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EM-Ausblick 2016: Mehr Teams, weniger Sport

DPADer große Glanz fehlte, brillante Spiele gab es wenige - die EM war sportlich eine Enttäuschung. Beim nächsten Turnier 2016 wird das nicht besser, im Gegenteil: Dann starten acht Teams mehr als bislang, die fußballerische Qualität wird leiden. Und die Uefa hat noch eine verrückte Idee.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...841821,00.html
  1. #20

    Ich sehe weder die EM als so schwach an wie Spiegel Online sie macht, noch sehe ich die Aufstockung als kritisch an. Europa hat genug guten Fussball zu bieten um auch mit 24 Teams und qualitativ hochwertiges Turnier zu bieten. Die Qualität der Mannschaften wird auch bei 24 Teams nicht schlechter sein, als bei einer WM. Es wird immer Teams geben, die letztlich Chancenlos sind aber das stört bei WMs auch niemanden.
    Und von dem einen Spiel mehr pro Team wird auch niemand überlastet. Mir hat ein Achtelfinale scho gefehlt. Einzig von der Idee keinen Ausrichter zu haben, halte ich nichts.
  2. #21

    Zitat von Steinwald Beitrag anzeigen
    Ist doch ok. Gegen Teams aus Lettland, Slowenien oder Andorra dürfte Deutschland immerhin eine Art Chance haben.
    Ja, anders als gegen Teams wie Holland oder Portugal, gegen die sich Deutschland bis auf die Knochen blamiert hat.

    Und ja, das ganz große legendäre Spiel, an das sich auch ein neutraler Beobachter noch in 10 Jahren erinnern wird, gab es nicht; aber es gibt ja noch eine Chance. Dafür gab es auch nur sehr wenige Langweiler, wie etwa zu Beginn der letzten WM. Fast jedes Spiel war, wenn nicht hochklassig, so doch zumindest spannend. Und in der ganzen Gruppenphase kein 0:0, allein dafür kann man als Zuschauer dankbar sein.

    Über die Aufstockung kann man geteilter Meinung sein. Ja, das Niveau wird sinken, aber ich freue mich für die Teems und Länder, die auch mal zu einem Turnier dürfen.

    Viele Fussballfans würden -so wie etwa beim Rugby- WM und EM ja doch gerne zu einem elitären Club machen, in dem die großen Teams automatisch qualifiziert sind. Und die Turniere dürften auch niemals in Ländern wie Polen, der Ukraine, Südafrika oder Katar stattfinden, die man nichtmal auf der Landkarte finden kann. Dass man eine handvoll Qualifikationsplätze für solche Teams freihält, ist doch schon mehr, als die überhaupt verdient haben. Und überhaupt, wer will schon ernsthaft, dass am Ende noch ein Team wie Griechenland Europameister wird?

    Ich mag Blatter persönlich überhaupt nicht, aber ohne ihn hätten wir womöglich immer nch die "gute alte" Zeit bei "Welt"meisterschaften mit 2 Alibi-startplätzen für Afrikaner und Asiaten.
  3. #22

    Gleichschaltung?

    Zitat von hajueberlin Beitrag anzeigen
    aber wenn man den olympischen Gedanken favorisiert...

    Es ist eine Profiveranstaltung. Wenn alle partizipieren sollen, soll man keine Endrunde spielen. Sondern eine Europa-Liga spielen. schön wäre es, wenn vor jedem Spiel die Europahymne gespielt werden würde. Stichwort Gleichschaltung.
    Ich weiß nicht so ganz, was gegen die Europahymne sprechen sollte (bei aller Schwarzmalerei ist Europa immer noch ein großartiges historisch einmaliges Phänomen, aber dazu sollte man sich in den Politik-Foren auslassen), aber ein Turnier (auf vier Wochen beschränkt mit allen kurzfristigen Höhen und Tiefen) wird regelmäßig andere Ergebnisse hervorrufen als etwa eine ganzjährige Saison. Und gerade um den europäischen Charakter zu stärken - da kommen wir doch wieder zur Politik - , eine Aufstockung der Teilnehmerzahl würde mir gefallen (meinetwegen auch auf 32, dann wären endlich auch einmal Fußballgroßmächte wie Luxemburg oder Island am Start - Vielfalt statt Einfalt, und damit aus meiner Sicht das Gegenteil von Gleichschaltung :-)
  4. #23

    Zitat von KnoKo Beitrag anzeigen
    Wie beknackt ist das denn? Da wird über Sachen lamentiert, die vier Jahre in der Zukunft liegen und wir wissen nicht einmal, ob es Europa in der jetzigen Form in einem Jahr noch gibt.
    Ich habe die EM zwar auch verfolgt, aber der gestrige Abend hat mir knallhart vor Augen geführt, was für ein unwichtiger Müll Fußball in Wahrheit ist.
    Stimmt, dieser Kommentar ist wirklich beknackt. Ich bin mir sicher in vier Jahren gehört Griechenland zu Asien, während Italien und Spanien zu Afrika gehören. So ist das doch, wenn man aus dem Euro raus muss? o.0
  5. #24

    Daaaanke

    Zitat von KnoKo Beitrag anzeigen
    Wie beknackt ist das denn? Da wird über Sachen lamentiert, die vier Jahre in der Zukunft liegen und wir wissen nicht einmal, ob es Europa in der jetzigen Form in einem Jahr noch gibt.
    Ich habe die EM zwar auch verfolgt, aber der gestrige Abend hat mir knallhart vor Augen geführt, was für ein unwichtiger Müll Fußball in Wahrheit ist.
    Sag ich doch. Das Ding mit "der schönsten Nebensache" heißt nicht nur so. Es ist auch so. Jedesmal wenn ich einkaufen oder tanken gehe, zeigt es mir die Prioritäten.
  6. #25

    Amateurplanungen...

    ..., denn es geht doch viel lukrativer.

    Direkt nach Ende einer Weltmeisterschaft werden alle interessierten Länder Europas in einen Topf geworfen, aus dem Gruppen zu vier Ländern gezogen werden. Diese spielen dann jeweils Montags (die restlichen Tage sind ja schon durch Landes-, Pokal-, Champions-, wasweissichnoch-Ligen belegt) mit Hin- und Rückspielen jeder gegen jeden. Die ersten beiden kommen dann weiter und werden wieder in Vierergruppen gepackt. So nach gut 2 Jahren könnte man dann aug ein KO-System umsteigen, weil die Nationalmannschaften dann ja wieder parallel zur jeweiligen EW die WM-Qualifikation bestreiten müssten. Kurz vor der WM dürfte dann der Sieger der EM feststehen, so dass direkt nach der WM von neuem begonnen werden kann.

    Für die UEFA bedeutet das dann 24/7/365-Vermarktungsfähigkeiten. Wenn man dann noch so geschickt ist, dass manche Spiele auf die Mittagszeit gelegt werden, könnte man noch ordentlich viel Geld in China verdienen.

    So muss man das machen!!!!
  7. #26

    Ja

    Zitat von Akill Beitrag anzeigen
    Ich sehe weder die EM als so schwach an wie Spiegel Online sie macht, noch sehe ich die Aufstockung als kritisch an. Europa hat genug guten Fussball zu bieten um auch mit 24 Teams und qualitativ hochwertiges Turnier zu bieten. Die Qualität der Mannschaften wird auch bei 24 Teams nicht schlechter sein, als bei einer WM. Es wird immer Teams geben, die letztlich Chancenlos sind aber das stört bei WMs auch niemanden.
    Und von dem einen Spiel mehr pro Team wird auch niemand überlastet. Mir hat ein Achtelfinale scho gefehlt. Einzig von der Idee keinen Ausrichter zu haben, halte ich nichts.
    aber dann lassen Sie uns doch Nägeln mit Köpfen machen. Keine Endrunde, sondern eine Liga. Selbstverständlich ohne Nationalhymnen.
  8. #27

    Mehr Teilnehmer und dezentrale Austragung...

    ... das gab es doch schonmal! Also wieder zurück zum Austragungsmodus 1964-1976. Damals qualifizierten sich nur 4 Teams für die Endrunde, und der Austragungsort wurde erst festgelegt, als die feststanden. Die Vorrunde und das Viertelfinale (mit Hin- und Rückspiel) wurden entsprechend irgendwo anders ausgetragen.

    Mein Vorschlag: Die Qualifikation wird in zwei Phasen geteilt. Die besten 10 Mannschaften müssen nicht durch die erste Phase (also keine sinnlosen Spiele wie Deutschland-Färöer/San Marino etc.). Die restlichen 43 UEFA-Mitglieder spielen um 15 weitere Plätze in der 2. Qualifikationsrunde.

    Dort sind dann 25 Teams, die in 5 Gruppen geteilt werden, wo (wie es auch jetzt der Fall ist) jeder gegen jeden spielt, mit Hin- und Rückspiel über 1,5 Jahre verteilt.

    Jetzt zur eigentlichen Endrunde, die während 3-4 Wochen stattfindet. Sie besteht ebenfalls nur aus Ko-Spielen, jedoch mit Hin- und Rückspiel. Die Sieger der 5 Qualifikationsgruppen sind für das Viertelfinale qualifiziert. Die 5 Gruppenzweiten und der beste Dritte spielen um die verbleibenden 3 Viertelfinalplätze.

    Dieser Vorschlag geht also den gegenteiligen Weg: Statt mehr Teams qualifizieren sich weniger Mannschaften für die Endrunde. Umgekehrt sorgt der Modus mit Hin- und Rückspiel meines Erachtens nach für mehr Spannung. Da es (außer dem Finale) Heim- und Auswärtsspiele gibt, ist das Turnier europaweit präsent. Andererseits: Es gäbe nur 19 Endrundenspiele, also weniger TV-Einnahmen...
  9. #28

    Warum nicht?

    Jetzt sind die Schwarzseher selbst hier angekommen. Natuerlich wird es Europa in 4 Jahren noch geben - warum denn nicht??? Vielleicht nicht mehr den Euro aber den haben die meisten europaeischen Laender sowieso nicht. Aber hauptsache Kommentar abgeben....
    PErsoenlcih halte ich die Idee fuer nicht so schlecht, auch die die Spiele in vershciedenen Laendern durchzufuehren. Warum nicht die Qualifikation abschaffen und alle europaeischen Laender teilnehmen lassen. Ein Vorschlag: Erste Runde k.o. System mit Hin und Rueckspiel in den jeweiligen Heimatlaendern und dann ein Tunier mit 24 Mannschaften.

    Zitat von KnoKo Beitrag anzeigen
    Wie beknackt ist das denn? Da wird über Sachen lamentiert, die vier Jahre in der Zukunft liegen und wir wissen nicht einmal, ob es Europa in der jetzigen Form in einem Jahr noch gibt.
    Ich habe die EM zwar auch verfolgt, aber der gestrige Abend hat mir knallhart vor Augen geführt, was für ein unwichtiger Müll Fußball in Wahrheit ist.
  10. #29

    Pardon

    Zitat von padderie Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht so ganz, was gegen die Europahymne sprechen sollte (bei aller Schwarzmalerei ist Europa immer noch ein großartiges historisch einmaliges Phänomen, aber dazu sollte man sich in den Politik-Foren auslassen), aber ein Turnier (auf vier Wochen beschränkt mit allen kurzfristigen Höhen und Tiefen) wird regelmäßig andere Ergebnisse hervorrufen als etwa eine ganzjährige Saison. Und gerade um den europäischen Charakter zu stärken - da kommen wir doch wieder zur Politik - , eine Aufstockung der Teilnehmerzahl würde mir gefallen (meinetwegen auch auf 32, dann wären endlich auch einmal Fußballgroßmächte wie Luxemburg oder Island am Start - Vielfalt statt Einfalt, und damit aus meiner Sicht das Gegenteil von Gleichschaltung :-)
    ich habe gewohnheitsmäßig übertrieben. Typisch Berliner halt. Übertreibungen verdeutlichen. Nich`bös gemeint. Ich habe mit der Bemerkung die Europa-Hymne abzuspielen einen Vorschlag eines anderen Foristen aufgenommen. Ich persönlich finde diesen Vorschlag genial. Und richtig. Diese National(macherei) dient doch nur den da oben. Die sind sich einig. Geld kennt keine Nationalität. Geld ist wie Mathematik, Medizin und Ähnliches, international. Wenn ich mich falsch ausgedrückt haben sollte --> Kotau


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