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EM-Blog "Die schönsten Nebensachen der Welt": Überholt vom Rollstuhl

SPIEGEL ONLINEDramatische Spiele und brillante Stars: All das gehört zur Fußball-EM dazu - aber auch der kleine Wahnsinn in den Stadien, auf den Straßen und vor dem Fernseher zuhause. Im EM-Blog sammeln SPIEGEL-ONLINE-Autoren täglich die schönsten Nebensachen zum Turnier. Heute, Wahnsinnsstau in Warschau und Danzigs lächeln.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...837527,00.html
  1. #1

    Mit grossem Vergnuegen habe ich diese Artikel gelesen. vienn Dank fuer freundschaftliche Worte ueber meine Heimat :)
    Dana aus Breslau
  2. #2

    @ Peter Ahrens

    Die Stadt hieß die meiste Zeit Lwów, Lemberg nach polnischen Teilungen. Kein Grund sich die Stadt anzueignen.
  3. #3

    Herrlich

    Wunderbar erfrischend. Ich freue mich auf weitere Folgen :)
  4. #4

    lewe64

    Łowiczer Scherenschnitte (poln.: Wycinanki łowickie) sind polnische Schnittbilder aus Papier. Sie werden in der Umgebung der polnischen Stadt Łowicz hergestellt, die westlich von Warschau liegt.

    Ursprünglich wurden die Scherenschnitte als Vorlage für Verzierungen von konditorischem Gebäck benutzt. Die Szenen werden in Collagetechnik aus einfarbigem Papier mit Schere oder Messer ausgeschnitten und zu bunten Schnittbildern aus Papier auf weißem Karton zum Teil mehrschichtig aufgeklebt. Meist werden Szenen aus dem bäuerlichen Leben in der Tracht von Łowicz dargestellt. Als Motive dienen Bauern und Bäuerinnen sowie Haustiere wie Hühner, Schweine, Kühe und Schafe. Je feiner die Scherenschnitte gefertigt werden, desto höher ist der hierfür zu erzielende Preis.

    Das volkstümliche Kunsthandwerk wird vorwiegend in den Wintermonaten als Brauchtum gepflegt. Die Erzeugnisse werden an Touristen im nahen Warschau verkauft. Die Künstler bleiben meist anonym; doch manche Arbeiten werden gekennzeichnet oder sogar signiert.

    (Wikipedia)
  5. #5

    Euro-Blume doch nicht Hippie?

    Die "Euro-Blume" erinnert übrigens an Arten von fleischfressenden Pflanzen...
  6. #6

    Leopolis

    Danke für die geistreiche und gegenüber allen EM-Seiten tolerante Artikel. Ganz stichhaltig nennt der Author meine von dem Fürst Danylo genannte und heutzutage unter offizielen Namen bekannte Stadt mal Lwiw, mal Lemberg. Wir da nehmen sonst nicht den Polen übel, wenn sie nennen Lwiw, wie sie es bevorziehen. Ähnlicherweise Deutsche argwöhnen Polen nicht, dass sie möchten Leipzig aneignen, wenn sie nennen die Stadt Lipsko.
  7. #7

    Zitat von Superhustler Beitrag anzeigen
    Die Stadt hieß die meiste Zeit Lwów, Lemberg nach polnischen Teilungen. Kein Grund sich die Stadt anzueignen.
    Ach Gott! Die Westukraine (davor: Ostpolen, davor: Galizien) war lange ein Viervölkergemisch, aber alles andere als freundlich oder tolerant.
    Ich erinnere mich noch gut an die Erzählungen meiner Verwandten, die das noch gut aus eigener Erfahrung kannten:

    • Die Deutschen haben auf die Polen hinab geschaut (und die haben sich nach 1919 revanchiert, nachdem die Region zum polnischen Staat kam).
    • Deutsche UND Polen haben auf die Ukrainer hinab geschaut. (Beide hielten die Ukrainer für dumme Bauern, sich selbst aber für zivilisiert und kultiviert.)
    • All drei Gruppen haben die Juden verachtet.
    Allen war gemein, dass sie Heiraten untereinander mehrheitlich und oft vehement ablehnten.

    Während der Verbrechen Hitlers und Stalins haben die jeweils begünstigten Gruppen ganz überwiegend beide Augen zugedrückt. Keine der Volksgruppen hat sich dort je mit Ruhm bekleckert und hat also auch keinen Grund, jetzt irgendwelche vermeintlich historischen Rechte zu beanspruchen.

    Heute leben in der Region ganz überwiegend Ukrainer, die die Stadt eben Lwíw nennen. Wer das nicht akzeptieren will, setzt sich zwangsläufig dem Verdacht aus, das irgendwie wieder revidieren zu wollen – oder der jetzigen Bevölkerung permanent einen Unrechtsstatus zu verpassen. Dabei will praktisch kein Pole oder Deutscher wirklich wieder dorthin ziehen. Es geht nur um nationalistische Rechthaberei.
  8. #8

    Ne, ne...*nur Kopf schüttelt*

    Zitat von Frietjoff Beitrag anzeigen
    Ach Gott! Die Westukraine (davor: Ostpolen, davor: Galizien) war lange ein Viervölkergemisch, aber alles andere als freundlich oder tolerant.
    Ich erinnere mich noch gut an die Erzählungen meiner Verwandten, die das noch gut aus eigener Erfahrung kannten:

    • Die Deutschen haben auf die Polen hinab geschaut (und die haben sich nach 1919 revanchiert, nachdem die Region zum polnischen Staat kam).
    • Deutsche UND Polen haben auf die Ukrainer hinab geschaut. (Beide hielten die Ukrainer für dumme Bauern, sich selbst aber für zivilisiert und kultiviert.)
    • All drei Gruppen haben die Juden verachtet.
    Allen war gemein, dass sie Heiraten untereinander mehrheitlich und oft vehement ablehnten.

    Während der Verbrechen Hitlers und Stalins haben die jeweils begünstigten Gruppen ganz überwiegend beide Augen zugedrückt. Keine der Volksgruppen hat sich dort je mit Ruhm bekleckert und hat also auch keinen Grund, jetzt irgendwelche vermeintlich historischen Rechte zu beanspruchen.

    Heute leben in der Region ganz überwiegend Ukrainer, die die Stadt eben Lwíw nennen. Wer das nicht akzeptieren will, setzt sich zwangsläufig dem Verdacht aus, das irgendwie wieder revidieren zu wollen – oder der jetzigen Bevölkerung permanent einen Unrechtsstatus zu verpassen. Dabei will praktisch kein Pole oder Deutscher wirklich wieder dorthin ziehen. Es geht nur um nationalistische Rechthaberei.
    ...Und an welcher Uni haben Sie, bitte schön, Fach Geschichte absolviert?
  9. #9

    Ortsnamen

    @Frietjoff
    Der Verweis auf den deutschen Namen Lemberg erweckt den Eindruck als ob die Stadt deutsche Wurzel hätte. Diese Technik war auch ganz gerne für die Orte Wroclaw, Poznan(!) etc. angewandt.


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