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EM-Stadt Charkow: Willkommen bei den wahren Ukrainern!

SPIEGEL ONLINETriste Betonbauten und ein Wendehals als Bürgermeister: Die ukrainische Stadt Charkow, in der die deutsche Fußball-Mannschaft gegen die Niederlande spielen wird, hat auf den ersten Blick wenig Charme. Das Gegenteil gilt für die Einheimischen - die laden EM-Gäste gratis zu sich nach Hause ein.

http://www.spiegel.de/reise/europa/0...836186,00.html
  1. #1

    Für Deutsche ein heikles Pflaster

    Charkow wurde im 2. Weltkrieg durch deutsche Truppen stark zerstört.
    In dieser Stadt fanden eine der blutigsten Schlachten statt, ganz zu schweigen von den schandvollen Massenerschießungen der jüdischen Bevölkerung in der Ukrainer im deutschen Namen.


    Die UEFA hat nicht gerade Gespür gehabt, dass man ausgerechnet die deutsche Mannschaft dort spielen lässt.

    Gar nicht auszudenken, wenn nach einer möglichen sportlichen Niederlage deutsche Gewalttäter dort randalieren. Da würden schlimme Narben wieder aufgerissen.

    Die unbedachten Äußerungen deutscher Politiker tun ein Übriges.

    Die Ukrainer waren eigentlich schon immer sehr deutschfreundlich.

    Hoffen wir, dass das nach der EM auch noch so ist.
  2. #2

    russische Sprachkenntnisse sind in Charkow hilfreich,

    sonst werden deutsche Touristen und Fußballfans wenig Freude in der Millionenstadt haben.
  3. #3

    Kharkiv

    Warum die Einstellung zu den Deutschen wegen Kriegsgreueln in Kharkiv anders sein soll, als in Kyiv oder Lviv kann sich mir nicht erschliessen.
    Gewütet und gemordet haben die Nazis mit ihren Armeen überall in der Ukraine, die eine unvorstellbare Zahl an Opfern zu beklagen hatte. Umso erstaunlicher, daß ich in 15 Jahren und dutzenden von Besuchen in diesem Land nicht ein einziges Mal eine negative Bemerkung wegen unserer Vergangenheit zu hören bekam. Die Menschen sind gastfreundlich und sehr höflich, und es scheint als würde es sich verbieten, den deutschen Gast damit zu 'behelligen'.
  4. #4

    Zitat von donadoni Beitrag anzeigen
    Charkow wurde im 2. Weltkrieg durch deutsche Truppen stark zerstört.
    In dieser Stadt fanden eine der blutigsten Schlachten statt, ganz zu schweigen von den schandvollen Massenerschießungen der jüdischen Bevölkerung in der Ukrainer im deutschen Namen.


    Die UEFA hat nicht gerade Gespür gehabt, dass man ausgerechnet die deutsche Mannschaft dort spielen lässt.

    Gar nicht auszudenken, wenn nach einer möglichen sportlichen Niederlage deutsche Gewalttäter dort randalieren. Da würden schlimme Narben wieder aufgerissen.

    Die unbedachten Äußerungen deutscher Politiker tun ein Übriges.

    Die Ukrainer waren eigentlich schon immer sehr deutschfreundlich.

    Hoffen wir, dass das nach der EM auch noch so ist.
    Also zum einen dürften wir dann im Osten Europas fast nirgendwo antreten, zum anderen hat der Ukrainische Wiederstand abgewartet wer gewinnt, wir oder die Sowjetunion, um dann zu sehen gegen wen sie Wiederstand leisten müßen.

    Es ist bitter zu sehen wie die Ukraine, die auf einem guten Weg war, nun derart Abstürzt.
  5. #5

    Offenbar war Herr Bidder in einer anderen Stadt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Triste Betonbauten und ein Wendehals als Bürgermeister: Die ukrainische Stadt Charkow, in der die deutsche Fußball-Mannschaft gegen die Niederlande spielen wird, hat auf den ersten Blick wenig Charme. Das Gegenteil gilt für die Einheimischen - die laden EM-Gäste gratis zu sich nach Hause ein.

    EM-Stadt Charkow - SPIEGEL ONLINE
    Ich weiß nicht, über welche Stadt Herr Bidder hier berichtet, aber Charkiv kann es nicht sein.
    Ich war mehrfach dort und ich kann mich an an drei monumentale Kirchen mit goldenen Kuppeln, eine nicht weniger monumentale Synagoge, großflächig erhaltene Altbausubstanz mit klassizistischen- und Jugendstilfassaden, gepflegte Parks und einigen Meisterwerken des sowjetischen Bauhausstils.
    Natürlich gibt es auch dort Plattenbauten (wie im gesamten ehemaligen Osten, beispielsweise auch in Erfurt), aber hier wie dort sind diese nicht stadtbildprägend.
    Ich finde dieses permanent in der deutschen Presse über die Ukraine verbreitete Märchen: schöner Westen, hässlicher, sowjetisch geprägter Osten unerträglich.
    Mag sein, dass man in Charkiv weitestgehend russisch spricht, während die ukrainische Sprache faktisch dort nicht existent ist, aber deswegen ist man dort nicht mehr oder weniger sowjetisch eingestellt als anderswo.
    Abgesehen davon verfügt Charkiv über ein Nachtleben das sich selbst im internationen Vergleich sehen lassen kann. Man findet dort wirklich tolle Musikkneipen und Clubs, wie es sie selbst in der Hauptstadt Kiew nicht gibt.
    Also: liebe Sponautoren: etwas mehr Objektivität bitte!
  6. #6

    Ich kenne nur Kiev...

    ...und wurde dort schon auf die unrühmlichen Massenerschiessungen hingewiesen. Allerdings muss ich wirklich auch sagen, dass die Menschen in der Ukraine sehr liebeswürdig und hilfsbreit sind und mir den Aufenthalt wirklich zu einem unvergesslichen Erlebnis machten...Also wieso nicht Charkow...endlich mal Gelegenheit sich auch als deutscher von der guten Seite zu zeigen, denn gerade im Osten sind die Menschen hungrig nach geistigen Austausch! ;-)








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