...wenn nicht ein weiterer Wichtigtuer zum Schaden eines noch namhaften Nachrichtenmagazins aus einem Pubs einen wind machte; Qualitätsjournalismus wird immer seltener!
Julia ProbstWas der Bundestrainer wirklich brüllte: Die gehörlose Bloggerin Julia Probst kann Lippenlesen. Bei der EM verbreitet sie über Twitter, was Spieler und Trainer auf dem Spielfeld sagen. Manches hätte man ganz gern überhört.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...839557,00.html
...wenn nicht ein weiterer Wichtigtuer zum Schaden eines noch namhaften Nachrichtenmagazins aus einem Pubs einen wind machte; Qualitätsjournalismus wird immer seltener!
Meine Hochachtung fuer diese Engament.
Speziell wenn man so geboren ist zeigt dies eine Leistung die vollste Bewunderung abruft.
Das sind Beitraege die es wert und nuetzlich sind vielen Menschen Mut zu machen. Bravo Frau Probst.
Dieses Drumherum geht mir so auf die Nerven, ds ist doch so was von wurscht, was die während des Spiels sagen...
Gestern Abend, als ich Olli Kahn und Fr. Müller-Hohenstein vom ZDF sah, kam plötzlich noch jemand dazu (die "Blogexpertin"). War das Niveau vorher schon schlecht, dachte ich in dem Moment, ich sei bei "BUNTE TV", das hatte mit Sport aber rein gar nichts mehr zu tun, sondern die beiden Damen unterhielten sich, wie süß Gomez sei.
HILFE, ich will doch einfach nur Fußball schauen und gute, fundierte Analysen nach dem Spiel sehen. Ist das zu viel verlangt?
Ich wollte nicht auf diese Art "beschnüffelt" werden. Das ist der selbe Fall, als ob jemand ein Mikro an jemand heimlich anbringt und dann das Gesagte ungefragt in die Öffentlichkeit bringt - eine neue Art der Verwanzung.
Der "Normalo2 dürfte sich das nicht leisten.
...dieser sinnlose Zeitgeist-Müll auf die Nerven geht. Informationen bis zum erbrechen.
Ich bin selber fast gehörlos, kann aber leider bei weitem nicht so gut von den Lippen ablesen wie Julia. Hut ab! Es ist auch toll dass sie sich für die Belange von Gehörlosen einsetzt. Sie hat absolut recht dass untertitelte Sendungen im Fernsehen die Regel sein sollten, nicht die Ausnahme.
Die letzten vier Jahren habe ich in England verbracht, und die Einstellung der Engländer zu Behinderten war für mich ein richtiger Kulturschock. Es wird große Rücksicht auf einem genommen, und im Fernsehen sind nahezu alle Sendungen untertitelt oder gebärdet, sogar bei den Privatsendern. Im Vergleich dazu Deutschland: Als ich vor 20 Jahren als Kind zum ersten Mal Fernsehen mit Untertitel geschaut habe, wurden nur ganz wenige Sendungen untertitelt, und das auch nur bei den Öffentlich-rechtlichen. Typischerweise waren dies Sendeformate die auf Senioren zugeschnitten waren (z.B. Tagesschau, Tatort) und für Kinder recht uninteressant sind. Heute, 20 Jahre später, hat sich in dieser Hinsicht ABSOLUT NICHTS getan, und Untertitel sind im deutschen Fernsehen immer noch die absolute Ausnahme. Da schäme ich mich wirklich für mein Land.
Schön, dass bisher kaum ein Forist auf die Grundintention der Dame - nämlich die systematische Ausgrenzung von Behinderten in weiten Teilen des deutschen Alltags eingegangen ist. Das spricht Bände... Gibts da auch irgendeinen historischen Komplex, mit dessen Hilfe sich die Leute wieder aus der Verantwortung rausreden können... In anderen Ländern ist es längst Usanz, das wichtige TV-Sendungen, gerade Nachrichten, untertitelt, bzw. in Gebärdensprache simultan übersetzt werden. Aber hey, am besten nix im TV, dass den Normalozuschauer an Randgruppen jedweder Art erinnert, wenn aber, dann bitte in plakativer Weise als z.B. "kriminelle Migranten" oder "den Quoten-Integrierten", "den Super-Krüppel", "den vom-Leben-gezeichneten" etc. etc.