Energiewende: Altmaiers neuer Dienstplan

REUTERSAtomausstieg, Kampf gegen CO2-Ausstoß, Solar-Reform: Kanzlerin Angela Merkel hat nach Fukushima die Energiewende zum wichtigsten Projekt der Regierung gemacht. Jetzt muss der designierte Umweltminister Peter Altmaier die Baustellen von Norbert Röttgen übernehmen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...833684,00.html
  1. #70

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    Zitat von chrimirk Beitrag anzeigen
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    Der Solarstrom ist viel zu teuer. Únter 40 Cent/kWh ist da nichts zu haben ...
    PV-Strom aus neuen Anlagen in Deutschland kostet im life-cycle 10 bis 12 Cent pro kWh.
  2. #71

    Der selbstlose CDU Verteidiger

    Hervorragend wie sich dieser Macher in Talkshows für gefallene Glaubensgefährten eingesetzt hat. Mann/Frau durfte wahrnehmen, dass Wulff wohl nur einen einzigen Freund hatte. Das war schon abstossend widerlich. Ein typischer Speichellecker. Nach oben ducken, nach unten treten.
    Schon beschämend welche Typen die CDU noch zur Verfügung hat.
  3. #72

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    PV-Strom aus neuen Anlagen in Deutschland kostet im life-cycle 10 bis 12 Cent pro kWh.
    So wie hier die gesamten PV-Jünger wegen der Kürzung der Förderung aufschreien, werden ja offensichtlich keine neuen Anlagen mehr gebaut. Und das ist gut so.
    Die alten Anlagen kosten noch kräftig bis zu 20 Jahre lang. Im Schnitt 35 Cent/KWh. Mit Börse oder ohne.
  4. #73

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    Zitat von rudolf.kipp Beitrag anzeigen
    Bis zu einem gewissen Grad kann man zufällige Einspeiser, wie es Windkraft und Photovoltaik nun einmal sind, dadurch in das Netz einbinden, dass man deren schwankende Leistung dadurch kompensiert, dass man konventionelle Kraftwerke rauf- und runterregelt.
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    Da der Bedarf zwischen 25GW und 80GW schwankt muss man die konventionellen Kraftwerke sowieso ständig rauf- und runterregeln, auch ganz ohne Windkraft und Solarstrom.
  5. #74

    Zitat von Kurt Köster Beitrag anzeigen
    Diverse Beiträge dieses Forums spielen auf das (angeblich) wenig vorteilhafte Äussere des neuen Bundesumweltministers an. Hierzu nur zwei kurze Bemerkungen:
    Ich bin absolut kein Fan von Altmaier !

    Auf mich wirkt er einfach wie ein zuverlässiger guter Parteisoldat. In dieser Rolle kann er nicht besser werden als seine Dienstherrin, von der ich nichts halte.

    Aber wer ihn aber wegen seinem äußeren angreift, ist ein geistiger Dünnbrettbohrer.

    Demjenigen würde ich erst recht keine politische Verantwortung anvertrauen!
  6. #75

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    Zitat von rudolf.kipp Beitrag anzeigen
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    Das führt allerdings bei steigendem Anteil an Zufallsstrom dazu, dass der Betrieb dieser Kraftwerke nicht mehr profitabel gestaltet werden kann. In dieser Situation sind wir bereits heute. Niemand möchte mehr in (dringend benötigte) Kraftwerke in Deutschland investieren. E.on erwägt aktuell sogar, drei Gaskraftwerksblöcke vom Netz zu nehmen.
    ...
    Da sitzen Sie einem Scheinargument der Kraftwerksbetreiber auf. Wenn der Bedarf da ist dann steigt eben der Preis zu dem die Kraftwerksbetreiber ihren Strom verkaufen müssen. Der wahre Grund für die nicht-Rentabilität der konventionellen Kraftwerke ist das Überangebot von konventionell erzeugtem Strom, wobei der geringere Bedarf schon seit 10 Jahren abzusehen war. Da versuchen die Kraftwerksbetreiber Stimmung gegen Windkraft und Solarstrom zu machen um ihre Pfründe zu sichern.
  7. #76

    Planbare Schwankungen

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Da der Bedarf zwischen 25GW und 80GW schwankt muss man die konventionellen Kraftwerke sowieso ständig rauf- und runterregeln, auch ganz ohne Windkraft und Solarstrom.
    Und ganz genau auf diese (planbaren) Schwankungen war unser Kraftwerkspark auch bislang ausgerichtet. Kohlekraftwerke werden meist nur an Wochentagen betrieben, also montags morgens hochgefahren und freitags abends wieder herunter.

    Gaskraftwerke gleichen die Tag-Nacht-Schwankungen aus und für die Spitzen mittags und früh abends gibt es Pumpspeicherkraftwerke. Kernkraftwerke sind hierbei bis auf Wartungsintervalle im Dauerbetrieb und können im Bereich von 50-100% Vollast schnell geregelt werden.

    Hierbei ist entscheidend, dass die Stromproduktion auf die Nachfrage abgestimmt ist. Und gerade das ist bei Strom aus Wind und Sonne eben nicht der Fall. Es ist vielmehr genau umgekehrt. Hier müssten sich entweder die Verbraucher der Produktion anpassen, also nachts um 3 kochen oder am Wochenende zur Arbeit gehen, weil dann gerade der Wind weht.

    Oder man braucht gigantische Speicher. Nur haben wir für die hierfür benötigten Dimensionen noch nicht einmal theoretische Konzepte.Zumindest keine, die nicht eine gewaltige Verschwendung an Ressourcen und Energie darstellen.
  8. #77

    Überangebot?

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Da sitzen Sie einem Scheinargument der Kraftwerksbetreiber auf. Wenn der Bedarf da ist dann steigt eben der Preis zu dem die Kraftwerksbetreiber ihren Strom verkaufen müssen. Der wahre Grund für die nicht-Rentabilität der konventionellen Kraftwerke ist das Überangebot von konventionell erzeugtem Strom, wobei der geringere Bedarf schon seit 10 Jahren abzusehen war. Da versuchen die Kraftwerksbetreiber Stimmung gegen Windkraft und Solarstrom zu machen um ihre Pfründe zu sichern.
    Dieses "Überangebot" an Strom hat wohl auch dazu geführt, dass im letzten Winter ein uraltes Öl-betriebenes Kraftwerk in Graz wieder ans Netz genommen werden musste, um in Deutschland die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können.

    Dieses Überangebot hat sicher auch den grünen Kretschmann dazu veranlasst zum Energiegipfel im Kanzleramt der Kanzlerin vorab in einem Brief mitzuteilen der Atomausstieg und die Stilllegung konventioneller Kraftwerke könnten die Versorgungssicherheit in "relevantem Umfang gefährden" und zugleich anzuregen, auch über finanzielle Anreize zum Bau neuer Kraftwerke zu diskutieren.
  9. #78

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    Zitat von rudolf.kipp Beitrag anzeigen
    ...
    Gaskraftwerke gleichen die Tag-Nacht-Schwankungen aus und für die Spitzen mittags und früh abends gibt es Pumpspeicherkraftwerke.
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    Und genau deswegen kann man genausogut Windkraft und Solarstrom mit Gaskraftwerken und den vorhandenen Pumpspeicherkraftwerken ausregeln.
  10. #79

    Zitat von energieinfo Beitrag anzeigen
    "Seine Sucht nach dem politischen Diskurs [...]"
    =>

    "Auch bei Speichern und Netzen ist viel zu tun. Die Technologie, die benötigt wird, um den unsteten Strom aus erneuerbaren Quellen zu speichern, steckt noch in den Kinderschuhen. [...]"
    =>
    Leider entspricht das so nicht den Tatsachen. Die Netz-Technologie ist da, sie hat schon die Schuhe eines jungen Erwachsenen. Die Speichertechnologie ist IMHO noch nicht einmal gezeugt worden. Es gibt bisher keine Technologie, die durch schiere Weiterentwicklung auf einen gebrauchsfähigen Stand gebracht werden könnte.
    Das ist ein Fehler aller Regierungen der letzten 4 Jahrzehnte, die seit dem ÖlPREISschock Anfang der 1970er Jahre gewarnt waren, was auf uns zukommt. Keine der Regierungen hat nennenswerte Summen in die Hand genommen, Stromspeicher für die Größenordnung Milliarden Kilowattstunden (ca. 16 Stunden Leistungsbedarf Deutschland überbrückbar) zu entwickeln, die prinzipiell realisierbar UND energetisch sinnvoll sind.
    Das stimmt so pauschal nicht! Es gibt in D ein riesiges Erdgasnetz das schon viele Jahrzehente als riesiger Energiespeicher benutzt wird (weit über 200 TWh). Mit dieser Energie fangen Erdgaskraftwerke heute schon Leistungsspitzen auf.

    Wo Ich Ihnen rechtgeben kann, ist Ihre Aussage, dass zuwenig getan wurde auf diesem Gebiet. Allerdings sind längst mehrere Methanisierungsanlagen in (Probe)Betrieb (...allerdings noch im kleinen Maßstab), die das Zuviel an Stromenergie in Methan (=Erdgas) verwandeln.

    Also ganz so schwarz sollten Sie das nicht sehen.
    MfG