Forum


 

Endliche Ölreserven: Apokalypse irgendwann

DPAWie lange reicht das Öl? In Wien trafen sich Weltuntergangspropheten, um über das nahende Ende der Vorräte zu spekulieren. Doch die Wirklichkeit ist deutlich komplizierter als die Theorien der "Peakniks".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...836559,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie lange reicht das Öl?
    Es ist ganz einfach: Peakoil ist, wenn der Ölpreis immer weiter steigt. In den letzten Tagen ist er kräftig gefallen, was den Förderern gar nicht gefällt und manchen in Schwierigkeiten bringen kann. Das ist aber von kurzer Dauer. Die langfristige Tendenz ist steigend. Wichtiger als die Fördermengen sind die Förderkosten, auch im Verhältnis zu möglichen Alternativen.
  2. #2

    Peak-Dummheit

    Diverse 'Peaks' hat man in den 70'ner für das Jahr 2000 vorhergesagt, was sich im Jahr 2012 als Fehleinschätzung herausgestellt hat. Die Energiereserven sind eher größer geworden(Erdgas).

    Lasst sie reden, aber hört nicht auf sie!
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ingenieure setzen das sogenannte Fracking, das bislang nur für die Gasproduktion genutzt wurde, nun auch zur besseren Ausbeutung von Ölquellen ein:

    Wie Untergangspropheten in Wien das Ende der Ölvorräte prophezeien - SPIEGEL ONLINE
    Diese Behauptung ist, wie soviele, die mit "Fracking" in Verbindung stehen, Unsinn. Hydraulic Fracturing wird schon seit Jahrzehnten auch in Erdöllagerstätten zur Optimierung der Förderung eingesetzt. Z.B. seit 1957 bei unseren Nachbarn in Österreich: http://oilshow.org/2003/paper/29.pdf

    Auch in Russland wird es sowohl in Öl- als auch in Gaslagerstätten seit Jahren eingesetzt: SPE 114876 - Evolution of Hydraulic Fracturing in Russia (Russian) - Halliburton

    In den Fokus ist das Verfahren, dass auch bei uns schon seit über 50 Jahen Anwendung findet, erst durch den reißerischen "Dokumentarfilm" "Gasland" geraten, dessen Macher mittleerweile eingestehen musste, dass er bezüglich der brennenden Wasserhähne verschwiegen hatte, dass diese schon vor der Gasförderung aufgrund natürlicher Methanzutritte entzündbar waren: Gasland director Josh Fox admits hiding facts from film audience

    Weiterhin gab es in Texas diesbezüglich auch eine Verurteilung wegen Betruges: Owner Of Contaminated Water Well In Parker County Texas Loses In Court-Burning Water Video Ruled A Scam - Drilling Ahead

    Sicherlich gibt es durch den Gasboom in den USA auch Umweltprobleme, nur gibt es keinen Beweis sondern nur Mutmaßungen, dass Hydraulic Fracturing dafür verantwortlich ist, was leider von den meisten Medien und von den einheimischen BI ignoriert wird.
  4. #4

    USA sind der schnellstwachsende Ölproduzent

    Quasi über Nacht wurden die USA vom weltgrößtem Ölimporteur zur Ölexportnation. Die Pipeline, die einst importiertes Öl vom Atlantik nach Chicago brachte, funktioniert heute in umgekehrter Richtung. Der Ölpreis innerhalb USA ist stark gefallen, doch Exportpreise bleiben weltweit dieselben. Von Peakoil keine Rede.
  5. #5

    Zitat von dunnhaupt Beitrag anzeigen
    Quasi über Nacht wurden die USA vom weltgrößtem Ölimporteur zur Ölexportnation. Die Pipeline, die einst importiertes Öl vom Atlantik nach Chicago brachte, funktioniert heute in umgekehrter Richtung. Der Ölpreis innerhalb USA ist stark gefallen, doch Exportpreise bleiben weltweit dieselben. Von Peakoil keine Rede.
    Haben Sie dafür eine Quelle? Also, dass sie sich von Gasimporten unabhängig gemacht haben, stimmt. Aber dass das auf Öl zutreffen soll, wäre mir neu.
  6. #6

    Unsinn...

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Es ist ganz einfach: Peakoil ist, wenn der Ölpreis immer weiter steigt. In den letzten Tagen ist er kräftig gefallen, was den Förderern gar nicht gefällt und manchen in Schwierigkeiten bringen kann. Das ist aber von kurzer Dauer. Die langfristige Tendenz ist steigend. Wichtiger als die Fördermengen sind die Förderkosten, auch im Verhältnis zu möglichen Alternativen.
    ...der Preis wird aus Angebot und Nachfrage gebildet. Mit der tatsächlichen Mengen des zu fördernden Öls hat der so gar nichts zu tun.
  7. #7

    Tja, und auch in den Beiträgen zum Forum, wieder der Streit, wer wieviel Öl hat und wie lange es reicht, oder nicht, und überhaupt steigt doch das Energieangebot noch, oder auch nicht.

    Vollkommen irrelevant, wie auch die Meinung des Professors im Artikel.
    Tatsache ist doch, dass Öl und Erdgas "eines Tages" zur Neige gehen werden.

    Man kann daher doch nur froh sein in einem Land zu leben, dass sich bereits jetzt, wo wir noch einigermaßen wirtschaftlich dazu in der Lage sind, auf Energieformen umsteigen, die uns "eines Tages" von schwindenden Reserveren und Energieträgerlieferungen aus dem Ausland unabhängig machen.

    Nun muss man im Forum nur nach auf das Auftauchen der Atom-Lobbyisten, der Verfechter des aus dem Erdmantel nachwachsenden Öls und der Klimaleugner warten.
  8. #8

    Der bessere Kunde

    Zitat von uezegei Beitrag anzeigen
    Man kann daher doch nur froh sein in einem Land zu leben, dass sich bereits jetzt, wo wir noch einigermaßen wirtschaftlich dazu in der Lage sind, auf Energieformen umsteigen, die uns "eines Tages" von schwindenden Reserveren und Energieträgerlieferungen aus dem Ausland unabhängig machen.
    Klar ist es besser, wenn man auf erneuerbare Energien setzt, die auch innerhalb des eigenes Hoheitsgebietes erzeugt werden können. Aber Sie vergessen, daß uns Öl und Gas niemals ausgehen werden. Warum? Weil sich Schwellenländer die Preise, die wir heute oder vielleicht in Zukunft für Öl und Gas zu zahlen bereit sind, niemals leisten können.

    Es wäre daher angezeigt, doch eher gelassen einer "Apokalypse irgendwann" entgegenzusehen.
  9. #9

    Selbst wenn es stimmen sollte,

    dass Erdöl in größeren Mengen als bisher geschätzt vorhanden ist bzw. abbaubar wäre, würde es von einer abgrundtiefen Dum.... -
    Nein! Höflicher formuliert: ... würde es nicht gerade von überragender Intelligenz und Klugheit zeugen, weiterhin so verschwenderisch mit diesem Rohstoff umzugehen.
    Wer von all den Spaßbürgern weiß denn - oder will daran denken -, dass der größte Teil der heutigen Düngemittel produziert wird aus ...
    ... Erdöl?
    Und was wird passieren, wenn es da zu größeren Schwierigkeiten kommen wird?
    Und das ist nur EIN EINZIGER Aspekt des Themas!!!








TOP



TOP