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Energieforschung: EU zahlt weitere 650 Millionen Euro für Fusionsreaktor

DPA/ ITERFür die einen ist der Reaktor "Iter" ein Milliardengrab, für die anderen die Energiequelle der Zukunft. Die EU fördert die experimentelle Anlage, die durch die Verschmelzung von Atomen Energie erzeugen soll, jetzt mit weiteren 650 Millionen Euro.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...828834,00.html
  1. #100

    grün ist die Heide

    Zitat von sachgerecht Beitrag anzeigen
    ...

    Warum sollten wir eigentlich mit großem technischen Aufwand und gewaltigen Kosten das nachvollziehen, was uns der größte Fusionsreaktor des Sonnensystems für alle Zeiten kostenlos im Überfluss liefert?
    ...
    [/url]
    Sonnenenergie kostenlos für ihre grüne Wiese im Garten Eden, sehr wohl. Nur das sie sich hier Computer mäßig verständigen zeigt doch, dass sie mehr Energie benötigen. Nun könnten sie Solarenergetisch nur für ihr persönliches Umfeld argumentieren, aber letztlich verbrauchte das System, welche diese Vernetzung erst ermöglichte, Unmengen von Energie, welche den ständigen Energiehunger auslöste. Die Geschichte der Menschheit ist die Nutzung der Energieformen, gerichtet gegen die Schwerkraft. Nennt man Arbeit. Darum ist es folgerichtig, dass nicht die schon im Mittelalter genutzte Windkraft, sonder die Beherrschung Quanten physikalischer Vorgänge die Geschichte bestimmen wird. Grüne sind mir daher zu Mittelalterlich. Sind ja auch schon in die Jahre gekommen.
  2. #101

    Zitat von Rikus Beitrag anzeigen
    Das stimmt leider hinten wie vorne nicht. Solarmodule fallen schon seit Jahren im Preis, und es ist absehbar, dass sich diese Technik auch in Deutschland schon in wenigen Jahren wirtschaftlich lohnen wird. Wir stehen hier kurz vor der sogenannten "grid parity". Und der Preis wir durch die steigende Massenproduktion auch danach noch weiter fallen.

    Im Gegensatz dazu die Kernfusion: Für die Fusionsforschung wurde im Vergleich zur Solarforschung ein Vielfaches an Euros ohne greifbare Ergebnisse versenkt. Wie schon in den 1950er heißt es von Fusionsforschern: Die Technik steht frühestens in 30-50 Jahren zur Verfügung. Ich prophezeihe: Der Satz wird auch 2050 noch so fallen.

    ITER wird maximal die Möglichkeit einer Fusionsreaktion über mehrere Minuten zeigen können. Nicht gelöst sind bis heute die Frage nach dauerhaften Wandmaterialien. Nicht gelöst ist bis heute, wie die radioaktiven Wandmaterialen in einem Dauereinsatz kontinuierlich ausgewechselt werden können. Nicht geklärt ist die Frage, ob das ganze überhaupt wirtschaftlich sein kann (das soll erst das Folgeprojekt DEMO zeigen).

    Und davon mal ab: Fusionsreaktoren sind komplizierter als herkömmliche Atomkraftwerke und entsprechend teurer. Nur die großen Energiekonzerne in den Industrieländern würde solche viele Multimilliarden-Projekte stämmen können. Monopole und Preisdiktate werden so nicht gebrochen werden, ärmere Länder von dieser Energie ausgeschlossen sein.

    Mit Solarmodulen ist dagegen eine dezentrale, kostengünstige Energieversorgung möglich. Nicht in 30-50 Jahren sondern heute schon und morgen auch realistisch unter wirtschaftlichen Bedingungen.
    Recht gute Zusammenfassung, letzendlich steht auch noch, abgesehen von betriebswirtschaflichen und Umweltbetrachtungen, der Beweis eines Dauerbetriebes mit positiver Energiebilanz, also der Lieferung von Strom ins Netz, aus....ich sehe hier das größte Problem.

    Dennoch verdamme ich die inernationale Forschung an dem Projekt nicht...schließlich stirbt die Hoffnung zuletzt.

    Gruß Wolfgang
  3. #102

    Zitat von ghop Beitrag anzeigen
    Unendliche Energiequelle und keine Umweltschäden? Der Autor des Artikels sollte sich lieber erstmal etwas informieren bevor er solch haarsträubende Aussagen von sich gibt.
    Und welche Umweltschäden wären das im Falle von Kernfusion ?

    Zitat von ghop Beitrag anzeigen
    Und wenn mancher hier Kernenergie als Stromquelle der Zukunft sieht muss ich ihn leider enttäuschen. Unsere Uranvorräte sind begrenzt und halten bei derzeitiger Nutzungsart wohl nicht länger als Öl (Nageln sie mich bitte nicht auf einen genauen Zeitraum fest).
    Sie wissen schon was Kernfusion ist ? Der Iter hat mal überhaup gar nix mit Uran & Co zu tun. Hier sollen zukünftig Wasserstoff-Isotope zu Helium verschmolzen werden.
  4. #103

    Zuerst einmal Forschung ist Wichtig.
    Egal wie viel sie Kostet.
    Aber bitteschön in ALLEN Bereichen.
    Wichtig ist nur, Sollte das Ding dann Mahl Laufen, sollten die Gewinne aber auch wieder in unsere Taschen Fliesen und nicht bei den Multi Milliarden Konzernen verschwindenden.
    Denn von einem oder mehreren Monopolisten möchte ich sicher nicht abhängig sein. Das können wir aber nur dann erreichen (Dezentrale Energieerzeugung) wenn wir beide Energiekonzepte (Kernfusion und Alternative Energiekonzept) unter einen Hut bekommen. Denn heute schon können wir einen großteils der benötigten Energiebedarfs Alternativ erzeugten.
    Laut Bundes Netz Agentur wurde am 1 April 2012, das ist kein Aprilscherz, 60% des benötigten Stromes aus Regenerativen Quellen Erzeugt.
    Denn die Welt ist nicht nur Schwarz oder Weiß.
    Mit freundlichen Grüßen
    Gawasch
  5. #104

    Zitat von muttisbester Beitrag anzeigen
    Eine Atomfusion wandelt festes Material in Strahlung um. Mehr will man ja auch gar nicht. Man tut Uran rein, Strom kommt raus.
    Uahhhh !!!
    Fusion != Fission

    Fusion: Atomkerne verschmelzen
    Fission: Atomkerne spalten

    Das Urangedöns ist Kernspalterei. Der Iter hat damit garnüscht zu tun.
  6. #105

    Zitat von heiko_2012 Beitrag anzeigen
    Wie brauchen eine Energiequelle, welche zuverlässig, umweltverträglich und bezahlbar ist. Solar- und vor allem Windenergie ist unzuverlässig und daher zur Versorgung eines Industrienation momentan untauglich.
    Man darf auch nicht vergessen, das massenhaft Windräder der Erdatmosphäre Energie entziehen (Umwandlung der kinetischen Energie der Windes in elektrische Energie) und daher die Strömungsverhältnisse der Erdatmosphäre um so mehr beeinflussen, je mehr Winderparks gebaut werden. In der Masse macht sich das weltweit schon etwas bemerkbar.
    Kernfusion hat da eine sehr viel bessere Energiebilanz. Interessant ist auch die sogenannte Nullpunktenergie oder die Energie, die man aus Kristallen gewinnen kann.
    Mit Verlaub, der Energieinhalt der Erdatmosphäre ist um Zehnerpotenzen größer als die Entnahme durch Windräder je sein wird, das Argument können Sie getrost vergessen...

    Gruß Wolfgang
  7. #106

    Was soll die Negativstimmung gegen die Fusionsforschung? Wind, Wasser und Sonne sind nette Add Ons. Aber keine stabile Energieversorgung für einen weltweit steigenden Energiebedarf. Die Fusion ist die einzig langfristige Alternative.. und für die nächsten 50 Jahre auch die Kernspaltung.
  8. #107

    Ganz logisch

    Zitat von digitalesradiergummi Beitrag anzeigen
    ITER
    Baugröße des Plasmagefäßes, mit der sich höhere Plasmatemperaturen im Inneren erreichen lassen, analog zur in der Zoologie bekannten Bergmannschen Regel.
    Na klar, und die Zahl der Babies nimmt in Deutschland ab, weil es immer weniger hohe Kamine für Störche gibt!
  9. #108

    "Ich bin dagegen! Die anderen sind blöd!"

    Was für eine dogmatische Diskussion.
    Entweder dies ODER das.

    Was für ein Käse.
    Wir brauchen eine guten Mix und wir müssen mehrere Eisen im Feuer haben.
    Alternative Energien und Forschung und Einsatz von Fusionsenergie gehen gut zusammen.

    Kernfusion kann möglich sein - ob das so ist werden wir herausfinden.
    Vielleich auch erst in 50 Jahren, wer weiß.
    Garantien gibt es keine - nirgendwo.
    Wenn wir es nicht ausprobieren werden wir es nie wissen ob die Kernfusion einen wesentlichen Beitrag zur Energie-Versorgung leisten kann.

    Jedenfalls werden wir von den Experimenten lernen.
    Wissenschaft ist offen, es ist nicht abzuschätzen welche Erkenntnisse sich aus unseren wissenschaftlichen Aktivitäten ergeben.
    Wenn dem so wäre, dann wüssten wir ja genau was zu tun ist und würden die Ergebnisse und deren Auswirkungen ja bereits schon kennen und könnten damit planen.
    In die Zukunft schauen können wir jedoch nicht.

    Der Betrag, der in Kernfusion (und andere Forschungen) investiert wird ist ein Witz, ein totaler Witz.
    Das ist Portokasse, ganz klein-klein.

    Also: Im Internet nach dem Welt-Verbrauch an Barrel Öl pro Tag googlen,
    und dann man spaßhalber mal eine Preiserhöhung um $5 mit Excel für einen Tag durchrechnen.
    Und das dann mal 365. Dann reden wir weiter über Forschung und Investitionen.

    Man muss diese Winz-Beträge für die Energie-Forschung mal in Relation setzen
    zu den Beträgen die entstehen wenn der Preis des Erdöls sich innerhalb eines Jahres um $xy erhöht.

    Allein die Beträge die hier für lediglich für ein einziges Jahr zusammen kommen lassen alles andere verblassen.
    Damit kann man verdammt viel Forschung betreiben, für Wind-Energie, sonstige EE, Sonnen-Energie und für Kernfusion.

    Wer es übrigens noch nicht bemerkt hat:
    Kernfusion ist Sonnen-Energie pur.
    Pur und direkt.
    Kernfusion ist das was in der Sonne stattfindet.
    "Nur" halt hier auf der Erde.


    Und noch was:
    Die nächste Milliarden von Menschen die bereits auf diesem Planeten lebt will und wird sich dem regulären Wirtschaftskreislauf anschließen, schnellstmöglich.
    (siehe u.a. spaßhalber auch: Nokia, the next billion)
    In Deutschland sind wird gerade mal so um die knapp 82 Millionen Menschen (noch).
    Eine Milliarde sind 1000 Millionen.

    Darüber hinaus:
    Von 7 Milliarden Menschen derzeit auf diesem Planeten bis 8 Milliarden ist der Weg auch nicht mehr so weit.

    Wir brauchen Energie, Energie, Energie und nochmals Energie.
    Mehr denn je, immer mehr, und das in Form von elektrischer Energie.
    Und wir müssen es so gut es geht vermeiden dafür Kohle, Öl und Gas dafür zu verbrennen.

    Wir müssen für die Forschung, Entwicklung und Einführung von Energien viel mehr Geld in die Hand nehmen.
    Kernfusion gehört auch dazu, denn Kernfusion verspricht eine hohe Effektivität und Skalierbarkeit.

    Die Diskussion sollte also nicht lauten ob wir Forschung für Kernfusion betreiben oder nicht,
    sondern wie viel mehr wir für Forschung für neue Energie-Träger ausgeben wollen.

    Das Budget gehört verzehnfacht.

    Wenn wir Revue passieren lassen wie viele Milliarden wir sinnlos und ohne Wirkung schon verpulvert haben dann sind die Ausgaben für Forschung echt Peanuts.

    Jeder sollte nun mal für sich die Rechnung mit der Ölpreis-Erhöhung aufmachen, die Fakten sind alle öffentlich verfügbar.
  10. #109

    "Ich bin dagegen! Die anderen sind blöd!"

    Was für eine dogmatische Diskussion.
    Entweder dies ODER das.

    Was für ein Käse.
    Wir brauchen eine guten Mix und wir müssen mehrere Eisen im Feuer haben.
    Alternative Energien und Forschung und Einsatz von Fusionsenergie gehen gut zusammen.

    Kernfusion kann möglich sein - ob das so ist werden wir herausfinden.
    Vielleich auch erst in 50 Jahren, wer weiß.
    Garantien gibt es keine - nirgendwo.
    Wenn wir es nicht ausprobieren werden wir es nie wissen ob die Kernfusion einen wesentlichen Beitrag zur Energie-Versorgung leisten kann.

    Jedenfalls werden wir von den Experimenten lernen.
    Wissenschaft ist offen, es ist nicht abzuschätzen welche Erkenntnisse sich aus unseren wissenschaftlichen Aktivitäten ergeben.
    Wenn dem so wäre, dann wüssten wir ja genau was zu tun ist und würden die Ergebnisse und deren Auswirkungen ja bereits schon kennen und könnten damit planen.
    In die Zukunft schauen können wir jedoch nicht.

    Der Betrag, der in Kernfusion (und andere Forschungen) investiert wird ist ein Witz, ein totaler Witz.
    Das ist Portokasse, ganz klein-klein.

    Also: Im Internet nach dem Welt-Verbrauch an Barrel Öl pro Tag googlen,
    und dann man spaßhalber mal eine Preiserhöhung um $5 mit Excel für einen Tag durchrechnen.
    Und das dann mal 365. Dann reden wir weiter über Forschung und Investitionen.

    Man muss diese Winz-Beträge für die Energie-Forschung mal in Relation setzen
    zu den Beträgen die entstehen wenn der Preis des Erdöls sich innerhalb eines Jahres um $xy erhöht.

    Allein die Beträge die hier für lediglich für ein einziges Jahr zusammen kommen lassen alles andere verblassen.
    Damit kann man verdammt viel Forschung betreiben, für Wind-Energie, sonstige EE, Sonnen-Energie und für Kernfusion.

    Wer es übrigens noch nicht bemerkt hat:
    Kernfusion ist Sonnen-Energie pur.
    Pur und direkt.
    Kernfusion ist das was in der Sonne stattfindet.
    "Nur" halt hier auf der Erde.


    Und noch was:
    Die nächste Milliarden von Menschen die bereits auf diesem Planeten lebt will und wird sich dem regulären Wirtschaftskreislauf anschließen, schnellstmöglich.
    (siehe u.a. spaßhalber auch: Nokia, the next billion)
    In Deutschland sind wird gerade mal so um die knapp 82 Millionen Menschen (noch).
    Eine Milliarde sind 1000 Millionen.

    Darüber hinaus:
    Von 7 Milliarden Menschen derzeit auf diesem Planeten bis 8 Milliarden ist der Weg auch nicht mehr so weit.

    Wir brauchen Energie, Energie, Energie und nochmals Energie.
    Mehr denn je, immer mehr, und das in Form von elektrischer Energie.
    Und wir müssen es so gut es geht vermeiden dafür Kohle, Öl und Gas dafür zu verbrennen.

    Wir müssen für die Forschung, Entwicklung und Einführung von Energien viel mehr Geld in die Hand nehmen.
    Kernfusion gehört auch dazu, denn Kernfusion verspricht eine hohe Effektivität und Skalierbarkeit.

    Die Diskussion sollte also nicht lauten ob wir Forschung für Kernfusion betreiben oder nicht,
    sondern wie viel mehr wir für Forschung für neue Energie-Träger ausgeben wollen.

    Das Budget gehört verzehnfacht.

    Wenn wir Revue passieren lassen wie viele Milliarden wir sinnlos und ohne Wirkung schon verpulvert haben dann sind die Ausgaben für Forschung echt Peanuts.

    Jeder sollte nun mal für sich die Rechnung mit der Ölpreis-Erhöhung aufmachen, die Fakten sind alle öffentlich verfügbar.








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