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Elektromobilität: Alles sauber oder was?
OpelElektromobilität gilt als Retter fürs Klima - schließlich entsteht während der Fahrt kein Kohlendioxid. Doch sind Elektroautos auch noch so umweltfreundlich, wenn man keinen Ökostrom tankt? Und was kostet das automobile grüne Gewissen? Ein Faktencheck.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...814563,00.html
- #230 06.03.2012 11:59 von
So so, hat jeder gemerkt. Na dann.
Sie werden wohl recht haben, immerhin sind Sie ja als Besitzer eines E-Autos der einzige Fachmann hier.
Immerhin haben Sie bestätigt, daß Ihr Zebra-Akku einen Wärmeverlust von 2,5 kWh pro Tag hat - er muß ja schön auf Temperatur bleiben. Macht im Jahr immerhin 912,5 kWh nur zum Akku heizen.
Die 63% habe ich unter der Annahme berechnet:
- 15 kWh / 100 km Verbrauch (Aufnahme am Motor). Der Wert ist extrem hoch, gerade für so einen Think sollten das eher 10 kWh/100km sein. Also habe ich da eher sehr freundlich gerechnet.
- 10.000 km Fahrleistung im Jahr. Ist für ein E-Auto, das ja nur begrenzte Strecken schafft, schon eher hoch. Der Durchschnitt aller deutschen PKW hat eine Jahresfahrleistung von 15.000 km. Also ebenfalls eine faire Einschätzung.
Mit meinen wirklich nicht diskriminierenden Annahmen bin ich auf 63% Wirkungsgrad gekommen.
Mit realistischerem Verbrauch von 10 kWh/100 km (für den Motor) sind wir dann schon bei 52%.
Bei geringen Fahrleistungen dann schnell unter 50, bei höheren sieht es natürlich besser aus.
Und das ganze sähe noch schlimmer aus, wenn man folgende Faktoren auch noch berücksichtigen würde:
- Der Motor hat auch noch einen Wirkungsgrad
- Mindestens an der Ladesteuerung treten noch Verluste auf
- Der Wärmeverlust (<105 W/h) wird für eine Temperatur des
Akkus von 270 Grad C angegeben, die normale Betriebstemperatur sind 300 Grad und bei Belastung können es auch mal 330 sein. Die Wärmeverluste steigen entsprechend.
Fakt ist, der Zebra-Akku taugt schlicht nicht für Fahrzeuge, die nicht permanent bewegt werden. - #231 06.03.2012 20:15 von
Nö, kommt zum gleichen ERgebnis, ab einem Verbrauch im Bereich von 3-4l/100km ist ein Verbrenner genauso energiesparend wie ein Stromer.
Und was dann in der Studie noch fehlt ist der Energieaufwand für die Versorgungsstruktur, also entweder viele Starkstromanschlüsse oder Akkuwechselstationen.
Man kann also mit Verbrennern ohne Probleme genauso energiesparend fahren, aber die Verteilungsstruktur für flüssige Kohlenwasserstoff-Treibstoffe ist schon vorhanden, und muss nicht erst geschaffen werden.
Da man also gegenüber den besten Verbrenner-Konzepten keine Vorteile hat mit einem Stromer, besteht kein Grund für einen Systemwechsel mit dem zugehörig nötigen Aufwand, solange man im alten System, mit den Verbrennungsmotoren, noch nicht alle Effiziensressourcen ausnutzt. - #232 06.03.2012 20:53 von
Es geht nicht um Quellen sondern um die Anwendung von Grunderkenntnissen normalen Ingenierswissens ist den betroffenen Disziplinen.
Natürlich ist das ein Thema auf der Cebit, das besagt aber nicht das geringste. Es war schon so manches auf Messen und Symposien als Zukunfttechnlogie in aller Munde an das man sich heute kaum noch erinnert.
Die Begeisterung für Smartgrids liegt wesentlich darin, dass es gilt die ziemliche Ratlosigkeit zu überdecken, die angesichts der politisch ideologisch getriebenen Energiewende herrscht. - #233 06.03.2012 21:00 von
Das glauben Sie doch nicht wirklich ?
Beispiel Berlin und Potsdam (in 15 Jahren):
Der LKW Lieferverkehr wird auf die Straßenbahn und U-Bahn (nachts)
verlagert.
Der Schiffsverkehr auf Spree und Dame erfofgt mit elektr. Lokomotiven
nach System Treidel.
Die Villenbesitzer am Wasser treten freiwillig einen Uferstreifen nicht für erholungssuchende Spaziergänger sondern für die Treidelfahrzeuge
ab
Busse fahren mit Wasserstoff.....................................us w.usf.
Träumen Sie weiter - #234 06.03.2012 21:03 von
- #235 06.03.2012 21:32 von
...
Nur LKW für Lasten über etwa 10 Tonnen oder für Fahrten über 200km müssen weiterhin mit kohlenwasserstoffbasierten Treibstoffen betrieben werden - und dafür kann nachhaltig und umweltschonend gewonnener Biokraftstoff genutzt werden (nein, Biokraftstoff muss nicht notwändigerweise zu Umweltzerstörungen führen).
Stadtbusse, Schiffe und Schienenfahrzeuge können gut mit akkugespeisten Elektromotoren betrieben werden. - #236 07.03.2012 06:29 von
- #237 07.03.2012 08:12 von
Schienenfahrzeuge und Schiffe eigenen sich nicht für Akkubetrieb. Es sei denn sie meinen mit Schiff ein kleines Ausflugsboot auf einem kleinen See.
Auch bei Stadtbussen sind in grösseren Städten die Strecken schon zu lange, da der Akku einen ganzen Tag durchhalten muss. Bei den Fahrprofilen eines Stadtbusses ist auch die Rekuperation nicht sehr effektiv.
Das Grundproblem des Akkus ist dass der Tankvorgang im Verhältnis zur Energiemenge viel zu lange dauert. Hinzu kommt dass die geringere Energiedichte zu einem deutlich höheren Volumen und Gewicht führt. Auserdem unterliegt der Akku einem Verschleiss, ein Treibstofftank nicht. - #238 07.03.2012 09:08 von
Ich würde denken, dass das mit Bussen sogar ziemlich gut klappen könnte. Üblicherweise stehen die oft an den Endpunkten ihrer Strecke eine Weile rum, da könnte man gezielt eine Ladestation mit entsprechend hoher Leistung installieren.
Und Busse bremsen ziemlich oft, zumindest meinem Gefühl des hin-und hergeworfen werdens nach - ein bisschen Rekuperation kann da nicht schaden.
Bei entsprechender Routenplanung wären auch Akkuwechselstationen denkbar.
Also WENN das E-Auto heute wirtschaftlich einsetzbar ist, dann doch als Bus oder Taxi, wo die Fahrprofile gut bekannt sind und sich die Infrastruktur mit verhältnismäßig geringem Aufwand gezielt nach absolut konkreten (Bus) oder zumindest recht gut bekannten (Taxi) Anforderungen aufbauen läßt.
(Das es ausser einigen wenigen Versuchen da noch keinen praktischen Einsatz gibt zeigt allerdings, welch weiten Weg der E-Antrieb noch vor sich hat...) - #239 07.03.2012 09:20 von
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