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Emissionshandel: Rettet die Welt mit Verschmutzungsrechten!

DPAWer das Klima verbessern will und deshalb Ökostrom-Kunde wird, hat keine Ahnung vom Energiemarkt-Dschungel. Denn dadurch pusten die Kraftwerke kein Gramm weniger C02 aus ihren Schloten. Dann lieber den Feind an seiner empfindlichsten Stelle schlagen: Kauft Emissionszertifikate.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828760,00.html
  1. #20

    Zitat von Meinungsmarktbeiträger Beitrag anzeigen
    :-)

    CO2 ist nicht sichtbar.
    Das wäre ein klasse Argument für die AKW-Befürworter:
    "Man sieht ja nichts" ....
    Ebend! Scheint ja sehr wichtig zu sein, etwas zu sehen. Sonst hätte man ja die Schornsteine zeigen müssen, wenn man von Verschmutzung redet und nicht die Kühltürme mit ihrem Wasserdampf.

    Das kommt eben dabei raus, wenn Irgendwas-mit-Medien Leute ein technisches Thema emotional aufbereiten.
  2. #21

    Mitlesen

    Zitat von Meinungsmarktbeiträger Beitrag anzeigen
    :-)

    CO2 ist nicht sichtbar.
    Das wäre ein klasse Argument für die AKW-Befürworter:
    "Man sieht ja nichts" ....
    Der Autor des Artikels schreibt aber nun mal schoen alarmistisch: "Der Dampf, der aus den Schloten steigt, verfinstert den Himmel."
    Und dann ein Bild von Wasserdampfwolken. Wenn es die sind, die den Himmel verdunkeln, habe ich davor keine Angst. Die Bringschuld fuer die "Himmel verdunkelnden Schwaden voller CO2" liegt beim Autor. Kann er aber offenbar nicht. Also doch nur Klimaschutz-Trittbrettfahrerei...
  3. #22

    Schade

    Zitat von Tostan Beitrag anzeigen
    Schon bevor ich den Artikel gelsen habe der erste Lacher...

    Das Bild zeigt Kühltürme, die kein Gramm CO2, sondern reinen Wasserdampf "in die Atmosphäre pusten".

    Natürlich gehoren zu einem Braunkohlekraftwerk auch Schornsteine, aber die haben halt keine so effektvolle "Wolke" wie eben die Kühltürme..... wieso nicht gleich ein Bild von normalen Wolken nehmen?
    disqualifiziert sich doch der Artikel wirklich gleich mit dem ersten Absatz.
    Aber er stellt auch genau die denke der Ökos bloss.
    Keine Ahnung von der Materie haben aber mitschwafeln wollen.
    Das ist nicht nur arm sondern ganz arm.
    Symptomatisch für die ganze Klientel.

    Allerdings werden mittels Energie- oder Schadstoffzertifikaten kein
    einziges Gramm CO2 eingespart.
    Da diese nicht endlich im Umlauf sind sondern immer wieder nachgedruckt werden wie Papiergeld.
  4. #23

    Wenn die Zertifikate teurer werden, wird kein Kraftwerk stillgelgt sondern nur der Verkaufspreis für Strom erhöht.

    Das wird dann als Folge der Energiewende gewertet und schon ist der Umweltschutz wieder mal Schuld daß es unserer Wirtschaft ja ach so schlecht geht.

    Wenn wir weiter den großen Energieunternehmen unser Geld in den Rachen werfen wird sich gar nichts ändern. Warum sollten sie etwas ändern wollen?

    Wer das Geld bekommt ist ausschlaggebend. Sieht man doch jetzt schon. Auf einmal sind alle für die Windenergie. Nur die Lobby-Politik und Netzbetreiber währen sich, indem der Netzbau sabotiert wird.

    Wo die Betreiber, Netzbesitzer und Anwohner direkt miteinander verhandeln sind kleine Lösungen sehr viel schneller gefunden als große Mammutprojekte. Auch hier schon passiert: Zitat: Hätten wir das dem Netzbetreiber allein überlassen wären wir in 10 Jahren noch nicht soweit.

    Also, Herr Journalist, bitte mal den Kopf anschalten und nicht Polemik und Lobbyarbeit betreiben.

    Mein Stromanbieter und Gasanbieter investiert in neue Techniken und neue regenerative Erzeugung. Was macht denn ihr Anbieter der dann billigen, subventieoniert Atomstrom aus Tschechien oder sonstwo kauft? Geld an den notleidenden Vorstand und die Aktionäre verteilen.

    Aber vielleicht schreiben sie ja beim nächsten mal: Besser ein Atomunfall in Tschechien, als die Windkraftanlage in Sichtweite.
  5. #24

    Zitat von smisarsoolo Beitrag anzeigen
    Zweitens können Zertifikate vom Ausgeber einfach nachgedruckt werden. Wenn es einen nennenswerten "Mainstream" von Leuten gibt, die das Klima über "Zertifikatekauf" retten wollen, freut sich die EU: Die Zertifikate werden einfach gedruckt, die Einnahmen steigen, alles im Lot (naja, aus EU-Sicht).
    Sie sind sich bewusst das Nachdrucken das gesamte System ad absurdum führt?

    Das System basiert darauf den CO2 Ausstoß zu senken, aber Unternehmen die mehr CO2 produzieren dürften, es aber nicht tun, können über die Zertifikate ihre nicht verbrauchten Einheiten verkaufen.

    Zertifikate "einfach nachdrucken" erhöht somit den erlaubten CO2 Ausstoß.

    Das ist genauso absurd wie Geld nachdrucken wenn es knapp wird.

    Ich finde den Gedanken, als Privatmensch den Energiekonzernen die Erlaubnis CO2 zu produzieren einfach wegzukaufen ganz interessant. Und selbst wenn die Preise für den Stromverbraucher steigen, irgendwann erreichen die Preise für Kohlestrom dann den gleichen Preis wie für erneuerbaren/CO2-freien Energien.

    Stromsparen spart in der Tat kein Gramm CO2 ein. Denn selbst wenn dadurch die Nachfrage in D nach Kohlestrom sinkt, werden die Zertifikate verkauft und jemand anders in der EU produziert wieder mehr CO2. Die EU-Nachfrage müsste gesenkt werden, und so weit sind wir noch lange nicht, außer sie dürfen es nicht mehr.
  6. #25

    Wer ist denn

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer das Klima verbessern will und deshalb Ökostrom-Kunde wird, hat keine Ahnung vom Energiemarkt-Dschungel. Denn dadurch pusten die Kraftwerke kein Gramm weniger C02 aus ihren Schloten. Dann lieber den Feind an seiner empfindlichsten Stelle schlagen: Kauft Emissionszertifikate.

    Öko-Fimmel: Kauf von Emissionszertifikaten hilft der Umwelt - SPIEGEL ONLINE
    der "Feind", von dem im Anfang des Artikels die Rede war ? Die Stromfirmen, die Mitarbeiter der Kraftwerke oder alle die keinen Ökö-Strom beziehen ? Wer solche Begriffe verwendet, sollte schon etwas genauer sein.
    Natürlich wird aller privater Aktionismus der Umweltbewegten an der globalen CO2-Bilanz nichts ändern. Selbst wenn es gelingen sollte, die Stromerzeugung in dem genannten Kraftwerk so teuer zu machen, dass sie sich nicht mehr lohnt, dann wird diese eben abwandern. In ein Land, wo es billiger ist.
    Solange man in Russland, China oder Indien die Luft nach Belieben verschmutzen darf, ändert sich insgesamt gar nichts. Die Industrieen, welche auf Strom angewiesen sind, werden gleich mit wandern.

    Aber den Autor dieses Artikels betrifft das natürlich nicht. Glaubt er zumindest.
  7. #26

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer das Klima verbessern will und deshalb Ökostrom-Kunde wird, hat keine Ahnung vom Energiemarkt-Dschungel. Denn dadurch pusten die Kraftwerke kein Gramm weniger C02 aus ihren Schloten. Dann lieber den Feind an seiner empfindlichsten Stelle schlagen: Kauft Emissionszertifikate.

    Öko-Fimmel: Kauf von Emissionszertifikaten hilft der Umwelt - SPIEGEL ONLINE
    Der Mann versteht es nicht!

    Was passiert mit diesen Zertifikaten, jetzt, wo wegen meiner Kündigung in Jänschwalde etwas weniger Braunkohle verfeuert wird?

    Da sich die physischen Stromflüsse nicht ändern, wird auch nach seiner Kündigung kein Staubkorn Braunkohle weniger verfeuert!!!
    Der Wechsel zu einem "Ökostromanbieter" ist rein Virtuell und ändert an den realen Lastflüssen - also an den realen Deutschen CO2 Emissionen - NICHTS!

    Versteht nur keiner......
  8. #27

    Tja

    Zitat von Hugo55 Beitrag anzeigen
    Wenn die Privatleute die CO2-Zertifikate nicht verkaufen sondern vernichten, steigt der Preis für CO2 und CO2-arme Verfahren zur Stromerzeugung setzen sich durch.
    Sie gehen davon aus, dass der Zertifikat-Aussteller sich an seine eigenen Spielregeln hält und bei Knappheitsalarm aus der Industrie keine Zertifikate nachschießt oder sonstwie die Bedingungen ändert.
    Das muß man glauben.
  9. #28

    Am ende zählt dann doch wieder die Nachfrage

    Ich denke der Autor spricht einen wichtigen Punkt an. Allerdings ist auch seine strategie darauf ausgelegt, dass durch die verteuerung der Zertifikate die nachfrage nach dann billigerem "Zertifikatfreiem" strom steigt und die Kraftwerksstruktur sich dann ändert. Am ende ist es eben doch wichtig die Energiebilanz entsprechend zu verbessern.
    Was mir an dem Artikel nicht gefällt ist, dass er sugerriert, das möglicherweise der Anbieterwechsel und die Nutzung sinnlos ist. Und das ist einfach falsch. Das argument wenn wirs nicht tun tuns halt die anderen, ist ein totschlagargument, was nicht sticht, denn der Gesamtenergieverbraucht sinkt durch die Energiesparlampe eben trotzdem.

    Dennoch gefällt mir die idee gut die aktuelle Energiestruktur auch auf der Ökonomischen Ebene anzugreifen.
  10. #29

    Zitat von Erich91 Beitrag anzeigen
    wird leider auch nichts zur Klimaverbesserung beitragen,
    die Konzerne sitzen immer am längeren Hebel und die
    Politik ist auf dreen Seite. Wenn die dann für die Zertifikate
    mehr bezahlen müssen, werden einfach die Preise erhöht.
    So einfach ist das.
    Genau, und deshalb sollte der private Buerger, der Oekostrom nutzt, diese Zertifikate auch kaufen:
    Auf deutliiche Preissteigerungen setzen, und dann wieder verkaufen.
    Sollte funktionieren, oder?


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