Energiewende: AKW-Abriss kostet mindestens 18 Milliarden Euro

Der Rückbau der deutschen Kernkraftwerke verschlingt Milliardensummen. Ob die Rücklagen der Betreiber dafür reichen werden, ist fraglich. Die Kosten könnten laut einer Studie deutlich höher ausfallen als gedacht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...788941,00.html
  1. #190

    .

    Zitat von Bauer_Lindemann Beitrag anzeigen
    Fällt ihnen was auf? Der Bedarf, große Schwankungen innerhalb kürzester Zeit ausgleichen zu müssen, ist von den Einspeisern PV und Wind verursacht. Ohne diese Einspeiser gäbe es die Notwendigkeit einen schnell reagierenden Kraftwerkspark aufzubauen gar nicht.
    So ein Unfug, die Last schwankt um viele GW - teilweise innerhalb weniger Minuten - typisches Beispiel: Montag Morgen.

    Mit Wind und PV hat das überhaupt nichts zu tun. Sie sollten mal Ihre deterministische Denkweise über ein Stromnetz über Bord werfen. Einspeiser und Abnehmer sind stochastischer Natur - da beisen Sie keinen Faden ab. Die KKWs gehören übrigens zu denjenigen Kraftwerken, die - unbeabsichgt - die stärksten Gradienten beim Leistungsabfall erreichen können - plus 1,4GW auf minus einige Dutzend Megawatt. Bei gewollter Regelung reagieren sie leider eher so flexibel wie ein Zaunpfahl ...
  2. #191

    .

    Zitat von Solarium Beitrag anzeigen
    Strom entsteht nicht zufällig. Da stehen physikalische Gesetze dahinter.

    Es gibt zu dem Thema gute Physikbücher, speziell bei Lücken in der Grundlagentechnik.
    Halte ich bei unserem Herrn Lindemann für ein Aussichtsloses unterfangen.
  3. #192

    Kein Problem

    Zitat von Bauer_Lindemann Beitrag anzeigen
    Können sie diese aberwitzige Behauptung irgendwie belegen? Dass entgegen dem Atomgesetz keine Rücklagen vorhanden wären? Dann verklagen sie die Betreiber.

    Belegen sie, dass die Rücklagen "verschwunden" seien - oder unterlassen sie diese müßige Spekultation.
    Sie haben noch nie das Atomgesetz oder das HGB in der Hand gehabt?
    Es sind Rückstellungen und keine Rücklagen.
    Schwupps, die Rücklagen sind verschwunden.

    Und selbst auf Anfragen des deutschen Parlamentes wird nicht mitgeteilt, wie das Risiko und das Ereignis zusammenpassen.

    Zudem sind Rückstellungen aufgelöst worden, obwohl der Grund nicht entfallen war. Gemäß HBG 249, Absatz 2 sind die Rücklagen nur gegen den Grund aufzulösen.

    Warum wird dann, als Grund wird bei einem EVU die Laufzeitverlängerung angeführt, nun plötzlich die Rückstellung teilweise aufgelöst?

    Stellen Sie die Schulden der EVU dem Marktwert gegenüber, und erklären Sie, wie dort Raum sein soll für Milliarden an Euro Reserve, die rein einem Bilanzposten in bar zuzuordnen sind.

    Die Rückstellungen laufen unter "Rückstellungen für Entsorgung im Kernenergiebereich" als Schulden bei einem EVU. Sind dort enthalten in den Schulden von 29 Milliarden Euro.
  4. #193

    ...

    Zitat von Solarium Beitrag anzeigen
    Nochmals meine Frage:
    Warum fahren die kein AKW im Lastfolgebetrieb, wenn es doch, nach Ihrer Aussage, um Längen günstiger ist als alle anderen Erzeuger?
    Ich will nicht Ihre Frage aus dem Zusammenhang reißen, aber vielleicht kann man es einfach so beantworten: KKW fahren längst auch Lastfolgebetrieb. In Deutschland erst in den letzten Jahren, um die EE-Schwankungen auszugleichen. In Frankreich schon seit Jahrzehnten, um den Lastgang nachzufahren.

    Also KEIN AKW ist so nicht richtig. Natürlich bemühen sich die Betreiber Strich 100% zu fahren, geht halt heutzutage immer weniger.
  5. #194

    Milchmädchen?

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Dann sehen Sie doch mal selber nach wie wenig Geld Frankreich für Uran ausgibt! Das sind so um 20 Millionen Euro wenn ich mir recht entsinne! Ein geradezu lächerlicher Betrag. (Nicht Milliarden sondern nur Millionen!). Und wenn ich mir die Empfehlung der Anti-AKW Lobby ansehe dann lautet die immer wieder Erdgas! Dabei beträgt unsere Erdgasrechung schon das tausendfache von dem was Frankreich für Uran bezahlt.
    Kostet denn ein Gaskraftwerk soviel, wie ein Kernkraftwerk, oder machen Sie eine sehr vereinfachende Milchmädchenrechnung auf?

    Die Uranimporte snd noch sehr billig und nicht das Problem der Kernkraftwerke. Es sind die Anlagekosten, das hohe finanzielle Risiko im seltenen Falles eines Supra-GAUs, die ungelöste Endlagerung und aktuell die Rückbnaukosten. Neue Kernkraftwerke wird es in Deutschland darum nicht geben.
  6. #195

    Wer bezahlt den Rückbau?

    Zitat von Solarium Beitrag anzeigen
    Sie haben noch nie das Atomgesetz oder das HGB in der Hand gehabt?
    Es sind Rückstellungen und keine Rücklagen.
    Schwupps, die Rücklagen sind verschwunden.

    Und selbst auf Anfragen des deutschen Parlamentes wird nicht mitgeteilt, wie das Risiko und das Ereignis zusammenpassen.

    Zudem sind Rückstellungen aufgelöst worden, obwohl der Grund nicht entfallen war. Gemäß HBG 249, Absatz 2 sind die Rücklagen nur gegen den Grund aufzulösen.

    Warum wird dann, als Grund wird bei einem EVU die Laufzeitverlängerung angeführt, nun plötzlich die Rückstellung teilweise aufgelöst?

    Stellen Sie die Schulden der EVU dem Marktwert gegenüber, und erklären Sie, wie dort Raum sein soll für Milliarden an Euro Reserve, die rein einem Bilanzposten in bar zuzuordnen sind.

    Die Rückstellungen laufen unter "Rückstellungen für Entsorgung im Kernenergiebereich" als Schulden bei einem EVU. Sind dort enthalten in den Schulden von 29 Milliarden Euro.
    Danke, Sie haben mir die Antwort vorweg genommen. Warten wir ab, was die parlamentarische Anfrage bewegen wird. Meiner Meinung nach werden EVU in den nächsten Jahren gezwungen werden, eine greifbare und sicher angelegte Summe für den Rückbau transparent anzulegen. Wenn das gesetzlich beschlossen würde, wären die vier großen EVU defakto pleite.
  7. #196

    ob die können?

    die müssen!

    wenn eon, vattenfall und wie die alle heißen nicht genug geld zum stilllegen der akws bereitgestellt haben, dann muss man sofort alle konten bei denen einfrieren und dafuer sorgen, dass die keinen cent dividende mehr auszahlen oder sonstwie geld beiseiteschaffen (z.b. aktienrückkäufe)
    und wenn die konzerne plötzlich pleite gehen und der staat auf den kosten sitzenbleibt muss man die vorstände wegen betrugs ins gefängnis stecken. so einfach ist das.
  8. #197

    Wenn es so einfach wäre...

    Zitat von edizina Beitrag anzeigen
    die müssen!

    wenn eon, vattenfall und wie die alle heißen nicht genug geld zum stilllegen der akws bereitgestellt haben, dann muss man sofort alle konten bei denen einfrieren und dafuer sorgen, dass die keinen cent dividende mehr auszahlen oder sonstwie geld beiseiteschaffen (z.b. aktienrückkäufe)
    und wenn die konzerne plötzlich pleite gehen und der staat auf den kosten sitzenbleibt muss man die vorstände wegen betrugs ins gefängnis stecken. so einfach ist das.
    Und darum muss die Gesellschaft mit wachen Augen aufpassen, was mit den vier großen EVU passieren wird und welche Käufe und Verkäufe geplant sind. Wenn man sich z.B. die Bilanz von EON anschaut, ist die Summe der Schulden relativ hoch. Was sich hinter den Sachwerten versteckt und wie diese bewertet werden, ist der spannende Teil.
    http://www.eon.com/de/investors/1019.jsp
  9. #198

    Lastfolgebtrieb

    Zitat von Solarium Beitrag anzeigen
    Wollten Sie nicht noch eine Schaufel nehmen und einen Quadratmeter in Bayern dekontaminieren?
    Nein, denn Sie wollten das Verursacherprinzip! Und da ich nicht der Verursacher bin, kann ich das prinzipiell nicht machen! Wissen Sie an wen Sie sich wenden müssen?

    Zitat von Solarium Beitrag anzeigen
    Eventuell liege ja auch falsch, dann hülfe mir eine Antwort Ihrerseits sehr, bevor ich weiterhin behaupte, dass solch eine Fahrweise Unfug und nicht machbar ist.
    Lastfolgebetrieb beim Reaktor ist (einfach ausgedrückt) Unfug, soweit liegen Sie richtig, aber machbar wäre das schon. Beim KKW realisiert man den Lastfolgebtrieb im Turbinensatz (denn nur dort braucht man ihn).

    Ansonsten kann man wie bei den Erneuerbaren auch den Verbrauch steuern. Allerdings wesentlich einfacher durch simple Nachtspeicherheizungen. So kann man tatsächlich Heizöl und Gas ersetzen!
    Kombiniert mit Windkraft und Photovoltaik wäre mit der Kernenergie tatsächlich eine günstige und weitgehend autarke Energieversorgung möglich.
    Frankreich, Japan, USA usw. werden das vor machen!
  10. #199

    Importierte Leistungen

    Zitat von hoffnungsvoll Beitrag anzeigen
    Kostet denn ein Gaskraftwerk soviel, wie ein Kernkraftwerk, oder machen Sie eine sehr vereinfachende Milchmädchenrechnung auf?

    Die Uranimporte snd noch sehr billig und nicht das Problem der Kernkraftwerke. Es sind die Anlagekosten, ....
    Die Anlagekosten zählen (noch!) nicht zu den importierten Leistungen. Und um die ging es! Ich darf Sie erinnern:
    Zitat von hoffnungsvoll Beitrag anzeigen
    Das klingt zwar auf den ersten Blick schlüssig, aber wir waren zum Einen bei der Kostendiskussion und importierte Rohstoffe kosten eine Volkswirtschaft erhebliche Summen,...