Forum


 

Emsig an Rhein und Ruhr: NRW-Studenten sind Rekordjobber

Überall schuften Studenten in Fabriken, stehen hinter Ladentheken, kellnern in Cafés - doch nirgends in Deutschland sind es so viele wie in Nordrhein-Westfalen.*Mehr als zwei Drittel arbeiten dort neben dem Studium. Daran sind auch die Studiengebühren schuld, sagen die Studentenwerke in NRW.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...751484,00.html
  1. #1

    Das Resultiert mit sicherheit

    in guten Noten!
  2. #2

    ich kenn viele

    die eigentlich genug hätten, aber zusätzlich noch ein wenig arbeiten um mehr zu haben. damit man sich halt jeden monat statt jedes halbe jahr die neuste H&M kollektion kaufen kann.
  3. #3

    ...

    Zitat von lowmanruchti Beitrag anzeigen
    die eigentlich genug hätten, aber zusätzlich noch ein wenig arbeiten um mehr zu haben. damit man sich halt jeden monat statt jedes halbe jahr die neuste H&M kollektion kaufen kann.
    ..was ist denn eigentlich genug? Jedes halbe Jahr neue Klamotten? Luxus! Alle paar Jahre sollten ausreichend sein, genauso wie ein paar Quadratmeter zum Wohnen reichen müssten, damals, in der guten alten Zeit hatten wir ja auch nicht mehr....
    Ich kann diese Argumentation nicht mehr hören. Klar gibt es viele Töchter und Söhne, die sich etwas dazuverdienen wollen und dagegen sollte nichts einzuwenden sein, machen diese jungen Leute so Erfahrungen im Berufsleben die in Pratika nicht zu bekommen sind.
    Doch ohne Zweifen hat eine beachtliche Zahl Studierender andere Probleme, weil die Jobs erst die finanziellen Voraussetzungen fürs Studium schaffen. Das deutsche Stipendiensystem hat es nicht annähernd geschafft diese Gruppe ausrechend zu unterstützen.
    Für diejenigen gilt die einfache Formel: weniger Geld = mehr Erwerbsarbeit = weniger Zeit fürs Studium = längeres Studium/Abbruch im Falle von Geldnöten. Hierbei geht wahrscheinlich volkswirtschaftlich gesehen mehr Geld verloren, als durch die mangelnden Stipendien eingespart werden oder durch Studiengebühren eingenommen werden kann. Gar nicht zu reden von so erstrebenswerten Gründsätzen wie Chancengleichheit oder Bildung als Mittel zur Stabilisierung des Staates.
  4. #4

    -

    Zitat von lowmanruchti Beitrag anzeigen
    die eigentlich genug hätten, aber zusätzlich noch ein wenig arbeiten um mehr zu haben. damit man sich halt jeden monat statt jedes halbe jahr die neuste H&M kollektion kaufen kann.
    Davon kenn ich auch einige. Schon den Höchstsatz an Bafög kriegen, aber weil das nicht reicht (???), nebenbei noch einen 400 Euro-Job machen. Das kommt dann auf rund 1000 Euro raus.
    Mir reicht die Hälfte. Ohne Schwierigkeiten sogar. Seltsam.
  5. #5

    ...

    Ich versteh's gerade nicht. Wieso sollen Studierende am Existenzminimum krebsen, wenn sie sich etwas dazuverdienen können? Ich arbeite auch seit meinem zweiten Semester, allerdings etwa doppelt so viel wie der NRW-Durchschnitt. Ich bekomme auch Unterstützung meiner Eltern, kann mir durch den Job aber auch Dinge leisten, die ich als Luxus bezeichnen würde. Unter ca. 15 Stunden Arbeit leidet mein Studium aber auch nicht.
  6. #6

    ..

    Zitat von runawaygirl Beitrag anzeigen
    Davon kenn ich auch einige. Schon den Höchstsatz an Bafög kriegen, aber weil das nicht reicht (???), nebenbei noch einen 400 Euro-Job machen. Das kommt dann auf rund 1000 Euro raus.
    Mir reicht die Hälfte. Ohne Schwierigkeiten sogar. Seltsam.
    Mal angenommen, ich würde wie Sie monatlich mit 500 € auskommen müssen, dann hätte ich nach Abzug der Miete in Höhe von 420 € noch 80 € zum Leben übrig.
    Das würde für eine große Mahlzeit täglich in der Mensa reichen und ein sehr kleiner Teil würde noch für weitere Ausgaben übrig bleiben.
    Jedoch muss man hinzufügen, dass ich mir mit München alles andere als eine günstige Studentenstadt ausgesucht habe.
    Jedoch bekomme ich momentan 460 € vom BAföG-Amt überwiesen, zu denen ich mir zusätzlich als HiWi in einem Forschungsinstitut 400€ dazuverdiene.
    Damit kann man dann vergleichsweise in einer der teuersten Städte Deutschlands mehr als gut leben.
  7. #7

    Jobben

    @RettetdenUmlaut
    Ich arbeite auch doppelt soviel, wie im Durchschnitt,
    aber werde von keinen Unterstützt. Wenn ich das Pendeln
    mit einbeziehe, bin ich in der Woche ca. 22 Stunden unterwegs,
    zusätzlich zum Studium. Und ich lebe im absoluten Existenzminimum, mir bleiben wenn ich alle Kosten abziehe, im Monat ca.80€ zum Leben und davon muss ich mir auch Lernmaterialien finanzieren. Darum hasse ich die aussagen, dass es euch Studenten gut geht!
  8. #8

    Mythos faule/verwöhnte Studenten

    Hier wird leicht vergessen, dass die Kosten für ein Studium extrem gestiegen sind. Pro Jahr werden z. B. in Hamburg allein 1300 Euro an Gebühren (Studiengebühren + Semesterbeiträge) fällig. Dazu kommen Kosten für einen Laptop (ohne geht es nicht mehr), Software, Fachliteratur (da die Bibliotheken nicht genug Exemplare vorhalten), Kopien etc. Da kommt einiges zusammen. Bafög bekommt doch nur ein kleiner Teil der Studenten, der Rest muss zusehen wo er bleibt. Ich kenne nicht einen Studenten der in dem hier beschriebenen Luxus lebt. Das mag bei den Juristen und BWLern anders aussehen.
  9. #9

    Höchstsatz reicht wirklich nicht

    Zitat von runawaygirl Beitrag anzeigen
    Davon kenn ich auch einige. Schon den Höchstsatz an Bafög kriegen, aber weil das nicht reicht (???), nebenbei noch einen 400 Euro-Job machen. Das kommt dann auf rund 1000 Euro raus.
    Mir reicht die Hälfte. Ohne Schwierigkeiten sogar. Seltsam.
    Scheint in einer preiswerten Stadt zu wohnen. Bei mir stehen monatlich folgende Fixkosten an:
    Warmmiete (18qm) 245€, Strom + Internet 50€, Studiengebühren 132€, Krankenversicherung 67€, in Summe also knapp 500€. Der BAföG-Höchstsatz liegt derzeit bei 670€.

    Wenn ich BAföG bekäme blieben mir also nur 170€ pro Monaten.

    Für Bücher, Skripte, Kopien etc. gehen bei mir im Durchschnitt 20€/Monat ab, für Essen 100€. Bleiben 50€ für den Rest des Lebens, also Zahn-, Frauen- und sonstige Ärzte, alle sonstigen ungeplanten Ausgaben (auch das Fahrrad braucht mal Ersatzteile), Waschen, Anziehsachen, ÖPNV/Mitfahrgelegenheit um die Familie mal zu besuchen etc.

    Man sage mir mal, wie das funktionieren soll!

    Und zum Studienende steckt man bis zum Hals in den Schulden. Das Risiko, sein Studium evtl. nicht abschließen zu können, trägt man dazu dauerhaft im Nacken.

    Abschließend sei gesagt, daß die Zahlen oben aus meinen geführen Abrechnungen stammen, also belastbar sind. Ich kaufe selten "convenience food", da Selberkochen preiswerter ist. Ebenso läuft hier alles als DIY und meine Klamotten trage ich, bis sie durch sind. Ich beneide daher niemanden, der BAföG bekommt; die meisten haben schwer an dem Druck zu tragen.








TOP



TOP