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Ende des Ehrenamt-Prinzips: NRW-Spitzenkandidat fordert Gehalt für Oberpiraten

dapdDie Piraten in NRW sind im Wahlkampf auf jedes Mitglied angewiesen. Doch Spitzenkandidat Joachim Paul provoziert jetzt mit einem Vorstoß Unmut an der Basis: Der 53-Jährige fordert nach SPIEGEL-Informationen das Aus für die Ehrenamtkultur im Bundesvorstand. Er will feste Gehälter für Oberpiraten.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...826014,00.html
  1. #40

    Zitat von Izmir.Übül Beitrag anzeigen
    Die GRÜNEN sind längst von einer ehemals ökologisch-friedensbewegten Protestpartei zur opportunistischen Lobby der Besseralimentierten des Öffentlich-Höheren Dienstes mutiert, also zu so einer Art alternativen FDP für gutsituierte, saturierte Gymnasial- & Hochschullehrer mit Solarzellen auf dem Dach, die via EEG auf Kosten der Allgemeinheit der Stromkunden eine weit überdurchschnittliche Rendite abwerfen. Ich denke, in diese Richtung werden sich die Piraten à la longue auch entwickeln, nur mit einem höheren Anteil an Freiberuflern.
    He, aber die GRÜNEN waren bei jüngsten Erhebungen die einzige Partei, in der es mehr Steuerzahler als Leistungsempfänger gibt. Und der Anteil der Selbstständigen unter ihren Wähler ist auch weit überdurchschnittlich. Transparenz bei Nebeneinkünften, schärfere Regelungen bei Parteispenden und -sponsoring, mehr direkte Demokratie und alle diese Dinge gibt´s da auch im Programm. Jetztlich wird bei den Piraten auch von den Medien vieles als neu verkauft, was bei den anderen Parteien schon lange (aber mit mäßigem Interesse beim Wähler) läuft (Online-Stream von Parteitagen mit Kommentarfunktion, Forum zu Wahlprogrammen...)
  2. #41

    Zitat von kritikus_49 Beitrag anzeigen
    Gehalt für Piraten. Ein sehr vernünftiger Vorschlag, der uns deutlich macht, dass es auch den Piraten eben einfach nur um das eigene Wohlergehen geht. Gehalt für alle, so wie in Griechenland. Warum nicht. Was woher kommt und wie bezahlt werden soll? Wissen wir auch nicht, wir sind ja erst mal am Anfang unserer auf Kosten der Gemeinschaft geplanten Politpiraterie.

    Unser Bundesvorsitzender arbeitet neben seinem Vollzeitjob als Bioinformatiker etwa 20-30 Stunden die Woche für die Partei, kommt also locker auf eine Arbeitsbelastung von bis zu 70 Stunden. Ich als Basispirat hätte daher keinerlei Probleme damit, wenn er für diese Arbeit auch bezahlt wird. Wo ist das Problem, und was hat das mit Griechenland zu tun?
  3. #42

    Schau an, ein Romantiker

    Zitat von tetaro Beitrag anzeigen
    Dann haben wir am Ende eine Partei mehr wie alle anderen. Ich denke, dafür braucht man die Piraten nicht. Aber so ging es ja auch den Grünen und allen anderen.
    Sie würden demnach vollzeit unbezahlt arbeiten und große Teile Ihrer Freizeit ebenso unentgeltlich der Politik opfern? Wie edel.
  4. #43

    Toll!

    Zitat von Bezahler Beitrag anzeigen
    Ja genau. Sofortige Einführung des Grundgehaltes für alle! Dann braucht ja eigentlich gar kein Politiker mehr Bezüge,da vortrefflich abgesichert. Na wenn das nicht gerecht ist, was den dann?
    Sachbezogene Aufwendungen können ja per Beleg erstattet werden.
    Guter Gedanke! Wär ich sofort mit einverstanden! Wenn Politik kein Geschäft mehr ist, werden vielleicht die Interessen der Allgemeinheit vertreten.
  5. #44

    Ernähren ...

    wir nicht schon genug Politiker ?
  6. #45

    Zitat von Bezahler Beitrag anzeigen
    Ja genau. Sofortige Einführung des Grundgehaltes für alle! Dann braucht ja eigentlich gar kein Politiker mehr Bezüge,da vortrefflich abgesichert. Na wenn das nicht gerecht ist, was denn dann? Sachbezogene Aufwendungen können ja per Beleg erstattet werden.
    Gut überlegt ist halb bezahlt.
  7. #46

    Festgehalt - ja - aber...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Piraten in NRW sind im Wahlkampf auf jedes Mitglied angewiesen. Doch Spitzenkandidat Joachim Paul provoziert jetzt mit einem Vorstoß Unmut an der Basis: Der 53-Jährige fordert nach SPIEGEL-Informationen das Aus für die Ehrenamtkultur im Bundesvorstand. Er will feste Gehälter für Oberpiraten.

    Ende des Ehrenamt-Prinzips: NRW-Spitzenkandidat fordert Gehalt für Oberpiraten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    .... nur, falls die Oberpiraten wirtschaftlich darauf angewiesen sind!
    Wer seinen Beruf weiter ausübt und es nebenbei schafft, bzw. wer so gut organisiert ist, der muss die Partei nicht um Geld bitten.

    Gerade die jetztigen Listenkandidaten sind ja wirtschaftlich nicht gerade bedürftig.... - nur - ich fürchte, sie verwechseln schon wieder Idealismus mit materiellem Habitus.

    Dann sollten sie lieber in ihren Jobs bleiben, an der Basis arbeiten - so sie wollen - und anderen die Mandate lassen - ich bin überzeugt es gibt sehr viele Piraten, die würden für 2000 Euro ein Mandat bekleiden, den Rest für soziale Projekte spenden und wären nicht minder intelligent und politisch effizient, als die sich jetzt schon wieder nach vorne boxenden Blender.

    Piraten zur See und an Land, bekämpft, fern und im Vaterland! | oberham
  8. #47

    Zitat von Despair Beitrag anzeigen
    Und wer soll dann für die Aufwendungen aufkommen? Steuern werden dann ja kaum mehr fließen - denn wenn man nicht arbeiten muss, warum sollte man es dann noch machen? Und jetzt kommen Sie nicht mit Spaß oder Selbstverwirklichung - diejenigen die das vielleicht am Anfang noch machen würde wollen werden auch nach kurzer Zeit aufhören wenn sie merken, dass sie die einzigen sind die noch Arbeiten ...
    ach herrje... immer wieder das selbe gewäsch...

    wer mit 800-900€ im monat zufrieden ist... ja möglich... aber davon kann man sich kein eigenes haus, kein auto, keinen schicken großen fernseher, keinen tollen urlaub und ne ganze menge anderer sachen auch nciht leisten... wer das alles möchte muss wohl oder übel doch noch arbeiten gehen... und wird dann auch noch steuern bezahlen...

    der tatsächliche effekt wäre: lohndumping wäre in der bisherigen art nicht mehr möglich... weil die sanktionierungsmöglichkeiten fehlen würden... es müssten endlich gerechte löhne gezahlt werden... womit ja auch wieder die steuereinnahmen steigen würden... das einzige was wirklich weniger werden würde... wären die gewinne der unternehmen... auf welche diese ja eh meist durch außerordentlich fähige buchhalter kaum oder wenig steuern zahlen... im prinzip würde es tatsächlich eine umverteilung von oben nach unten bedeuten... das jetzige "sozial"system verteilt andersrum...

    ich war selber 2,5 jahre im status eines hartz4-empfängers... hab mir nach nem halben jahr nen 1€-job gesucht weil ich es nicht mehr ausgehalten habe den ganzen tag nur zu hause rumzuhängen... ich verdiene jetzt in etwas so viel wie es bei dem BGE drauf hinauslaufen würde... und ich würde meinen job trotzdem weitermachen...

    klar... der einzelfall... nicht wirklich... ich hab in dieser zeit einige arbeitswillige "hartzer" kennen gelernt... denen es aber einfach schlicht an qualifikationen mangelt... oder die aus anderen umständen für den arbeitsmarkt ungeeignet sind... die meisten können damit nur schwer umgehen "nutzlos" zu sein, viele würden sich auch ehrenamtlich engagieren, was in den meisten fällen aber verboten ist... man muss ja seine arbeitskraft bereit halten... die bei manchen nicht mal für nen 1€-job ausreicht...
  9. #48

    Lustig ...

    ... ist das Piratenleben :-))

    Mal sehen, ob die Piraten den NRW-Wahlkampf überhaupt noch erleben, oder ob die sich vorher gegenseitig zerfleischt haben.

    Ich wähle sie trotzdem. Die bringen wenigstens Leben in die Bude ...
  10. #49

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er will feste Gehälter für Oberpiraten.
    Wenn seine Arbeit für die Piraten seine reguläre Arbeit konkurrenziert und er auf das Gehalt angewiesen ist, finde ich eine grosszügige Apanage richtig.








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