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Energierevolution: Wie Deutschland zur 2000-Watt-Republik wird

Strom, Heizung, Verkehr, Konsum: Im Schnitt benötigt jeder Bundesbürger rund um die Uhr 6000 Watt - zu viel, klagen Experten. Sie wollen den Energieverbrauch der Deutschen dritteln. Nötig wären rabiate Einschnitte in den Lebensstil.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...718467,00.html
  1. #320

    Warum, warum mich ?

    Zitat von tancarino Beitrag anzeigen
    Ja, die einfachen Lösungen sind immer die besten nicht wahr? Und daß wir nur nicht bestimmte Lebensstile in Frage stellen, die nur mit einem unverhältnsmäßig hohen Ressourcenverbrauch aufrecht zu erhalten sind.
    ...
    Von "Dörfer plattmachen" spricht niemand. Aber Ihr mit Eurem Traum vom Leben auf dem Lande bezahlt bitte auch die Rechnung für Euren Luxus aus Weidenblick und Pendlerglück. Mit "Dorf" hat die Landschaftszersiedelung Deutschlands absolut gar nichts zu tun.
    Was sprechen Sie eigentlich mich an, ich bin doch Ihrer Meinung, ich bin Großstadtfreund durch und durch, allerdings nicht aus Energie- und Effiziensgründen eher aus Gründen der Freiheit und der Wahlmöglichkeiten - die armen Dörfler und Speckgürtler, es gibt schon idyllische Eckchen aber länger als 2 Wochen(Urlaub) könnte ich es da nicht aushalten, das ist was für Eremiten und Leute die hinter dem Lenkrad entspannen.
  2. #321

    Für ein titelloses Forum!

    Spätenstens wenn Deutschland im Wirtschaftlichem Nirvanna gelandet ist, werden wir es uns "6000W" gar nicht mehr leisten können xD

    Auf in eine glorreiche Zukunft !
  3. #322

    Sorry, gemeint sind doch die "Neu-Landeier"

    Zitat von Kontra Beitrag anzeigen
    Was sprechen Sie eigentlich mich an, ich bin doch Ihrer Meinung, ich bin Großstadtfreund durch und durch.....
    War nicht persönlich gemeint *lg*
  4. #323

    Öl-Peak, Überbevölkerung, Umweltverschmutzung, Klimawandel: Welt im Umbruch

    Die Erde ist an den Grenzen des Wachstums. Darüber gab es vor nunmehr fast 40 Jahren den berühmten Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit. Der deutsche Titel des zugehörigen Buches lautete "Die Grenzen des Wachstums", erschienen 1972 bei DVA. Ironischerweise ist das der gleiche Verlag, bei dem vor Kurzem Thilo Sarrazin's Buch über die biologistischen Grenzen des Wachstums deutscher Intelligenz erschien.

    Der SPON Artikel ist leider hier im Forum zu wörtlich genommen worden. Zukunftsforschung ist als solche legitim. Sie muss in manchen Fällen die krasse Diskrepanz zwischen zwei Zuständen aufzeigen, nämlich den jetzigen Zustand, und einen Zustand nach einer Transformation in ein neues Zeitalter.

    Prinzipiell sind die Überlegungen, auf die der Artikel basiert, im Endeffekt unvermeidlich. Stichworte wie Öl-Peak, Globale Umweltverschmutzung, Globaler Anthropogener Klimawandel, sind uns inzwischen geläufig. Der kontinuierliche Strom von Änderungen unserer Lebensweise mag manche beängstigen oder als Spinnerei vorkommen. Aber grundsätzliche technologische Umwälzungen haben unsere Welt seit etwa dem Beginn des industriellen Zeitalters (~1800-1840) dramatisch und immer mehr beschleunigend transformiert. Dabei können wir davon ausgehen, dass sich auch diese technologischen Veränderungen weiterhin beschleunigen.

    Für diese Beschleunigung von technologischen Veränderungen gibt es die grundsätzliche Erklärung der explosiven Entwicklung unseres Verständnisses von Naturwissenschaft und Technik im 20. Jahrhunderts. Damit verbunden sind die immer größeren Zahlen von ausgebildeten Wissenschaftlern und Ingenieuren. Der folgende Satz ist immer noch eine Weisheit: "90% aller Wissenschaftler, die jemals auf der Erde gelebt und gearbeitet haben, leben und arbeiten heute."

    Damit gibt es genug Human Resource Potential für ein weitergehende technologische Transformation unserer modernen Gesellschaft. Es ist nicht hinreichend, die Argumentation darüber nur politisch zu definieren, sie mit Schlagwörtern wie "Öko-Diktatur" abzuspeisen, und sie dann als bereits abgehakt beiseite zu legen.

    Die Probleme der Grenzen unseres Wachstums im 21. Jahrhunderts werden von Jahr zu Jahr immer offenkundiger. Psychologische Verweigerung als Verdrängungsmechanismus reicht hier nicht. So schrieb zum Beispiel ein Forist:
    Erstens, Kohlendioxid ist kein Klima schädliches Gas. Mit 0,03% oder 383 ppm.
    Ersparen sie mir, noch das "zweitens" zu zitieren. Wissenschaft ist eben Wissenschaft. Jeder hat natürlich das Recht, seine Meinungen und seinen Glauben durch ein wissenschafts-verweigerndes Weltbild prägen zu lassen. Als passende Paarung mit der Klimawandel-Verweigerung gibt es auch die Theorie des sogenannten "Abiotischen Ursprungs" des Erdöls, die auch argumentiert, es gäbe gar keine grundsätzliche Knappheit von Erdöl, wir müssten nur tiefer bohren, um noch viel mehr Öl zu finden.

    Aber die globalen Probleme sind die Realität. Und diese Probleme sind drängend - sie zwingen uns zum Handeln. Der Anspruch des Artikels nach nur 2000W Leistungsverbrauch fur jeden Deutschen ist sicherlich symbolisch zu verstehen. Aber jegliche Polemik darf uns nicht davon abhalten, dass wir uns mit aller Kraft bemühen, uns weiter in diese Richtung zu bewegen.

    All dies ist keine Frage von Öko-Diktatur. Es ist nur eine Diktatur der Realität der Welt des 21. Jahrhunderts: Die Grenzen des Wachstums sind längst über uns.
  5. #324

    2000 Wass ?

    Vielleicht denke ich zu kompliziert, aber was meinen die Autoren hier? 2000 Watt ist ein Maß für Energieleistung und nicht für Energiekonsum. Energiekonsum hat z.B. die Einheit Kilo- oder Megawattstunden, bzw. Kilo- oder Megajoule. Mit 2000 Watt kann man in physikalischen Sinne nicht 2 Stunden duschen oder 64 km autofahren! Ich kann die Berechnung der 2000 Watt Geschellschaft in Deutschland nicht nachvollziehen.

    Abgesehen davon ist natürlich ein sparsamer Umgang mit Energie anzustreben. Und wie die Autoren zu Recht aufmerken, wird die Nachfrage durch die Entwicklungen von Schwellen- und Entwicklungsländer in der Zukunft steigen. Diese Steigung ist mit konventieller Energieversorgung katastrophal, selbst wenn man in Deutschland eine 2000 Watt Geschellschaft hätte. Eine umweltneutrale und nachhaltige Energieversorgung scheint die einzige Lösung zu sein.
  6. #325

    Zurück zum Physikunterricht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Strom, Heizung, Verkehr, Konsum: Im Schnitt benötigt jeder Bundesbürger rund um die Uhr 6000 Watt - zu viel, klagen Experten. Sie wollen den Energieverbrauch der Deutschen dritteln. Nötig wären rabiate Einschnitte in den Lebensstil.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...718467,00.html
    Ein an sich wichtiges Thema wird durch die Ignoranz des Autors über physikalische Größen kaputtgeredet. Er sollte zueück in den Schulphysikunterricht. Watt kann man nicht verbrauchen, nur leisten. Entscheidend ist, wie lange Watt geleistet werden. Mein Auto leistet auf dem Papier 57 Kilowatt, ohne Benzin zu verbrauchen, wenn es null Stunden fährt-Ein Wunder?
    Bitte Angaben in Kilowattstunden, oder handelt es sich etwa
    um 24 Stunden lang 2000 Watt, also 48 Kilowattstunden?








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