Es wäre ja auch kein Problem, wenn der Autor bei der Gegenwart geblieben wäre. Unter anderem schreibt er aber, dass die Stadt im Krieg nicht zerstört und danach nicht mit sowjetischer Tristesse verschandelt worden sei. Als ob eine Stadt nur aus reiner Bausubstanz bestünde!
Eine für Lemberg in erster Linie katastrophale Epoche wird auf einen Satz beschränkt, bei dem jeder allgemein gebildete Mensch nicht weiß, ob er lachen oder weinen soll: "Das 20. Jahrhundert war in Galizien sehr turbulent: In hundert Jahren wechselten die Menschen ihre Staatsbürgerschaft ganze siebenmal."
Das hat mit Schuldgefühlen und Psychosen übrigens gar nichts zu tun.
Soweit ich weiß, gibt da noch etwas zwischen "ausschließlicher Inhalt" und "gar nicht erwähnt".

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