Elektromobilität in Deutschland: Von der Autonation zum Entwicklungsland

REUTERSNur rund 4000 Elektroautos rollen auf deutschen Straßen. Bis 2020 sollen es eine Million Exemplare werden. "Markthochlauf" lautet das Zauberwort von Autobranche und Bundesregierung. Doch die Zweifel am erhofften Durchbruch wachsen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...839947,00.html
  1. #110

    Zitat von Skarrin Beitrag anzeigen
    Dann beginnen Sie mal damit, sich zu informieren anstatt sich vermeintliches "Wissen" selbst zusammen zu phantasieren.
    Dann klappts vielleicht auch irgendwann mit dem (kritischen) Denken.
    Wissen Sie, ein E-Auto kann jeder fahren, der genug Geld hat.
    Verstehen muß man dafür nichts.
    Nur Glauben.

    Sie sind einer der wenigen hier, dem ich tatsächlich glaube, dass er ein E-Auto hat. Die meisten erfinden irgendwelche Geschichten.

    Ich kann verstehen, daß es für Sie anstrengend ist, wenn Sie jeden über tatsächliches Fehlwissen bezüglich E-Autos aufklären wollen und vielleicht sind Sie inzwischen so genervt davon, dass Sie regelmässig persönlich beleidigend werden müssen. Das ist allerdings überhaupt nicht angemessen.

    Und ich sags Ihnen nochmal: Ihre zunehmend bissige und unsachliche Art sehe ich in der Tatsache begründet, dass Sie sich mit fürs E-Auto entschieden haben und sich permanent mit Kritik am E-Auto konfrontiert sehen, die einfach berechtigt ist und das passt Ihnen halt nicht.

    Und ich sags auch noch mal: Ich habe nichts gegen das E-Auto. Wenn es a) meine Anforderungen erfüllen würde und b) nicht teurer wäre als ein Verbrenner würde ich längst eins haben.

    Ich hab nichts gegen das E-Auto, ich habe nur was gegen völlig falsche Aussagen im Zusammenhang mit dem E-Auto. Geht bei "Co2-frei" los, geht über "ich tanke kostenlosen Solarstrom" und hört bei "E-Autos werden von der Industrie unterdrückt, weil sie komplett wartungsfrei sind und ewig halten" noch lange nicht auf.
  2. #111

    Zyklen

    Zitat von radler2 Beitrag anzeigen
    Ihre Aussagen sind so relativ unsinnig.
    Es gibt jede Menge verschiedener Akku-Typen mit sehr unterschiedlichem Verhalten, da sind Aussagen zur "modernen Elektrofahrzeugbatterie" ein bißchen sehr pauschal.
    O.K. dann genauer: Nach Angaben der Firmen SB-Limotive und Deutsche Akkumotive die beide Batterien für Elektrofahrzeuge Entwickeln haben diese Batterien eine Lebensdauer von 1000 Zyklen. Die Lebensdauer ist definiert wenn der Akku auf 80% seiner Kapazität abgesunken ist. Fehlbedienungen (Überladen und komplettes Entladen veringern die Lebensdauer, wiord aber von der Elektronik verhindert)


    Zitat von radler2 Beitrag anzeigen
    Die 1000 Zyklen sind eine völlig willkürliche Zahl ohne Aussagekraft. Der eine Akkutyp zählt jede Teilladung als Zyklus, bei anderen erhöht sich die mögliche Zyklenzahl bei Teil-Entladung und Teil-Beladung..
    1000 Zyklen sind die Aussage des Herstellers. Teilladungen zählen nicht als voller Zyklus, es gibt aber verschiedene Arten von Batterien (für Hybride, Batteriefahrzeuge...)

    Zitat von radler2 Beitrag anzeigen
    Die heute bevorzugt verwendeten LiIon werden aber im allgemeinen wohl nicht den Zyklentod, sondern den Alterungstod über die Jahre sterben. Und da können Sie sich drauf einstellen, dass Sie während der üblichen Lebensdauer eine Fahrzeugs (>15 Jahre!) mindestens einen Akku nachkaufen müssen.
    Tod durch Jahre stimmt, ist z.b. bei Reifen, Bremsflüssigkeit... aber auch so. Die Durchschnittliche Lebensdauer eines Autos in Deutschland beträgt übrigens 8-9 Jahre, bei Elektroautos vermutlich länger. Und wenn eine Batterie 10 Jahre lang hält ist das doch o.k. unter "ständig neue Batterien kaufen" stelle ich mir was anderes vor.
  3. #112

    Zitat von holgermesle@web.de Beitrag anzeigen
    Die Durchschnittliche Lebensdauer eines Autos in Deutschland beträgt übrigens 8-9 Jahre,
    Das ist definitiv nicht so, vor der Abwrackprämie lag das DurchschnittsALTER aller in D angemeldeten PKW bei ca. 8 Jahren. Bedeutet, die durchnittliche LebensDAUER muß bei ca. 16 Jahren liegen.
    Statistiken dazu finden Sie bei destatis.de
    Zitat von holgermesle@web.de Beitrag anzeigen
    bei Elektroautos vermutlich länger.
    Was verleitet Sie zu dieser Vermutung? KFZ werden nicht mehrheitlich aussortiert, weil der Verbrennerantrieb versagt. Alles andere haben Sie beim E-Auto auch. Dazu kommen die enormen Kosten für einen neuen Akku, wenn der mal versagt.

    Zitat von holgermesle@web.de Beitrag anzeigen
    Und wenn eine Batterie 10 Jahre lang hält ist das doch o.k. unter "ständig neue Batterien kaufen" stelle ich mir was anderes vor.
    Ich habe nicht von "ständig neuen Batterien kaufen" geschrieben, sondern von einem Ersatz mindestens einmal.
    Nach Herstellerangaben von Tesla zum Roadster und zum Citysax liegt die zu erwartende Lebensdauer bei 7 Jahren. (Lebensdauer, nicht Garantie).
    Das wird sich ändern, meine Äusserungen beziehen sich aber nicht auf die Zukunft, sondern auf heute zu kaufende E-Autos.
  4. #113

    Ups.

    Zitat von radler2 Beitrag anzeigen
    Das ist definitiv nicht so, vor der Abwrackprämie lag das DurchschnittsALTER aller in D angemeldeten PKW bei ca. 8 Jahren. Bedeutet, die durchnittliche LebensDAUER muß bei ca. 16 Jahren liegen.
    Statistiken dazu finden Sie bei destatis.de .
    Ups, mein Fehler, Danke

    Zitat von radler2 Beitrag anzeigen
    Was verleitet Sie zu dieser Vermutung? KFZ werden nicht mehrheitlich aussortiert, weil der Verbrennerantrieb versagt. Alles andere haben Sie beim E-Auto auch. Dazu kommen die enormen Kosten für einen neuen Akku, wenn der mal versagt..
    Fahrzeuge werden heute zumeist außsortiert wenn sich eine Reparatur nicht mehr lohnt, sowie wenn das Fahrzeug nicht mehr dem Stand der Technik entspricht (Verbrauch, Abgasnorm, unsicher...) Die bisher gebauten Elektrofahrzeuge werden überdurchschnittlich lange am Leben erhalten, auch weil sie zumeist mit einem neuem Satz Batterien wieder auf dem aktuellem Stand der Technik sind. Für ein 20 Jahre altes Cityel das noch funktioniert bekommen sie locker 25% des aktuellen Neupreises. Bei "richtigen Elektroautos" wie dem Golf 3 Citystromer liegt der Gebrauchtwagenpreis auch so bei 3-6 Tausend Euro. Da kostet ein Moderner Batteriesatz aber auch ca 6000 Eur.
    Zitat von radler2 Beitrag anzeigen
    Ich habe nicht von "ständig neuen Batterien kaufen" geschrieben, sondern von einem Ersatz mindestens einmal.
    Nach Herstellerangaben von Tesla zum Roadster und zum Citysax liegt die zu erwartende Lebensdauer bei 7 Jahren. (Lebensdauer, nicht Garantie).
    Das wird sich ändern, meine Äusserungen beziehen sich aber nicht auf die Zukunft, sondern auf heute zu kaufende E-Autos.
    Viele Leute denken leider das Elektrofahrzeuge Batterien fressen würden wie ihre Taschenlampe.
    Schauen wir mal was die nächsten 5 Jahre alles auf den Markt kommt.
  5. #114

    Zitat von Litajao Beitrag anzeigen
    ....

    Glauben an den Fortschritt hilft vielleicht ein bisschen.
    Wenn wir nur ganz fest daran glauben wird das Unmögliche Realität.

    Naturgesetze können durch Parteitagsbeschlüsse außer Kraft gesetzt werden, wir brauchen nur ein neues Gesetz aus dem Bundestag ....
  6. #115

    ...

    Zitat von Ammoudia Beitrag anzeigen
    Was muss die alles wegschmeissen:

    Erstklassiges Know How und Weltmarktführung in den Bereichen:
    Verbrennungsmotoren, Getriebe, Elektrik....

    Ich schätze mal, 80% des Know How, das man braucht, ein Auto zu bauen.

    Es fehlt nur noch die Entwicklung eines besseren Akkus, ein Bauteil, welches bei Laptops, Kameras, etc. allein schon einen riesigen Markt hat und daher von dort schon automatisch die nötigen Entwicklungsimpulse bekommt.

    Da ist das Elektroauto gar nicht nötig.

    Es bleibt eine Karosserie, 4 Räder mit E-Motoren und eine elektronische Steuerung. Das ist etwas, was ein mittlere Klitsche fertig bringt (siehe Tesla oder die vielen kleinen Firmen, die jetzt neu auf den Markt drängen.)

    Wo bleibt dann Deutschlands Industrie?

    Irgendwie erinnert das an die Zeit der Grossrechner und das Aufkommen der Mikroprozessoren. Da entstand Microsoft und Apple, IBM wurde innerhalb kürzester Zeit der Markführerschaft enthoben.

    Vielleicht geht es Daimler, VW etc in Zukunft ähnlich.

    Wenn die nicht aufpassen, sind sie dann nur noch ein Name auf einem irgendwo in der Welt zusammengebauten E-Mobil.

    wer hat eigentlich gesagt das ein e-auto von einem autokonzern gebaut werden MUSS?????
  7. #116

    ....

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Achso, alle öffentlichen Parkplätze mit Drehstromanschlüssen auszustatten wird günstig?!
    LOL. Klar, kostenlos.

    Ihre Solaranlage hat in der Herstellung wohl gut Energie gekostet, und hat sie persönlich auch Geld gekostet. Würden sie den Strom nicht fürs Auto verwenden, könnten sie ihn im Haushalt einsetzen, müssten weniger Netzstrom ziehen.


    Warum? Energiesparende Verbrenner-KFZ sind energiesparender als Stromer. Der Stromer verbraucht vllt. während der Fahrt sehr viel weniger Energie, aber durch den hohen Aufwand bei der Herstellung und der Entsorgung wird er am Ende der Lebenszeit sogar vom Verbrenner überholt, und das auch wenn der Akku während der Lebenszeit nicht getauscht wird.
    Und die Infrastruktur für den KRaftstoff ist längst vorhanden.

    Energieeffizienz: Gehen, Radfahren, Auto, Elektroauto …

    Das Ziel muss also sein 3-4l-Autos zu propagieren, und keine Stromer. Und das Ziel muss sein, den Leuten klar zu machen, dass man dauerhaft nicht so einen Lebensstil sich leisten kann, egal ob mit Stromern oder Benzinern. Die meisten Pendler könnten auch das Fahrrad nehmen.
    Wenn ich mir einen 1kEUR-gebrauchten Kleinwagen und den Sprit nicht mehr leisten kann, dann retten mich keine 20kEUR-Stromer und auch keine 10kEUR-Stromer.

    Das Problem der Anhänger der Stromer und der EE ist, dass sie die Augen vor der Realität verschließen und denken diese netten Konzepte könnten ihren Lebensstandard sichern. Tja, Stromer gibts aber schon seit Ewigkeiten zu kaufen (City-EL z.B.), offensichtlich gibts aber keine großen Käufermassen.

    In einem allgemeinen Energiemangel ist es egal mit welcher Energieform man Dinge betreibt, weil Energieformen substituierbar sind in vielen Bereichen. Entscheidend wird sein, dass Mobilität von der Priorität weit hinter Nahrungsmittelversorgung und Heizwärmeversorgung kommt, und das sowohl im EE- wie auch im fossilen Markt die Käufer von Nahrungsmitteln und Heizwärme die Preise hochtreiben werden, um die Käufer des Mobilitätssektor aus dem Markt zu drängen.
    wir essen kiwis aus neuseeland, steak aus argentinien, vino aus frankreich... wir fahren erdbeeren aus deutschland nach holland zu waschen, dann nach italien um sie dort zu verpacken und verkaufen das dann wieder in deutschland. unser gesamter westliche lebensstil ist eine sauerei ohne ende. das ganze kunststoff was wir benötigen versaut die gesamte erde. benzinautos sind blue emotion oder sonstwas, aber eautos sind böööössse.