Sie sehen aus wie Riva-Klassiker, ihr Antrieb aber ist hoch modern: Die Boote des Schweizer Herstellers Boesch werden von Elektromotoren bewegt. Die Stromspeicher dazu stammen aus der Rüstungsindustrie - und der Preis der E-Schiffe erreicht Snobniveau.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...785101,00.html
Mir ist schon klar dass Verbrennungsmotoren andere Wirkungsgrade haben als Elektromotoren. Ladeverluste habe ich zur Einfachheit vernachlässigt. Im Artikel steht:
"Je nach Dimensionierung liefern die Akkus jetzt so viel Energie wie 15 bis 20 Liter Sprit ..."
Ein Liter Diesel/Benzin verfügt nunmal über einen Energiegehalt von ungefähr 10kWh!
Woher wissen Sie, dass der Redakteur den höheren Wirkungsgrad miteinrechnet? Er könnte die Verwirrung vermeiden, indem er für elektrische Betriebsmittel geläufige Einheiten verwenden würde.
Je nach Sichtweise benötigt man also mindestens 50kWh oder 200 kWh Energie zum Laden.
Um das Reichweitenproblem etwas zu entschärfen, schlage ich vor, ca. 4 bis 6 Quadratmeter (in der Neigung verstellbare) Solarmodule zu verbauen. Die kosten max. ca. 2000€ (auf die es bei diesen Booten auch nicht mehr ankommt) und bringen ca. 1/2 bis 2/3 kW, so dass man zumindest nicht zurückpaddeln muss. Die erreichbare Geschwindigkeit ist zwar geringer als die eines Fußgängers, aber immerhin, man kommt ohne Muskelkraft zurück ans Ufer - sofern die Sonne scheint...;)
... fahren schon jahrzehntelang Elektroboote. Der E-Antrieb ist uralt und alles kann von der Stange gekauft werden. Aber immer wieder tun Firmen so, als hätten sie den Antrieb eben erst entwickelt (vor allem in der Autobranche). Alles nur Werbung.
Da bin ich mir nicht so sicher. So viel ich weiss, hat man bisher noch nicht einmal das Potential von Akkus erforscht, d.h. man weiss noch nicht einmal wo die Grenze (kWh/kg) liegt, die man bei alltagstauglichen Akkus erreichen kann.
Richtige Akkus zu entwickeln, wird kleinen Firmen nicht gelingen, dazu braucht man grosse Forschungs und Entwicklungseinrichtungen.
Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Feststeht, dass man bevor es einen alltagstauglichen, und bezahlbaren Akku mit mindestens 0.5 kWh/kg gibt, man nur rumspielt um in die Presse zu kommen.
Ist ja auch was.
Primärenergieeinsatz ist die GRÖßE!
Für Milchmädchen:
Die Aufgabe ist 100Kg Nutzlast von a nach b zu bringen!
.
Berechne den gesamten Energie und Ressourcenverbrauch incl. der Infrastruktur, um diese Transportleistung 10.000 mal zu erbringen :-))Bei dem so gelobten "besseren" Wirkungsgrad des E-Motors enstehen die Verluste an anderer Stelle ;-). Das Gesamtsystem muss gesehen werden.
Milchmädchen-Gruss
Sikasuu
Ps. Es gab mal eine Diskussion, das Tintendrucker mit 360 DPI besser auflösten als Laser mit 300dpi:-) Leider wurde dabei das unterschiedliche Verhalten der Druck- und Trägermedien Flüssigkeit/Pulver auf Papier NIE diskutiert.
Schön und gut,aber es handelt sich um eine eng begrenzte Nischenanwendung.Zürichsee,Königssee...alles Tüpel wo man jederzeit das Ufer sehen kann...wie bei allen anderen Anwendungen von Akkus auch ist hier das Problem die geringe gespeicherte Energiemenge/kg.Was man da auch in die Entwicklung investiert,an den Energiegehalt von Benzin/Diesel ist nicht zu denken!
Range Extender,toll,letztlich wird der benötigte Strom doch wieder mithilfe herkömmlicher Kraftstoffe erzeugt,da kann man das Elektrogebrimsel auch gleich weglassen.Effektiv wären verbesserte Rumpfformen und weniger Gewicht sodaß mit weniger Leistung das Gleiten ermöglicht werden kann.