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Elbphilharmonie-Debakel: Intendant glaubt*nicht an Eröffnung 2015

Die unendliche Geschichte um den Bau der Hamburger Elbphilharmonie geht weiter: Der Intendant des Konzerthauses bezweifelt, dass er die Eröffnung des Prestigebaus bis zum Ende seiner Amtszeit noch erleben werde: "Wetten würde ich nicht mehr darauf", sagt Christoph Lieben-Seutter.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...772298,00.html
  1. #10

    Gefangen im "weit hinauslehnen"

    Zitat von Tuxeedo Beitrag anzeigen
    Das stimmt schon - trotzdem fragt man sich: Warum eigentlich nicht?
    Es bräuchte ja nur jemand den Mut zu haben und sagen: Stop!
    Aber Mut haben Politiker ja eher selten.
    Um die Idee eines solchen Projekts durchzusetzen lehnen Politiker sich weit hinaus und willkommen jede Schönrechnung. Je niedriger der Preis, desto einfacher das Überwinden parlamentarischer Hürden. Wenn die wahren Kosten später zu Tage treten, müssen sie weitermachen und die geforderten Mittel auftreiben. Andernfalls müssten sie zu ihrer Rolle von Anfang an einen Offenbarungseid leisten. Also gilt: "Augen zu und durch".
  2. #11

    immer

    Zitat von Rainer Daeschler Beitrag anzeigen
    Einmal richtig angefangen, muss die Stadt immer wieder nachlegen, egal was es kostet. Sie kann ja der halbfertigen Bauruine nicht mehr entkommen. Die Projektbetreiber wissen das.
    derselbe Mechanismus ... S21 ...
  3. #12

    Nicht nur in Köln

    Was Fehlplanung und Geldvernichtung bei öffentlichen Bauprojekten angeht, dachte ich bisher, wir Kölner seien diesbezüglich in Deutschland die grössten. Aber selbst das können die Fischköppe besser…
  4. #13

    Chefsache!

    Na, erinnert sich , außer mir, noch jemand an den smarten blonden Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, der die Entscheidung

    und damit die Verantwortung

    so mannhaft an sich gezogen hat?
  5. #14

    Ja, aber das liegt daran............

    Zitat von Rainer Daeschler Beitrag anzeigen
    Einmal richtig angefangen, muss die Stadt immer wieder nachlegen, egal was es kostet. Sie kann ja der halbfertigen Bauruine nicht mehr entkommen. Die Projektbetreiber wissen das.
    Ja, aber das liegt daran, daß der Politiker nicht wissen will, wieviel ein anständiges Bauwerk kostet. Der will nur wiedergewählt werden und keine Konkurrenten an den Trog lassen.
    Insofern handeln alle höchst rational: Die Unternehmer sowieso und der Politiker auch: Die steigenden Kosten zahlen später andere und später gibt es schon ganz andere Projekte und Ärgernisse, über die die Leute sich ereifern. Auch die Bürger handeln rational: Sonst würde das Geld doch nicht in schöne Bauwerke gesteckt, sondern großenteils auf der Sozialschiene verballert. Oder in Griechenland.
  6. #15

    ..

    korrekterweise müsste man differenzieren wie viel aus öffentlichen Geldern bezahlt wird und wie viel von privaten Investoren aufgebracht wird.
    Wenn mich nicht alles täuscht, zahlt die Stadt nur bis zur Aussichtsplattform und alles darüber hinaus gehende wird privat aufgebracht und nachher auch privat genutzt.

    Zumindest ist da was in die Richtung.
    Warum die Stadt allerdings noch ihre Projektleitung einsetzt obwohl sie ja im Grunde schon lange durch ist, ist mir unklar. Dennoch, man sollte mal in die Richtung fragen bevor man in einen Pott wirft was nicht in einen Pott gehört.
    Allerdings bin ich auch gegen solche Projekte, denn da wird altgewachsenes Hafengebiet von ein paar Leuten für ein paar Leute verschandelt. Genauso wie diese Spinnerei "Hafencity". Im Grunde noch mehr Totgeburt als die Elbphilharmonie. Braucht man nicht, reine Verschwendung von Geld.

    Außerdem ist festzuhalten, dass klassische Musik nichts besonders wertvolles ist und es keinen Grund gibt diese Musikrichtung gegenüber anderen zu bevorzugen. Es ist nur eine Musikrichtung zwischen vielen, nichts von besonderer Bedeutung. Somit verdient sie auch keine besonderen Bauwerke und andere bevorzugte Behandlung.
  7. #16

    Reines Stadtmarketing

    Zitat von Simpso Beitrag anzeigen

    Außerdem ist festzuhalten, dass klassische Musik nichts besonders wertvolles ist und es keinen Grund gibt diese Musikrichtung gegenüber anderen zu bevorzugen. Es ist nur eine Musikrichtung zwischen vielen, nichts von besonderer Bedeutung. Somit verdient sie auch keine besonderen Bauwerke und andere bevorzugte Behandlung.
    Aber bitte: Es geht allein um die Kreation eines Wahrzeichens für die Hamburg PR. Opernhäuser oder Museen werden da gerne mal genommen. Reines Stadtmarketing. Standortsicherung könnte man auch sagen. Völlig uninteressant! München hat seinen Pinakotheken-Fetisch, der leider, leider nicht ausreicht, den totalen Wear-out des Olympiastadions zu kompensieren. Aber, halt, das Oktoberfest! Das ist Kultur! Da rollt der Rubel. Und Stuttgart, ja Stuttgart, braucht seinen Bahnhof. Ein wahrhaft unterirdisches Wahrzeichen.








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