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Ende einer Städtepartnerschaft: Die Europa-Monster aus Bishop's Stortford

Zum Teufel mit Europa: 46 Jahre bestand die Partnerschaft des englischen Städtchens Bishop's Stortford mit dem deutschen Friedberg und Villieurs-sur-Marne in Frankreich. Doch der Bürgermeister, wie Premier Cameron ein Tory,*hat die Freundschaft aufgekündigt. Der Brief war nur eine Seite lang.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...803982,00.html
  1. #90

    natuerlich .............

    Zitat von BeBeEli Beitrag anzeigen
    Der gute Bürgermeister von Stortford nimmt die Sache, wie sie nun einmal ist. Diese gegenseitigen Besuche beschränken sich meist auf ältere Semester. Denn den jüngeren bringen sie nichts, vor allem keine Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse. Zudem ist Europa schlicht und einfach langweilig. Die Zukunft spielt sich in Asien ab, insbesondere in China. Das ist doch öde: die gegenseitigen Delegationen verbringen die Besuchstage mit der Besichtigung von Kläranlagen, einem gemeinsamen Essen mit Reden, wieder Besichtigung, vielleicht eines Kindergartens und wieder ein offizielles Essen.
    ist das so, wie beschrieben. aber ist das grund genug eine solche "freundschaft", die wohl nie so richtig eine freundschaft war, auf zu kuendigen ?

    eigendlich nicht. man haette, wenn man denn gewollt haette, das ganze auch langsam im sande verlaufen lassen koennen.
  2. #91

    england

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zum Teufel mit Europa: 46 Jahre bestand die Partnerschaft des englischen Städtchens Bishop's Stortford mit dem deutschen Friedberg und Villieurs-sur-Marne in Frankreich. Doch der Bürgermeister, wie Premier Cameron ein Tory,*hat die Freundschaft aufgekündigt. Der Brief war nur eine Seite lang.

    Ende einer Städtepartnerschaft: Die Europa-Monster aus Bishop's Stortford - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    so sind´s halt, eg rabatt einstreichen bis zum sankt nimmersleintag
    etc
  3. #92

    Ah ja...

    Zitat von every_day Beitrag anzeigen
    Was Sie als Isolation bezeichnen nennen andere Unabhängigkeit. Ich bin auch für Unabhängigkeit und der Bremsklotz ist Europa samt Euro.
    Soll doch jeder machen was er für richtig hält. Warum muss man sich denn immer gegenseitig reglementieren und behindern und den Zustand noch als "Europa" feiern.
    Ich finde es gut wenn dieses unsägliche Europa den Bach hinuntergeht und jeder wieder frei handeln kann, ohne bei anderen fragen zu müssen ob denen das bitte sehr auch genehm erscheint.
    jetzt ist also ewig gestriges nationalistisches Verhalten aus Trotz mit propagandistischem Hauch auf Drängen des Wirtschaftssektors ein unabhängiges Verhalten? Interessant. Wer macht sich denn seit einer Dekade schon immer zum Depp für die ehemalige Kolonie in Übersee? Die britische Regierung ist doch schon seit Blair munter dabei bei Äußerungen der Amerikaner Gewehr bei Fuß zu stehen.

    Wem allerdings dann die ehemaligen Kolonien noch näher stehen als die nächsten Nachbarn in einem geeinten Europa, der wirft die Lehren und Annäherungen der Völker Europas der letzten 65 Jahre mal eben auf den Haufen der Geschichte. Schließlich muss man ja mit irgendwelchen platten und chauvinistischen Ressentiments die Reihen in der gespaltenen Bevölkerung kitten, damit der Angloamerikanische Kapitalismus weiterhin die "Pommesbude mit Wettbüro" in der Londoner City am Laufen halte. Die Frage ist nur, was machen die Briten, wenn die Bevölkerung in einem Jahr noch heftiger Sturm läuft, weil diese Propaganda nicht mehr fruchtet, die Menschen da wieder aufwachen, da sie merken, das Europa und die EU eigentlich nichts mit ihren Problemen zu tun haben, das Resteuropa sich allerdings ohne die Briten neu formiert hat?

    Manche Dinge sollte man eben schon beim Namen benennen und der britische Weg heißt derzeit Isolation im Bezug auf Europa. Im Grunde aber eben auch ein logischer Schritt, da man sich der Wall Street und der Idee des Kapitalismus näher fühlt als Europa und der europäischen Idee.
  4. #93

    Glaube...

    Zitat von Montanabear Beitrag anzeigen
    Nicht alle Briten; dieser Buergermeister scheint ein Extremfall zu sein. Seine Generation hat es nie ueberwunden, dass es Deutschland besser ging, obwohl sie doch den Krieg verloren hatten.
    Zum Glueck ist er nur eine geringe Minderheit, die so extrem reagiert. Was die Regierung angeht, so scheint sie sich mehr nach Westen zu orientieren, den Unkenrufen folgend, die Schlimmes fuer die EU voraussagen. Ihre Politik besteht seit Langem darin, sich rechtzeitig auf die Seite des Staerkeren zu schlagen.
    ich auch nicht. Generell halte ich viel von den Briten, aber von deren politischer Administration halte ich im Gegensatz zu diesen gar nichts. Und diese ist natürlich darauf erpicht zum Wohl des anglo-amerikanischen Kapitalismus ihre anti-europäische Politik durch die Partei bis zum kleinen Mann zu verbreiten. Ich hoffe ja, die Bevölkerung reagiert entsprechend. Zumindest der Koalitionspartner macht ja schon Gegenwind, genauso wie die Labour-Partei mal wieder. Die scheinen ja den Tony allmählich ausgetrieben zu haben, der sich ja nach wie vor für den Tollsten hält.
  5. #94

    Ist aber doch ein Unterschied...

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Ein Landkreis hier in der Nähe hatte auch vor einigen Jahren schon eine Jahrzehntelange Partnerschaft mit einer englischen Graftschaft beendet.

    Hat keinen Menschen interessiert und von Europafeindlichkeit war auch nie die Rede. Das Konzept hatte sich einfach überlebt, genau wie im Artikel vom Bürgermeister beschrieben.
    ob man einfach mal irgendwann zu einem derartigen Ergebnis kam - was ich persönlich traurig finde, denn warum hat man nichts daran gesetzt diese Partnerschaften wiederzubeleben - oder ob man sich damit als Bürgermeister, der auch Mitglied der Regierungspartei ist, propagandistisch profilieren will und damit eine anscheinend eine Politisierung dieser einfachen Aufkündigung gewünscht ist.
  6. #95

    Es ist diese distanziert-kritische Schrulligkeit ...

    ... wofuer ich die Briten mag und schaetze. Nicht unbedingt alle Inhalte, aber doch dieses anderssein und -wollen.
    Und, ja, ich finde die konservative Draufsicht von Briten auf die sog. "EU" erfrischend.
    Wie gesagt, ich finde nicht alle Positionen prima, und was sie dazu u.wie sie es sagen, aber sie zeigen mir, dass sie nicht bereit sind, jeden, auch Freiheit und Souveraenitaet entziehen wollenden, "EU"-Schwurbel mitmachen zu wollen.
    Da jedenfalls stimme ich mit den Tory's ueberein.

    Und was das Kuendigen der Partnerstadtvertraege angeht; was soll's.
    Nur auf dem Papier stehend, ist es wertlos. Und fuer diejenigen, die die Partnerschaft pflegen wollen, ist doch nun "jetzt erst recht" entscheidend.
  7. #96

    Der General hat in keinem Punkt recht

    Zitat von Flufwuppich Beitrag anzeigen
    Hat der General nun einmal in allen Punkten Recht!
    gehen wir mal auf Ende Nov. zurueck. PM Cameron gab, ungefragt, seine Meinung und Ratschlaege zu Verhandlungen, an denen er nicht beteiligt war (Euro-Zone) zum Besten. Irgendwann platzte Sarko der Kragen und er wurde deutlich. Im Klartext er raunzte Cameron an, halts Maul.

    An dem Donnerstag verlangte Cameron Bestandschutz fuer seine Londoner Zockerbude, war uebrigends nicht Bestandteil der Gespraeche. Als das im verweigert wurde, nicht nur von D., sondern von allen Anwesenden, zog er die grosse Show ab. Er verliess als angeblich Beleidigter mit trotzigem well, dann machst mal gut, die Verhandlungen. In GB liess er sich dann dafuer feiern, dass er, angeblich, die britischen Interessen standhaft verteidigt habe. Um die ging es aber nicht, ebenfalls hat niemandeinen britischen Beitrag zur Euro-Rettung verlangt.
    Fazit: Grosse Show fuers heimatliche Publikum.
  8. #97

    Konservative in England...

    .... sind wie überall in der Welt einfach die schlechteren Menschen. Das geben sie ja selber zu, in dem sei Leute, die anders sind wie sie, Gutmenschen nennen. Und am Ende stehen sie noch nicht mal zu dem Mist, den sie verbocken. Egal, ob sie Guttenberg und Wulff heißen oder Bürgermeister eines Kuhkaffs in England sind. Also dann doch lieber Gutmensch, würde ich sagen.
  9. #98

    Spiegelbild Europas schlimmster Geister

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zum Teufel mit Europa: 46 Jahre bestand die Partnerschaft des englischen Städtchens Bishop's Stortford mit dem deutschen Friedberg und Villieurs-sur-Marne in Frankreich. Doch der Bürgermeister, wie Premier Cameron ein Tory,*hat die Freundschaft aufgekündigt. Der Brief war nur eine Seite lang.

    Ende einer Städtepartnerschaft: Die Europa-Monster aus Bishop's Stortford - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Der ganze Vorgang ist m.E. absolut typisch für Europa:
    ein paar Leute zündeln, dem folgen ein paar Eiferer, und - kurze Zeit später kriechen die schlimmsten Ratten aus allen Löchern, daraus entsteht ein Lauffeuer, das alles jahrelang mühsam Erarbeitete verschlingt.

    Europa zerstört sich selbst regelmäßig, das ist quasi zum modus vivendi geworden. Auch wenn dies sich verrückt anhört, ich will nicht darauf wetten, dass es in Europa nie wieder Krieg gibt, trotz der EU.

    Traurig. Aber wahr.
  10. #99

    Freundschaft kuendigen ist etwas anderes

    Zitat von e_n_2009 Beitrag anzeigen
    Man hat in UK schon vor der Einfuehrung des Euro gesagt, dass es hierbei erstaunliche Risiken gebe, was sich jetzt bewahrheitet hat. Ich glaube z.B. nicht, dass Griechenland zur Demokratie zurueckfinden wird. Aehnliche Probleme sehe ich in Italien. Die Beissreflexe aus Frankreich sind ebenfalls bedenklich. UK hatte bisher mit diesen Problemen recht wenig zu tun (nicht, dass es hier keine gaebe, es gibt hier sehr viele Probleme) und kann hierzu die Eurokraten aus Bruessel nicht wirklich gebrauchen. Bruessel wird hier als undemokratisch, korrupt und chauvinistisch gesehen. England will - als eine Nation der Haendler und des Handels - eine Handelsunion in Europa. Das ist ein sehr grosses Bekenntnis zu Europa. Wenn man sich aber nicht dem Diktat der Ungewaehlten aus Bruessel unterwerfen will, so sehe ich das eher als Selbsterhaltungstrieb.
    Jedermann gibt heute zu dass die Englaender recht hatten, sie hatten vermutlich eine bessere Einsicht in die Mentalitaet der Griechen usw.
    Das hat aber mit der Kuendigung der Freundschaft unter Ortschaften wenig zu tun.

    Bruessel - was ganz anderes, EU hat nichts mit Freundschaft unter Orten zu tun. Handelsbeziehungen? Ich glaube nicht dass es in diesem Ort eine einzige produzierende Industrie gibt.

    Ehrlicherweise haette Mayor Wyllie schon vor der Eurokrise diesen Schritt unternehmen sollen mit den erhlichen Worten: dieses Verhaeltnis ist eine Heuchelei und Zeitverschwendung und alle waeren zufrieden gewesen.
    Denn es ist immer besser ein ehrlicher Mensch zu sein als ein Scheinheiliger.

    Schlechte Zeitwahl - Mayor Wyllie. Dennoch, 'Honesty is the best policy.'








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