Mehr Türken gehen inzwischen aus Deutschland in die Türkei als umgekehrt. Im Boomland am Bosporus bekommen sie dank ihrer deutschen Ausbildung oft bessere Gehälter und attraktivere Stellen, begegnen aber auch vielen Vorurteilen.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,704114,00.html
In der Tat, das gibt es: die irrsinnige Vorstellung, dass hier ALLES besser ist und läuft - so eine Art mentales "Deutschland (geht) über alles". Ich bringe immer gern das Beispiel meiner Frau (keine Türkin): wir haben jahrelang im englischsprachigen Ausland gelebt, sie hat dort Englisch für den Schuleinsatz studiert, als Jahrgangsbeste ihrer Uni abgeschlossen und darf überall in der englischsprachigen Welt Englisch unterrichten. Nur nicht hier in Bayern. Wir haben es schriftlich: da kann ja jeder kommen, sie soll erst mal Englisch an einer bayerischen Uni studieren - vorher ist das kein richtiges Englisch. Solcher unbegründbare Größenwahn unserer Bürokratie treibt gutausgebildete Deutsche - die aus bürokratischer Sicht wohl höchsten Halb- oder Viertel-Deutsche darstellen - aus den Grenzen von 1989.
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Man sollte nicht immer alles glauben was in den Medien geschrieben wird.
Das Heimweh nach der Türkei von Menschen die hier geboren worden sind kann ich mir nicht so recht vorstellen, denn es sind Menschen, die zwischen den Kulturen großgeworden sind.
Sicherlich gibt es einige, die vielleicht in der Türkei eine Existenz sehen, dass die dann vielleicht nach dort übersiedeln, aber in der Realität ist es doch eher umgekehrt.
Die Türkei ist nicht in der Lage für die dort lebenden Bürger eine echte Zukunft aufzuzeigen und fast nur aus diesem Grund wandern nach wie vor sehr viele Türken aus.
Aber wenn es mit der neoliberalen Politik in Deutschland som weitergeht, dann könnte ich mir auch schon vorstellen, dass die hierlebenden Bürger sich nach etwas anderem ausschau halten könnten.
Deutschland ist nach wie vor in vielen gesellschaftlichen Bereichen fremdenfeindlich eingestellt und man sieht viele Zuwanderer nur als Schmarotzer und Störenfriede an, sie haben es immer noch nicht begriffen, dass wir alle nur ein Teil der Weltgemeinschaft sind und das die Völkerwanderung immer weiter gehen wird.
Aber wenn ich mir den Bericht über Abu Dhabi durchlese, dann muss man erkennen, dass in anderen Länder noch viel weniger fremde Menschen willkommen sind.
Allerdings hat die Türkei noch sehr viel nachzuholen, wenn es darum geht ihren eigenen Bürgern ein Leben für das 21. Jahrhundert auszurichten, man kann nicht von wenige auf die Masse schließen.
HR
[QUOTE=sysop;5796986]Mehr Türken gehen inzwischen aus Deutschland in die Türkei als umgekehrt. /QUOTE]
Es kommen die falschen, es gehen die falschen.
Das ist nicht neu sondern seit langem das Grundproblem unserer Migrationspolitik.
Gut und treffend auf den Punkt gebracht. Aber so lange daran niemand - AUCH JEDER EINZELNE BÜRGER MIT SEINER EINSTELLUNG - etwas ändert oder ändern will, wird die Entwicklung weiter zum Schaden dieses Landes voranschreiten (von unserer Polit-Junta kann man hier nichts erwarten - diese kann oder will ja noch nicht mal Gesundheits- und Steuerwesen sowie das Demografieproblem zukunftsfähig zumindest anfangen zu lösen).
Wobei auch die sog. "Ur-Deutschen" erheblich mit Schuld an der für Deutschland verhängnisvollen Lage sind, dass mehr und mehr türkische Akademiker in die Türkei auswandern. Ich habe es selbst bei meinem hier geborenen Kumpel mit türkischen Eltern erlebt, der sich alleine aufgrund seines Nachnamens her schwer tat, trotz überdurchschnittlichem Studienabschluss einen Job zu finden; und das ist mit Sicherheit kein Einzelfall. So etwas macht mich wütend.
Leute, wacht auf, denkt um, Ihr verspielt grob fahrlässig die Zukunft dieses Landes.
Die Alten und Rentner werden ihre Macht an den Wahlurnen ja nicht freiwillig aufgeben. Alte Menschen sind veränderungsscheuer und ablehnender gegenüber Fremden (durchschnittlich). Sie machen durch diese kleinbürgerliche fremdenfeindliche Stimmung dieses Land unattraktiv für Einwanderer, sie vertreiben gut ausgebildete Einwanderer sogar aktiv.
In den letzten Jahrzehnten lebten sie über ihre Verhältnisse, machen das in der Rente immer noch (beziehen 3-4mal länger Rente als die frühere Generation, wollen aber die gleiche Rentenhöhe, bekommen also von uns x-mal mehr Geld überwiesen, als sie ihren eigenen Rentnern zahlten).
Richtig so! Die alten Saecke(Rentner) zocken doch nur ab. Haben das ganze Leben nur auf der faulen Haut gelegen und nebenbei D nach dem Krieg wieder aufgebaut. Die sollen am besten Notgeschlachtet werden damit die Jungen wieder eine Zukunft haben.
Lieber junger Mann/Frau. Ich glaube man sollte nicht so einen Bloedsinn schreiben sondern mal selbstkritisch and die Sache rangehen. Die heutige Jugend hat es nicht einfach was nicht heissen soll das es schwierig ist. Das Problem ist das alles in D zu einfach ist. Schule/Ausbildung ist kostenfrei und dadurch hat die Mehrheit keinen Bock darauf. Wenn der Papa jeden Monat 1.200 Euro Schulgeld zahlen muss dann wird er auch den Sohnemann mal in den Hintern treten wenn er keinen Bock hat. Geld vom Staat zu bekommen ist auch nicht schwer, was natuerlich sich nicht sehr Motivierend auswirkt. Das die gut ausgebildeten Tuerken in ihre Heimat zurueckkehren ist schon verstaendlich da es zu 90% aus finanziellen/beruflichen Gruenden passiert und nicht weil es denen in D so schlecht gegangen ist.
Den Deutschen geht es noch viel zu gut was man in den meissten Foren sehen kann. Nur Leute denen es zu gut geht sind permanente Meckerer.
Alles gut bis zur Rente.
Das darf nicht sein? Wir exportieren unser wertvollstes Gut, Bildung?
Irgendwie doch ein guter Gedanke, oder? Bildung zu exportieren heißt letztlich, Glück zu bringen. Das müsste uns mit Freude erfüllen.
Zu Istanbul fällt mir übrigens als ehemaligem Duisburger noch etwas ein: Weniger Kopftücher auf der Strasse als in Duisburg. Aber da sind wir schon bei der nächsten, leidigen Debatte.