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Elektromobilität in Deutschland: Das Millionen-Ziel ist in Gefahr

DPAVon Begeisterung keine Spur: Laut einem Bericht der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) kommt das E-Mobil in Deutschland nicht in Fahrt. Wie sich das ändern lässt, darüber sind die NPE und Verkehrsminister Ramsauer unterschiedlicher Ansicht.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...834249,00.html
  1. #1

    E-Autos sind momentan einfach zu teuer. Diejenigen die sich so was leisten können haben auch kein Problem mit den Benzinpreisen. Aber wenn man für ein E-Auto knapp 33% mehr zahlt als für ein vergleichbaren Benziner ist dieses Ergebnis eigentlich klar.
  2. #2

    Au weia...

    Wie rückständig sind diese Politiker eigentlich? Man denke sich mal einen kaputten BMW i: Carbon muss in Werkstatt 1 gemacht werden (es wird Ewigkeiten dauern, bis alle Werkstätten dieses recycling-schwache Material bearbeiten können). Der kaputte Hochvolt-Akku muss in einer anderen Werkstatt bearbeitet werden usw. usw. Es sind noch weitere Infrastruktur-Probleme denkbar.

    Mir hat noch niemand die Fragen beantwortet:
    - Die heutige Position der Akkus lässt keinen schnellen Austausch zu. Was nützt mir also ein gekaufter oder geleaster Zweitakku?
    - Was mache ich dann bei einer Tanke/einem Händler a) in der Pampa, wo ich stundenlang auf die Aufladung des Akkus warten muss und meine Familie in der Blumenwiese hockt und die Kinder quengeln. Oder b) dem Innenstadthändler, der so oder so nie genug Parkplätze hat. Kostenlos parken und shoppen gehen? Wer hat denn die Zeit für sowas? Muttis Zweitwagen vielleicht, aber nicht der Standardkunde.
    - Wo sollen die Autos alle beim Aufladen stehen? Tankvorgang heute: 2-5 Minuten. Elektro: etliche Stunden. Was soll das bitte für Aufläufe und Schlangen geben?
    - Welcher Strom soll die ganzen Autos aufladen? Die gefloppten Offshore-Windräder in der Nordsee? Das riecht nach teuer eingekauftem Atomstrom.

    Usw. usf.
    Die Probleme sind dermaßen vielfältig und es liegt noch nicht eine zufriedenstellende Antwort auf dem Tisch!
    Alles guckt immer nur auf die Reichweite der Akkus, aber nicht auf die Probleme mit Logistik, Distribution und Infrastruktur im Alltag. Ich sehe schwärzer als schwarz für diese Fehlentwicklung.
  3. #3

    Noch acht Jahre?

    ...dann fahren eine Millionen Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen?
    Weit gefehlt. Noch in diesem Jahr wird die Millionengrenze erreicht: Dann sind 1.000.000 Pedelecs in Deutschland unterwegs.
  4. #4

    Pedelecs, echt?

    Ich bin überrascht, woher stammt die Zahl den?
    Das ein paar der Dinger im Aldi verkauft wurden kann nicht der Grund sein und gegenüber nem "normalen" Rad hat man beim "Markenpedelec" ein ähnliches Problem wie beim PKW. Für fast jeden Einsatzzweck zu teuer im Vergleich.
  5. #5

    Super-Hype E-Mobilität

    Wieso kümmert sich die Politik überhaupt um technische Lösungen??? In den Parlamenten sitzen doch nur Leute, die von Technik nicht den geringsten Schimmer haben. im Verein mit ein paar Öko-Fetischisten hat die Industrie die chinesische Gefahr an die Wand gemalt. Auf einmal wollten alle was für den Automobilstandort Deutschland tun! Herr Zetsche verlangt nach Subventionen! Das ist krank! Entweder er ist ein toller Manager und geht ins Risiko - oder er läßt es! Wieso sollen Manager-Gehälter und Dividenden vom Steuerbürger gesichert werden. Wenn Universitäten Geld für die Grundlagenforschung (Batterien) bekommen, deren Ergebnisse allen offenstehen, dann ist es o.k. Keine Subventionen und Privilegien für E-Fahrzeuge!! Es braucht den Anschub nicht. da wo es Sinn macht, wie z.B. bei E-Fahrrädern, setzt sich die Technik von ganz allein durch. Herr Ramsauer sollte für gute Straßen sorgen - dann hat er schon genug am Hut.
    Kauri
  6. #6

    Mal auf die Uhr schauen

    Laut meiner sind es noch 7,5 Jahre bis Ende 2012.
    Wenn ich die Preissteigerung für Sprit und den Preisverfall für Akkus Fahrzeuge linear hochrechne, dann muß die nächste Regierung E-Autos in ein paar Jahren wohl verbieten um das Ziel von NUR 1 Mio. bis 2020 nicht zu gefährden ;-)
  7. #7

    Die Antworten liegen auf dem Tisch und nicht darunter

    Zitat von Möglw. Beitrag anzeigen
    Man denke sich mal einen kaputten BMW i: Carbon muss in Werkstatt 1 gemacht werden
    BMW sind die einzigen die Carbon wollen, was auch keinen technischen Sinn hat sondern nur dem "Premium"-Image dienen soll.
    Wenn Ihnen Carbon nicht passt dann kaufen Sie halt ein E-Auto von einem anderen Hersteller - oder gar keins.

    Zitat von Möglw. Beitrag anzeigen
    - Die heutige Position der Akkus lässt keinen schnellen Austausch zu. Was nützt mir also ein gekaufter oder geleaster Zweitakku?
    Wozu wollen Sie einen schnellen Austausch, wenn der nur alle 5-10 Jahre fällig ist?

    Zitat von Möglw. Beitrag anzeigen
    - Was mache ich dann bei einer Tanke/einem Händler a) in der Pampa, wo ich stundenlang auf die Aufladung des Akkus warten muss
    Zum Laden nicht in die Pampa fahren und dort herumjammern, sondern an eine Schnellladestation und dort max. 20-30 Minuten warten.

    Oder das E-Auto über Nacht an die eigene Steckdose in der Garage hängen.

    Oder kein E-Auto kaufen, falls Sie im 8. Stock in der Innenstadt wohnen. Da brauchen Sie eigentlich sowieso kein eigenes ?-Auto, denn der ÖPNV ist vor der Tür und Mietwagen/Carsharing um die Ecke.

    Zitat von Möglw. Beitrag anzeigen
    - Welcher Strom soll die ganzen Autos aufladen? Die gefloppten Offshore-Windräder in der Nordsee? Das riecht nach teuer eingekauftem Atomstrom.
    Sie haben halt einen schlechten Riecher:
    Elektroautos: Mobil auch ohne Atomkraft - Auto | STERN.DE

    Zitat von Möglw. Beitrag anzeigen
    Die Probleme sind dermaßen vielfältig und es liegt noch nicht eine zufriedenstellende Antwort auf dem Tisch!
    Wenn Sie mal auf den Tisch schauen würden anstatt nur darunter herumzukriechen und Stammtischweisheiten aufzuklauben, könnten Sie die Antworten leicht sehen.

    Zitat von Möglw. Beitrag anzeigen
    Alles guckt immer nur auf die Reichweite der Akkus, aber nicht auf die Probleme mit Logistik, Distribution und Infrastruktur im Alltag. Ich sehe schwärzer als schwarz für diese Fehlentwicklung.
    Bitte beleidigen Sie nicht "alle", indem Sie ihnen Ihre beschränkte Schwarzsichtweise unterstellen.
    Vielen Dank.
  8. #8

    Die erste Million in 2012

    Zitat von vander1 Beitrag anzeigen
    Ich bin überrascht, woher stammt die Zahl den?
    2007 - 2010:
    Der E-Bike/Pedelec-Boom in Zahlen bei elektrobike-online.com

    2011:
    310.000 verkaufte E-Bikes in 2011: ZIV veröffentlicht neue Rekordzahlen bei elektrobike-online.com

    Inkl. der Verkäufe in 2012 dürfte die Million sogar deutlich überschritten werden, auch wenn man berücksichtigt dass nicht mehr alle E-Bikes aus 2007-8 noch fahren.

    Ist zwar nicht repräsentativ aber ich sehe die Teile immer häufiger im Straßenverkehr, und sogar in der Mountainbike-Version vor Almhütten :-)
  9. #9

    Erde an Ramsauer: Fr*sse halten!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er sei "nicht generell gegen Kaufanreize" für E-Autos, sagte Ramsauer, "aber sie müssen Sinn machen und finanzierbar bleiben". Die Mittel dafür im Bundeshaushalt seien sehr begrenzt.
    Ob Kaufanreize für E-Autos sinnvoll sind kann man sicher diskutieren*, aber eine derartige Volksverdummung nachdem er gerade erst 5 Milliarden!!!! Euro für die ökologisch und ökonomisch sinnfreie Abwrackprämie verschleudert hat, ist einfach nur eine Frechheit.
    Dass er dabei nur der Befehlsempfänger unserer Bundeskanzlerinlaiendarstellerin war, macht die Sache auch nicht besser.


    *Ich meine eher nein, da sich der E-Antrieb bei fallenden Fahrzeugpreisen und steigenden Spritpreisen mittelfristig von alleine durchsetzen wird.








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