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Ende der Drogeriekette: Schlecker-Frauen sollen bei McDonald's und Amazon anheuern

dapdDie Schlecker-Gläubiger haben die Zerschlagung des Handelskonzern endgültig abgesegnet, jetzt sucht die Bundesagentur für Arbeit neue Jobs für die entlassenen Mitarbeiter. Sie sollen unter anderem bei McDonald's, Lidl und Amazon unterkommen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...837111,00.html
  1. #130

    Anmerkung zum Thema gerechte Bezahlung

    Zitat von maf123sp Beitrag anzeigen
    Das Problem ist nur, wenn wir alle über-durchschnittlich verdienen wollen - also "Gutes Geld für Gute Arbeit" (auch für die Low-Performer) und wenn wir keine Billig Jobs wollen, und wenn wir alle genügend Urlaub haben wollen (also 25++ Tage) damit sich auch die Flugreise lohnt...

    dann
    - steht .....
    Was wollen Sie damit denn nun sagen?

    Das jemand der 40 Stunden und mehr einen Laden organisiert, bitte nicht 1500 Euro im Monat dafür bekommen soll, weil er in Ihren Augen ein "Low-Performer" ist?
    Von den Schlecker-Frauen haben (hier im Osten) nur die wenigsten 1300 Euro netto im Monat gehabt. Das war das Gehalt für einen Vollzeitjob. Dafür steht man in baden würtemberg nicht mal auf.

    DM zahlt seinen Mitarbeitern schon immer mehr als Schlecker,haben größere Läden, mehr Personal, zahlen Urlaubs-Weihnachtsgeld - aber komischerweise sind die nicht insolvent
    Merken Sie was? Die Schuld ist nicht das "überbezahlte" Personal, sondern die falsche Unternehmensführung.
  2. #131

    Zitat von Mr. Molz0r Beitrag anzeigen
    Es geht anderen Leuten genauso. Warum sollte Schlecker eine Extra-Wurst kriegen?
    Der Staat hat sich bei sowas rauszuhalten. Es gibt die Arbeitsagentur, die macht das gleiche, wie bei jedem anderen Menschen auch.
    Es soll sogar erlaubt sein, das die Betroffenen sich eigenständig einen Job suchen, der auf ihre persönliche Lebenssituation zugeschnitten ist.
    Hab' ich jedenfalls gehört.
  3. #132

    Transfer auf Kosten der Steuerzahler

    Zitat von maf123sp Beitrag anzeigen
    Im Falle Schlecker können wir ja mal rechnen:
    13000Angestellte wollen noch mindestens 6 Monate Abfindung. Bei einem angenommenen Monatsgehalt von 1500 und 30% AG Nebenkosten ergibt sich ein Betrag von 157.950.000EUR. Also Sozialer AG sollte man dies doch sofort zahlen - würden wir doch alle.
    ... was auch der Grund war, eine Transfergesellschaft zu fordern.
    Denn damit wären Abfindungen und Kündigungsklagen vom Tisch gewesen und der Steuerzahler wäre für die Schleckerfrauen aufgekommen statt dem zukünftigen Investor oder den Gläubigern!
    Peinlich, daß Ver.di bei diesem bösen Spiel ganz vorne dabei war!
  4. #133

    Danke für die Feststellung !

    Zitat von abby_thur Beitrag anzeigen
    Was wollen Sie damit denn nun sagen?

    Das jemand der 40 Stunden und mehr einen Laden organisiert, bitte nicht 1500 Euro im Monat dafür bekommen soll, weil er in Ihren Augen ein "Low-Performer" ist?
    Von den Schlecker-Frauen haben (hier im Osten) nur die wenigsten 1300 Euro netto im Monat gehabt. Das war das Gehalt für einen Vollzeitjob. Dafür steht man in baden würtemberg nicht mal auf.

    DM zahlt seinen Mitarbeitern schon immer mehr als Schlecker,haben größere Läden, mehr Personal, zahlen Urlaubs-Weihnachtsgeld - aber komischerweise sind die nicht insolvent
    Merken Sie was? Die Schuld ist nicht das "überbezahlte" Personal, sondern die falsche Unternehmensführung.
    Es hat den Anschein, dass eine Reihe von Foristen nicht verstehen können oder wollen (?), dass die Pleite der Fa. Schlecker Anton Schlecker zu verantworten hat. Er allein hat seinen "Laden" schlecht geführt. Im GG steht, dass Eigentum verpflichtet. Dieser Verpflichtung ist Anton Schlecker in keiner Weise nachgekommen.

    Was die Drogeriekette DM angeht, so ist die Philosophie der Geschäftsführung eine ganz andere. DM wird nicht nur auf einen möglichst hohen Gewinn geführt, sondern es spielt das Personal noch eine gewisse Rolle, ... und man sieht, dass das zu besseren Ergebnissen führt.
  5. #134

    Einig

    Zitat von Jule25 Beitrag anzeigen
    Ich helfe mal: Wahlen standen an und Gerhard Schröder brauchte Stimmen. Praktisch, dass Holzmann kurz vor der Pleite stand. Schröder hat zig Millionen in das Unternehmen gesteckt, wurde von der Presse gelobt, hat die Wahl gewonnen und Holzmann ist kurze zeit später trotzdem......
    Ich auch nicht. Da sind wir einer Meinung!
  6. #135

    Ursache und Wirkung

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Die Vermittlungswahrscheinlichkeit wäre höher gewesen, wegen Qualifizierungen, wegen der höheren Wahrscheinlichkeit einer Übernahme, da weniger Klagen. Eigentlich eine Milchmädchenrechnung.

    Und noch etwas: Nicht die Kunden haben entschieden, dass Schlecker pleite geht, sondern die Gläubiger. Kleiner, aber entscheidender Unterschied !
    Die Gläubiger haben entschieden, dem falschen Unternehmen Geld zu leihen.
    Das ist marktimanenntes Risiko. Deshalb haben die "Gläubiger" auch mehr zinsen für ihr Geld bekommen, als bei Bundesschatzbriefen.
    Und wenn der Laden dann eben einfach dermaßen schlecht geführt ist und die Kunden entscheiden, woanders zu kaufen, dann geht die Bude pleite.

    Na und?
    Im Übrigen ist eine Auffanggesellschaft auch nichts anderes als Kostenverschiebung. In der Statistik tauchen 13.000 Arbeitslose weniger auf.
    Na und?
    Warum hat sich wohl niemand gefunden, der die Klitsche kaufen wollte? Im Gegensatz zu beispielsweise Karstadt?? Weil das Geschäftsmodell Mist war.

    Warum daran jetzt die Gläubiger schuld sein sollen, ist mir jedoch schleierhaft!
  7. #136

    Zahlungen

    Zitat von abby_thur Beitrag anzeigen
    Was wollen Sie damit denn nun sagen?

    Das jemand der 40 Stunden und mehr einen Laden organisiert, bitte nicht 1500 Euro im Monat dafür bekommen soll, weil er in Ihren Augen ein "Low-Performer" ist?
    Von den Schlecker-Frauen haben (hier im Osten) nur die wenigsten 1300 Euro.....
    Ich hätte 1300EUR netto nicht erwartet ...

    Mein Beitrag war eine Antwort auf die pauschale "Richtig bezahlen" Forderung, die meist verbunden ist mit der Aussage, es wird schlecht bezahlt.
    Letztendlich sind Verträge zwischen AG und AN eine Vereinbarung, die auf dem Angebot des AG basieren, für eine vorher definierte Leistung einen Betrag zu bezahlen - wie für das Brötchen beim Bäcker. Dort diskutieren wir nach dem Kauf auch nicht während des Kauens, dass es zu teuer war. In einem solchen Fall, können wir ja stoppen, weiter Brötchen zu kaufen (Annahme: kein Monopol). Ähnlich ist es mit den Jobs. Offensichtlich kann man nicht immer mit einem Angestellten Gewinn erwirtschaften - wegen dem Markt, den MA oder auch des eigenen Managements. Doch in solchen Fällen kann man auch keine höheren Gebote für eine Leistung durch MA abgeben. Wir können also ansich nur davon ausgehen, dass solange kein Monopol besteht und auch die MA etwas flexibel sind, die Löhne weitestgehend die Marktsituation widerspiegeln - auch wenn es nicht immer so ist, wie wir es gerne haben wollen. Sicher spielt die Politik eine Rolle, die neben positiven Einflüssen auch negative Effekte provoziert.

    Ich neide den ehemaligen Schlecker MA keinen Cent - wünsche Ihnen einen guten Start in einem neuen Job - bin aber auch gegen jegliche Sonderbehandlung neben der Ünterstützung durch die ARGE.
  8. #137

    Kleingeistige Polemik

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Entschuldigung, Sie haben wohl die Entwicklung auf dem Personalmarkt verschlafen ?! Kennen Sie nicht die Regel: Maximal 35 Jahre, mit abgeschlossenem Studium, Promotion und mindestens 10 Jahren Berufserfahrung.

    Ist Ihnen irgendwie einmal der Gedanke gekommen, dass ältere Arbeitnehmer ein höheres Gehalt bekommen, als jüngere ?

    Und was Schwangerschaften angeht: Es soll schon vorgekommen sein, dass auch noch 45-jährige schwanger werden.
    Man sieht, dass Sie wirklich noch nie im Personalbereich gearbeitet haben!
  9. #138

    Sie wissen aber schon ...,

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    ... was auch der Grund war, eine Transfergesellschaft zu fordern.
    Denn damit wären Abfindungen und Kündigungsklagen vom Tisch gewesen und der Steuerzahler wäre für die Schleckerfrauen aufgekommen statt dem zukünftigen Investor oder den Gläubigern!
    Peinlich, daß Ver.di bei diesem bösen Spiel ganz vorne dabei war!
    das die Kosten einer Transfergesellschaft zu 33 - 40 % aus der Konkursmasse bezahlt werden müssen ? Ihnen ist auch bewußt, dass die Kosten für die entlassenen Schlecker-Mitarbeiter für den Steuerzahler jetzt noch wesentlich höher ausfallen ? Wenn Sie den Hartz-IV-Regelsatz ansetzen, € 374 + 10, plus 0,5 Kinder (= € 269) + Kosten für Wohnung und Heizung € 500 und das über zwei Jahre bei 13.000 MA's, dann sind das rund 300 Mio. €. Darin sind aber noch nicht die Kosten für die bereits entlassenen MA's enthalten. Also, verehrter Forist Palmstroem, eine Transfergesellschaft hätte dem Steuerzahler einiges erspart und die Chancen auf eine Übernahme durch einen Investor erhöht. Aber dank der liberalen Politik unseres so kompetenten Wirtschaftsminister aus der F.D.P. wurde das ja erfolgreich verhindert.
  10. #139

    ???

    Zitat von Halodri73 Beitrag anzeigen
    Die Gläubiger haben entschieden, dem falschen Unternehmen Geld zu leihen.
    Das ist marktimanenntes Risiko. Deshalb haben die "Gläubiger" auch mehr zinsen für ihr Geld bekommen, als bei Bundesschatzbriefen.
    Und wenn der Laden dann eben einfach dermaßen schlecht geführt ist und die Kunden entscheiden, woanders zu kaufen, dann geht die Bude pleite.

    Na und?
    Im Übrigen ist eine Auffanggesellschaft auch nichts anderes als Kostenverschiebung. In der Statistik tauchen 13.000 Arbeitslose weniger auf.
    Na und?
    Warum hat sich wohl niemand gefunden, der die Klitsche kaufen wollte? Im Gegensatz zu beispielsweise Karstadt?? Weil das Geschäftsmodell Mist war.

    Warum daran jetzt die Gläubiger schuld sein sollen, ist mir jedoch schleierhaft!
    33 - 40 % der Kosten einer Auffanggesellschaft müssen aus der Konkursmasse (Sozialplan) bestritten werden. Das wäre keine Kostenverschiebung. Was Investoren abgehalten hat, die "Kitsche" zu kaufen, dürften die anhängigen Kündigungsschutzklagen gewesen sein. Bei Karstadt gab es die nicht. Und im übrigen: Ein Investor hätte ja die Chance gehabt, das Geschäftsmodell zu ändern, oder ?

    Die Gläubiger sind im übrigen nicht Schuld, sondern der Unternehmer allein hat die Pleite zu verantworten.








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