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Energetische Sanierung: Wärmer wohnen im Plattenbau

DPAJedes Jahr werden in deutschen Häusern Milliarden verheizt. Wärmedämmung kann für Hausbesitzer zu einem guten Geschäft werden - auch dank üppiger Förderung.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...-a-885894.html
  1. #1

    na ja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jedes Jahr werden in deutschen Häusern Milliarden verheizt. Wärmedämmung kann für Hausbesitzer zu einem guten Geschäft werden - auch dank üppiger Förderung.

    Energetische Sanierung: Dämmung lohnt sich oft finanziell - SPIEGEL ONLINE
    Soo üppig ist die Förderung meist auch nicht, da es im Zuge der Sanierung meist zu ungeplanten Zusatzinvestitionen kommt (Motto: "wenn wir schon mal dabei sind...") und darum die Kosten für ein Durchschnittshaus ganz schnell in Richtung Sechsstellig gehen (35.000.- Fassade, 25.000 Fenster/Rolläden und Türen, 20.000.- Heizung und dann noch der ganze Kram drumherum wie z.B. Kältebrücken wegschlagen usw. Dach noch gar nicht eingerechnet...)

    Wer die volle Förderung will, muss extrem viel machen und das rechnet sich je nach Haus nicht immer - vor allem, wenn vor einigen Jahren bereits z.B das Dach gemacht wurde, aber für die Förderung schon wieder für viel Geld nachgebessert werden müsste.

    Ich habe mein Haus 2010 sanieren lassen und brauche wohl ca. 30-40 Jahre, um das Geld wieder rein zu holen. Ist also eher eine Gewissensfrage als schnöde Rechnerei.
    Ich bin zwar kein fanatischer Öko-Frosch, freue mich aber schon auch, wenn der Energieverbrauch sinkt oder mir die Sonne im Sommer das Duschwasser heizt- anstatt wie früher das Heizöl.

    Ich würde es wieder machen.
  2. #2

    Schwarzbuch Wärmedämmverbundsystem - März 2013

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jedes Jahr werden in deutschen Häusern Milliarden verheizt. Wärmedämmung kann für Hausbesitzer zu einem guten Geschäft werden - auch dank üppiger Förderung.

    Energetische Sanierung: Dämmung lohnt sich oft finanziell - SPIEGEL ONLINE
    Schwarzbuch:

    Wärmedämmverbundsystem

    Styroporplatten, welche an die Außenwand geklebt werden, sollen Energie sparen helfen.

    ---

    Die Wahrheit:

    - Styroporplatten halten die Sonnenwärme im Frühling und Herbst von der Hauswand ab, es geht also Energie verloren.

    - Styroporplatten verursachen Feuchtigkeit (Kondenswasser) zwischen dem Styropor und der Außenwand. Nicht sofort, aber auf Sicht von 10-20 Jahren können viele Hauswände enorme Feuchtigkeitsschäden aufweisen.

    - die Energieeinsparung durch Styroporplatten wird mit bis zu 30% angegeben. In der Realität kann dies bis zu 5% sein, oft dreht es sich sogar ins Gegenteil, wenn die Wände mit der Zeit Feucht werden und weil die totalgedämmten Häuser die Bewohner dazu animieren, ständig zu lüften.

    - Alternativen wie integrierte Wohnraumlüftungen sind extrem teuer und haben oft die Nachteile, daß nach 10-20 Jahren sich in den Lüftungsrohren Schmutz, Schimmel, etc. absetzt. In Holland ist man deshalb z.B. bereits wieder dabei, keine Lüftungssysteme mehr zu installieren. In Deutschland ist die "Lüftungsmafia" aber immer noch stark vertreten bzw. hat viel Einfluß auf die Politik und Medien.

    - Einspar-Lüge: Wärmedämmverbundsysteme rechnen sich oft erst nach 25 bis 40 Jahren, sofern die WDVS überhaupt funktionieren würden. Das erleben häufig die Wohnungsbesitzer gar nicht mehr, sofern diese sich bereits im Rentenalter befinden. Würde man ein optimales WDVS installieren, also mit Hinterwandlüftung, dann wäre es schlichtweg unbezahlbar.

    - Umweltschädlich: Die WDVS sind hochgradig umweltschädlich, weil dafür Millionen Liter an Öl verbraucht werden (Styroporplatten). Auch die Entsorgung der Platten nach 20-40 Jahren ist umweltschädlich und teuer. Ebenso muß eine Hauswand mit WDVS alle 4-6 Jahre gestrichen werden, weil ansonsten sich Risse im Oberflächenmaterial bilden. Die Wandfarbe selber enthält zudem Schimmelabweisende Stoffe, welche ins Grundwasser gehen !

    - Steuergelder: Der ganze Unsinn wird sogar noch mit Steuergeldern finanziert, indem es Förderungen dafür gibt.

    ---

    Fazit:

    Bitte die Fördermilliarden sinnvoll verteilen:

    - neue Haustüren, neue Fenster fördern

    - atmungsaktive Dachbodendämmung und Dachdämmung, weil Wärme bekanntlich nach oben steigt und deshalb hier am meisten Energie verloren geht

    - neue Heizsysteme

    - Wärmekammern (z.B. Vorhaus vor Haustüre)
  3. #3

    Zurück zum Plattenbau

    schöne neue Welt: überall Einheitsfassaden, in denen Vögel nisten, die gut brennen und an denen man nicht mal problemlos eine Lampe oder Markise befestigen kann - ich dachte, wir hätten den Plattenbau endlich hinter uns gebracht. Wer, um Himmels willen, will in einer Polystyrol-Sondermüll Plastiktüte wohnen? Ein grosses, deutsches Wirtschaftsmagazin hat zu diesem Thema in seiner März Ausgabe einen lesenswerten Artikel geschrieben.
  4. #4

    Andere Dämmarten bevorzugt

    Bei uns haben wir letztes Jahr eine Einblasdämmung vorgenommen - sofern man ein zweischaliges Mauerwerk hat bzw. einen Dachboden, der noch nicht ausgebaut wurde, kann man damit ähnliche Effekte erzielen - dabei ist das ganze sogar weit günstiger gewesen und ließ sich recht schnell durchführen. hier mal ein paar Infos dazu: http://www.daemmen-und-sanieren.de/daemmung/lose/einblasdaemmung

    Was meine Vorredner angeht, ist der Vorteil davon natürlich klar: keine Einheitsfassade oder Plattenbau ;)
  5. #5

    CAPITAL bildet!

    Die aktuelle Ausgabe von CAPITAL enthält einen sehr fundierten Beitrag über Wärmedämmung. Der Beitrag ist eine vernichtende Kritik.
  6. #6

    außerdem

    Zitat von jos777 Beitrag anzeigen
    Schwarzbuch:

    Wärmedämmverbundsystem

    Styroporplatten, welche an die Außenwand geklebt werden, sollen Energie sparen helfen.

    ---

    Die Wahrheit:

    - Styroporplatten halten die Sonnenwärme im Frühling und Herbst von der Hauswand ab, es geht also Energie verloren.

    - Styroporplatten verursachen Feuchtigkeit (Kondenswasser) zwischen dem Styropor und der Außenwand. Nicht sofort, aber auf Sicht von 10-20 Jahren können viele Hauswände enorme Feuchtigkeitsschäden aufweisen.

    - die Energieeinsparung durch Styroporplatten wird mit bis zu 30% angegeben. In der Realität kann dies bis zu 5% sein, oft dreht es sich sogar ins Gegenteil, wenn die Wände mit der Zeit Feucht werden und weil die totalgedämmten Häuser die Bewohner dazu animieren, ständig zu lüften.

    - Alternativen wie integrierte Wohnraumlüftungen sind extrem teuer und haben oft die Nachteile, daß nach 10-20 Jahren sich in den Lüftungsrohren Schmutz, Schimmel, etc. absetzt. In Holland ist man deshalb z.B. bereits wieder dabei, keine Lüftungssysteme mehr zu installieren. In Deutschland ist die "Lüftungsmafia" aber immer noch stark vertreten bzw. hat viel Einfluß auf die Politik und Medien.

    - Einspar-Lüge: Wärmedämmverbundsysteme rechnen sich oft erst nach 25 bis 40 Jahren, sofern die WDVS überhaupt funktionieren würden. Das erleben häufig die Wohnungsbesitzer gar nicht mehr, sofern diese sich bereits im Rentenalter befinden. Würde man ein optimales WDVS installieren, also mit Hinterwandlüftung, dann wäre es schlichtweg unbezahlbar.

    - Umweltschädlich: Die WDVS sind hochgradig umweltschädlich, weil dafür Millionen Liter an Öl verbraucht werden (Styroporplatten). Auch die Entsorgung der Platten nach 20-40 Jahren ist umweltschädlich und teuer. Ebenso muß eine Hauswand mit WDVS alle 4-6 Jahre gestrichen werden, weil ansonsten sich Risse im Oberflächenmaterial bilden. Die Wandfarbe selber enthält zudem Schimmelabweisende Stoffe, welche ins Grundwasser gehen !

    - Steuergelder: Der ganze Unsinn wird sogar noch mit Steuergeldern finanziert, indem es Förderungen dafür gibt.

    ---

    Fazit:

    Bitte die Fördermilliarden sinnvoll verteilen:

    - neue Haustüren, neue Fenster fördern

    - atmungsaktive Dachbodendämmung und Dachdämmung, weil Wärme bekanntlich nach oben steigt und deshalb hier am meisten Energie verloren geht

    - neue Heizsysteme

    - Wärmekammern (z.B. Vorhaus vor Haustüre)
    sind bei den kosten bzw der armotisationszeit manche kostenfaktoren schlicht nicht eingerechnet. wie sieht es z.b. mit erhöhten unterhaltskosten für eine gedämmte fassade, mit den kreditzinskosten und den entsorgungskosten des sondermülls für die dämmfassade aus, wenn diese entfernt werden muß? das sind tausende von euro, für viel schadstoffhaltlichen müll. siehe dazu auch ein video von konrad fischer, architekt:
    Hochhaus-Fassade / Altbau sanieren oder mit WDVS dämmen? - YouTube
    gruß, tento
  7. #7

    außerdem noch

    Zitat von jos777 Beitrag anzeigen
    Schwarzbuch:

    Wärmedämmverbundsystem

    Styroporplatten, welche an die Außenwand geklebt werden, sollen Energie sparen helfen.

    ---

    Die Wahrheit:

    - Styroporplatten halten die Sonnenwärme im Frühling und Herbst von der Hauswand ab, es geht also Energie verloren.

    - Styroporplatten verursachen Feuchtigkeit (Kondenswasser) zwischen dem Styropor und der Außenwand. Nicht sofort, aber auf Sicht von 10-20 Jahren können viele Hauswände enorme Feuchtigkeitsschäden aufweisen.

    - die Energieeinsparung durch Styroporplatten wird mit bis zu 30% angegeben. In der Realität kann dies bis zu 5% sein, oft dreht es sich sogar ins Gegenteil, wenn die Wände mit der Zeit Feucht werden und weil die totalgedämmten Häuser die Bewohner dazu animieren, ständig zu lüften.

    - Alternativen wie integrierte Wohnraumlüftungen sind extrem teuer und haben oft die Nachteile, daß nach 10-20 Jahren sich in den Lüftungsrohren Schmutz, Schimmel, etc. absetzt. In Holland ist man deshalb z.B. bereits wieder dabei, keine Lüftungssysteme mehr zu installieren. In Deutschland ist die "Lüftungsmafia" aber immer noch stark vertreten bzw. hat viel Einfluß auf die Politik und Medien.

    - Einspar-Lüge: Wärmedämmverbundsysteme rechnen sich oft erst nach 25 bis 40 Jahren, sofern die WDVS überhaupt funktionieren würden. Das erleben häufig die Wohnungsbesitzer gar nicht mehr, sofern diese sich bereits im Rentenalter befinden. Würde man ein optimales WDVS installieren, also mit Hinterwandlüftung, dann wäre es schlichtweg unbezahlbar.

    - Umweltschädlich: Die WDVS sind hochgradig umweltschädlich, weil dafür Millionen Liter an Öl verbraucht werden (Styroporplatten). Auch die Entsorgung der Platten nach 20-40 Jahren ist umweltschädlich und teuer. Ebenso muß eine Hauswand mit WDVS alle 4-6 Jahre gestrichen werden, weil ansonsten sich Risse im Oberflächenmaterial bilden. Die Wandfarbe selber enthält zudem Schimmelabweisende Stoffe, welche ins Grundwasser gehen !

    - Steuergelder: Der ganze Unsinn wird sogar noch mit Steuergeldern finanziert, indem es Förderungen dafür gibt.

    ---

    Fazit:

    Bitte die Fördermilliarden sinnvoll verteilen:

    - neue Haustüren, neue Fenster fördern

    - atmungsaktive Dachbodendämmung und Dachdämmung, weil Wärme bekanntlich nach oben steigt und deshalb hier am meisten Energie verloren geht

    - neue Heizsysteme

    - Wärmekammern (z.B. Vorhaus vor Haustüre)
    noch ein video von herrn fischer:
    Land der Dichter & Dämmer - Der ganz normale Dämmwahnsinn - YouTube
    und ein hinweis auf die extreme gefahr für leib und leben im brandfall:
    Wärmedämmung Der Wahnsinn geht weiter - YouTube
    ungedämmt fröhlich lebend,
    tento
  8. #8

    Probleme vorprogrammiert!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jedes Jahr werden in deutschen Häusern Milliarden verheizt. Wärmedämmung kann für Hausbesitzer zu einem guten Geschäft werden - auch dank üppiger Förderung.

    Energetische Sanierung: Dämmung lohnt sich oft finanziell - SPIEGEL ONLINE
    Damit dürften aber auch sicherlich eine Vielzahl von Probleme
    vorprogrammiert sein. Sofern diese energetische Sanierung nicht sach-
    und fachgerecht durchgeführt und auch geplant wird. Auch wird
    häufig kaum das beabsichtigte Einsparpotenzial erreicht.

    Schimmelbildung, unzureichende Wärmeeinsparung, erhöhte
    Brandgefahr, Einnistung von Spechten, die diese Isolierung als
    Bruthöhle nutzen. Leider zeigen sich die Probleme erst nach ein paar
    Jahren. Die Verantwortlichen können dann oft nicht mehr in Regress
    genommen werden, die Baufirmen sind häufig abgewickelt,
    geschlossen und nicht mehr in Deutschland angemeldet.

    Dazu einige interessante Hintergrundinformationen:

    Wärmedämmung: Deutschland im Dämmwahn - Immobilien - Finanzen - Wirtschaftswoche
    Umstrittene Ersparnis: Kostenfalle Wärmedämmung - Immobilien - Finanzen - Wirtschaftswoche
    Styropor-Platten in Fassaden: Wärmedämmung kann Hausbrände verschlimmern - SPIEGEL ONLINE
  9. #9

    Gute Lobbyarbeit

    Meine Nachbarn sind auch gerade dabei, ihr Haus mit Plastik zu verpacken. Ich beobachte das mit Sorge und Mitleid für die Armen. Das ist wirklich keine kleine Investition, die da getätigt wird und das Geld hätte man genau so gut gleich verbrennen können. Sollte es mal zu einem Brand kommen, sind diese Styropor-Dämmplatten der ideale Brandbeschleuniger. Das wurde vor einiger Zeit im Rahmen einer Versuchsanordnung eindrucksvoll dargestellt. Nach wenigen Minuten entwickelte sich das Feuer zum reinsten Inferno. Der Putz des Wärmeverbundsystems ist voll von toxischen Chemikalien, die nach und nach durch die Witterung freigesetzt werden und das Erdreich kontaminieren. Sind diese Stoffe dann ausgewaschen, was nach wenigen Jahren der Fall ist, dann leidet die Optik der Fassade. Witzigerweise sind nämlich kurz nach Ablauf der Gewährleistungspflicht u.a. die Fungizide nicht mehr in ausreichender Konzentration vorhanden, sodass sich ein hübscher Belag ansiedelt. Das Häusele sieht dann so hübsch aus, wie ein sozialistischer Plattenbau. Vorher dürfte man aber einen aussichtlosen Kampf gegen den Schimmel im Haus bestreiten, denn dummerweise setzt sich gern Feuchtigkeit in der Zwischenschicht der Dämmung ab. Diese Probleme bestehen selbst, wenn man das Glück hat eine Firma zu erwischen, die wirklich weiss, was sie da tut. Dieser "Dämmwahn" ist der größte bau- und umwelttechnische Unsinn der letzten Jahre. Mein Beileid für jeden, der sich ja sprichwörtlich "über's Ohr hauen" lassen hat. ;-)








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