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Elektromobilität in Deutschland: Von der Autonation zum Entwicklungsland

REUTERSNur rund 4000 Elektroautos rollen auf deutschen Straßen. Bis 2020 sollen es eine Million Exemplare werden. "Markthochlauf" lautet das Zauberwort von Autobranche und Bundesregierung. Doch die Zweifel am erhofften Durchbruch wachsen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...839947,00.html
  1. #1

    Zum Glück

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Die Elektromobilität ist in Deutschland dabei zu sterben",
    Zum Glück. Die Forschung Richtung Brennstoffzelle, Kernfusion und ähnlichen Themen brächte uns viel weiter.

    Die schwachen Länder in der EU beanspruchen uns schon über Gebühr, dazu horrend steigende Strompreise, weswegen Sozialleistungen aufgestockt oder Sozialstromtarife eingeführt werden sollen usw.usf. Und in diesem ruinösen Umfeld sollen Staat und Firmen nicht Mrd, sondern Billionen von Euro aufbringen, um überhaupt erst mal die Infrastruktur für Elektromobilität zu schaffen? Aha.

    Der Tankvorgang heute dauert 2 Minuten, ein Akku braucht mindestens 20, wenn nicht 40 oder 60 Minuten und das bei erbärmlicher Reichweite - die Schlangen vor den Zapfstellen werden kilometerweit sein. Oder wer will schon zum Tanken an den Stadtrand fahren, wo Platz dafür wäre? Ich habe wahrlich Besseres zu tun in meinem Leben.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nur rund 4000 Elektroautos rollen auf deutschen Straßen. Bis 2020 sollen es eine Million Exemplare werden. "Markthochlauf" lautet das Zauberwort von Autobranche und Bundesregierung. Doch die Zweifel am erhofften Durchbruch wachsen.

    Elektromobilität in Deutschland kommt laut Auto-Experten nicht voran - SPIEGEL ONLINE
    Ich fahre einen Renault Twizy und das mit wachsender Begeisterung. Für über 90% meiner Fahrten ist er völlig ausreichend. Selbst bei starken Regen und bei 10 Grad Außentemperatur kein Problem. Da die Politik nichts bewegt, wird es vermutlich der Benzinpreis richten. Wenn der mal über die 2€ klettert, fangen die Menschen an umzudenken.
  3. #3

    Nicht nur fehlende Subvention

    Solange wir Firmen wie Daimler haben ,die wörtlich ggüb Excellenzuni -Dipl.-Ings aussprechen : Wir brauchen Leute wie Sie nicht udn das auf Dauer - oder wie man andernsorts leist ,daß man generell unter dem Tisch vor Lachen liegt wenn sich Hochqulifizierte bewerben .... oder
    35 J als verrostet , Leutz die im "besten" Alter sind ,man unterstellt sie wollten zum Sterben in die Firma kommen,... Und das seit xx Jahren.

    Daher brauchen wir uns keine Sorgen machen ,was nach dem Chinahype passieren wird.

    Die Wirtschaft baut vor , verkauft Autotechnik quasi aus dem alten Rom --- Hauptsache die Rendite stimmt speziell für die vorrentner im Vorstand ...
  4. #4

    Zitat von chaps Beitrag anzeigen
    Ich fahre einen Renault Twizy und das mit wachsender Begeisterung. Für über 90% meiner Fahrten ist er völlig ausreichend. Selbst bei starken Regen und bei 10 Grad Außentemperatur kein Problem. Da die Politik nichts bewegt, wird es vermutlich der Benzinpreis richten. Wenn der mal über die 2€ klettert, fangen die Menschen an umzudenken.

    Können Sie ein bisschen zu Ihren Erfahrungen berichten? Wie ist das mit dem Gepäcktransport, fehlenden Türen, was ist bei Regen? Wie ist die Reichweite im Winter? Wie / wo laden Sie den Akku auf? Wieviel Km ist der Twizzy schon gelaufen? Gab es Kinderkrankheiten, Werkstattaufenthalte?

    Sie als einer der ersten "User" müssen uns unbedingt mehr erzählen!!!
  5. #5

    Zusammenhanglos

    Zitat von Möglw. Beitrag anzeigen
    Zum Glück. Die Forschung Richtung Brennstoffzelle, Kernfusion und ähnlichen Themen brächte uns viel weiter.
    Die Brennstoffzelle betreibt einen Elektromotor, ist also auch nichts anderes als Elektromobilität.
    Dieser Zusammenhang scheint Ihnen überhaupt nicht klar zu sein.

    Zitat von Möglw. Beitrag anzeigen
    Billionen von Euro aufbringen, um überhaupt erst mal die Infrastruktur für Elektromobilität zu schaffen? Aha.
    Dass der Aufbau einer H2-Infrastruktur tatsächlich Billionen von Euro kosten würde, während die Infrastruktur für die akkubetriebene E-Mobilität bereits weitgehend vorhanden ist, scheint Ihnen auch nicht klar zu sein.
    Aha.

    Zitat von Möglw. Beitrag anzeigen
    ein Akku braucht mindestens 20, wenn nicht 40 oder 60 Minuten
    Bei mir sogar mehrere Stunden, da mein E-Auto keinen Schnellladeanschluß hat.
    Da ich aber während dem Laden nicht danebenstehen und Beschwörungsformeln aufsagen muß, ist mir das ziemlich egal.
    Zitat von Möglw. Beitrag anzeigen
    und das bei erbärmlicher Reichweite
    Keine Ahnung welche erbärmlichen Strecken Sie pro Tag oder Stunde fahren müssen. Da die durchschnittliche Fahrtstrecke pro Tag aber nur bei ca. 40-60km liegt, ist das Potential derer die von der Reichweite her ein heutiges E-Auto im Alltag nutzen könnten, sehr groß.
    Zitat von Möglw. Beitrag anzeigen
    die Schlangen vor den Zapfstellen werden kilometerweit sein.
    Vor meiner Garage gibt es keine Schlangen, und wer die Möglichkeit noch nicht hat über Nacht zu Hause oder während der Arbeitszeit zu laden, wird sich eben vorerst noch kein E-Auto kaufen.

    Wo war nochmal das Problem dabei?
  6. #6

    armes Deutschland...

    Zitat von Möglw. Beitrag anzeigen
    Zum Glück. Die Forschung Richtung Brennstoffzelle, Kernfusion und ähnlichen Themen brächte uns viel weiter.
    ... um überhaupt erst mal die Infrastruktur für Elektromobilität zu schaffen? Aha.
    Der Tankvorgang heute dauert 2 Minuten, ein Akku braucht mindestens 20, wenn nicht 40 oder 60 Minuten und das bei erbärmlicher Reichweite - die Schlangen vor den Zapfstellen werden kilometerweit sein. Oder wer will schon zum Tanken an den Stadtrand fahren, wo Platz dafür wäre? Ich habe wahrlich Besseres zu tun in meinem Leben.
    Also:
    Die Infrastruktur für die Elektromobilität gibt es schon (Steckdose) bzw. lässt sich an jeder Tankstelle ohne großen Aufwand nachrüsten (Ladesäule). Ich kenne keine Tankstelle ohne Stromanschluss.

    Zuhause lädt das Elektromobil über Nacht, da ist es egal wie lange es braucht.
    Hat man doch mal eine weite Strecke, so sind nach 2 Stunden Fahrt eine Kaffeepause von einer halben Stunde nicht so wirklich schlimm. Es würde zu deutlicher Entstressung führen. Klar ist auch, dass die Autovielfahrer, die mit Tempo 200 hinten an der Stoßstange kleben diese Pausen eher nicht gut finden.

    Der Tesla S kommt mit mehreren 100km Reichweite - was ist daran "erbärmlich"? Lassen wir der Batterieindustrie noch ein paar Jahre Zeit und die Reichweite ist kein Problem mehr.

    In Deutschland krankt es an zu vielen Hirngespinsten, die sich zwar toll anhören, aber nie zur Serienreife kommen (Wasserstoff, Brennstoffzelle, Kernfusion).
    Die Franzosen bauen seit gut 20 Jahren serienmäßig praxistaugliche Elektroautos mit akzeptabler Reichweite um die 100km, die für sehr viele Zwecke (Zweitwagen!) völlig ausreicht.
    Und wer bietet jetzt schon eine ganze Modellpalette interessanter Elektroautos an? Renault/Nissan...

    Während Deutschland noch auf Stammtischniveau diskutiert oder die superperfekte Omnilösung sucht, verdienen andere Länder Geld.

    Schön zu sehen im Vergleich dieser beiden Nachrichten:
    Audi cancels all-electric A2, A1 e-tron due to high price-tag fears
    Elektroauto Nissan Leaf entwickelt sich in Norwegen zum Bestseller - DailyGreen.de
  7. #7

    Zitat von malocher7 Beitrag anzeigen
    Können Sie ein bisschen zu Ihren Erfahrungen berichten? Wie ist das mit dem Gepäcktransport, fehlenden Türen, was ist bei Regen? Wie ist die Reichweite im Winter? Wie / wo laden Sie den Akku auf? Wieviel Km ist der Twizzy schon gelaufen? Gab es Kinderkrankheiten, Werkstattaufenthalte?

    Sie als einer der ersten "User" müssen uns unbedingt mehr erzählen!!!
    Schaun sie doch mal hier:
    Kurzbericht Probefahrt Twizy
    (man muss sich durch die Beiträge ein wenig durchwühlen...)

    Als Elektroautofahrer kann ich Ihnen aber ein paar allgemeine Antworten geben, die auch auf den Twizy zutreffen werden:
    - Aufgeladen wird an der häuslichen Steckdose (alternativ Arbeit)
    - im Winter nimmt die Reichweite ein wenig ab, das liegt an den Akkutemperaturen, an den höheren Reibungsverlusten auf der Straße, wenns glatt ist usw.
    -
  8. #8

    optional

    Die Million wäre ganz einfach zu knacken: für E-Autos die 1% Dienstwagen steuer abschaffen...
    70% der Neuwagen jedes Jahr fallen in diese Kategorie wenn davon ein kleiner Teil jedes Jahr ein E-Auto wäre.... Also ich würde sofort ein E-Auto als kostenfreien Firmenwagen nehmen... privat macht das sowas von keinen Sinn...
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nur rund 4000 Elektroautos rollen auf deutschen Straßen. Bis 2020 sollen es eine Million Exemplare werden. "Markthochlauf" lautet das Zauberwort von Autobranche und Bundesregierung. Doch die Zweifel am erhofften Durchbruch wachsen.

    Elektromobilität in Deutschland kommt laut Auto-Experten nicht voran - SPIEGEL ONLINE
    Immer dasselbe. Erst von Elektromobilität reden, und dann darunter nur Elektro-PKW verstehen.

    Elektromobilität ist weder was neues, noch ist Deutschland da Entwicklungsland. Jeden Tag fahren Millionen Menschen mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen zur Arbeit, in den Urlaub, auf Dienstreise.
    Und deutsche Elektrofahrzeuge sind ein Exportschlager, fahren auf der ganzen Welt.


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