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Energiemanagement mit Elektroautos: Die Rechnung geht aufs Haus

Hans-Peter KönigKostenlos tanken - davon träumen Millionen Autofahrer. In Berlin steht ein Haus, das genau das ermöglicht: Es produziert so viel überschüssigen Strom, dass man damit Elektroautos aufladen kann.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...837160,00.html
  1. #60

    massive Erhöhung der Akku Ladezyklen

    Typischerweise haben die heute in Verwendung befindlichen Fahrzeugakkus das Problem, daß sie mit jedem Ladezyklus an Leistung verlieren. Wenn man die Ladezyklen über das Energiepingpong mit dem Haus künstlich erhöht ist der Performanceverlust nach ein paar Jahren so groß daß dei Akkus für viel Geld ausgetauscht werden müssen. Dies überschreitet den Wert der ausgetauschten Energie bei weitem. Methan aus Strom löst mehrere Probleme. Die Technik ist ausgereift, die Tankstellen zahlreich genug und der Autonutzer hat kein Reichweiteneinschränkungen wie bei Struomspeichern, da das Tanken nur die üblichen drei Minuten dauert. Außerdem ist Methan belieblig lange verlustfrei und einfach speicherbar und es gibt ein gut ausgebautes Leitungsnetz.
  2. #61

    Kleiner Tipp:

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Die Frage ist doch was dieser Strom effektiv kostet.
    Und die Antwort: nehme Atomstrom. Denn wichtich is heute billig! Morgen? Sch... egal!
  3. #62

    Zitat von dunkelbraun Beitrag anzeigen
    Leider wird im Artikel mit keinem Wort auf den Preis für ein solches Haus eingegangen. Das hat auch seinen Grund: Die Gesamtkosten - ohne Grundstück - dürften bei etwa 1 Mio Euro liegen.
    Das Problem ist, das man bei Prototypen schlecht über einen Preis sprechen kann. VW baut auch ab und zu mal ein Auto zu Stückpreisen von ein paar Mio. und ein paar Monate später läuft das gleiche Modell serienmäßig vom Band - und ist bezahlbar. Die Frage ist welche Komponenten mussten für das Haus aufwendig neu entwickelt werden weil es sie noch nicht serienmäßig gibt. Früher wurden Solarzellen auch einzeln im Labormaßstab produziert - heute gibt es Gigawatt-Taktstraßen und vielleicht auch irgendwann Rolle-zu-Rolle-Anlagen.
  4. #63

    Ich

    Zitat von Fackus Beitrag anzeigen
    Ok - in 240 Jahren reden wir wieder drüber ;-)
    Da ich mich aber nicht unter der Gruppe der einen Million Millionäre in D befinde, bleibt das alles Gedanken-Spinnerei.
    Sollte mal eine Regierung auf die Idee kommen, solche Bauten zur Pflicht zu machen (die schrecken ja vor nichts zurück), dann werden die Mieten auf hundert Euro pro qm steigen und wer sich kein Haus leisten kann landet auf der Strasse.
    ...
    für Reiche an speziellen Orten und mag da ihre Berechtigung haben. Für die breite Versorgung ist sie ungeeignet.
    Wir sollten lieber unseren exzessiven Lebensstil herunterschrauben und Energie sparen und die sehr effektiven vorhandenen Energieträger (KKWs) optimieren und ausbauen, bis klugen Köpfen was besseres einfällt als das, was sich heute "Ökoenergie" nennt.
    denke, Sie irren. Bei uns heute ist im Schlüsselfertigbau die Solaranlage auf dem Dach Standard. Ansonsten müssen wir dem Kunden erklären, weshalb keine Anlage integriert ist. Ein echtes Verkaufsargument.
    In ein paar Jahren redet keiner mehr darüber, ob ein Haus Energie produziert, das tut es einfach. Das ist dann so selbstverständlich, wie heute die Doppelverglasung, die Hausdämmung und die Isolierung der Leitungsrohre.
    Des Deutschen grosse Bange. Ja, wo kommen z.B. die Dachziegel her?
    Fragen über Fragen. In meinen Augen nichts anderes , als die Begründung fürs Nichtstun. Wer kann und will, der machts. Wer nichts kann und es nicht will zieht Gründe dagegenan den Haaren herbei.
    Ich war letzte Woche im Saarland und habe mir einige Anlagen angeschaut. Das tollste war für mich die Argumentation einer Gemeinde. Sie untersagte eine Solaranlage mit dem Hinweis auf den Wasserschutz. Also, alles was nicht bei drei auf den Bäumen ist, wird als Grund gegen eine Veränderung genommen. Obwohl sich schon eine Menge gebessert hat.
    Diese Fotovoltaik ist die Energiequelle des kleinen Mannes. Früher musste der Holz stehlen, nachdem sich die Herrschenden die Energiequellen angeeignet hatten, heute hat er Gott sei Dank die Sonnenstrahlen. Die macht ihm so schnell keiner mehr streitig und deshalb ist dieser Prozess auch nicht mehr aufzuhalten.
    Eine Million Anlagen in 10 Jahren, in den nächsten fünf Jahren können die sich leicht verdoppeln. So ändern sich die Zeiten.

    Das spricht nicht gegen einen vernünftigen Lebensstil. Acht Milliarden Menschen können auf dem Raumschiff Erde nicht so leben, wie wir das tun. Da haben Sie recht. Das ist aber kein Argument gegen die Nutzung unendlicher,kostenloser Energieträger sondern dafür.
    Wir müssen aufhören, Wertstoffe zu nehmen und Müll zu hinterlassen.
    Sinnlos endliche Rohstoffe zu verbrennen ist nicht zielführend , wenn man nur einen einzigen Planeten hat.
  5. #64

    Zitat von findetnemo Beitrag anzeigen
    Genau! Und die liefern <2% des Stroms. ...
    Verfünffachen Sie Ihre Zahl, und Sie haben die Prozentzahl (PV gemessen am GEsamtverbrauch in D) für den Monat Mai 2012.
  6. #65

    gemeinsames Ziel

    [QUOTE=karl-felix;10401929]denke, Sie irren. Bei uns heute ist im Schlüsselfertigbau die Solaranlage auf dem Dach Standard.
    ......

    Ich denke mal, grundsätzlich wollen Sie so wie ich auch, dass wir (vielen Menschen auf der Erde) die Welt nicht ruinieren. Das kann man nicht von jedem (auch im Forum hier) behaupten.
    Dennoch muss ich in einigen Punkten widersprechen - mal abgesehen, dass ich keine Solaranlage auf dem Dach haben wollte. Wenn ich wirklich Strom brauche - nachts und/oder im Winter - nützt mir das Zeug nämlich nix.

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    ... Das ist aber kein Argument gegen die Nutzung unendlicher,kostenloser Energieträger sondern dafür.
    Wir müssen aufhören, Wertstoffe zu nehmen und Müll zu hinterlassen.
    Sinnlos endliche Rohstoffe zu verbrennen ist nicht zielführend , wenn man nur einen einzigen Planeten hat.
    Im Prinzip richtig. Nur dass das ganze Drumrum um Solar, Akkus etc. weder kostenlos ist noch so umweltverträglich abgeht, wie das gerne behauptet wird. Nicht auf der Produktionsseite und schon gar nicht bei der Entsorgung.
    Dass wir so schnell wie möglich von den Fossil-Brennstoffen wegmüssen ist klar. Drum bin ich Anhänger von Kernkraft; ich hab da keine Berührungsängste und wohne direkt neben ein paar.
    Und ich bin ein Gegner der Dezentralisierung. Was da immer erzählt wird von den dezentralen Anlagen - brrrr. Lieber von Grosskonzernen abhängig als von missgünstigen Nachbarn. Und mein Auto oder den PC bau ich auch nicht selber -warum soll ich dann Strom selber machen, was noch schwieriger ist? Für meine 50€ rund um die Uhr im Monat bekomm ich das nie und nimmer hin. Nichtmal fürs 10fache .. warum auch?
  7. #66

    .

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    mit Sicherheit nicht die Frage. Das wäre reine Pfeffersackmentalität. Die Frage ist, ob es funktioniert.
    Die Preisfrage können Sie analog der Sonnenlicht-Verstromung ahnen. Von anfänglich 3,75 DM/kWh Gestehungskosten auf jetzt ca. 10 Cent/kWh, innerhalb von 25 Jahren.
    Das ist dann nur eine Frage der Massenfertigung und des politischen Willens.
    Wenn parallel dazu dann die Kraftstoff-Preise, Netzstrompreise und Heizöl-Preis sich vervielfachen, ist Ihre Aussage obsolet.
    Ups, vielleicht nochmal nachlesen. Aktuelle Gestehungskosten von Solarstrom bei ca. 13-18 ct pro kWh je nach Aufstellungsort und Anlagengröße. Laut Fraunhofer Institut werden die 10 ct erst in 20 Jahren erreicht. Ein Gaskraftwerk erzeugt zu aktuell ca. 5ct pro kWh.
  8. #67

    Zitat von Cephalotus Beitrag anzeigen
    Wenn man auf signifikante Anteile an Solarstrom setzt lautet die Antwort: Ja., man wird dann Kraftwerke für den Winter vorhalten müssen.

    Ist das schlimm?
    Nöö, nur extrem teuer und volkswirtschaftlich absolut nachteilig.
  9. #68

    .

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    natürlich. Wollen Sie den überschüssigen Strom wegschmeissen?
    Und ja, es ist sinnvoll, dass der Bürger diesen Strom bezahlt. Ihre Vorstellung Strom für lau vom Erbauer eines Energieplus-Hauses hat etwas putziges.
    Dann soll der Erbauer dieses Superhauses aber bitte auch den an der EEX festgelegten Preis bekommen und nicht einfach 19ct als Subvention einsacken.
  10. #69

    Photovoltaik rechnet sich nur durch Subvention

    Zitat von paperbag Beitrag anzeigen
    Dann soll der Erbauer dieses Superhauses aber bitte auch den an der EEX festgelegten Preis bekommen und nicht einfach 19ct als Subvention einsacken.
    für 15-20 Cent pro eingespeister KWh stellt sich aber keiner mehr eine PV-Anlage auf`s Dach. Die wird nur durch die staatlichen Subventionen produktiv, die eigentlich dazu gedacht waren, die deutsche Solarindustrie anzukurbeln.

    Seit die allerdings von chinesischen Billigbrettern vom Markt gekehrt wurde, füttern wir damit hauptsächlich die Chinesen auf Kosten der deutschen Stromkunden...

    Aus dieser Perspektive wird der "kostenlose Autostrom" plötzlich auch noch richtig teuer... denn jede NICHT per EEG-Subvention vom Energieversorger vergoldete KWh kostet den Elektrotanker dann plötzlich 50 Cent, statt 22...


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