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Energieforschung: EU zahlt weitere 650 Millionen Euro für Fusionsreaktor

DPA/ ITERFür die einen ist der Reaktor "Iter" ein Milliardengrab, für die anderen die Energiequelle der Zukunft. Die EU fördert die experimentelle Anlage, die durch die Verschmelzung von Atomen Energie erzeugen soll, jetzt mit weiteren 650 Millionen Euro.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...828834,00.html
  1. #20

    Energie braucht der Mensch mehr denn je oder wollen wir noch reichere Scheichs ?

    Ein Land, das keine eigene Energieressourcen hat, muss in solche Technologien investieren. Die 650 Mio. sind ja ein absoluter Pappenstiel und können leicht von dem riesen Steuertopf, der allen möglichen Unsinn (z.B. griechische Anleihen) finanziert, bezahlt werden.
    Schlußendlich sind wir eine Industrienation und keine Bananenrepublik. Ja, hört sich polemisch an, aber offensichtlich muss man so argumentieren, wenn man dermaßen viel Geld in Photovolthaik investiert und das Geld am Ende doch bei den Chinesen landet. Kaufe ich Öl (und dafür hat Deutschland alljährlich zig Milliarden, wahrscheinlich ist unsere Ol- und Gasrechung bei gut 100 Milliarden) dann erscheint die über mehrere Jahre verteile Summe von 650 Mio. EUR wie ein Pappenstiel. Ich finde, wir sollten unsere Wissenschaftler weiterhin unterstützen.
  2. #21

    Zitat von syracusa Beitrag anzeigen
    Windräder produzieren Strom mittlerweile preiswerter als Gaskraftwerke, und sehr viel billiger als Atomkraftwerke.
    Aber nur wenn der Wind weht. Und wehe nicht. Dann stehen alle Räder still. Für Robinson eine gute Lösung, aber zur Versorgung einer Industrienation total ungeeignet.

    Und das Windkraftwerke die Energiebilanz der Erdatmosphäre verändern, haben Sie völlig vergessen. Windkrafträder wandeln die mechanische Energie der Luftströmungen in Elektrizität um, sie entziehen also den Luftströmungen Energie. Bei massenhafter weltweiter Anwendung sollte man diesen Effekt nicht vernachlässigen. Siehe Schmetterlingseffekt.
  3. #22

    Unendliche Energiequelle und keine Umweltschäden? Der Autor des Artikels sollte sich lieber erstmal etwas informieren bevor er solch haarsträubende Aussagen von sich gibt. Auf die Umweltschädlichkeit werde ich nicht weiter eingehen, da diese bereits zur Genüge thematisiert wurde.
    Und wenn mancher hier Kernenergie als Stromquelle der Zukunft sieht muss ich ihn leider enttäuschen. Unsere Uranvorräte sind begrenzt und halten bei derzeitiger Nutzungsart wohl nicht länger als Öl (Nageln sie mich bitte nicht auf einen genauen Zeitraum fest). Die Streckung der Vorräte um eine beträchtliche Menge ist nur durch Brutreaktoren möglich.
    Auch wenn manche Pessimisten es nicht für möglich halten ist es möglich die Welt mit 100 % Erneuerbarer Energien zu versorgen. Und zwar nicht in 500 Jahren sondern bei entsprechenden Investitionen und Forschungsgebieten bereits 2050 ohne große Mehrkosten für den Strom wenn man das Geld an der richtigen Stelle investieren würde.
  4. #23

    Zitat von Cspan Beitrag anzeigen
    Ja klar, die Fusionkraftwerke funktionieren ja noch nicht einmal - sind sozusdagen ungelegte Eier.
    Diese Forschung ist wichtig. Selbst wenn es in 100 Jahren heißt, "Sorry Leute, Fusionsreaktoren sind leider nicht zu realisieren", dann weiß man wenigstens Bescheid, und die Erkenntnisse, die durch diese Forschung gewonnen werden können, werden mit Sicherheit von einigem Nutzen sein. Und eines ist nunmal fakt, ausgereifte Fusionsreaktoren könnten die Energieprobleme auf diesem Planeten nachhaltig lösen. Die Energiemengen, die damit theoretisch freigesetzt werden können, sind gigantisch.

    Auch radioaktiver Abfall ist im Gegensatz zu den Kommentaren, wie man sie hier oft liest, weniger ein Problem. Betroffen sind lediglich die Reaktormaterialien, bei der Energiegewinnung selbst entsteht kein radioaktiver Abfall. Und für erstere muss eben eine Lösung gefunden werden, was aber ohne (kostenintensive) Forschung nicht möglich ist.
  5. #24

    welches potential wurde...

    Zitat von texas_star Beitrag anzeigen
    weitere 650 millionen sind im gegensatz zu dem was jaehrlich in solar/windenergie-foerderung fliesst ein klacks. dabei ist das potential der fusions-energie auch nicht nur annaehernd ausgeschoepft, waehrend klar ist, dass wir die sonnenscheindauer in deutschland nicht so einfach erhoehen koennen und solarzellen bezueglich der leistungskapazitaet schon quasi ausgereizt sind.

    mit fusionsenergie waere die menschheit unabhaengig von wind und sonne. denn ein windrad produziert nur strom wenn der wind ausreichend blaest und eine solarzelle hat nachts eine stromproduktion von gleich Null.
    ....bei der fusions-energie nicht ausgeschöpft? in dem beitrag geht es um ein forschungsprojekt, das erst zeigen soll, ob es überhaupt ein potenzial gibt.
    und bei der solarenerigie "quasi ausgereitzt" zu schreiben ist auch blödsinn oder können sie in die zukunft sehen?

    speichemöglichkeiten für die erneuerbaren energien werden in naher zukunft gefunden werden und dann werden auch menschen wie sie sehen, das der weg eben nicht falsch ist.
  6. #25

    immer die teuerste Lösung, wir hams ja?

    Im Prinzip brauche wir "nur" große Energiespeicher (die Erforschung und der Bau wird trotz vorhandener Gelder, Stromkonzerne, eher hobbymäßig betrieben) um die regenerativen Energien puffern zu können.
    Kriege, die dank unserer energetischen Abhängigkeit von Ausland unvermeidlich sind, sind teurer. Auf allen Ebenen.

    Aber lieber teuerste ABM´s für arbeitslose Wissenschaftler.

    Ich denke der sichere und funktionierende Fusionsreaktor am Himmel reicht völlig aus.
    Versprechen wie unbegrenzte billige Energie etc sind eher Unsinn.
    Eher: superelitäre Energiequelle für die reichsten Länder.
    Mit bisher unbekannten Risiken.

    Schon die AKW sind, wegen ihres miesen Wirkungsgrads (kleine Temperaturdifferenz, das Reaktordruckgefäß hat eben Belastungsgrenzen), eher Tauchsieder der Flüsse.
    Angesichts der Schwierigkeiten der Auskopplung der Wärme (ist ja immer noch eine Dampfmaschine mit extrem teurer Wärmequelle) wird der Wirkungsgrad der Rusionsreaktoren eher noch! geringer sein als bei den AKW. Und damit noch mehr die Flüsse aufheizen etc.

    Dazu haben wir inzwischen die Erkenntnis daß kleinere und dezentrale! Energieerzeugung viele Vorteile hat....


    PS was würde die Menschheit mit einer unbegrenzten Energiequelle machen?

    Gäbe es Glück und Frieden für alle?
    Wohl kaum.
    Eher würden die Waffen stärker.

    Unser Charakter, das eigentliche Problem der Menschheit, ist völlig resistent gegenüber technischen Fortschritten. Sofern sie überhaupt welche sind.

    Wir werden nie "sein wie Gott". Das ist ja das Versprechen des technischen Fortschritts.
    Unbegrenzte Macht.
    Das größte diesbezügliche Problem ist unser multipel krankes Ego.

    Bisher hat die Menschheit den materiell extensiven Fortschritt ja eher zufällig überlebt.
    ZB Atomalarm: Der stille Held, der den dritten Weltkrieg verhinderte - Nachrichten Kultur - Geschichte - WELT ONLINE
    Overkill

    Ich will nicht wissen ob das bei weiteren Fortschritten (neue Erkenntnisse der zB Kernphysik wandern erfahrungsgemäß immer zuerst in eine Bombe, auch ist bei einem Virengenbastelkasten für Laien nicht die Frage ob sondern wann) so bleiben wird.

    Vielleicht denke wir mal über unsere wirklichen Probleme nach.
    ZB wie kann man als Mensch! (nicht Übermensch) glücklich werden?

    Fusionskraftwerke lösen das Problem mit Sicherheit nicht.
    Schaffen dafür mit Sicherheit neue. War bisher mit jeder neuen Technik so.
    Wenigstens das ist sicher... :(
  7. #26

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für die einen ist der Reaktor "Iter" ein Milliardengrab, für die anderen die Energiequelle der Zukunft. Die EU fördert die experimentelle Anlage, die durch die Verschmelzung von Atomen Energie erzeugen soll, jetzt mit weiteren 650 Millionen Euro.

    Energieforschung: EU zahlt weitere 650 Millionen Euro für Fusionsreaktor - SPIEGEL ONLINE
    Iter ist ein Missverstendnis, weil die Teilchenphysik völige Kake ist.
    Man sollte endlich solchen Unsinnigen Projekten Geldhahn zudrehen und diese Mittel in die anderen Bereiche der Wissenschaft stecken, z.B. Medizin.

    Tausend und ein Märchen der Physik: Das Neutrino-Märchen | READERS EDITION
  8. #27

    Zitat von fordp Beitrag anzeigen
    ....bei der fusions-energie nicht ausgeschöpft? in dem beitrag geht es um ein forschungsprojekt, das erst zeigen soll, ob es überhaupt ein potenzial gibt.
    und bei der solarenerigie "quasi ausgereitzt" zu schreiben ist auch blödsinn oder können sie in die zukunft sehen?

    speichemöglichkeiten für die erneuerbaren energien werden in naher zukunft gefunden werden und dann werden auch menschen wie sie sehen, das der weg eben nicht falsch ist.
    Diese Aussage könnte man postwendend zurückschicken. Können 'Sie' etwa in die Zukunft sehen und wissen, dass Kernfusion letzten Endes nicht doch der richtige Weg ist? Ich behaupte nicht, dass es falsch wäre, mehr Geld in erneuerbare Energien zu investieren (in die Forschung wohlgemerkt), Forschung wird allgemein viel zu wenig subventioniert. Wenn Ihr Problem mit der Kernfusion bei den veranschlagten Kosten liegt, dann tut es mir Leid, dafür habe ich keinerlei Verständnis. Geld sparen kann man auch anderswo und nicht gerade da, wo es um unsere Zukunft geht.
  9. #28

    Zitat von digitalesradiergummi Beitrag anzeigen
    unterm Strich. Er ist schlichweg eine Scharlatanerie.
    Wie der Teilchenbeschleuniger.
    Der Iter dient nur der Bestätigung einer Zoologischen
    Regel für Kraftwerke.
    Durch schiere Grösse verbessert sich das Verhältnis
    zwicher Energieaufname und Abgabe.
    Aus diesem Grund sind Tiere gleicher Gattung
    umso grösser, je näher sie an den Polen sind.
    An den Umstand, dass - egal wie gross-
    hinterher mehr Energie rauskommt, glaubt kein Mensch.
    Ja, bei den grünbewegten geht es ja um das "Glauben". So glauben die ja mit stochastischen Erzeugern wie WKA und PV Grundlastkraftwerke substituieren zu können, und glauben nicht dass aus einer Fusionsreaktion Exergie gewonnen werden kann.
    Mit "Gläubigen" kann man eben nicht diskutieren.....
  10. #29

    Zitat von Rikus Beitrag anzeigen
    Das stimmt leider hinten wie vorne nicht. Solarmodule fallen schon seit Jahren im Preis, und es ist absehbar, dass sich diese Technik auch in Deutschland schon in wenigen Jahren wirtschaftlich lohnen wird. Wir stehen hier kurz vor der sogenannten "grid parity". Und der Preis wir durch die steigende Massenproduktion auch danach noch weiter fallen.

    Im Gegensatz dazu die Kernfusion: Für die Fusionsforschung wurde im Vergleich zur Solarforschung ein Vielfaches an Euros ohne greifbare Ergebnisse versenkt. Wie schon in den 1950er heißt es von Fusionsforschern: Die Technik steht frühestens in 30-50 Jahren zur Verfügung. Ich prophezeihe: Der Satz wird auch 2050 noch so fallen.

    ITER wird maximal die Möglichkeit einer Fusionsreaktion über mehrere Minuten zeigen können. Nicht gelöst sind bis heute die Frage nach dauerhaften Wandmaterialien. Nicht gelöst ist bis heute, wie die radioaktiven Wandmaterialen in einem Dauereinsatz kontinuierlich ausgewechselt werden können. Nicht geklärt ist die Frage, ob das ganze überhaupt wirtschaftlich sein kann (das soll erst das Folgeprojekt DEMO zeigen).

    Und davon mal ab: Fusionsreaktoren sind komplizierter als herkömmliche Atomkraftwerke und entsprechend teurer. Nur die großen Energiekonzerne in den Industrieländern würde solche viele Multimilliarden-Projekte stämmen können. Monopole und Preisdiktate werden so nicht gebrochen werden, ärmere Länder von dieser Energie ausgeschlossen sein.

    Mit Solarmodulen ist dagegen eine dezentrale, kostengünstige Energieversorgung möglich. Nicht in 30-50 Jahren sondern heute schon und morgen auch realistisch unter wirtschaftlichen Bedingungen.
    Richtig, vieles ist noch ungelöst, dafür heißt es ja auch Forschungsreaktor. Wer aber nicht zwischen Forschung und Betriebssubvention via EEG unterscheiden kann, hat gute Voraussetzungen zum grünen "Energieexperten"....








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