DPADer deutsche Strommarkt stand in den vergangenen Tagen mehrfach vor dem Zusammenbruch. Laut Bundesnetzagentur waren dafür aber nicht die Kälte oder der Atomausstieg verantwortlich, sondern Energiehändler, die ihre Profite maximieren wollten. Die Aufsichtsbehörde ist alarmiert.
Energieversorgung in Deutschland: Stromhändler zocken fast bis zum Blackout - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
Märkte mit ausreichenden, ohne kontinentalweite Schachereien im Verbrauchsland selbst verfügbaren Resourcen sind dagegen die untauglichsten und uneinträglichsten Spielfelder für Zocker und ihre Glückspiele.
Seitdem Menschen mit Waren Handeln, gehört diese Erkenntnis zum Grundwissen jedes Wirtschaftenden und war demzufolge sämtlichen Politikern, die Verantwortung für die Verknappung des deutschen Stromangebotes tragen, bekannt.
Dies wurde jedoch ignoriert, toleriert oder wird sogar befürwortet und ist erwünscht - immerhin gelten für Staaten und ihre Finanzen ähnliche Spielregeln wie für (andere) Zocker: Am ungestörtesten zu verdienen ist in den Bereichen, in denen keine Überangebote selbstdiktierte Geschäfte stören.
Angesichts der bemerkbaren Fähigkeiten unserer Politiker, vom Erinnerungsvermögen bis hin zur Weitsicht, besteht jedoch kein Anlaß anzunehmen daß gewiß mehr als ein begrenzter elektrischer Blackout erforderlich sein wird, die Erinnerung an diese Wirklichkeit zu fördern.
Lediglich "günstige" Konstellationen, wie ein wirklich unfreundlicher Winter - möglicherweise forciert von einem "hilfsbereiten" Vulkan - mit unter trübem Himmel und Schnee bestatteten Photovoltaikträumen könnten helfen, unter rasch wirkenden Denkanstöße wieder verstehen zu lernen, bei welchen Methoden der Stromerzeugung der Mensch die Menge bestimmen und regeln kann, und bei welchen er sich darauf einläßt, diesbezüglich zum Spielball der Natur zu werden.
MfG
Gegen diese Leute sind Terroristen harmlos. Das allermindeste ist eine Gewinnabschoepfung, empfindliche Geldstrafen fuer die Unternehmen und unbedingte Gefaengnisstrafen fuer die Verantwortlichen.
..von Infrastruktur ist der letzte Mist. Man siehts beim Strom, bei der Bahn, usw.
Einzig in der Telekommunikations- und Mobilfunkbranche scheint das halbwegs funktioniert zu haben, diese ist aber auch nicht annähernd so wichtig.
Naja, von einer Wiederverstaatlichung kann man auch nur träumen, nicht auszudenken was passiert, wenn die Führungsriegen dort keine Millionen mehr einsacken...
Man hat der Feuerwehr vor 11 Jahren gesagt wann Ihr das Wasser verboten wird. Sie hat aber nicht darauf hingearbeitet Sand, Schaum und andere Löschmaterialien bereitzustellen, sondern versucht die Sache auszusitzen und daran gearbeitet das Verbot abzuschaffen, und jetzt wird versucht die Schuld für das Nicht-Löschen der Brände dem Verbot des Wassers zuzuschieben.
„Offensichtlich zocken Stromhändler mit unserer Versorgungssicherheit.“ Die Regierung habe es unterlassen, solche Manipulationen zu verhindern. „Solange die Bundesregierung nicht für ein permanentes Monitoring sorgt, bleibt das Tor für Marktmanipulationen weit offen. Wir brauchen eine konsequente Markt- und Netzüberwachung“
In einem Verbundnetz klappt das mit dem einfach mal so nichts mehr liefern nicht so einfach. Strom sucht sich seinen Weg, und die Leitungen einfach abzuschalten würde sicherlich massive Entschädigungen an die französische Seite nach sich ziehen (ich kenne die Verträge nicht).