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Ende der Drogeriekette: Schlecker-Frauen sollen bei McDonald's und Amazon anheuern

dapdDie Schlecker-Gläubiger haben die Zerschlagung des Handelskonzern endgültig abgesegnet, jetzt sucht die Bundesagentur für Arbeit neue Jobs für die entlassenen Mitarbeiter. Sie sollen unter anderem bei McDonald's, Lidl und Amazon unterkommen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...837111,00.html
  1. #30

    Kommt darauf an...

    ... was man unter "Sozialer Marktwirtschaft" verstehen möchte.

    Zitiat aus dem Artikel: ... Die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Ver.di, Leni Breymaier, sagte: "Was hier passiert, ist eine Katastrophe für die Schlecker-Frauen und eine Schande für die soziale Marktwirtschaft." ...
    Ein Vorwurf an die Politik oder gar die FDP scheint mir hier nicht angebracht zu sein. Allerdings, so vermute ich, könnte die Kritik von Frau Breymaier so gemeint sein.

    Derjenige, der sich nicht nach den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft verhalten hat, ist in diesem Fall der Unternehmer Schlecker, der seiner sozialen Verantwortung für seine Angestellten nicht nachkommen wollte oder konnte.

    Dort, wo sich der Staat aus unternehmerischem Handeln heraushalten soll - und das hat seine guten Gründe - ist ausschließlich der Unternehmer für Erfolg und Misserfolg verantwortlich.
    Der Steuerzahler muss ohnehin in die Tasche greifen, oder wer bezahlt das Geld für Arbeitslosengeld oder die Leistung der Arbeitsämter?
  2. #31

    Pullover

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Schlecker-Gläubiger haben die Zerschlagung des Handelskonzern endgültig abgesegnet, jetzt sucht die Bundesagentur für Arbeit neue Jobs für die entlassenen Mitarbeiter. Sie sollen unter anderem bei McDonald's, Lidl und Amazon unterkommen.

    Schlecker-Mitarbeiter sollen bei McDonald's und Amazon arbeiten - SPIEGEL ONLINE
    Die Anspruchshaltung, die hier seitens der Ex-Schlecker-Leute
    unterstützt von übereifrigen Gewerkschaften an den Tag gelegt wird,
    ist schon bemerkenswert. Natürlich ist
    es kein Spaß, seinen Job zu verlieren. Andererseits ist die
    Erwartung, der Staat (sprich: wir alle) möge das
    Unternehmen gegen den Markt (sprich: uns alle) künstlich am
    Leben erhalten oder aber für Ersatzarbeitsplätze mit guter Bezahlung,
    9-to-5-Arbeitszeiten usw. sorgen, ganz schön realitätsfremd.
    Man möge sich doch bitte mal vergegenwärtigen, dass es sich
    bei den Schlecker-MitarbeiterInnen überwiegend um Arbeitnehmer
    mit dem Qualifikationsniveau eines Wollpullovers handelt.
    Wer vor diesem Hintergrund sein schweres Los, das Versagen
    der Politik und die allgemeine Schlechtigkeit der Welt beklagt, sollte
    sich evtl. einmal fragen, woher das schwere Standing am
    Arbeitsmarkt wohl rühren könnte. Ohne komplett verallgemeinern
    zu wollen hält sich mein Mitleid mit Leuten, die in der Vergangenheit
    es nicht für nötig befanden, an Ihrem Marktwert als Arbeitnehmer
    selbst Hand anzulegen, ziemlich in Grenzen...
  3. #32

    CDU und FDP schüren weiter soziales Ungleichgewicht

    Auf der neuen Internetseite Home*-*Make it in Germany wirbt die Bundesregierung für ausländische Fachkräfte - und schreibt gleich dazu wie wunderbar es wäre, wenn die auch gleich die Familie mitbringen.
    Natürlich bekommen die dann auch soziale Leistungen wie Kindergeld etc. Und die Aufenthaltserlaubnis wird nach nur drei Jahren Arbeit in Deutschland erteilt. Deutschkenntnisse? Nicht nötig, aber wäre nett.
    Und das nachzuweisende Einstiegsgehalt ist auch ein Witz. Wer prüft am Ende schon wirklich nach was die ausländische Fachkraft dann tatsächlich verdient. Es muß ja nur am Anfang so "hoch" sein.

    Es ist ja kein Geheimnis, dass durch diese Aktion die Löhne für Fachkräfte gedrückt werden. Jemand aus Asien oder Russland wird für weniger Lohn arbeiten um die Vorzüge des Sozialstaates zu genießen.
    Weiterer nachteil ist, dass die Fachkräfte dann in ihren eigenen Ländern fehlen.
    Wenn es denn wirklich Fachkräfte sind. Gerade ein asiatischer Lebenslauf ist doch kaum nachprüfbar. Wenn er billig ist kann das Unternehmen es versuchen. Und wenn sie erst mal in Deutschland sind, haben sie es geschafft. Dann zahlt am Ende - spätestens nach nur drei jahren Arbeit - eben der Staat für die Familie. Also auch für Kindergarten, Schule, ggf Uni etc.

    Außerdem wird auf der Internetseite mit vielen freien Stellen für Fachkräfte geworben. Jede Fachkraft die sich in letzter Zeit beworben hat weiß, dass Stellen einfach ausgeschrieben werden obwohl gar kein wirklicher Bedarf besteht. Einfach nur um ein paar Kontakte zu haben, die man dann mal anschreiben kann wenn doch mal was gesucht wird.

    Bei uns sind auch drei Ing-Jobs ausgeschrieben obwohl derzeit keiner gebraucht wird. Wir hatten einen Elektrotechnik-Ing hier letztes Jahr, der durfte nach 6 Monaten wieder gehen. Aber in der Zeit war er billig und hat an einem Projekt mitgearbeitet. Da war kurzfristig Bedarf.

    Dazu kommt, dass die Aufträge derzeit in allen Branchen zurückgehen. Die Unternehmen denken eher schon darüber nach Personal einzusparen.

    Und dann wirbt man Arbeitskräfte außerhalb der EU an? Die dann mit ihren Familien nach Deutschland ziehen? Das passt doch nicht.
  4. #33

    Was sind denn "Frauenarbeitsplätze" - Arbeitsplätze für Duckmäuschen?

    Dieser komische Begriff nervt - was soll das denn sein?
    Vielleicht wäre es eine gute Idee gewesen, Schleckerfilialen eben nicht primär durch Leute herunterwirtschaften zu lassen, die den technsichen und logistischen Fortschritt einfach nicht begreifen können.

    Verantwortlich für das Desaster ist zuallerletzt die FDP.
    Angenommen man hätte diese Transferschleckers aufgesetzt - um Gotteswillen!

    Dann wäre ja wohl klar, daß das der Beginn eines jahrelangen Schaukampfes geworden wäre. Wer ist der schänste, liebste, tollste Schleckerfrauen - Beschenker?
    Meine Güte ich sehe die Fotos fast: Gabriel beim Fototermin mit den Kittelschürzen-Grauschöpfchen. Endlos wäre das weitergepflegt worden, ein paa Milliöchen hier, ein paar da.
    Wozu?
    Für muffige Läden mit DDR-Flair, die nutzlosen Tand in Pappschachteln verhökern. Einzelhandel ist ein extrem schwieriges Geschäft.
    Das Schleckerkonzept ist tot, dagegen hilft kein Bitten und Jammern und auch keine Hilfe des Staates.
    Wer den Kolleginnen helfen will, der statte generell die Jobcenter so aus, daß sie älteren arbeitssuchenden Damen individuell zugeschnittene Unterstützungsprogramme anbieten können wo das bisher nicht langt.

    Übrigens:

    Ich weine Schlecker sowieso keine Träne nach, seit Jahren wurde andauernd berichtet, wie unangenehm Schlecker als Arbeitgeber auftritt.
  5. #34

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Die F.D.P. hat sich gegen eine Auffanggesellschaft gestreubt und sie verhindert. Es ist davon auszugehen, dass mit Auffanggesellschaft sich ein Investor gefunden hätte, der Schlecker übernommen hätte. So hätte, mindestens ein Teil der Arbeitsplätze gerettet werden können. So fallen die Verkäuferinnen, die meisten sind älter als 40 Jahre, in Hartz IV. Also zahlt mal wieder alles der Steuerzahler ! Da kann ich nur sagen: Bravo F.D.P. !!! Gewinne werden privatisiert und Verluste dem Steuerzahler aufgebürdet. Es wird Zeit, dass diese inkompetente Boy-Group von der politischen Bühne verschwindet.
    Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie neue Arbeitsplätze finden. Da sie
    1. verstreut über ganz Deutschland sind
    2. gezeigt haben, dass sie sehr leidensfähig sind und immer noch ihren Laden hochloben, obwohl es nachgewiesen wurde, dass vieles im Argen lag.
    Am Ende ist es billiger als die Auffanggesellschaft für den Steuerzahler wahrscheinlich.

    Gäbe es neben Schlecker keine anderen Geschäft mit dem Angebot in unmittelbarer Nähe, hätte die Politik eher geholfen. Hier lag es schlicht daran, dass Schlecker nicht fähig war ein gutes Image wieder aufzubauen und es bessere Konkurrenz gibt.
  6. #35

    ich brauche auch Hilfe

    Hey, ich habe folgendes Problem. Ich habe mal einen guten Job gemacht, viele Jahre. Die Konkurrenz habe ich nicht beachtet, wozu auch. Nun hat mich eben diese Konkurrenz überholt und ich stehe dumm da. Fortbildung habe ich nicht gemacht, Geld gespart auch nicht. Darf ich nun auf Staatshilfe hoffen oder wird mich meine Ignoranz der Realität einholen?
  7. #36

    Schlecker

    Zitat von Humboldt Beitrag anzeigen
    Das ist doch mal so 'ne richtige FDP-Lösung! Langgediente Verkäuferinnen beim Prekariatbräter! TOLL!
    Schlecker war das nicht dieser üble Ausbeuterladen ohne Telefon etc. und jetzt sind es auf einmal super Arbeitsplätze top ausgebildeter Verkäuferinnen mit überdurchschnittlichem Einkommen für die MacDonalds natürlich gar nicht geht
  8. #37

    jajaja

    Zitat von meinemeinung77 Beitrag anzeigen
    ...also da bin ich sprachlos !!!! Was für ein Pseudo-politischer Mühl.

    Ist nicht jeder für sich selbst verantwortlich? Es gibt Länder, da gibts kein Hartz4 & Co...und dann.....da knallts auch nicht. Da gehen die Leute Arbeiten und ernähren sich auch irgendwie.

    Ohne Arbeit ....
    Und jeder ist seine Glückes Schmied und wer Arbeit sucht der findet auch. Die Afrikaner schaffens ja auch ohne Hartz 4...rababerrababer
  9. #38

    Das halten die ohnehin nicht durch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Schlecker-Gläubiger haben die Zerschlagung des Handelskonzern endgültig abgesegnet, jetzt sucht die Bundesagentur für Arbeit neue Jobs für die entlassenen Mitarbeiter. Sie sollen unter anderem bei McDonald's, Lidl und Amazon unterkommen.

    Schlecker-Mitarbeiter sollen bei McDonald's und Amazon arbeiten - SPIEGEL ONLINE
    Da gibt es kein "Pläuschchen" an der Kasse mehr.... Spätestens nach einem Tag sitzen die beim Arzt mit "Rückenschmerzen"....
  10. #39

    Na Ja

    Zitat von abby_thur Beitrag anzeigen
    Es ist schon ein Unterschied, ob man von 10-20 im Laden ist oder von 20:30-6 Nachtschicht schiebt, wie bei McD üblich. .
    Naja das sind ja auch nur die 24/7 Läden in wenigen Zentren und Autobahnen.
    Die meisten MacDonalds schließen irgendwann am späten Abend und laufen in den Spätzeiten mit deutlich reduzierter Besatzung.
    Ich bin zwar kein McDonaldsfan aber dieses Herumgehacke auf McDonalds verstehe ich auch nicht wirklich.

    Glaubt hier jemand ernstlich, daß die Mitarbeiter in den anderen Imbißbuden im Umfeld der McDonalds-Branche besser dastehen?

    Insbesondere bei den Dönerbuden und Asiaketten arbeiten oft genug Frauen in Küche und Service, die allem Augenschein nach überhaupt keinen regulären Lohn beziehen!
    Leute - bisschen Blick für die Realitäten bitte!


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