Energiemanagement mit Elektroautos: Die Rechnung geht aufs Haus

Hans-Peter KönigKostenlos tanken - davon träumen Millionen Autofahrer. In Berlin steht ein Haus, das genau das ermöglicht: Es produziert so viel überschüssigen Strom, dass man damit Elektroautos aufladen kann.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...837160,00.html
  1. #50

    der

    Zitat von rechnernetzstecker Beitrag anzeigen
    Und wie tangiert den Normalbürger der ganze tolle Technik-Zirkus?
    Der wohnt in einer Mietswohnung, in die der Vermieter nichts reinsteckt, aber alles, was geht, rausholt. Und steckt er doch was rein, will er noch viel mehr rausholen. Kein Vermieter baut oder kauft Immobilien, um seinen Mitmenschen etwas Gutes zu tun.
    57 % der Deutschen wohnen übrigens zur Miete (Quelle: Immobilienverband Deutschland IVD - Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V.).
    Und von den anderen 43 % hat auch nicht jeder ein Haus für sich allein.

    Warum verplempert dann der Staat Forschungsgelder in dieses Energie-Modell, das nur prestigesüchtigen Bonzen zugute kommt, nach dem Motto "Mein Haus, mein Auto, meine grüne Weste"?
    Antwort auf die Frage vom Anfang: Allerbestens periphär, also am A. vorbei!
    Preis pro Quadratmeter in der Fasanentraße ist schon mal
    purer Luxus.
    Gemäß Foto ist die bebaute Fläche (zur Grundstücksgröße gesehen) eher noch mehr Luxus und eher aus dem Ende des 19.Jahrhundert für wenige Personen dort möglich gewesen..
    Der m² Preis der Wohnung daraufhin errechnet dürfte
    jedes andere Wohnungsbauvorhaben in den "Schatten"
    stellen
  2. #51

    Hier entsteht ein Chitstorm

    Zitat von regensommer Beitrag anzeigen
    Sucht man die Bremser von Innovation, so braucht man sich bloß die Kommentare durchlesen.
    Oder sind es keine Bremser sondern nur verdeckte Energielobbyisten?
    Sucht man diejenigen, die in puncto Physik und Ökonomie gewisse Bildungslücken haben muss man nur die "Bremserkommentare" weglassen.
  3. #52

    Zitat von rechnernetzstecker Beitrag anzeigen
    ..

    Normale Menschen wie wir lassen uns hingegen gezwungenermaßen vom Vermieter ausnehmen, egal ob in Hamburg oder München, zahlen hohe Heizungsrechnungen, und fahren, wenn überhaupt individuell, dann einen alten, gebrauchten Verbrenner.
    So zwingt uns der Kapitalismus, auf die Umwelt zu sch*****. Der Bonze hingegen kann sich je nach Geschmack diesen Energie-Schnickschnack leisten oder energiefressende Protzvillen und Riesen-SUV.
    Wieso sehen Sie sich eigentlich als "normal" an? Schonmal auf eine mögliche Depression untersuchen lassen?

    Wem das wohnen in Hamburg oder München zu teuer ist, kann ja dahin ziehen, wo es günstiger ist. Und wenn man auf Alkohol, Zigaretten und die tägliche Bild-Zeitung verzichtet, ist vielleicht auch noch ein Häusschen im Grünen drin.

    Noch ein kleiner Tip: Öfters mal abends den Fernseher oder Computer auslassen und stattdessen lieber ein Buch aus der Bücherei ausleihen. Dann verschwinden auch die wirren Gedanken...
  4. #53

    Mal nachgerechnet?

    Das ist ja alles gut und schön.
    Allerdings steht im Artikel nicht was so eine Haus-Auto-Kombination den Ottonormalverbraucher kostet.

    Mit dem Geld könnte man vermutlich 50 Jahre lang ganz normal seine Strom- und Gasrechnung bezahlen und sein Auto einmal die Woche volltanken.

    Ggü. normaler Gas-Brennwerttechnik rechnet sich heute selbst der Einbau einer Wärmepumpe noch nicht.

    Aber es ist schon interessant was technisch möglich ist - Respekt!
  5. #54

    Das

    Zitat von Fackus Beitrag anzeigen
    Technisch Machbares auf die Spitze getrieben gibt es viel. Mondlandung, A380, CERN, Bugatti Veyron, etc etc.
    Aber nichts davon hat den 7Mia Menschen bei der Lösung ihrer Probleme weitergeholfen.
    Dafür muss man sich am realstisch technisch Machbaren und Notwendigen ausrichten und nicht an Extremtechnik für einige Wenige - auch wenns noch so schön aussieht.

    Wenns in der Wohung brennt, nützt es nichts sich ins Eck zu setzen und über Hightech-Springkleranlagen nachzudenken, da ist ganz anderes Handeln gefragt. Und in der Entsprechung nicht solche Hightech-Luxushäuser wie im Artikel.


    Ich hab ca 50€ Stromkosten im Monat. Wenn ich mir jetzt ein solches Haus für 500000€ hinstelle, dann ... äh ... huch! Genau.
    würde ich mir aber gründlich überlegen. Wie der Forist ein paar Posts vorher beschreibt- sein Haus ist 240 Jahre alt. Sie bauen also nicht nur für einen Monat und für die 50 Euro. Ein Gesamtkonzept und Langlebigkeitserwägungen erscheinen mir schon sinnvoll. Wir diskutierten hier bereits in einem anderen Forum diese Energieplushäuser ( in Freiburg nach meiner Erinnerung)und Spon schrieb in dem Artikel, dass sich die Investition in 7 Jahren bezahlt gemacht habe und nun ca. 400 Euro monatlich erwirtschaftet würden. Dann hört sich das schon ganz anders an.
    Es sind eben nicht nur die 1000 Euro/a Stromkosten des Durchschnittshaushaltes, es sind auch noch die übrigen Energiekosten
    und erwirtschafteten Gewinne. Ich würde das bei einem Neubau schon in Betracht ziehen. Mir gefällt das mit dem Elektrohausauto.
  6. #55

    Typisch schwäbisch

    Die Sache ist nicht umsonst in Stuttgart entwickelt worden. Während ganz Deutschland (ganz Deutschland ?) jammert, sind es wieder einmal die Schwaben, die die Lösung des Energieproblems versuchen zu finden. Warum haben ausgerechnet die Schwaben im Winter Kuckucksuhren geschnitzt während die anderen Deutschen gehungert haben ? Lasst sie ganz einfach weitermachen, sie werden es richten und auch weiterhin den Dummköpfen Finanz-Länderausgleich zahlen.
  7. #56

    Sie

    Zitat von findetnemo Beitrag anzeigen
    Genau! Und die liefern <2% des Stroms. Kosten aber zig Milliarden über die nächsten Jahre an Subvention und sind noch immer nur subventioniert rentabel. Das jetzt auch noch als erstrebenswertes Ziel bei Autos zu propagieren... Sie zahlen nicht viel Steuern, oder?

    Windenergie, Offshore, meinetwegen noch Biogas... aber die Förderung von Solarzellen ist großer Mist. Da hätte man statt Millionen nur hunderttausend fördern sollen. Das reicht für Praxiserfahrungen. Das gesparte Geld gerne in entsprechende Grundlagenforschung, dann wäre die Kompetenz in diesem Feld auch hier geblieben, statt dass wir Chinas Solarfabriken fördern.
    irren. Unser Problem ist zur Zeit, dass die erheblich mehr Strom liefern und wir uns Gedanken machen müssen wohin mit dem Brennstoffkostenlosen Strommengen an sonnigen und windigen Tagen. Sie müssen da schon Ihren Verstand bemühen.

    Das Problem unserer PV-Hersteller ist es, dass die PV-Anlagen im Gegensatz zu z.B. chinesischen nicht subventioniert werden bzw. nur in ganz geringem Umfang. Sie sollten sich einmal informieren. Mit Ihren Steuern hat das nur marginal zu tun.

    Die nicht umlagebefreite Industrie widerspricht Ihnen heftig. Die sagen, die Subventionierung der Solarzellen sei der richtige Weg, gerechter als die Förderung des eingespeisten Stromes. Müsste man diskutieren.

    Mit China, das haben Sie falsch verstanden. Zur Zeit ist es so, dass die Chinesen ca. 30% eines jeden Solarmoduls aus ihrer Staatskasse finanzieren, das sie uns liefern, damit wir billigen Solarstrom bekommen.
    Aber das ist alles am Thema vorbei. Hier geht es darum zu zeigen, dass eine vollständige erneuerbare Energieversorgung schon heute möglich und alltagstauglich ist. Es geht also darum, was wir machen, wenn unsere bisherige Energieversorgung mit endlichen Rohstoffen nicht mehr möglich ist. Das muss man eben lernen, da sind wir dabei
    und das Lehrgeld ist sehr gut angelegt - in meinen Augen. Mein nächstes Haus ist mit Sicherheit ein Energieplus Haus.
  8. #57

    Ist

    Zitat von rbn Beitrag anzeigen
    Die Sache ist nicht umsonst in Stuttgart entwickelt worden. Während ganz Deutschland (ganz Deutschland ?) jammert, sind es wieder einmal die Schwaben, die die Lösung des Energieproblems versuchen zu finden. Warum haben ausgerechnet die Schwaben im Winter Kuckucksuhren geschnitzt während die anderen Deutschen gehungert haben ? Lasst sie ganz einfach weitermachen, sie werden es richten und auch weiterhin den Dummköpfen Finanz-Länderausgleich zahlen.
    klar,Versuche gibt es viele.
    Deshalb haben die Schwaben auch 4 funktionsfähige AKW,
    zur Lösung der Energieprobleme installiert.
    Reicht aber wohl nicht zur Energieversorgung des Landes, nun
    so rein politisch gesehen.
    Woher soll nun das Geld für den Länderausgleich kommen,nach Abschaltung von deren 2 ?
    Und woher der Strom ?
    Ach ja,da sind ja noch Chemie und Kfz (Luxus-Schlitten) Produktion.
  9. #58

    ok

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    würde ich mir aber gründlich überlegen. Wie der Forist ein paar Posts vorher beschreibt- sein Haus ist 240 Jahre alt. Sie bauen also nicht nur für einen Monat und für die 50 Euro.
    Ok - in 240 Jahren reden wir wieder drüber ;-)
    Da ich mich aber nicht unter der Gruppe der einen Million Millionäre in D befinde, bleibt das alles Gedanken-Spinnerei.
    Sollte mal eine Regierung auf die Idee kommen, solche Bauten zur Pflicht zu machen (die schrecken ja vor nichts zurück), dann werden die Mieten auf hundert Euro pro qm steigen und wer sich kein Haus leisten kann landet auf der Strasse.

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    ... Ich würde das bei einem Neubau schon in Betracht ziehen. Mir gefällt das mit dem Elektrohausauto.
    Ein anderer Forist fragte sehr treffend, wo denn die Ressourcen für den ganzen Kram herkommen sollen (in dem Fall das Akku-Lithium).
    Wenn ich mir diesen emotional aufgeputschten aber in Summe mit wenig Hirn versehenen Ökohype anschaue, dann wird mir um die Welt erst recht bange. Aber so ökoreligiös wie in D (spez im FB-Vauban) sind zum Glück die anderen nicht.

    Diese Ökoenergie bleibt eine Nischentechnik für Reiche an speziellen Orten und mag da ihre Berechtigung haben. Für die breite Versorgung ist sie ungeeignet.
    Wir sollten lieber unseren exzessiven Lebensstil herunterschrauben und Energie sparen und die sehr effektiven vorhandenen Energieträger (KKWs) optimieren und ausbauen, bis klugen Köpfen was besseres einfällt als das, was sich heute "Ökoenergie" nennt.
  10. #59

    Und der Preis?

    Leider wird im Artikel mit keinem Wort auf den Preis für ein solches Haus eingegangen. Das hat auch seinen Grund: Die Gesamtkosten - ohne Grundstück - dürften bei etwa 1 Mio Euro liegen. Zu einem nur auf Stromgewinnung ausgerichteten Haus wie diesem gibt es mittlerweile viele, deutlich sinnvollere Alternativen, die die Wärme direkt aus dem Sonnenlicht gewinnen und nicht erst Strom produzieren müssen, um damit dann Maschinen zur Wärmeerzeugung zu speisen. Im Übrigen wundert mich die Konstruktion des Hauses, die es unmöglich macht die PV-Kollektoren ideal zur Sonne auszurichten. Aber, wie das immer so ist, hat das schnieke Design und möglicherweise andere "Hilfsmittel" den Zweck erfüllt und einen völlig unkritischen Jubelbeitrag bei SPON erzeugt. Glückwunsch an die Vermarkter des Hauses! Für echte und vor allem bezahlbare Alternativen sollten Interessierte sich mal die Seiten des Sonnenhaus Instituts in Straubing anschauen oder mal den Begriff "energieautarkes Haus" googlen (z.B. www.das-energieautarke-haus.de). Das Haus in Berlin ist nichts als ein Marketinggag, der jeglichen Realitätsbezug vermissen lässt.