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Emmerich-Film "Anonymus": Das Spielbergle macht großes Skandaltheater

War Shakespeare nur ein Depp? Mit "Anonymus"*entflammt die Debatte um die Autorschaft seiner Werke neu. Spannender als der Streit darum ist jedoch der Krimi-Plot in Roland Emmerichs Mantel-und-Degen-Thriller - mit einer großartigen Vanessa Redgrave als Urmutter aller Queens.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,796470,00.html
  1. #20

    Oh...

    Zitat von Glossolalia Beitrag anzeigen
    ;-) sie wissen aber schon, wie sich ein Film wie "Anonymus" auf die populäre Sichtweise auf Shakespeare vermutlich auswirken wird. (...)
    Finden Sie nicht, daß Sie da etwas übertreiben?

    Was die Sichtweise auf Shakespeare angeht dürften verzagte Übersetzungen dem Werk mehr geschadet haben als der ein oder andere mehr oder minder alberne Film.
  2. #21

    Zitat von dilletantes Beitrag anzeigen
    Und doch durfte er nicht mitreisen, aber Martha schon...:o)
    "57 academics just punched the air." :-)

    Ich bin gespannt auf 'Anonymus', erwarte einen unterhaltsamen Kostüm-Film aus der Tudor-Zeit. Die Theorie überlasse ich den Theoretikern...
  3. #22

    Zitat von dererkenner Beitrag anzeigen
    Schon die Bezeichnung "Spielbergle" ist bezeichnend für den typisch deutschen Neidkomplex.
    Viel schlimmer sind solche Bezeichnungen wie "der deutsche Spielberg" die Üblicherweise von Leuten wie Ihnen genutzt werden um klar zu machen, das eigentlich ein Deutscher das gar nicht können kann sondern eben nur die Amerikaner Kopiert. Und das ist wirklich dumm.
    Sie mögen zwar der einzig wahre Erkenner sein, aber zum Glück richtet sich die deutsche Filmindustrie nicht nach Ihnen.
    PS: Auch Babelsberg ist Teil der selben und nicht ohne Grund eines der besten und produktivsten Studios der Welt.
  4. #23

    Antidemokratische Shakespeare-Zweifler

    Zitat von Glossolalia Beitrag anzeigen
    Schauen Sie sich die Diskussion an (können sie in vielen Publikationen zum Thema seit den 1920ern tun) und werfen sie dabei ein Auge auf die politischen Aussagen derjenigen, die eine Autorenschaft Shakespeares in Zweifel ziehen, dann werden Sie Ihre Ansicht meine Aussage sei 'lächerlicher Blödsinn' sehr schnell revidieren...
    Vielleicht sollte ich das tatsächlich tun - bislang habe ich das noch nicht in der von Ihnen vorgeschlagenen Weise getan. Ein spannender Ansatz und umso spannender, wenn es die von Ihnnen behaupteten Übereinstimmungen tatsächlich geben sollte. Gibt es pointierte Publikationen hierzu?

    Allerdings: Emmerich ist ein Regisseur, ein Studioregisseur zudem. Einer, der viel wagt um noch mehr zu gewinnen. Er greift Hypothesen auf und entwickelt sie zur filmischen Fiktion weiter, ausgeschmückt und grell beleuchtet. Wenn Literaturwissenschaftler und Kulturjournalisten hierüber in Rage geraten, finde ich das äußerst angstvoll und unsportlich. Das Royal Shakespeare Theatre in Stratford-upon-Avon sollte daran nicht zugrunde gehen.
  5. #24

    Spielbergle?

    Das ist höchstgradigst übertrieben den Emmerich so zu nennen.
    Spielberg x 10hoch -6 oder -7 trifft es vielleicht.
    Emmerich ist lediglich ein Einäugiger (König) unter den Blinden. So sind nun einmal die Zustände in den USA.

    Er hat es selber mal so gesagt: "The only competiton is idiots."
  6. #25

    Schwabe

    Ich komme selbst aus Sindelfingen und habe die Produktion des ersten "richtigen" Emmerich-Films beobachtet (fand in einer Halle am Ort statt, Publikum war zwischendurch zugelassen). Und als Sindelfinger und Schwabe finde ich die Bezeichnung "Spielbergle aus Sindelfingen" keineswegs despektierlich, sondern eine nette Auszeichnung. Das "le" ist im Schwäbischen nicht im Geringsten abwertend gemeint.
  7. #26

    Wieso peinlich?

    Zitat von Glossolalia Beitrag anzeigen
    Es ist vor allem peinlich, daß Emmerich die vor allem in den 1920ern aufgekommene These von einer angeblich zweifelhaften Autorenschaft Shakespeares aufgreift und daraus nun einen Film macht.
    Meiner Kenntnis nach handelt es sich bei den meisten Kinofilmen nicht um Dokumentationen, sondern um Fiktion. Ihr Zweck ist Unterhaltung.
    Warum sollen Filemmacher Themen, die sie spannend finden, nicht aufgreifen, mit dem Ziel daraus unterhaltsame Filme zu machen?
  8. #27

    Einäugiger unter Blinden

    In der Tat bleibt Emmerich ein Einäugiger unter Blinden.
    Und selbst wenn ihm demnächst der Nachweis gelingen sollte, daß Kofi Annan in Wirklichkeit Morgan Freeman war - seine Filme waren schon immer nur (zugegeben:sehr teurer) Schrott.
    Übrigens ist jener Edward de Vere, den er als Autor der Shakespeare´schen Werke installieren will, schon 1604 gestorben.
    Etliche Stücke Shakespeares sind aber nachweislich erst später entstanden.
    Also alles "Viel Lärm um nichts"...
  9. #28

    Ohh

    Leute, es ist ein Film, keine Dokumentation.
    Erinnert mich an den Aufstand irgendwelcher religiösen Extremisten damals als die Dan Brown Trilogie raus gekommen ist. Sprüche wie "die Lügen in Dan Browns Romanen" (sic).

    Keiner sagt was über die absolut sensationellen Bilder, die Anna Foerster mit der Alexa geschossen hat. Bilder wie sie bisher nur holländische Maler zustande gebracht haben und wie sie Kubrick in Barry Lyndon gerne gehabt hätte.
    Aber nee, da wird lieber über die "Fakten" in einem fiktionalen Stoff geschwafelt.
  10. #29

    Kein Titel

    Zitat von shechinah Beitrag anzeigen
    Leute, es ist ein Film, keine Dokumentation.
    Erinnert mich an den Aufstand irgendwelcher religiösen Extremisten damals als die Dan Brown Trilogie raus gekommen ist. Sprüche wie "die Lügen in Dan Browns Romanen" (sic).
    Na ja, Dan Browns Romane werden ja auch von vielen Leuten als historisch korrekt angesehen. Gab ja auch ein paar "wissenschaftliche" Sendungen im Privatfernsehen zu dem Thema^^


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