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Energie: Teure Ersparnis

Intelligente Strommesser versprechen enorme Einsparungen im Haushalt. Nun stellt sich heraus: Die Kosten sind oft weit größer als der Nutzen.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,711967,00.html
  1. #1

    Waschmaschine

    Ich stelle mir gerade vor, wie man die Waschmaschine mit Wäsche befüllt und dann in den nächsten 36 Stunden andauernd in den Waschkeller läuft um festzustellen, ob die Maschine gelaufen ist oder nicht.
    Oder wie man kurz vor Eintreffen der Gäste die Teller mit der Hand spülen muss, weil der für die Geschrirspülmaschine gewählte Tarif wegen Windstille in den letzten 2 Tagen nicht geschaltet wurde...

    Für derartige Spielchen müssten die Tarife in den Billigzeiten schon sehr sehr günstig sein. Ein Unterschied von 4-5 cent pro kWh reicht da nicht.

    Und ausserdem: Wer überwacht das? Wie kann ich Preise vergleichen, wenn der Versorger die Zeiten schalten kann wie er Lust hat?
    Wir haben einen klassischen Tag-/Nachttarif. Das spart uns auch nur 30-50 Euro im Jahr. Aber der Zähler dafür ist wenigstens kostenlos.
  2. #2

    Kältetechnik und Blockheizkraftwerke

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Intelligente Strommesser versprechen enorme Einsparungen im Haushalt. Nun stellt sich heraus: Die Kosten sind oft weit größer als der Nutzen.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,711967,00.html
    Der Spiegel hat es sich diesmal leicht gemacht: Er erzählt, was nicht geht. Dabei verwendet er hinkende Vergleiche. Verbraucher würden aufs Waschen 36 Stunden warten müssen, um mit Windstrom schleudern zu können.
    Was geht ist interessanter:
    1. Gewerbe und Industrie haben Tiefühlzellen, deren Abkühlung um 4 Kelvin bereits 3 -4 Stunden Laufzeit ermöglichen würden.
    2. Zuschaltbare Blockheizkraftwerke, die an Pufferspeichern hängen könnten das Netz unterstützen.
    3. Windkraftanlagen könnten auch über Kompressoren Energie speichern und so verspätet abgeben.

    Bitte nicht so tun, als wäre Sex unmöglich, weil die dazu notwendigen Organe so ungünstig zwischen den Beinen angeordnet sind - wir können denken.
  3. #3

    Bin Überrascht!

    Ein sehr guter artikel, der zeigt, dass es auch möglich ist, abseitz des Erneuerbareenergieschwachsinns, reale Einschätzungender der realen Welt des Bürgers vorzunehmen.
    Bitte weiter so und die nächsten REALISTISCHEN aRTIKEL BITTE
    über Solarenergie, Windenergie und Biogas und Diesel aus Lebensmitteln! Und bitte in der Reihenfolge.
  4. #4

    Das geht nach hinten los ...

    Ich halte es auch für vollkommen übertrieben, was dem Einzelnen von den neuen Zählern versprochen wird. Auf ein Netz gesehen, wird es eventuell etwas bringen.

    Aber die Einschränkung der Lebensverhältnisse wird einhergehen mit einer Gängelung und Preistreiberei der Energiekonzerne.

    Ich verstehe ehrlich gesagt überhaupt nicht, warum wir rückwärts entwicklen sollen.
  5. #5

    Warum wird dieses "Spargerät"...

    ..nicht bei allen Politheinis zwangseingebaut und somit könnten dem Steuerzahler enorme Kosten gespart werden, welche er dann in diese "Sparstromzähler" investieren könnte.
    Auch könnte man damit die Bezahlung von Beamten gut lenken, denn wer nicht arbeite bekommt kein Geld!

    Da wäre das Teil dann gut eingesetzt!
  6. #6

    hachja

    Ist mir vollkommen klar, warum diese Technik "schlecht" ist. Der Aufwand für die Stromanbieter ist gegantisch. Und da der
    der Strompreis, den der Endverbraucher zahlt praktisch nichts mehr mit dem Erzeugungskosten zu tun hat bringt so eine "Wirkungsgraderhöhung" bei der Erzeugung "nichts" -
    Wenn Atomstrom 1ct - Windstrom höchstens 3ct kostet - ich aber als Stromkunde aber immer fein brav min. 20cent pro kWh zahle fehlt mir nat. auch die Motivation, auf Komfort zu verzichten. Würden die Ersparnisse, durch bessere Auslastung beziehungsweise weniger nötigen Betrieb von "teuren" Gasturbinen prozentual direkt an den Kunden weitergegeben werden... aber das wäre ja wie im Märchen...
  7. #7

    Nicht für Familie mit Kindern geeignet

    Die Grundidee der intelligenten Stromzähler ist sicherlich gut (wenn man nicht gerade Datenschützer ist), doch wie der Artikel schön beschreibt, hapert es an der Umsetzung. Die Kostenersparnis geht baden, während der Komfort parallel abnimmt. Wenn man alleine wohnt, kann man sich damit vielleicht anfreunden, aber in unserem 5-Personen-Haushalt mit einem Neugeborenen und zwei Kleinkindern wäre es äußerst unvorteilhaft, wenn Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine nur unregelmäßig laufen würden.

    Da sparen wir doch lieber intelligenter Strom und lassen auch unsere verbraucharmen Geräte nicht im Stand-By wenn wir sie nicht brauchen und lassen das Licht nicht in Räumen brennen, in denen wir uns nicht aufhalten. Das spart fast genau so viel Strom, auch ohne unseren Wohnkomfort einzuschränken.
  8. #8

    Doppelt, dreifach von der Lobby abkassiert....

    Unter ökologischem Deckmantel kassieren Großkonzerne mittlerweile systematisch Verbraucher ab.
    Da sind zunächst die Solarschulden, welche die Verbraucher abzahlen müssen. Für jedes Solarzellensonnendach eines Eigenheimbesitzers müssen alle Bürger zahlen, auch Mieter, Rentner, Arme. Eine Subvention, die in anderswo, in China Arbeitsplätze schafft. Das Geld hätte man besser hierzulander direkt in die Forschung gesteckt....

    Dann der Stromzähler, der weder ökologisch ist, noch irgendetwas spart.
    Die Hamster, Lurche, Frösche, die teuer gerettet werden, damit Bauvorhaben durchgeführt werden seien nur am Rande erwähnt.

    Dieses Abkassieren unter ökologischem Deckmantel muss aufhören!
    Nicht alles was grün "lackiert" ist, ist per se gut!
    Auch bei Umwelttechnologien stehen die Interessen von Großkonzernen
    den Interessen der Umwelt und der Verbraucher gegenüber!
  9. #9

    Mangelnder Erkenntnisstand

    Wie steht es mit der Hygiene? Muss man dann mit dem Geschirrspüler statt 45 oder 50 Grad Sparprogramm das 65 Grad Programm laufen lassen und die Einsparung ist weg und das Geschirr wird schneller rissig?

    Wie ist es beim Waschen? Liegt die Wäsche dann die halbe Nacht feucht und warm in der Maschine nach einer 30 Grad Wäsche vermehren sich Pilze und Bakterien ideal, wird das Gewebe angegriffen (ökozertifizierte unbehandelte Naturfaser) und es muss aufwendiger gebügelt werden. Muss man dann mit 60 Grad waschen und mit 1800 Touren schleudern und die Kleidung verschleißt schneller?

    Was wenn ein Kraftwerk auf Störung geht, die Angebotsverknappung den Spotpreis treibt und der smarte Zähler mitten im Spülvorgang die Maschine abstellt? Oder ist das Ganze auch nicht mehr als die uralte Zonenzählermethode und der Zähler kann die Geräte gar nicht steuern? Wo an unseren Haushaltsgeräten ist der Fernsteueranschluss? Wo stelle ich bei meiner Kaffeemaschine ein in welchen Tarifzonen sie kochen und in welchen sie warmhalten und in welchen sie nichts darf?

    Grundidee gut, aber die Vernetzbarkeit und Steuertechnik im privaten Bereich sind quasi nicht existent. Im gewerblichen Bereich ist dieses Vorgehen ein alter Hut und Tarifoptimierung wird dort seit Jahrzehnten strategisch betrieben.


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