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EM in der Ukraine: Hinfahren, Mund aufmachen, gewinnen

DPABundespräsident Gauck trifft sich aus Protest nicht mit seinem ukrainischen Kollegen. Auch Kanzlerin Merkel denkt über einen Boykott der Fußball-EM in der Ukraine nach. Was brächte ein Sportboykott? Sinnvoller wäre es, vor Ort Stellung zu beziehen.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,830587,00.html
  1. #20

    Julia Timoschenkos Ruf in der Ukraine

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bundespräsident Gauck trifft sich aus Protest nicht mit seinem ukrainischen Kollegen. Auch Kanzlerin Merkel denkt über einen Boykott der Fußball-EM in der Ukraine nach. Was brächte ein Sportboykott? Sinnvoller wäre es, vor Ort Stellung zu beziehen.

    EM in der Ukraine: Hinfahren, Mund aufmachen, gewinnen - SPIEGEL ONLINE
    ist nicht wesentlich besser, als der Ruf Januschenkos. Sie sieht natürlich viel besser aus. Bandscheibenvorfall ist keine so furchtbar schlimme Erkrankung, dass die Therapie nur im Charite erfolgen muss, im Übrigen war das Interview mit dessen Chefarzt, heute morgen, ziemlich lächerlich. Boykott? Klasse, gerade wurde eine Chance in Bahrain verpasst. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Zustände in Katar, rechtszeitig zu der WM 2022 bessern werden, ist nicht groß. Wird es da Boykott geben, wenn man bedenkt, wie reich Katar ist? Natürlich nicht, sonst hätte Katar erst gar nicht den Zuschlag bekommen dürfen. Es gibt viel zu boykottieren. Packen wir es an!
  2. #21

    hingehen und den Mund aufmachen . . . ist ein untaugliches Mittel. Beispiel : >Merkelreise nach China vor einigen Monaten . . . sie hat den Mund aufgemacht wegen Verletzung von Menschenrechten. Was hat sie damit erreicht ? Nichts . . . und Geld hat sie auch keines bekommen. Wer glaubt, dass die Machthaber in der Ukraine anders ticken, der irrt sich fundamental. Negieren, isolieren . . . protestieren da wo es weh tut. Aber Kicker wollen eben kicken . . . Menschenrechte haben keinen hohen Stellenwert bei ihnen.
  3. #22

    Irgendwelche Ahnung wieviele millionen Menschen die arbeiten in trostlosen Fabriken und Lagerhallen sich freuen auf eine Veranstaltung wie die EM? Boykot, nur wegen zwei vage Flecken auf den Bauch und Arm einer Betruegerin in milliardenhoehe?
  4. #23

    Mund aufmachen

    Zitat von meneer_jansen Beitrag anzeigen
    Irgendwelche Ahnung wieviele millionen Menschen die arbeiten in trostlosen Fabriken und Lagerhallen sich freuen auf eine Veranstaltung wie die EM? Boykot, nur wegen zwei vage Flecken auf den Bauch und Arm einer Betruegerin in milliardenhoehe?
    Sie haben irgendetwas mißverstanden. Der Kolumnist textete "Hinfahren, Mund aufmachen, gewinnen."

    Das heißt, die Ukrainer dürfen sich nicht nur darüber freuen, dass ihnen guter Sport geboten wird, sondern auch noch darüber, dass einige Sportler den Mund aufmachen werden, was heutzutage ja nicht jedem Ukrainer gut bekommt.
  5. #24

    Mund aufmachen

    Zitat von meneer_jansen Beitrag anzeigen
    Irgendwelche Ahnung wieviele millionen Menschen die arbeiten in trostlosen Fabriken und Lagerhallen sich freuen auf eine Veranstaltung wie die EM? Boykot, nur wegen zwei vage Flecken auf den Bauch und Arm einer Betruegerin in milliardenhoehe?
    Sie haben irgendetwas mißverstanden. Der Kolumnist textete "Hinfahren, Mund aufmachen, gewinnen."

    Das heißt, die Ukrainer dürfen sich nicht nur darüber freuen, dass ihnen guter Sport geboten wird, sondern auch noch darüber, dass einige Sportler den Mund aufmachen werden, was sich heutzutage ja nicht jeder Ukrainer leisten kann, der Ärger mit den Behörden vermeiden will.
  6. #25

    Es gibt nicht die einfache, optimale Lösung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bundespräsident Gauck trifft sich aus Protest nicht mit seinem ukrainischen Kollegen. Auch Kanzlerin Merkel denkt über einen Boykott der Fußball-EM in der Ukraine nach. Was brächte ein Sportboykott? Sinnvoller wäre es, vor Ort Stellung zu beziehen.

    EM in der Ukraine: Hinfahren, Mund aufmachen, gewinnen - SPIEGEL ONLINE
    Der Artikel suggeriert, das es die einfache, "optimale" Lösung gibt.

    Aus meiner Sicht wird fälschlicherweise die Aussage/Aktion einer obskuren Fechterin bei Olympia als vorbildlich genannt, die weder für die Chinesen noch in Deutschland offensichtlich irgend eine Relevanz besaß. Dies ist nicht abwertend gemeint, sondern eine realistische Einschätzung der medialen Bedeutung dieser Sportlerin.

    Man stelle sicher vor:
    a) Die Nationalmannschaft entrollt vor dem Holland-Spiel beim Mannschaft-Foto ein "Free Timoschenko" Transparent oder
    b) Der Nationaltrainer macht bei einem offiziellen Interview-Termin dem Mund auf

    DAS wäre ein großer Affront und es wär schnell Schluss mit lustig.

    Entweder lädt man zur Retour-Kutsche ein oder muss im Zuge der Gleichbehandlung in Zukunft fast überall den Mund aufmachen. Müßte man dann nicht z.B. vor einem Spiel gegen ein beliebiges Land mit Menschenrechtsproblemen nicht auch gleich protestieren?

    Man beachte zusätzlich: Der Fußball-Bundestrainer ist keine unbekannte Fechterin, bei einem großen Termin ist er praktisch "erster Mann im Staate" Fußball-Deutschlands, noch vor Kanzlerin und Bundespräsident; seine Äußerung hätte demensprechend viel mehr Gewicht und auch fände deutlich mehr Resonanz.

    Der Vorschlag des Autors klingt in meien Ohren wie "ein bisschen schwanger sein".

    Meine Sichtweise: Im Zweifel nicht hinfahren, ansonsten lieber den Rand halten.

    Die Meidung der Stadien durch die höchste Politiker-Ebene scheint mir - ggf. mit Verbindung eines offiziellen Besuchs im Trainingslager - ein guter Kompromiß zu sein. In Zukunft vielleicht mit etwas weniger Lärm im Vorfeld.
  7. #26

    Hab noch nie eines der Medien erlebt, welches einem prominenten Fussballspieler die Möglichkeit gegeben hätte, sich politisch zu äußern. Hab noch nie einen Spieler erlebt, der das von sich aus getan hätte. Jetzt, nachdem die Politiker zu feige sind, von Angesicht zu Angesicht etwas zur sache zu äußern, sollen die armes Jungs ran. Idiotisch !
    Frau Merkel fahren Sie dahin - sagen Sie was zu sagen ist und gut iss. Lassen sie Gomez & Co kicken und machen Sie Ihren Job. Oder wollen sie demnächst Tore schiessen ?? ??
  8. #27

    Boykott-Keule plamabel für Politik

    Zitat von rolf.piper:"Aber was wäre, wenn sich die Russen und Ukrainer anmaßten, sich über die Rechtslahmheit deutscher Ermittlungsbehörden gegenüber Nazis, was Tradition in Deutschland hat, aufzuregen und z.B. über einen Oilboykott diskutierten.
    Diese ganze Aktion ist ein Baustein in dem monatelangen Reklamerummel der Medien zum Aufpäppeln der müden FDP, um diese Partei doch noch in Parlamente zu hieven.[/QUOTE]"

    Einer der Klitschkos will in dern Ukraine Polit-Karriere machen-Die Zeitung mit den großen Buchstaben unterstützt ihn. Die Bundeskanzlerin bläst mit im Medienkonzert Boykott oder nicht So wird vom Euro-Sparzwang-Chaos und der internatonalen Kritik an Deutschlands Diktat abgelenkt. Übrigens: Frau Timoschenko spielte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Konzert der superreichen Oligarchen eine große Rolle.
    Sie soll extrem Steuern hinterzogen haben. Deshalb wohl die U-Haft.
    Das mit ihrer Gesundheit ist eine Sauerei. Hilfe ist nötig.
    Aber dabei gleich die Boykott-Keule in Sachen EM zu schwingen ist plamabel für die politik.
  9. #28

    Aua

    Zitat von quimbes Beitrag anzeigen
    Sie soll extrem Steuern hinterzogen haben. Deshalb wohl die U-Haft.
    Nö. 1. sitzt sie nicht in U-Haft und 2. nicht wegen Steuerhinterziehung. :-)
  10. #29

    Wo geht es noch?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bundespräsident Gauck trifft sich aus Protest nicht mit seinem ukrainischen Kollegen. Auch Kanzlerin Merkel denkt über einen Boykott der Fußball-EM in der Ukraine nach. Was brächte ein Sportboykott? Sinnvoller wäre es, vor Ort Stellung zu beziehen.
    Genauso wenig zielführend ist es, an einem Turnier teilzunehmen und so zu tun, als fänden Menschenrechtsverletzungen in einer Parallelwelt statt, zu der der Sport keinerlei Verbindung habe. So wie es der DFB 1978 vorlebte, als die WM von der Militärdiktatur Argentiniens ausgerichtet wurde und sich Bundestrainer Helmut Schön, Kapitän Berti Vogts und die anderen jedes Wort zu Folter und Mord versagten. Oder wie es die Formel 1 in beschämender Weise zuletzt beim Großen Preis im Unruhestaat Bahrain praktizierte. Wegducken, weggucken. Dann wird der Sportler tatsächlich zum Komplizen des Regimes.

    EM in der Ukraine: Hinfahren, Mund aufmachen, gewinnen - SPIEGEL ONLINE
    Also wenn es darum geht, nur noch Sportveranstaltungen in Ländern ohne Menschenrechtsverletzungen durchzuführen, dann wäre der Veranstaltungskalender sehr dünn.
    Selbst D müsste man wegen verlängerter Sicherheitsverwahrung oder USA wegen Guantanamo meiden. Afrika, Mittel- und Südamerika müssen dann fast genauso wie dreiviertel-Asien boykottiert werden. Selbst Australien ist wegen seiner Asyl-Politik nict mehr einsetzbar. Welche Länder noch übrig bleiben, kann jader bei AI nachlesen.








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