Energieforschung: EU zahlt weitere 650 Millionen Euro für Fusionsreaktor

DPA/ ITERFür die einen ist der Reaktor "Iter" ein Milliardengrab, für die anderen die Energiequelle der Zukunft. Die EU fördert die experimentelle Anlage, die durch die Verschmelzung von Atomen Energie erzeugen soll, jetzt mit weiteren 650 Millionen Euro.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...828834,00.html
  1. #50

    Volltreffer

    Zitat von rap2 Beitrag anzeigen
    ...

    Fusionskraftwerke lösen das Problem mit Sicherheit nicht.
    Schaffen dafür mit Sicherheit neue. War bisher mit jeder neuen Technik so.
    Wenigstens das ist sicher... :(
    Genau das ist die Mentalität, die wir brauchen, um neue Lösungen zu finden.
  2. #51

    Zitat von heiko_2012 Beitrag anzeigen
    Man darf auch nicht vergessen, das massenhaft Windräder der Erdatmosphäre Energie entziehen (Umwandlung der kinetischen Energie der Windes in elektrische Energie) und daher die Strömungsverhältnisse der Erdatmosphäre um so mehr beeinflussen, je mehr Winderparks gebaut werden. In der Masse macht sich das weltweit schon etwas bemerkbar.
    Naja, wohl eher nicht ... ;-)

    Soviel Windräder können Sie gar nicht bauen...

    MfG,

    goodand
  3. #52

    Zitat von mborevi Beitrag anzeigen
    ... verlorenes Geld. Ein Bruchteil davon in erneuerbare Energien gesteckt wäre besser. Fusionsreaktoren werden nie durchzusetzen sein. Schon herkömmliche Spaltungsreaktoren verursachen ein unlösbares Müllproblem. Bei Fusionsreaktoren wird jedes Material, das dem enormen Neutronenfluss in diesen Reaktoren ausgesetzt ist, rasch hoch radioaktiv und in kurzer Zeit zerstört. Das Müllproblem wird das herkömmlicher Reaktoren bei weitem übertreffen.
    Ein normaler Mensch nennt kurzlebigeren, weniger verstrahlten Müll ein geringeres Müllproblem. Aber bitte.

    Ich glaube, das Hauptproblem ist, dass mit unerschöpflicher Energie plötzlich ein Haufen Geschäftsmodelle überflüssig wären. Greenpeace, die Grünen, Windräder, Solarplatten, der ganze CO2-Ablasshandel .... womit füllen wir eigentlich die Talkshows? Die Zeitungen? Die Parteiprogramme? Glaube, die Gesellschaft wäre erstmal ein Jahr lang völlig kopflos. "Wie, ich muss nicht Energie sparen? Was soll ich denn sonst tun....? Hilfe!"
  4. #53

    Esit ist nicht der Einzige

    Zitat von jupiter999 Beitrag anzeigen
    Die Forschung der Kernfusion voranzutreiben ist von größter Wichtigkeit. Allerdings sollten die Erwartungen nicht zu hochgeschraubt werden. Auch dieser relativ kurze Artikel provoziert mit seiner Formulierung leicht Missverständnisse wie es ohnehin schon so oft getan wird.

    "Einen Erfolg" wird Iter nicht produzieren. Iter ist nur ein Forschungsreaktor. Durch seinen Betrieb sollen neue Erkenntnisse gewonnen werden die dann eines fernen Tages mal in echten zur Stromerzeugung gedachten Fusionsreaktoren zum Einsatz kommen sollen sofern mehrere Grundlegende Probleme gelöst werden.

    Das es gelingen wird eine kontrollierte und gesteuerte Kernfusion einzuleiten steht außer Frage denn das wurde schon unzählige Male in anderen kleineren Forschungsreaktoren erreicht. (Sowie auch mit der Wasserstoffbombe nur bei der eben um ein tausenfaches größer, unkontrolliert und damit völlig unnutzbar)

    Iter bringt bereits existierende Fusionsreaktoren nur in neue größere Dimensionen um komplizierte Experimente zu realisieren und so detaillierte Erkenntnisse zu sammeln.

    Sowie alle Forschungsfusionsreaktoren, wird Iter nur einen Bruchteil der Energie erzeugen die mit konventionell erzeugtem Strom hineingesteckt werden muss um ihn zu betreiben. Der einzige kurzfristige Erfolg den Iter also produzieren wird ist das die Wissenschaft eine paar weitere Schritte voran nehmen wird.

    Ein Erfolg wäre es wenn aus dem Betrieb von Iter oder eines anderen Reaktors einmal die Kenntniss erlangt wird die man braucht um eines vermutlich noch fernen Tages einen Fusionsreaktor zu bauen der mehr Strom erzeugt als man hineinstecken muss um ihm zum arbeiten zu bringen.
    Jedes Land der ITER Sozietät hat ja noch mal
    einen eigenen, auch Deutschland, da
    geht auch mehr Strom rein, als rauskommt.
    Wendelstein 7-X
    Kost' nochmal 800mio
  5. #54

    Wenn man keine Ahnung hat ...

    Zitat von ghop Beitrag anzeigen
    Und wenn mancher hier Kernenergie als Stromquelle der Zukunft sieht muss ich ihn leider enttäuschen. Unsere Uranvorräte sind begrenzt und halten bei derzeitiger Nutzungsart wohl nicht länger als Öl (Nageln sie mich bitte nicht auf einen genauen Zeitraum fest). Die Streckung der Vorräte um eine beträchtliche Menge ist nur durch Brutreaktoren möglich.
    Der von Ihnen hergestellte Zusammenhang zwischen Fusionskraftwerken und Uran erschließt sich mir nicht ganz.
    Helfen Sie mir bitte auf die Sprünge!

    MfG,

    goodand
  6. #55

    Zitat von goodand Beitrag anzeigen
    Ich bin zwar nicht unbedingt der Meinung des Kommentators. In Bezug auf seinen zoologischen Vergleich hat er aber definitiv recht (Verhältnis Oberfläche/Volumen)!

    MfG,

    goodand
    1+1=2

    Bekomm ich jetzt n Preis?
    Z.B. ne Solarzelle
  7. #56

    Kann man machen

    Zitat von rap2 Beitrag anzeigen
    Im Prinzip brauche wir "nur" große Energiespeicher (die Erforschung und der Bau wird trotz vorhandener Gelder, Stromkonzerne, eher hobbymäßig betrieben) um die regenerativen Energien puffern zu können.
    Kriege, die dank unserer energetischen Abhängigkeit von Ausland unvermeidlich sind, sind teurer. Auf allen Ebenen.
    (
    Anlage des Monats*|*Hydraulische Energiespeicher für den Ausbau der Erneuerbaren*-*SolarServer
    Soll ein paar 100Mio kosten, für 1-2 Tage,
    ohne Turbinen, die Genartoren kann man ja aus den
    stillgelegten AKWs nehmen.
  8. #57

    ganz unrecht hat er nicht

    Zitat von heiko_2012 Beitrag anzeigen
    Und das Windkraftwerke die Energiebilanz der Erdatmosphäre verändern, haben Sie völlig vergessen. Windkrafträder wandeln die mechanische Energie der Luftströmungen in Elektrizität um, sie entziehen also den Luftströmungen Energie.
    Ich glaube nicht mal dass das wirklich das Problem ist. Fakt ist aber, dass ein Grossteil der Energie, die wir so verbrauchen irgendwo in der Erdatmosphäre letztenendes in Form von Wärme landet. Das ist bei eigentlich jeder Energieform so, auch bei den "grünen".

    Bei Solaranlagen ist mir das mal aufgefallen. Nehmen wir mal, wir pflastern die Sahara mit Sonnenkollektoren zu (das wird ja zumindest diskutiert). Dann reduzieren wir mal eben den Albedo von einem nicht unbeträchtlich grossen Gebiet von so 0.3 auf 0.1. Da bleibt ja wesentlich mehr Wärmeenergie im System Erde gefangen als vorher. Wäre das nicht ein Treibhausfaktor. Wir erhöhen künstlich den Input an Wärmeenergie auf unseren Planeten. Der Unterschied zu fossilen Energieträgern ist da nicht allzu weit. Oder nicht oder wie oder was?
  9. #58

    Zitat von rap2 Beitrag anzeigen

    Fusionskraftwerke lösen das Problem mit Sicherheit nicht.
    Schaffen dafür mit Sicherheit neue. War bisher mit jeder neuen Technik so.
    Wenigstens das ist sicher... :(
    Na dann ... zurück in die Höhle!

    MfG,

    goodand
  10. #59

    Zitat von wb99 Beitrag anzeigen
    ... Glaube, die Gesellschaft wäre erstmal ein Jahr lang völlig kopflos. "Wie, ich muss nicht Energie sparen? Was soll ich denn sonst tun....? Hilfe!"
    Naja, vielleicht auch ein wenig länger. Aber sobald der Konsum angekurbelt wäre der auf Verbrauch basiert, da würden erst mal die alten Konsumkritiker ein paar Semester neue schulen, und schon würde lustig genau so weiter diskutiert. Sinnfragen von Psycho. bis Theo. sind nie out, noch nie gwesen.