    Nicht unendlich und nicht überall und nicht für jeden.

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    Deshalb ...
    PV lohnt sich privat nur dann, wenn in das öffentliche Netz gegen Entgeld eingespeichert werden kann. Für die Speicherung des Stroms aus Photovoltaik fehlen z.Z. die Kapazitäten. Und das wird sich auch so schnell nicht ändern.

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    Funktioniert problemlos.
    Nö. Zu wenig Pumpspeicher, zu wenig Netzkapazität.

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    Ansonsten d`accord.
    Fein!

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    Die Stadt München ...
    Warten wir es ab. Ein Teil der Ziele wird sicherlich erreicht.

    Selbst wenn die Annahme stimmt, daß auf der Nutzfläche von München mit PV und WKA der Strombedarf von München gedeckt werden kann, bleibt die Frage der Speicherung und die des Eigentums. Wem gehört München bzw. der der Stadt München entsprechnde Anteil seiner Einwohner an die von mir skizierten Fläche ( oben Nutzfläche genannt )?
  6. #725

    Wieso Fernleitungen bauen?

    Bei der Entscheidung über die Ansiedlung von Industrien werden seit jeher Standortfaktoren mit einbezogen.
    Da gibt es die Frage der Verkehrsanbindung, der Grundstückspreise, der Verfügbarkeit und des Preises ausgebildeter Arbeitskräfte und die Verfügbarkeit kostengünstiger Energie.
    Warum soll der Norden mit diesem Pfund nicht wuchern? Behaltet die Windenergie im Norden, werbt mit dem Standortfaktor Ökoenergie im Überfluss. Holt Euch die Industrie zurück, die die Bayern durch jahrzehntelenge aggressive Strukturpolitik bei Euch abgeworben haben.
    Da braucht niemeand Fernleitungen. Das schont die Umwelt und das schont den Verbraucher .
    Vor allem werden die Bayern dann bald keine Krokodilstränen mehr vergießen müssen über die vielen vielen Euros, die der Länderfinanzausgleich kostet. Den werden die Nordländer dann nämlich nicht mehr benötigen
  7. #726

    Das ENWG

    Zitat von Pandora0611 Beitrag anzeigen
    Das EEG ist das unsozialste Gesetz seit Jahren.
    Vor allem, da es fast ausschließlich die Privathaushalte belastet.
    Und 50% geht an die PV-Betreiber.
    Wer sich solche Panele aufs Dach schraubt oder die Äcker zuplastert, soll das ohne Subventionen machen; dann wäre der Spuck längst vorbei.
    Und der zusätzliche erforderliche Netzausbau, die erforderlichen Speichermöglichkeiten - die es bisher noch nicht gibt - wurden hier garnicht angesprochen. Auch diese werden den Strompreis in die Höhe treiben.
    Die Subventionen für Atom und Öl und das Steinkohlefinanzierungsgesetz (nicht das EEG) sind die unsozialsten Gesetze.
    Vor allem, da es fast ausschließlich die Privathaushalte belastet.
    Und 100% (nicht 50%) geht an die Energiekonzerne (nicht die PV-Betreiber).
    Wer Atomkraftwerke baut und die Umwelt durch Kohle verpestet ( anstatt sich solche Panele aufs Dach schraubt oder die Äcker zuplastert), soll das ohne Subventionen machen und die Umweltkosten auf den Strompreis aufschlagen; dann wäre der Spuck längst vorbei.
    Und der sowieso (nicht zusätzliche) erforderliche Netzausbau, die erforderlichen Endlager für Atommüll (anstatt Speichermöglichkeiten) - die es bisher noch nicht gibt - wurden hier gar nicht angesprochen. Auch diese werden den Strompreis in die Höhe treiben.

    Das Gebot der Stunde lautet: Kosten-Nutzen-Analyse statt nur Kosten-Analyse!!! Die Rechnung ist einfach: Die Energiewende ist billiger als keine Energiewende. Man muss nur über den quartalsbeschränkten FDP-Tellerrand hinwegschauen.
    In die Zukunft blicken + Alle Kosten ehrlich einpreisen + Peak Oil und Klimawandel als Realität anerkennen = Energiewende lohnt sich. Das ist leichte Mathematik. Und ich zahle ehrlich gesagt lieber meinem ehemaligen Mathelehrer die PV-Anlage auf seinem Dach als den "Menschenrechtsexperten" in Saudi-Arabien und Russland ihre Yachten und Luxusvillen.
  8. #727

    Keine Ahnung

    Zitat von kleena_m Beitrag anzeigen
    Ehm... das groesste Problem duerfte hier doch eher die Differenz zwischen Einkaufspreis und Verkaufspreis sein. 4ct/kwh im Einkauf und >23ct/kwh (Vattenfall Hamburg) im Verkaufspreis entsprechen einer Spanne von 591%.

    Sicherlich nimmt da der Staat das Eine oder Andere noch weg, aber mich wuerde es doch stark wundern wenn das mehr als die Haelfte ist. Bleibem immer noch fast 300% Spanne bei den "Energieversorgern".
    Wenn Sie keine Ahnung haben sollten Sie sich nicht soweit aus dem Fenster lehnen. Sehen Sie sich Ihre Stromrechnung mal genau an, auch das Kleingedruckte. Seit einiger Zeit muss nämlich auf den Rechnungen deutlich gemacht werden wie sich der Preis zusammensetzt. Es ergibt sich dann ungefähr folgendes Verhältniss:
    1. ca. 40 % sind staatliche Abgaben wie die MwSt
    2. ca. 30 % sind Netzentgelte(Benutzungsgebühr für die Stromleitungen etc.), diese werden durch die Bundesnetzagentur geprüft und überwacht (da haben die Versorger keinen Spielraum selbst zu entscheiden)
    3. ca. 30 % ergeben den Strompreis den alle Vertriebe in Dt. erhalten

    Nach Iherer Angabe sind das nicht ganz 8 Cent von Ihrem Gesamtpreis. Bedenkt man jetzt, dass es in Dt. mehrere hundert Vertriebe gibt, die diesen Preis beeinflussen und nicht nur die vier großen Versorger ist Ihre Argumentation nur Polemik. Insbesondere dann, wenn reine Ökostromanbieter auch im Gleichklang mit marschieren. Sie können mit Ihrer Entscheidung welchen Vertrieb Sie wählen ca. 1/3 des Preises beeinflussen. Alles andere ist nicht beeinflussbar.
  9. #728

    Selbstbedienungsladen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ist die Energiewende unsozial? Bedroht sie den Standort Deutschland? Ein Interview des Umweltministers hat eine Debatte ausgelöst, in der längst nicht alle Argumente stimmen. Sicher ist: Ab Herbst wird Strom deutlich teurer. Eine Übersicht der wichtigsten Fakten.

    Strompreise: Analyse, wie teuer der Strom wirklich wird - SPIEGEL ONLINE
    Ist diese Regierung nicht in der Lage irgend etwas einigermaßen richtig zu machen? Man hört nun, die energieintensiven Industrien müssten entlastet werden um dort Arbeitsplätze zu erhalten. Und man habe keine Lust mehr sich für dieses rechtschaffene Ziel ständig rechtfertigen zu müssen (habe nicht mitbekommen ob das Rösler war, oder wer sonst).
    Diese Leute haben kein Gespür mehr, wo sie eigentlich falsch liegen: Wenn man in der Regierung der Meinung ist, man müsste irgendwo eingreifen, dann hat sie dafür die Steuermittel, die sie uns vorher für solche Zwecke aus der Tasche zieht.
    Aber für diese Herren ist es anscheinend völlig selbstverständlich, dass der Privathaushalt, nachdem er seine Steuern abgedrückt hat, weitere Staatsaufgaben über seine Stromrechnung finanziert (auf die natürlich sowieso schon immer die Mehrwertsteuer fällig war).
    Diese Leute haben ein krankes Rechtsstaatsempfinden. Aber da der Deutsche alles durchgehen lässt ...
  10. #729

    80% gehen an den Staat oder sind vom Staat festgelegt

    Zitat von kleena_m Beitrag anzeigen
    Ehm... das groesste Problem duerfte hier doch eher die Differenz zwischen Einkaufspreis und Verkaufspreis sein. 4ct/kwh im Einkauf und >23ct/kwh (Vattenfall Hamburg) im Verkaufspreis entsprechen einer Spanne von 591%.
    80% des Strompreises geht an den Staat bzw. sind vom Staat festgelegt:

    - EEG-Abgabe
    - Netzgebühren
    - Abgabe für Kraft-Wärmekopplung (Blockheizkraftwerke)
    - Stromsteuer
    - MwSt
    - Bilanzkreiskosten
    - Kosten für Mehr- und Mindermengen
    - Regelenergie

    Die Kosten sind bei den jeweiligen regionalen Netzbetreibern veröffentlicht und den Übertragungsnetzbetreibern veröffentlicht.








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