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Energiepolitik: EU-Staaten wollen Subventionen für Atomstrom

REUTERSDeutschland will raus aus der Atomenergie - Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien setzen völlig andere Akzente. Die vier Länder dringen laut "Süddeutscher Zeitung" auf einen Ausbau der Nukleartechnik. Brüssel solle die Atomkraft subventionsfähig machen, so wie Wind- und Solarenergie.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...827295,00.html
  1. #180

    Warum auch nicht?

    Sollen die Staaten doch eine NATIONALE Umlage auf den Strompreis für Atomstrom einführen, so wie bei uns das EEG. Eine Umlage für den Rückbau und die lagerung kann man dann auch gleich einführen

    Wenn aber die EU schon involviert werden muss, dann fordere ich eine Versicherungspflicht in voller Schadenshöhe im EU weiten In- und Ausland für jedes Atomkraftwerk (fairerweise gerne auch für jedes sonstige Kraftwerk).
    Da die Betreiber das nicht stemmen können müssen eben die Staaten dafür Rettungsschirme finanzieren und zwar in Höhe von mindestens einigen hundert Mrd. Euro, wenn man sich an Tschernobyl und Fukushia orientiert.

    Das ist doch wohl das mindeste. Dann sieht man auch gleich, ob AKWs weiterhin so an die Grenze gebaut werden, dass bei Westwind das Ruhrgebiet verseucht wird.
    Ich bin ein großer Befürworter von technologieneutraler Unterstützung, dazu gehört aber auch die angemssene Berücksichtigung des Risikos und aller Kosten.
  2. #181

    Stimmt!

    Zitat von soulbrother Beitrag anzeigen
    Aus der angeblichen "Renaissance" der Atomkraft ist nun ein Fordern nach Subventionen geworden - da keiner mehr investieren will. Da soll dann der Steuerzahler herhalten, um weiterhin den Müll zu produzieren, dessen Lagerung dann wiederum vom Steuerzahler finanziert werden.....
    Und weil in der EU-Diktatur alles so alternativlos solidarisch ist, dürfen wir - natürlich ungefragt - den Neubau von Atomkraftwerken, den Rückbau alter Reaktoren, die Risiken, die Atom-Müll-Lagerung, die Profite ausländischer Kratwerksbetreiber. ... mittragen und natürlich in erster Linie mitbezahlen!
    Wann beenden wir diesen EU-Irrsinn?
  3. #182

    Vielleicht eine etwas dumme Frage...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland will raus aus der Atomenergie - Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien setzen völlig andere Akzente. Die vier Länder dringen laut "Süddeutscher Zeitung" auf einen Ausbau der Nukleartechnik. Brüssel solle die Atomkraft subventionsfähig machen, so wie Wind- und Solarenergie.

    Energiepolitik: EU-Staaten wollen Subventionen für Atomstrom - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Habe hier so ein etwa kleinerfingergroßes Teil, in dem mal Strom drinnen war.
    Atome sind aber angeblich überall drin.
    Bekomme ich jetzt für meine leere AA-Batterie auch Subventionen oder muß ich erst ein paar AAs mehr sammeln, bis ich "too big to fail" werde?
  4. #183

    Zitat von tharimar Beitrag anzeigen
    ...
    Fakt ist jedoch, was hat denn z.B. der so hochgelobte "Biosprit" gebracht? Monokulturen, Abholzung des Regenwaldes und Verknappung von Nahrungsmitteln, sprich Hunger für Ärmere - damit wir uns hier auf die Schultern klopfen können und mit stolzgeschwellter Brust sagen können - wir fahren mit Biosprit, wir tun was für die Umwelt. Das ist wie Pest gegen Cholera tauschen.
    Anstatt an die Ursachen zu gehen - Nahverkehr ausbauen, kleinere, verbrauchsärmere Fahrzeuge etc.
    Soweit ich gehört habe, wird E10 immer noch an den Tankstellen
    genau aus diesen Beweggründen geschmäht.
    De Deutsche Michel ist nicht so blöd wie immer unterstellt wird.
    Leider lassen aber "vernünftige" Mehrheiten, die richtig etwas bewegen könnten, immer noch auf sich warten.
  5. #184

    Zitat von moev Beitrag anzeigen
    Dann bitte auch den Grund hinter der Risikobewertung nennen: Das Risiko seine Milliardeninvestitionen jederzeit durch populistisches Verbotsgesetz abschalten zu müssen.

    Das ist der Grund wieso jedem abgeraten wird in sowas zu investieren
    Quatsch, In GB oder Frankreich doch nicht. Der Grund ist, dass ein Energieunternehmen, das AKWs betreibt, egal wie groß dieses Unternehmen ist, quasi automatisch komplett pleite ist, wenn nur ein einziges dieser AKWs irgendwann im Laufe der Zeit ein Fukushima oder Tschernobyl verursacht. Man sieht es an Tepco in Japan ... eines der größten Energieunternehmen der Welt ... steht kurz vor der Verstaatlichung, weil es die Fukushima-Kosten (geschätzt etwa 130 Milliarden € in den nächsten 30 Jahren) nicht tragen kann. Ein Alptraum für jeden Kreditgeber und Versicherer ... weshalb es halt auch keine privaten Kreditgeber und Versicherer gibt, die sowas versichern.
  6. #185

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Die paar Kilo, die anteilig anfallen koennen Sie gerne bei mir im Keller verbunkern. Kein Problem.
    Ich wuerde mir (wie vermutlich auch alle anderen, die der Atomkraft neutral gegenueberstehen) auch sofort einen Castor in den Hof stellen und damit mein Haus heizen.
    Zum Thema Castor auf dem Hof:
    http://www.grs.de/sites/default/file...ansport_de.pdf

    In einem Jahr sind das in 5m Entfernung ~200 mSv. Da sich sich ja bestimmt mit dem Thema beschäftigt haben, werden sie ja wissen dass die max. Belastung für einen Arbeiter in einem dt. KKW 20 mSv pro Jahr sind.
  7. #186

    Zitat von romanfi Beitrag anzeigen
    Was ist idealistisch daran mit weit weniger Subventionen bald einen hoeheren Anteil an der Energieversorgung hinbekommen zu haben, und das demnaechst sogar mit niedrigeren Stromgestehungskosten, weit weniger Problemen bei der Brennstoffbeschaffung und entsorgung?
    Wenn dem so wäre. Aktuell gibt es Einspeisezwang für EE. Bestimmt nicht, weil die so günstig sind. Ohne entsprechende Infrastruktur ist Wind und Sonne relativ wertlos für unsere Stromversorgung. Was die Versrogungssicherheit angeht.
    Zitat von romanfi Beitrag anzeigen
    Wie kann man nur so blind irgendwelchen Lobbyisten hinterherrennen und diese hier auch noch vertreten?

    Das ist schlichtweg peinlich und zeugt nicht gerade von Intelligenz, was ein Aufruf dazu sein soll, diese Aussage zu relativieren, oder zumindest zu erklaeren wie man zu ihr kommt.
    Man muß dabei akzeptieren, das das eine europäische Frage ist und in den entsprechenden Ländern diese Thematik anders diskutiert wird, als hier in Deutschland.
  8. #187

    Rechenaufgabe

    Zitat von frodosix Beitrag anzeigen

    Ach ja... Ihre Nachkommen müssen natürlich verpflichtet werden sich nach Ihrem Ableben auch weiterhin wie oben beschrieben um den Müll zu kümmern. Das dürfte ja für die nächsten 10000 Jahre kein Problem darstellen, oder?
    Ach Moment, so ein Mist... Sie würden dadurch das Problem ja auf andere abwälzen. Und das wollen Sie ja nicht...

    Noch irgend welche Vorschläge?
    Daraus würde für dale_gribble und vulcain wohl nix werden. Mit verstrahlten Schrumpeleiern ist es um die Nachkommenszeugung schlecht bestellt.
    Irgendein Biologe wird es den beiden sicherlich ausrechnen können, wie lange es bei 0,35 mSv/h ( Castor (Kerntechnik)) dauert, bis die menschliche Erbsubstanz mit 99%iger Sicherheit so weit geschädigt ist, daß nur noch mißgebildete Nachfahren gezeugt werden können.
  9. #188

    Zitat von c62 Beitrag anzeigen
    Bevor Sie so eine leichtfertige Antwort geben, würde ich Ihnen vorschlagen nach Fukushima zu fahren. Dann könnten Sie sehen was Atomkraft für Schäden und Leiden anrichtet.
    Fahren Sie doch mal nach Somalia, Brasilien oder Bangladesh. Alternativ koennen Sie ein Gefaengnis in Russland oder Mali besuchen.
    Dann sehen Sie mal was RICHTIGES Elend ist.
    Vielleicht hoeren Sie dann mal auf ein paar Schaeden durch ein Erdbeben als 'schlimmstes Drama ueberhaupt' hochzustilisieren.
  10. #189

    Zitat von micromiller Beitrag anzeigen
    es ist einmal wieder die totale selbstueberschaetzung unserer stammesbrueder, die uns als weltweite pioniere beim abschalten der atomkraft feiern. in deutschen krankenhaeusern kommen jedes jahr mehr als 20.000 menschen ums leben weil die hygiene nicht stimmt, die krankenhaueser werden logischerweise deswegen nicht......
    Mehr Stammtisch geht nicht!
    Die Erhöhung der Lebensmittelpreise ist zu einem viel größeren Teil auf die Möglichkeit des Handels mit Lebensmitteln durch Terminkontrakte zurückzuführen. Und die grünen Antiatomlobby weist schon seit mehreren Jahren daraufhin, dass der Ausbau/Anbau von Monokulturen (Raps/Mais) keine Alternative Kraftstofferzeugung darstellt!


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