Energie-Offensive: Chinesen wollen Weltmarkt für Ökostrom dominieren

Mit der Übernahme des portugiesischen Stromkonzerns EDP streben die Chinesen die weltweite Markführerschaft bei Ökostrom an. Bei der Unterzeichnung des Kaufvertrags stellte der neue Hauptaktionär China Three Gorges auch Milliardeninvestitionen in Portugal in Aussicht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...806492,00.html
  1. #10

    So einfach ist es nicht

    Zitat von nexus001 Beitrag anzeigen
    Jetzt in nur wenigen Jahren wird das alles für billig Produkte und
    kurzzeitige Profite nach China verramscht von Super-Managern die in
    erster Linie ihren Boni und Gehalt im Auge haben und mit Märchenhaften Gehältern und Abfindungen in die Frührente gehen.
    Ein Großteil der Bevölkerung steht sklavisch ergeben hinter diesen Managern. Jeder, der im Discounter Billigschrott kauft ...
  2. #11

    Falsch

    Zitat von marc0815 Beitrag anzeigen
    ...dumm die europäer!
    keine ausländische Firma kann in China die Mehrheit an einem Unternehmen erwerben. Dadurch provitiert China von allen Investitionen und behält immer die MEhrheit bzw kann irgendwann die ausländischen Firmen einfach aus dem Land werfen (wird demnächst mit den Automobilfirmen passieren).

    Ander die Europäer: Wir lassen mit unserem liberalisierten Aktienmarkt wichtige Firmen von Ausländern übernehmen, wodurch sämtliche Gewinne und die gesamte Kontrolle ins Ausland, in diesem Fall nach China wandert.

    Es braut sich was zusammen! Deutschland und Europa schafft sich selbst ab... und macht sich völlig abhängig.
    Bereits seit vielen Jahrzehnten ist es für ausländische Firmen möglich sog. *WFOE* zu betreiben. Ich wiederhole meinen Post aus einem anderen Zusammenhang:

    "Es ist bereits seit 1986 möglich in China als Unternehmen außerhalb eines Joint Ventures (JV) zu investieren. Das nennt sich dann Wholly Foreign Owned Enterprises (WFOE) und u.a. hat VW das vorgemacht, indem sie bereits zwei Getriebewerke aufzogen.1998 hatte der Anteil der WFOEs bei den Neugründungen den der JV erstmals übertroffen."

    Wenn Sie sich allerdings nur über SPON und andere OECD-Medien informieren, werden Sie darüber in aller Regel nicht aufgeklärt.
    Auch macht *man* sich nicht abhängig, man ist schlicht abhängig von einem Markt, der ein Fünftel der Menschheit umfasst, und in dem die Kaufkraft ständig zunimmt. Allerding ist auch dieser Markt abhängig von der Entwicklung im Rest der Welt.
  3. #12

    Na, aus Ihrer

    Zitat von nexus001 Beitrag anzeigen
    Die Verschlagenheit der Chinesen ist
    sprichwörtlich.

    Das kann man schlau nennen oder auch extreme Verschlagenheit und ausnutzen seiner Partner die China nie als Partner gesehen hat sondern
    immer nur als Opfer als Beute welches tief in der Mentalität dieser
    Leute verankert ist.

    Wer glaubt das China sich einen Gedanken daran verlieren wird dem ist nicht zu helfen. China war ist und bleibt ein in sich geschlossener Kulturkreis in dem andere nur zur ausbeute kurzzeitig geduldet werden.
    Analyse spricht ja unheimlich viel *historisches Faktenwissen* und *Menschenkenntnis* pur. Aber es darf die Ergänzung erlaubt sein: auch Rassismus!
  4. #13

    Europas Angst vor den Chinesen

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Ob es ein gutes Geschäft für die Chinesen ist, so viel Geld in Portugal zu investieren, wird die Zukunft zeigen.
    Die Chinesen sitzen durch ihre Exportüberschüsse auf gigantischen Devisenreserven, die schnell an Wert verlieren könnten. Deshalb kaufen sie jeden Schrott, den sie kaufen können. Und da bieten sich Länder wie Griechenland und Portugal natürlich an.
    So "gigantisch" sind die Devisenreserven der Chinesen nun auch wieder nicht. Doch sie sind gute Geschäftsleute, und sehen sich um, wo gerade jetzt gute Schnäppchen zu erlangen sind. Für solche Erwerbungen haben sie je 200 Mrd. Dollar für Europa und für Nordamerika beiseite gelegt. Das ist eine schöne Summe, aber nicht uferlos. Sie werden also mit ihren Anlagen vorsichtig sein.
  5. #14

    China: Die ganze Wertschöpfung in der Hand:

    China: man will keine Rohstoffe mehr exportieren sondern die ganze Wertschöpfungskette inkl Jobs kontrollieren. Das kann auch zu einer Win-Win-Situation mit Ländern führen.

    Man beginnt somit mit den Seltenen Erd Metallen
    Metalle der Seltenen Erden

    z.B. dem Neodym
    Bayan-Obo-Mine
    Nachrichten: Seltene Erden - Bildergalerien - Wirtschaftswoche

    Die Rohstofflücke:
    Schatzberg wird die Aufschüttung von den Arbeitern der Bayan-Obo-Mine genannt. Bayan-Obo ..
    .. listet auf, welche 71 Stoffe sich darin verbergen: aber auch 17 Metalle wie Yttrium, Dysprosium oder Neodym, die sogenannten Seltenen Erden (Metalle).
    DER SPIEGEL*45/2009 - Die Rohstofflücke

    Man exportiert nicht mehr, sondern baut selbst die Supermagnete
    NdFeB Magnet/Magnets, NdFeB Magnete, SmCo Magnet, Hall current Sensor/transducer, Hall Effect Sensor, Halleffektsensoren, Hallstromsensoren, Soft Ferrite Core, Ferritkerne, HKZ101, HKZ121, 2AV16A, 2AV51A, 2AV56

    Das macht Probleme:

    Rohstoffmangel bedroht Hybridautos
    Der Siegeszug umweltfreundlicher Technologien könnte durch Engpässe in der Rohstoffversorgung gebremst werden. Gefährdet ist der Nachschub an sogenannten seltenen Erden, die unter anderem zum Bau von Windkraftanlagen und Hybridautos benötigt wird.
    Exportbeschränkung: Rohstoffmangel bedroht Hybridautos | FTD.de
    Mächtige Öko-Konkurrenz
    Deutschen Windkraftfirmen droht Absatzflaute
    Mächtige Öko-Konkurrenz: Deutschen Windkraftfirmen droht Absatzflaute - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Konkurrenz aus China und den USA
    Neue Jobs entstehen in Deutschland kaum noch

    China:
    "Windparks im Meer sind eine verrückte Idee"
    ... In den kommenden zehn Jahren werden in China Windanlagenkapazitäten von bis zu 200 Gigawatt installiert. Das ist mehr als das Siebenfache dessen, was derzeit in Deutschland steht. So können chinesische Unternehmen Erfahrung sammeln. Dann werden drei oder vier besonders gute Firmen gezielt zu globalen Champions gemacht.
    Druckversion - Regenerative*Energie: "Windparks im Meer sind eine verrückte Idee" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    z.B.:
    GOLDWIND Wind Kraft:
    Goldwind Global
    Goldwind Global
    Founded in 1998 in Urumqi, XNJ 830026, People's Republic of China, Goldwind is one of the largest wind turbine manufacturers in the world with operations in Asia, Australia, Europe, and the Americas. As of the end of 2010, over 7800 Goldwind turbines are in service, ... innovative turbine designs (Neodym) and R&D programs that have helped the company capture 9.5% of the global market and rank among the top four global wind companies …
    Goldwind Global
    Goldwind Windenergy GmbH
    Im Langental 6, Germany
  6. #15

    meinung

    Zitat von nexus001 Beitrag anzeigen
    Völlig richtig. In DE sind Firmen über Jahrzehnte gewachsen. Generationen vom Arbeiter, über Ingenieure... umengen von Zeit, Geld, Wissen und Leitung stecken in diesen Firmen.

    Jetzt in nur wenigen Jahren wird das alles für billig Produkte und
    kurzzeitige Profite nach China verramscht von Super-Managern die in
    erster Linie ihren Boni und Gehalt im Auge haben und mit Märchenhaften Gehältern und Abfindungen in die Frührente gehen.

    In China lacht man sich ein Loch in den Po über diese Übermanager-Obernieten. Diese werden dort mit dem typischen Lächern über den Tisch
    gezogen und merken es nicht mal. Völlig unvorbereitet auf was für ein
    Schlag Mensch sie dort treffen! Die Verschlagenheit der Chinesen ist
    sprichwörtlich.

    In Sachen Solartech. hat DE ja etliche Mio. Fördergelder nach China gezahlt. In Sachen Automobil stehet das nächste ins Haus. China hat die Technik nun im Sack. Nun dürfen, wie immer und so oft, die Firmen
    nach Hause gehen. Da ja immer ein Jointventure mit einem Chinesischen
    Eigner dahinter steht bleibt der eigentliche Wert, die Fabrikanlagen und die Technologie, natürlich in China stehen in Chinesischer Hand.

    Das kann man schlau nennen oder auch extreme Verschlagenheit und ausnutzen seiner Partner die China nie als Partner gesehen hat sondern
    immer nur als Opfer als Beute welches tief in der Mentalität dieser
    Leute verankert ist.

    Wer glaubt das China sich einen Gedanken daran verlieren wird dem ist nicht zu helfen. China war ist und bleibt ein in sich geschlossener Kulturkreis in dem andere nur zur ausbeute kurzzeitig geduldet werden.
    Sie verstehen nichts von China.

    China sclaegt den kapitalistischen Westen an deren eigenen Spiel.

    Der Westen lebt auf Kredit und China spart.

    Militaerische macht ist nur noetig um das zu beschuetzen das man
    gekauft hat.

    China ist keine Kolonialmacht, es kauft auf was es braucht und wovon man Geld macht.

    Der Westen hat kein Geld und kann nichts machen. Deswegen ist der Westen neidisch.

    Ihr braucht euch nicht zuviele Sorgen machen. China laesst seine
    Kunden nicht untergehen. Man will schliesslich viel verkaufen.
  7. #16

    Entwicklungshilfe?

    „Deutschlands Solarunternehmen geraten doppelt unter Druck: Chinesische Konzerne überschwemmen die Welt mit Billigware,…“
    „ …. und in Sachen Umwelttechnologien in allen Bereichen Weltmarktführer sein“.
    S. Billigkonkurrenz aus China: Solarbranche fürchtet massenhaftes Firmensterben - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    Bei Solar ist dies bereits erreicht.
    In einigen Jahren wird dies wohl auch für den Bereich Windkraft zutreffen.
    Damit es etwas schneller geht, wird im Zuge der deutschen Entwicklungshilfe für China u. a. dieser Bereich unterstützt. Über die staatliche Organisation GIZ werden dafür ca. 4 Mio. Euro eingesetzt. S. auch GTZ. Forschungs- und Ausbildungszentrum für Windenergie
    Die chinesischen Windkraftfirmen freuen sich:
    „ Das Qualifizierungsangebot gilt für Techniker, Planer und Entwickler.“ …
    „Regelmäßige Kurse zur fachlichen Schulung und Spezialkurse für Ingenieure …“

    Als nächstes kommt die „Initiative Berufsbildung“ (vorneweg die GIZ-Quotenfrau in Peking), damit es auch in anderen technischen Bereichen schneller voran geht.
    Wer klärt diese staatlich finanzierten Traumtänzer endlich auf und stoppt den Irrsinn?
  8. #17

    Unerwartete Entwicklungen

    Wie jetzt?! Ich dachte, mit der Atomwende wird D Weltmeister für regenerative Stromproduktion und es entsteht ein Wachstumsmotor für viele neue Arbeitsplätze (die wg. Der Energiewende woanders weggefallen sind).

    Zuerst machen wir unsere AKWs Platt, dann die Stromkonzerne - und jetzt kaufen wir in Zukunft von chinesischen Konzernen den Strom ein, der durch chinesische PV-Anlagen produziert wird?
    China sahnt also auf der ganzen Linie ab und schwächt durch die höheren Stromkosten auch noch die Industriekonkurrenz in D? Die Arbeitsplätze werden wg. der Energiewende wegfallen. Aber wo kommen jetzt die versprochenen neuen Areitsplätze her?

    Das haben sich die grünen Gutmenschen sicherlich anders vorgestellt. Mal gucken, wer an dieser Entwicklung jetzt wieder Schuld ist.
  9. #18

    Weltmarktführerschaft

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Sp ein Schwachsinn. Was hat die Politik damit zu tun? Und ob es ein gutes Geschäft für die Chinesen ist, so viel Geld in Portugal zu investieren, wird die Zukunft zeigen. Es ist doch naiv zu glauben, jedes Investment ist ein großer Erfolg. Hier haben Privatunternehmen aus verschiedenen Ländern geboten.

    Die Chinesen sitzen durch ihre Exportüberschüsse auf gigantischen Devisenreserven, die schnell an Wert verlieren könnten. Deshalb kaufen sie jeden Schrott, den sie kaufen können. Und da bieten sich Länder wie Griechenland und Portugal natürlich an.
    Schon die Unterschrift von SPON ist an Polemik nicht zu überbieten.
    Warum wird nicht gleich geschrieben "Weltherrschaft"?

    China hat in der Vergangenheit in einige Projekte investiert, die Deutschland nicht wollte; ich erinnere nur an die Magnetschwebebahn.

    Keiner in Deutschland wollte diese haben.

    Als aber China diese mit Hilfe von Deutschen Firmen aufbaute, ging ein Aufschrei durch Deutschland!!!
    Aber trotzdem gibt es diese Magnetschwebebahn immer noch nicht in Deutschland!

    Komisch!
    Genau so komisch wie einige Foristenbeiträge, die auch an Polemik und Nichtwissen nicht zu überbieten sind.

    Auch laufen sich Vertreter von Banken, Beratungen, Unternehmen die Füße bei SAFE, MII, MOFCOM, div. Ministerien usw. wund, um ihren Schrott zu verkaufen, aber China hat gelernt und kauft nur noch selten Schrott.

    Was aber in Griechenland, außer den dif. Ölquellen da sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Schönes Neues Jahr, welches nach China ein sehr gutes werden soll.
    Li
  10. #19

    Schwachsinnige Vorgaben der Politik

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Sp ein Schwachsinn. Was hat die Politik damit zu tun? Und ob es ein gutes Geschäft für die Chinesen ist, so viel Geld in Portugal zu investieren, wird die Zukunft zeigen. Es ist doch naiv zu glauben, jedes Investment ist ein großer Erfolg. Hier haben Privatunternehmen aus verschiedenen Ländern geboten.

    Die Chinesen sitzen durch ihre Exportüberschüsse auf gigantischen Devisenreserven, die schnell an Wert verlieren könnten. Deshalb kaufen sie jeden Schrott, den sie kaufen können. Und da bieten sich Länder wie Griechenland und Portugal natürlich an.
    Der Schwachsinn ist doch wohl der erratische Kurs der schwarz-gelben Regierung in Sachen Atomenergie und erneuerbare Energien. Oder ist es nicht die Regierung, die mit ihren Leitlinien und Richtlinien die Strategien der Unternehmen beeinflusst.