DPAEltern müssen monatelang suchen, ihre Elternzeit verlängern, improvisieren, sogar umziehen: Ab Sommer 2013 gibt es einen Rechtsanspruch auf Krippenplätze für Kinder ab eins - die Realität ist davon weit entfernt. Fünf Mütter erzählen von ihren grotesken Erfahrungen bei der Suche nach Betreuung.
http://www.spiegel.de/panorama/gesel...-a-862967.html
so gesehen, ist ein Kind schon eine Art Risiko-Faktor... Geboten wird den Eltern nahezu nichts, womit sie rechnen oder auch nur grob planen können. Gleiczeitig heißt es seitens (potentieller) Arbeitgeber oder "vom Staat", dass man flexibel sein soll. Ja wie denn? Schön auch die Geschichte eines Bekannten: lt. Gemeinde gibt es Krippenplatz nur, wenn sie eine Arbeit nachweisen können und bei Bewerbungen hieß es seitens der möglichen Arbeitgeber: ach sie haben ein Kind - dann weisen sie uns doch bitte einen Krippenplatz nach. Also wie rum denn nun? Immerhin war ein Kind allein noch nicht alleiniges Ausschlußkriterium.
Genau mit den Erfahrungen aus meinem privaten und Arbeitsumfeld!! Komisch, dass Frauen anstatt 700€ zu bezahlen "lieber" zu Hause bleiben. Interessant auch, dass es immer noch Politiker gibt, die sich darüber wundern, dass Frauen in D weniger verdienen als Männer. Liegt das nun an den Bösen, frauenfeindlichen Konzernen oder daran, dass die Politik seit Jahrzehnten keine vernünftige Kinderbetreuung bereitstellt?! Brave Frau zu Hause am Herd passt halt auch besser zum Weltbild unserer meist älteren, konservativen und vor allem männlichen Politiker.
Da fragt man sich was die Feministinnen im Westen in den ganzen Jahrzehnten überhaupt gemacht haben? Medienpräsenz und Ämter sind ein bißchen wenig, wenn man der Arbeiterin und Angestellten nicht helfen will/kann.
Und warum machen die Firmen nicht mehr Betriebskindergärten auf, wenn sie Fachkräfte brauchen?
Unter den Voraussetzungen würde ich in Deutschland auch keine Kinder kriegen wollen. Ich denke an der Betreuungssituation wird sich was ändern wenn die erste Kommune den Verdienstausfall einer Mutter bezahlen muss.
Ein Problem sind auch die widersprüchlichen Signale aus der Politik bzw Rechtsprechung. Da wird einerseits eine Herdprämie eingeführt, gleichzeitig werden Frauen bestraft wenn sie viele Jahre zu Hause waren und Kinder erzogen haben (bei der Scheidung ist der Anspruch auf Ehegattenunterhalt rigoros zusammengestrichen worden).
Ich habe hier in München 25 Kindergärten angerufen um für unseren 2 Jährigen einen Platz zu finden. Ich wurde ausgelacht...
Aber unser OB und Straßenbahnfan Ude verschwendet lieber Millionen für neue Straßenbahnen quer durch München. Das moderne Verkehrsmittel aus dm 18. Jahrhundert!
Hoffe nicht das er gewählt wird, sonst bekommen wir quer durch Bayern ein neues Straßenbahnnetz :-(...
Tut euhc zusammen, gründet eigene Betreuungen. 500-800 € für nen Kitaplatz. Der Laden gehört Niedergebrannt. Das ist Wucher. Warum können sich Unternehmen nicht zusammentun und Betriebskindergärten gründen? Wir machen das auch, 5 Agenturen halten sich 2 "Erzieherinnen" des alten Schlages. 8 Kinder werden hier in 2 Schichten betreut. Allerdings muss man sagen, der bürokratische Aufwand hat uns fast 2 Jahre gekostet.
...wenn sich die Eltern nach Inkrafttreten des Rechtsanspruchs in die Kitas reinklagen... Was machen die Länder dann? Betreut dann der jeweilige Landtag?