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Energie-Offensive: Chinesen wollen Weltmarkt für Ökostrom dominieren
Mit der Übernahme des portugiesischen Stromkonzerns EDP streben die Chinesen die weltweite Markführerschaft bei Ökostrom an. Bei der Unterzeichnung des Kaufvertrags stellte der neue Hauptaktionär China Three Gorges auch Milliardeninvestitionen in Portugal in Aussicht.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...806492,00.html
- #20 31.12.2011 10:14 von
Unsinnige Beiträge
Was ich hier lesen muß ist ja wirklich unter aller Kanone. Deutschland ist also technisch rückständig und verliert deshalb Marktanteile beim Ökostrom. Und schuld soll mal wieder das Merkel sein, angeblich Atom-Kanzlerin.
Nunja, dann kommen wir mal zurück zu den Fakten. Die Ökostromtechnologie wird gnadenlos überschätzt. Die Produktion von Solarzellen ist für einen Laien sicherlich recht eindrucksvoll, alles in allem jedoch ein relativ primitiver Vorgang. Und genau da kommen die Chinesen ins Spiel, alles was technisch einfach zu machen ist, können die besser, weil eben billiger. Viel mehr gibts da nicht zu erklären, Solarzellen sind keine Technologie, die man zudem noch großartig weiterentwickeln kann, es gibt schließlich physikalische Grenzen, die jedoch weitreichend abgeschöpft sind. Viel wichtiger jedenfalls als die Wirkungsgrade einer einzelnen Zelle, ist die Tatsache wie lange und wie intensiv die Sonne in einem Land scheint (also in Deutschland eher wenig). Technologisch gesehen, ist die Solarzelle also kein Problem für die Chinesen, auch in der Entwicklung wird es nicht mehr den Quantensprung geben, daher gehört das Feld den Chinesen. Deutschland als Weltmarktführer bei Solarzellen? Wer das glaubt, der verläuft sich in wirren Ökovisionen.
Und auch bei Wasserkraft, kann man der Regierung Merkel keinen Vorwurf machen. Wasserkraft ist eine ziemlich gute Sache wie ich finde. Nur eben in Deutschland ist die Wasserkraft weitestgehend abgeschöpft. Jeder weitere Bau von Kraftwerken, würde die Flüsse zum Stehen bringen (um es mal übertrieben zu formulieren).
Was hat Deutschland bei der Energiewende also groß falsch gemacht? Vielleicht sollten wir ja unsere Solarzellen nur noch aus China importieren, dann wäre die sogenannte Energiewende für die nicht so teuer, die ohnehin zu wenig im Monat verdienen. (das Erneuerbare-Energien-Gesetz bevorzugt nämlich die Reichen und benachteiligt die Armen) - #21 31.12.2011 11:11 von
zu lang
Immer diese Aufregung über angebliche Billigware - es ist ein simples ökonomisches Gesetz, daß Skalenerträge erzielt werden mit wachsendeer Massenproduktion, Jedes Unternehmen versucht so gesehen, den *Markt zu überschwemmen*, bis auf die Luxusartikelhersteller. Wie der Name Luxusartikel besagt, können die sich dann die wenigsten leisten. Wenn sie dazu gehören, seien Sie doch froh, aber hacken nicht auf dem Rest der Welt herum! Daß die Ware in weiten Teile aus Billigprodukten besteht, entspricht exakt der Nachfrage. Welches Unternehmen produziert schon Waren, die dann unverkäuflich sind!
Was ist Ihr Problem? Seien Sie doch froh, daß ein Land mit vielen aufstrebenden Unternehmen die Sache in die Hand nimmt, die seit VIER! Jahrzehnte von OECD-Seite NICHT in den Griff bekommen wurde. Und *wir* in D sind weltmarktführend im Machinenbau und wollen das auch bleiben. Werfen Sie anderen vor, was Sie selbst denken und tun?„ …. und in Sachen Umwelttechnologien in allen Bereichen Weltmarktführer sein“.
Wie schon gesagt, seien Sie doch froh, daß es auf diesen so *nützlichen* Sektoren ist und nicht im Bereich von Chemie, Waffenproduktion oder -export, Atom- oder Gentechnologie.Bei Solar ist dies bereits erreicht.
In einigen Jahren wird dies wohl auch für den Bereich Windkraft zutreffen.
Damit es etwas schneller geht, wird im Zuge der deutschen Entwicklungshilfe für China u. a. dieser Bereich unterstützt. Es ist so gesehen ein Signalk für die Zukunft.
4 Mio. Euro? Sehen Sie sonst noch Probleme? Kennen Sie das Forschungsbudget Chinas? Die GERD (Gross Expenses for Research & Development) Chinas sind mittlerweile die höchsten weltweit. Und Zusammenarbeit ist nicht das Schlechteste, zumindest wenn man davon ausgeht, daß in Zukunft auch der umgekehrte Weg denkbar ist. Und wenn dann ein paar Milliönchen in die Entwicklung in irgendeinem relevanten Bereich in der EU fließen, so ist das durchaus realistisch.Über die staatliche Organisation GIZ werden dafür ca. 4 Mio. Euro eingesetzt.
Sie wollen also, daß in China und durch China die Umwelt weiter belastet wird, ohne daß die Gegenmaßnahmen ergriffen werden, die ergriffen werden könnten. Klar, Sie wollen, daß alles teuer verkauft wird und Sie Ihren Wohlstand weiterhin guten Gewissens geniessen können. Darf ich daraus schließen, daß Ihnen der Rest der Welt am A... vorbei geht?Die chinesischen Windkraftfirmen freuen sich:
„ Das Qualifizierungsangebot gilt für Techniker, Planer und Entwickler.“ …
„Regelmäßige Kurse zur fachlichen Schulung und Spezialkurse für Ingenieure …“
Was haben Sie gegen Berufsbildung für Nicht-EUler? Wollen Sie die Menschen weiter in Dreck und Armut leben lassen oder wollen Sie, daß jeder Mensch auf dieser Erde ein menschenwürdiges Dasein führt? Dazu gehört nunmal Bildung und Ausbildung.Als nächstes kommt die „Initiative Berufsbildung“, damit es auch in anderen technischen Bereichen schneller voran geht. - #22 31.12.2011 12:00 von
Chroniken einer Bananenrepublik.
Der Bundesregierung waren diese schon mehrfach vom Sachverständigenrat der Bundesregierung und den Verbraucherzentralen propagierter Sachverhalt mehr als bewußt.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) erhoffte sich aus der ökologischen Energiewende vor allem ein Programm zur wirtschaftlichen und technischen Erneuerung und einen "Jobmotor" für Deutschland.
Insbesondere in der Solarwirtschaft sieht der Minister eine neue Hightech-Industrie heranwachsen.
Die Solarsubventionen dienen aus seiner Sicht dazu, den "Technologievorsprung" und die "Marktführerschaft" der deutschen Solarindustrie zu sichern.
Die Zahlen allerdings sind ernüchtern: Der globale Marktanteil deutscher Solarzellen-Hersteller hat sich innerhalb des letzten Jahres von 15,4 auf 9,7 Prozent fast halbiert und sanken im Jahre 2011 noch weiter.
Im gleichen kurzen Zeitraum hat sich der Weltmarktanteil Chinas um ein Viertel auf 48 Prozent gesteigert.
Die Qualität der asiatischen Solarzellen steht deshalb der von deutschen Anbietern in nichts nach, wie unabhängige Testlabors bestätigen.
Kein Wunder: Wie aus der "PV-Roadmap"-Studie des Solar-Bundesverbandes hervorgeht, investieren die deutschen Hersteller lediglich 2,5 Prozent ihres Umsatzes für Forschung und Entwicklung. Erstaunlich wenig für eine vorgebliche "Hightech-Branche".
Im Maschinenbau oder in der Automobilindustrie liegt die F+E-Quote mindestens doppelt so hoch zwischen 5 und 8 Prozent des Umsatzes.
Von den im letzten Jahr in Deutschland verbauten Solarmodulen stammten bereits 70 bis 80 Prozent von asiatischen Herstellern.
Holger Hebel, Chef der Firma Bosch Solar, kündigte an, die nächsten großen Solarfabriken mit tausenden Arbeitsplätzen in Malaysia und den USA zu bauen.
Wolfgang Hummel von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin, der den Solarmarkt seit Jahren intensiv verfolgt, glaubt: "Im Bereich der Solarzellen- und Modulproduktion ist kein weiterer Aufbau von Arbeitsplätzen in Deutschland mehr zu erwarten."
Damit hat Hummel vermutlich recht. Zwar wirbt die Solarlobby stets mit den 133 000 Arbeitsplätzen, die durch eine Kappung der Solarförderung gefährdet wären. Doch den Mythos vom angeblichen "Jobmotor" Solarindustrie hat die Branche selbst entzaubert: In ihrer eigenen "PV-Roadmap" gibt die Branche zu, dass von den 133 000 Arbeitsplätzen nur ein Bruchteil - lediglich 18 000 - in der eigentlichen Fotovoltaik-Produktion angesiedelt sind.
Die Zahl von Solar-Arbeitsplätzen im Handwerk ist mit 39 000 demgegenüber mehr als doppelt so hoch. Weitere 64 000 Solar-Arbeitsplätze werden in den nicht weiter definierten Bereichen "Vorleistungen" und "Sonstiges" verortet.
Angesichts dieser Zahlenverhältnisse scheinen die zweistelligen Milliardensubventionen weniger dem Aufbau eines "Jobmotors" der Hightech-Industrie zu dienen als vielmehr einem arbeitsmarktpolitischen Strohfeuer im Handwerk.
Die alte Weisheit, das eine subventionierte Industrie fett wird und ist nicht mehr wettbewerbsfähig agieren kann, diese Erkenntnis kostet den deutschen privaten Stromkonsumenten nunmehr über 100 Milliarden Euro, die dem Binnenmarkt als Kaufkraft nicht mehr zur Verfügung stehen.
Wieder einmal gut gemacht Frau Merkel! - #23 31.12.2011 12:13 von
Vor
allem Biogasanlagen, weil die so gut sind und ihre Entsorgung selbst bewerkstelligen.
biogasanlagen explosionen - Google-Suche - #24 31.12.2011 12:54 von
Die bösen Chinesen ?
Gelten die Regeln der globalisierten Wirtschaft eigentlich nur für den arroganten Westen? Einige ewig Gestrige scheinen immer noch Asien als unterentwickelte Kolonie zu verstehen, die man weiter ausbeuten kann, anstatt in dem bevölkerungsreichsten Teil der Erde einen gleichberechtigten Partner zu sehen. Warum sollte China nicht in Europa investieren dürfen, wenn Auslandsinvestitionen in einer international aufgestellten Wirtschaft selbstverständlich sind?
An Verschlagenheit und Gewissenlosigkeit ist die westliche Wirtschaft wohl kaum noch zu übertreffen, so dass eher die Chinesen befürchten müssten vom Westen über den Tisch gezogen zu werden.
Wir sollten froh sein, dass sich China im Energiesektor engagiert, so wird immerhin verhindert, dass sich Kartellstrukturen auch bei den EE etablieren. Der derzeitige Konsolidierungsprozess im PV-Segment ist eine positive Folge der Marktbelebung durch China. Will die deutsche EE-Branche vorn mitmischen, so muss sie sich eben innovativ bewegen.
Natürlich hatten einige Schmutzenergieprofitöre noch Hoffnung, die EE ausbremsen zu können, was ihnen nun aber durch die chinesische EE-lastige Energiepolitik gründlich verdorben wird und nun laufen sie mit Schaum vor dem Mund herum und kramen wieder die „Gelbe Gefahr“ aus der Klamottenkiste.
China will so schnell wie möglich den westlichen Lebensstandard erreichen und dazu bracht das Land sehr viel bezahlbare Energie an der es auch nicht erstickt. China kann es sich darum nicht leisten seine Energieinfrastruktur auf nur noch begrenzt verfügbare konventionelle Energien aufzubauen, die bereits versiegen, bevor die letzten Schmutzkraftwerke fertig sind. Bereits mittelfristig gibt es allgemein keine realistischen Alternativen zu EE und darum setzt China auch mit Nachdruck auf saubere, unbegrenzt verfügbare Zukunftsenergien.
Wenn die Stromproduktion z.B. durch organische PV so billig wird, dass sich jeder diese Technik leisten kann, dann entstehen noch genug Arbeitsplätz im eigenen Land, die nicht nach China exportiert werden können, darum sollte man das unproduktive Panikgeschrei einiger Fortschrittsverweigerer einfach ignorieren. - #25 31.12.2011 14:07 von
zu lang (Forts.)
Was haben Sie gegen Berufsbildung für Nicht-EUler? Wollen Sie die Menschen weiter in Dreck und Armut leben lassen oder wollen Sie, daß jeder Mensch auf dieser Erde ein menschenwürdiges Dasein führt? Dazu gehört nunmal Bildung und Ausbildung. Zu sagen, mir gehts gut, ich habe in einem reichen Land eine gute Berufsbildung genossen, die andern sollen das aber nicht bekonmmen, halte ich für zynisch und menschenverachtend. Und jetzt tun Sie bloß nicht so, als würden *wir* mit ein paar Millionen (oder auch durchaus mit ein paar zigmillionen) die Berufsausbildung für 1 Mrd. Chinesen übernehmen.
Übrigens gibt es in China unterschiedlich entwickelte Provinzen, was sich auch in den Vorgaben der chinesischen Politik wiederspiegelt (man sehe nur die Formulierungen in diversen Reden chinesischer Politiker oder in den entsprechenden Gesetzen - Stichwort: die weniger entwickelten Gebiete). Das könnte man natürlich auch auf Provinzebene versuchen zu regeln, ich denke, das Land wird sich dem nicht grundsätzlich verschließen. Es gilt aber sowieso, daß i.d.R. einzelne Projekte durch die GIZ gefördert werden, nicht das Land als solches. Gehen Sie auf die Seite der GIZ, da können Sie das dann abrufen. Oder bei der Weltbank, die auch einzelne Projekte, u.a. in der beruflichen Weiterbildung, in China mit Krediten unterstützt.
Was ich absolut hasse, sind Leute, die auf der einen Seite das Elend der Welt beklagen, auf der anderen Seite in jedem Fall ihr eigenes nationalistisches Süppchen weiterkochen wollen. Das gilt natürlich für alle Seiten. - #26 31.12.2011 14:45 von
- #27 31.12.2011 20:31 von
Genau so ist es!
- #28 31.12.2011 20:41 von
Warum sollte DE neidisch auf China sein. Mit ca. einem 15tel der Einwohnerzahl erwirtschaftet DE ähnlich viel wie ganz China. In DE ist sicher nicht alles gut aber im Vergleich zu China ist das Leben in DE um längen besser, sauberer, organisierter... einfach Lebenswerter. Kultur kann man nicht mit Geld kaufen so wie man in China landläufig der Meinung ist. Ein Land in dem selbst die zwischenmenschliche Annäherung davon abhängt wie gross die Wohnung, das Auto und vor allem das Bankkonto ist. Überhaupt muss sich im Westen kein Land auf diesem Niveau vergleichen und DE erst recht nicht. Die mit Jubelschreie Anbetung des Geldes in China nur des Geldes selbst wegen hatte der Westen in der Form nie nötig weil der Westen im Gegensatz zu China eine wirkliche Kultur zu bieten hat. Heute mehr den je. Alles Prunk und Protz in Shanghai, Hong Kong, Beijing... verblasst ins nichts gegen die Wertigkeit und Stabilität, nicht zuletzt der Lebensqualität und der damit eingehenden Lebensfreude jeder z.B. mittleren Stadt in DE wie Köln, D.-dorf, Berlin, Hamburg...
Wie schon erwähnt: Kultur kann man sich nicht erkaufen, nicht kopieren... - #29 31.12.2011 20:43 von
Warum sollte DE neidisch auf China sein. Mit ca. einem 15tel der Einwohnerzahl erwirtschaftet DE ähnlich viel wie ganz China. In DE ist sicher nicht alles gut aber im Vergleich zu China ist das Leben in DE um längen besser, sauberer, organisierter... einfach Lebenswerter. Kultur kann man nicht mit Geld kaufen so wie man in China landläufig der Meinung ist. Ein Land in dem selbst die zwischenmenschliche Annäherung davon abhängt wie gross die Wohnung, das Auto und vor allem das Bankkonto ist. Überhaupt muss sich im Westen kein Land auf diesem Niveau vergleichen und DE erst recht nicht. Die mit Jubelschreie Anbetung des Geldes in China nur des Geldes selbst wegen hatte der Westen in der Form nie nötig weil der Westen im Gegensatz zu China eine wirkliche Kultur zu bieten hat. Heute mehr den je. Alles Prunk und Protz in Shanghai, Hong Kong, Beijing... verblasst ins nichts gegen die Wertigkeit und Stabilität, nicht zuletzt der Lebensqualität und der damit eingehenden Lebensfreude jeder z.B. mittleren Stadt in DE wie Köln, D.-dorf, Berlin, Hamburg...
Wie schon erwähnt: Kultur kann man sich nicht erkaufen, nicht kopieren... Gruss aus dem Westen
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