Zitat von
foristenprekariat
1. Es handelt sich hierbei um eine PILOTANLAGE bzw. um einen Verbund von vielen Einzelanlagen (Windkrafträder, Wasserstofferzeuger, etc.) die in dieser Kombination noch nie miteinander in Betrieb waren.
2. In dieser Pilotanlage soll der ÜBERSCHÜSSIGE Strom in H2 umgewandelt werden. Überschüssiger Strom entsteht dann, wenn sich Angeot und Nachfrage nicht decken was der Fall ist wenn es z.B. nachts einen Sturm gibt. In diesem Fall wird der erzeugte Strom zur elektrolyse verwendet.
3. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung bei einer Pilotanlage durchzuführen ist genauso hirnrissig wie Ihre Annahmen dazu. Die drei Windkraftanlagen besitzen zusammen eine Nennleistung von 6 MW und erzeugen damit hauptsächlich STROM und nicht H2!
4. Die Grundidee dieser Pilotanlage ist eine sehr gute, denn es wird so versucht die Unstetigkeit der Windkraftanlagen und den benötigten Bedarf (PV nehm ich mal aus, da quasi nicht relevant bei der Stromerzeugung) zu kompensieren. Dieser gewählte Ansatz ist mit Sicherheit nicht der Königsweg, aber er ist einer von vielen den man gehen muss wenn man mehr erneuerbare Energien in Deutschland haben will.
5. Es wird in den nächsten 40 - 50 Jahren nicht DIE umweltfreundliche Lösung für die Energieprobleme der Welt geben, sondern es wird immer eine Kombination aus vielen Lösungen sein. Leider ist es in vielen fachfremden Medien zur Normalität geworden Inovationen und neue Ideen als den neuen heiligen Gral der Energieerzeugung zu preisen, obwohl die Entwickler selbst niemals den Anspruch dazu hatten.