Getty ImagesPakistan ist das Land der Taliban, wo die Rechte der Frauen mit Füßen getreten werden? Mitnichten. Denn dort ist die Frauenbewegung weiter als hier in Deutschland, wo Frauen in der Führungsebene kaum zu finden sind - und selbst leugnen, überhaupt ein Problem zu haben.
Emanzipation und Feminismus: Was der Westen von Pakistan lernen kann - SPIEGEL ONLINE
Dieser Absatz trifft es sowas von auf den Punkt. Dabei geht es nicht nur um Muslime, sondern eigentlich um alle Gruppierungen und/oder Minderheiten ...Ich habe versucht, diesen Ansatz in Gesprächen in Deutschland deutlich zu machen. Man antwortete mir mit einer Frage: ob das für alle muslimischen Länder gelte? Meine Antwort ist simpel: Ich weiß es nicht. Die "muslimische Welt" gibt es genauso wenig wie "muslimische Frauen". Beide existieren nur in der Vorstellung der westlichen Länder. Egal was ich auch versuche, ich bleibe für die Menschen vor allem eines: die Muslimin.
Absurd der Spon-Artikel.
Pakistan ist das Land der Taliban, wo die Rechte der Frauen mit Füßen getreten werden?
Mitnichten. Denn dort ist die Frauenbewegung weiter als hier in Deutschland
Es heißt ja auch, dieser Beitrag ist ein "Debattenbeitrag".
Also ein vorsätzlicher Aufreger, der die Couchpotatos an die Tastatur holt.:-)
Ich finde den Artikel auch schon fast als beledigend. Erstens weil sie mich als Mann indirekt angreift. Zweitens weil die Autorin hier Realtitäen wie Selbstverbrennungen von in Afghanistan, die hohe Analphabetenrate unter Frauen in muslimischen Ländern, das Führerscheinverbot für Frauen in Saudi-Arabien.
Zusätzlich behauptet sie, dass die Frauenbewegung in südasiatischen Ländern ein reines Produkt südasiatischer bzw. muslimischer Frauen sei, was historisch gesehne schon gar nicht stimmt. Schließlich gibt's seit 1917 das Frauenwahlrecht in Europa. Wie sah es denn vor 95 Jahren in oben genannten Ländern aus?
Ich finde es beschämend, dass die Autoin ihren Blick fast ausschließlich auf akademische Kreise und auf die Frauenqoute richtet. Natürlich ist diese Bewegung dort zu begrüßen, keine Frage. Aber gleichzeitig zu behaupten, unsere Frauen hier hätten ein größeres Problem als eine Burka-Trägerin, die in Islamabad ohne Erlaubnis ihres Mannes das Haus nicht verlassen, ist schlicht Realtitäsverweigerung.
Ich bin erschüttert.
Ich bin erschüttert über so viel Überheblichkeit. Ich bin erschüttert, dass Realität so verleugnet wird, ich bin erschüttert, dass ausgerechnet auf dieser Seite solch ein Artikel zu finden ist. Eigentlich möchte ich 1.000 Dinge mit Ihnen diskutieren; aber ich fürchte, dass ich dann nicht mehr bin als eine weitere österreichische Freundin.
Geben Sie doch einfach einmal "pakistanische Frauen" in eine Suchmaschine ein.
Und, wirklich alles gut in Pakistan?
Das kann nicht Ihr Ernst sein!
Wenn das Thema nicht so traurig wäre, könnte man über den Artikell ja so richtig lachen.
Emanzipation in Pakistan, klar!
Mal ein paar Beispiele zeigen wie viel Wert Frauen in Parkistan wirklich sind.
-Zwangsehen z.T mit Minderjährigen
-Stellung der Frau vor Gericht, nämlich gleich nur (Bsp. Mann kann die Scheidung so aussprechen, die Frau kann sich normalerweise nicht einmal vor Gericht scheiden lassen)
-Polygamie bei Ehemännern erlaubt, Frauen werden z.T dafür zum Tode verurteilt.
-Ehrenmorde
-Statistiken Zeigen bei Frauen mehr Analphabetimus, höhere Sterblichkeit und mehr Unterernährung als bei Männern (Wikipedia)
Ich glaube die Frau hätte genug in Pakistan zu tun.
Aber das ist vielleicht auch nicht so wichtig, erstmal in Deutschland die Frauenquote einführen der Rest sin Peanuts.
zum heute publizierten Vorschlag (einer Frau), Frauen sollten erstmal Professorinnen werden bevor sie Kinder bekommen, oder?
für diese "ausgewogene" Einschätzung der guten Hanni Yousuf. Immerhin kann sie das ja alles sehr gut einschätzen da sie in Pakistan, laut diesem Bericht hier, immerhin bei einem AG gearbeitet hat, bei dem es viel mehr Frauen gab. Nun ist sie seit 2011 in Deutschland und hat dort auch schon bei einem AG gearbeitet, bei dem halt weniger Frauen in den Meetings sitzen. Das ist ja mal sowas von nachhaltig und tief recherchiert. Sie regt sich auf der einen Seite auf, dass die "Dame von der Bar" alles über einen Kamm schert und macht genau das Selbe. Ich persönlich finde das scheinheilig. Ich freue mich, dass der Besuch des "mittelalterlichen" Deutschlands ihr die Rückkehr nach Pakistan erleichtert.
Wenn dem deutschen Intellektuellen langweilig wird, übt er sich im Werterelativismus.
Das ist sozusagen der Leerlauf des Geistes, mit oft bedenklicher Drehzahl.