Energie-Verluste: Wasserkraft soll verpuffenden Strom speichern

Ungenutzter Windstrom könnte 30.000 Haushalte in Deutschland pro Jahr versorgen. Neue Technologien sollen den verlorenen Strom speichern: Neben Wasserkraftwerken kommen auch parkende Elektroautos in Frage.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...798495,00.html
  1. #90

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Weil der Wirkungsgrad für die Wiedereinspeisung beim momentanen Stand der Technik bei nur etwa 30% liegt. Für konventionellen Strom, Heizung und Verkehr werden insgesamt etwa 1600TWh jährlich benötigt, davon können etwa 75% direkt aus Wind, Sonne und Wasserkraft gedeckt werden, aber 25% müssen aus Speichern kommen, also 400TWh. Bei 30% Wirkungsgrad müssen dafür 1333TWh in die Speicher eingespeist werden, also müssen 933TWh nur für den Wirkungsgrad der Speicherung erzeugt werden, das ist 1,5 mal so viel Strom wie im Moment verbraucht werden, bzw 23mal so viel wie Windkraft im Moment erzeugt.

    NaS-Akkumulatoren z B haben einen Wirkungsgrad von 85%, um 400TWh aus diesen zu bekommen muss man nur 470TWh einspeichern, man verliert also nur 70TWh.
    Ich habe mal fett markiert was Sie sich so ausdenken.

    Realität:
    Installierte Leistung WKA: 27.000 MW
    Installierte Leistung PV: 15.000 MW
    Stromertrag am 19.11.2011
    20 GWh PV und 20 GWh WKA also praktisch NICHTS!
    http://www.transparency.eex.com/de/
    ALLES, aber auch restlos ALLES was hier über EE-Strom und phantastischer Überschüsse geschrieben wird sind nur Illusionen aus dem Ökomärchenwald.
  2. #91

    Gesamtwirkungsgrad nicht nur Thermischer!!

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Sie sind sich doch darüber im Klaren, dass hier von thermischen Wirkungsgraden und nicht von finanziellen Kosten gesprochen wird.
    Klar, für mich; für Sie auch?

    Dieses Konzept soll in 2050 unsere Energieversorgung, also nicht nur Stromversorgung, gemeinsam Bioenergie und jegliche Art von Wasserkraft sicherstellen1

    Bis dahin sind es noch ca. 40 Jahre, das "Deutsche Wirschaftswunder" wurde innerhalb von 15 Jahren geschaffen!
    Was stellt die "Energiewende" im Vergleich zum "Wirtschaftswunder" für Herausforderungen an unsere Generation, ich werde nicht Ackermann zitieren; aber wo ein Wille ist, ist auch eine Lösungsmöglichkeit!

    Kosten?
    Es ist genug freies Kapital in Deutschland vorhanden.
    Vielleicht bauen AUDI und VW ja die Metanisierungsanlagen, oder Herr Aldi errichtet die off shore Winparks, wer weiss?
  3. #92

    RealtÄt- Korrekt1

    Zitat von einbelgier Beitrag anzeigen
    Ich habe mal fett markiert was Sie sich so ausdenken.

    Realität:
    Installierte Leistung WKA: 27.000 MW
    Installierte Leistung PV: 15.000 MW
    Stromertrag am 19.11.2011
    20 GWh PV und 20 GWh WKA also praktisch NICHTS!
    http://www.transparency.eex.com/de/
    ALLES, aber auch restlos ALLES was hier über EE-Strom und phantastischer Überschüsse geschrieben wird sind nur Illusionen aus dem Ökomärchenwald.
    Das Konzept ist für 2050 angelegt!

    Köennen Sie mir sagen, wie hoch der Beitrag der Atomkraftwerke zur Stromerzeugung in 1955 in Deutschland war, oder in 1920 ?
    40 jahre sind eine gewisse Zeitdauer.
  4. #93

    Zitat von Zuversicht7 Beitrag anzeigen
    Bis dahin sind es noch ca. 40 Jahre, das "Deutsche Wirschaftswunder" wurde innerhalb von 15 Jahren geschaffen!
    Wobei das Wirschaftswunder mit billiger Energie aus Erdöl geschaffen wurde und exakt mit dem ansteigen des Öl-Preises während der Öl-Krise endete.

    Was das bedeutet? Während der Öl-Krise ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland um mehr als das 7 fache gestiegen. Wenn so etwas ähnliches heute noch mal passieren würde...

    Massenarbeitslosigkeit ist das Ergebnis von zu teurer Energie!
  5. #94

    ...

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Und warum machen Sie es nicht?
    Weil es bei mir 35 km wären ...

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Erkältungskrankheiten ... gibt es in den Wintermonaten auch so schon Massenhaft.
    Wodurch wird das verursacht? Zu wenige Abhärtung/rausgehen oder zu viel. Ganz ohne werden sie nicht auskommen? Oder haben Sie zwischen Dezember und Februar Urlaub und lassen alle Lebensmittel anliefern.

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Weil die auch nicht raus gehen wenn es kalt wird.
    Den wenigsten Kindern stört es 1-2 Stunde Nachmittags drausen zu spielen. Ich erinnere mit daran sowas früher auch gemacht zu haben. Am besten war es bei tiefstgraden Eishockey auf dem Weiher zu spielen ...

    [QUOTE=Promethium;9163537]Nein! Unter französischen Verhältnissen wären es mehr als 70 Kinder weniger die in Deutschland sterben müssten! ...[/url]
    Also die Google-Statistiken sagen geringere Unterschiede heraus. Aber seis darum. Beide Nationen zeigen eine postivie Enwickung (fallende Werte) aus. Was nun genau die Unterschiede verursacht würde diesen Thread sprengen.

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Die Umwelt retten Sie so nicht! In ganz Europa nimmt jetzt schon wegen zunehmender Armut die Wilderei zu, dabei wird keine Rücksicht auf geschützte Tiere genommen. Wenn man es zu weit treibt, ist im ersten harten Winter die Hälfte des Waldes abgeholzt und im nächsten harten Winter ist Deutschland kahl.
    Ganz Europa nimmt die Wilderei zu weil in Deutschland einen Wandel der Stromproduktion vornimmt und damit Armut in Europa verursacht. Hm. Gewagte Theorie. Kann man in anderen Threads (können ja auf politik.de einen erstellen) weiter diskutieren.

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    "Kopf in den Sand stecken" bedeutet in unserem Fall, sich weigern zu verstehen, das bei über 230 Einwohnern/km² nur eine funktionierende Industrie die konkurrenzfähig günstige Energie braucht, unser Überleben und das unserer Natur sichern kann.
    Scheinbar ist diese "günstige Energie" nicht der einzige Faktor welcher für eine funktionsfähige, konkurrenzfähige Industrie nötig ist. Also ich höhre eher von französischen Unternehmen mit konkurenzlosen günstigen Strompreis wirtschaftliche Klagen als von deutschen Unternehmen.

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Der Rückweg zum Agrarstaat ist bei über 230 Einwohnern/km² nicht möglich! Und es gibt keine humane Methode um daran in absehbarer Zukunft etwas zu ändern.
    Keiner (fast) will zum Agrarstaat zurück. Jedoch sollte man seine Verantwortung tragen das entsprechen ökologisch vernünftig zu gestalten.
  6. #95

    ---

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Es ist schon interessant, dass in einem Blog, in dem es um "Wasserkraft soll Strom speichern" geht, die beiden einzigen interessanten Beiträge überhaupt nicht zur Kenntnis genommen werden bzw. abgewatscht werden.
    Hier der Beitrag Nr. 15 und der Beitrag Nr. 48.
    Bei dem Einen geht es um ein zum Teil unterirdisches Pumpspeicherkraftwerk:
    http://eduard-heindl.de/energy-stora...neuerbare.html
    Bei dem anderen um die Nutzung von Bergwerksschächten als PSK.
    Bei Bergwerkschächten müsste einige Voruntersuchung (evtl. in Versuchsanlage) geleistet werden.
    Vor allem die Frage des Auswaschens der Bergwerkschächte mit den statischen und ökologischen Faktoren sind zu klären. Evtl. ist dies Idee nur dann zu verwenden wenn die Schächte komplett vergleitet sind um diese faktoren auszuschließen.


    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Statt dessen wird zum gefühlt 1000. Mal über Akkus in Autos sinniert.
    Ich denke das ist überbewertet. Aber man könnte es so schön ohne viel aufwand (und vermutlich nur geringen Nutzen) sehr schnell realisieren wenn die Autos einmal gekauft sind.
  7. #96

    Zitat von Zuversicht7 Beitrag anzeigen
    Das Konzept ist für 2050 angelegt!

    Köennen Sie mir sagen, wie hoch der Beitrag der Atomkraftwerke zur Stromerzeugung in 1955 in Deutschland war, oder in 1920 ?
    40 jahre sind eine gewisse Zeitdauer.
    Können Sie mir sagen welche "neue Physik" im Jahre 2050 die Stromausbeute aus Wind und Sonne ggü. den heutigen Werten auf die fantastischen 1600 TWh hochzaubern kann?
  8. #97

    Der Windkraft gehört die Zukunft!

    Zitat von Zuversicht7 Beitrag anzeigen
    Das Konzept ist für 2050 angelegt!
    Ja klar. Toll. Heute um 12:00 haben 27.000 MW Windleistung sagenhafte 300 MW eingespeist. Wenn wir also die Windrädchen verzehnfachen würden auf 270.000 MW Leistung, dann hätten wir heute um 12:00 schon unglaubliche 3.000 MW Windstrom gehabt. Wahnsinn, solche Überkapazitäten - wo die anliegende Last schlappe ca. 48.000 MW betrug! Wir müßten nur auf 2.700,000 MW ausbauen und schon hätten wir heute mittag 30.000 MW Windstrom gehabt - das muß man sich mal vorstellen! Die Zukunft gehört der Windkraft!
  9. #98

    asdf

    Zitat von Roller Beitrag anzeigen
    Es ist erstmal schon technischer Schwachsinn, mit Windenergie überhaupt Strom zu erzeugen( da nicht speicherbar) und dann damit auch noch Wasser zu pumpen.
    Bei der 50HZ-Stromproduktion mit den heutigen WKA gehen schon 2/3 des móglichen Ertrages verloren, weil viele Windgeschwindigkeiten, vor allem bei Sturm , nicht genutzt werden kónnen und der Strom nicht speicherbar ist.
    Wúrde man direkt Wasser damit pumpen, hätte man mindestens dreimal mehr Ertrag, der so speicherbar und damit Grundlast fáhig wäre.
    Wir müssen einfach alle irgendwann mal einsehen, dass das heutige Verbundnetz aus regeltechnischen Gründen niemals 100% EE zulässt.
    Das geht einfach nicht, auch wenn das hier wohl niemals zu vermitteln ist.
    - Wie kommen Sie auf 2/3? Die Zahl haben Sie sich einfach mal ausgedacht.
    - Wie kommen Sie auf die Idee hydraulische Systeme wären mechanisch stabil? Das Abschalten von WKAs bei zu hohen Windgeschwindigkeiten ist kein Problem des elektrischen Generators, sondern der mechanischen Stabilität der restlichen Teile.
    - Generatoren und Motoren haben mit Leistungselektronik Wirkungsgrade über 95% bei so ziemlich frei wählbarem Arbeitspunkt. Auch wenn sie es nicht wahr haben wollen aber die nötigen Rohrlängen würden deutlich höhere Verluste verursachen.
    - Ihr Bodenseeprojekt würde alleine schon am viel zu geringen Fallwinkel scheitern. 400m Gefälle auf ~800 km Rohrlänge wären tan alpha = 400/800.000 = 5*10^-4, alpha = 0,0286 grad. Ihr Rohr ist also fast Waagerecht. Sie müssten also erstmal Energie aufwenden, um das Waser durch das Rohr durchzupressen, wenn Sie damit am anderen Ende bei vernünftiger Fliessgeschwindigkeit noch einen Druck aufbauen wollen.
  10. #99

    Umsetzungswahrscheinlichkeit

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht so überzeugt, dass die Idee mit dem Granitblock ironisch gemeint ist!
    http://www.handelsblatt.com/technolo...e/3770746.html
    http://derstandard.at/1301873988518/...e-als-Batterie
    Schauen Sie sich das Literaturverzeichnis am Ende des links an.
    Im Vergleich mit desertec sicher die leichtere Übung.
    Der Autor des Beitrags meint es vielleicht ernst. Aber ich hoffe, Sie sehen die Umsetzungswahrscheinlichkeit realistisch und nicht als groß an. Es ist ein Gedankenspiel mit sehr vielen offenen Fragen. Wie wollen Sie z.B. die Anlage abdichten? Die Spaltbreite bei 1km Blockgröße muss Größenordnungsmäßig einen Meter betragen. Oder wollen Sie den Gesteinsblock auf Quecksilber schwimmen lassen?