Zitat von
Rikus
Das stimmt leider hinten wie vorne nicht. Solarmodule fallen schon seit Jahren im Preis, und es ist absehbar, dass sich diese Technik auch in Deutschland schon in wenigen Jahren wirtschaftlich lohnen wird. Wir stehen hier kurz vor der sogenannten "grid parity". Und der Preis wir durch die steigende Massenproduktion auch danach noch weiter fallen.
Im Gegensatz dazu die Kernfusion: Für die Fusionsforschung wurde im Vergleich zur Solarforschung ein Vielfaches an Euros ohne greifbare Ergebnisse versenkt. Wie schon in den 1950er heißt es von Fusionsforschern: Die Technik steht frühestens in 30-50 Jahren zur Verfügung. Ich prophezeihe: Der Satz wird auch 2050 noch so fallen.
ITER wird maximal die Möglichkeit einer Fusionsreaktion über mehrere Minuten zeigen können. Nicht gelöst sind bis heute die Frage nach dauerhaften Wandmaterialien. Nicht gelöst ist bis heute, wie die radioaktiven Wandmaterialen in einem Dauereinsatz kontinuierlich ausgewechselt werden können. Nicht geklärt ist die Frage, ob das ganze überhaupt wirtschaftlich sein kann (das soll erst das Folgeprojekt DEMO zeigen).
Und davon mal ab: Fusionsreaktoren sind komplizierter als herkömmliche Atomkraftwerke und entsprechend teurer. Nur die großen Energiekonzerne in den Industrieländern würde solche viele Multimilliarden-Projekte stämmen können. Monopole und Preisdiktate werden so nicht gebrochen werden, ärmere Länder von dieser Energie ausgeschlossen sein.
Mit Solarmodulen ist dagegen eine dezentrale, kostengünstige Energieversorgung möglich. Nicht in 30-50 Jahren sondern heute schon und morgen auch realistisch unter wirtschaftlichen Bedingungen.