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Eklat bei Nannen-Preis-Gala: "Bild" gehört dazu
Skandal beim Nannen-Preis! Drei Redakteure der "Süddeutschen Zeitung" lehnen die Auszeichnung ab, weil sie die Trophäe nicht mit "Bild" teilen wollen. Ist das mutig oder arrogant? Oder nur die Angst vor den eigenen Boulevard-Dämonen?
Streit über Henri-Nannen-Preis für "Bild"-Zeitung - SPIEGEL ONLINE
- #180 15.05.2012 11:35 von
Die Socken des Herrn Wulff
Das Investigativ - Medium BILD hat Christian Wulff über viele Jahre hinweg äussertst nah begleitet:
Selbst dass er für eine Reise in die Wüste Wollsocken im Koffer hat, war eine Nachricht wert.
Wulffs Verfehlungen haben sich aber genau in den Jahren ereignet, als „Bild“ ihn glorifizierte und deshalb Zugänge bis in das intimste Umfeld hatte!
BILD hat dann als erstes der Demontage Wulffs begonnen um nicht als Verleirer dazustehen:
Sie hat publiziert, weil sie nicht als Verlierer dastehen wollte, dem andere Medien nachweisen, dass einer ihrer Lieblings-Promis sich moralische und vielleicht sogar juristische Verfehlungen zu Schulden kommen ließ, Wulff war schliesslich einer ihrer Lieblings - Promis.
Erstaunlich wie unrealistisch Augstein die Situation einschätzt! - #181 15.05.2012 11:50 von
Aha, ...
... ich zitiere mal: »er nannte die Auszeichnung "ein bisschen einen Kulturbruch".«
Gemeint ist Hans Leyendecker. Der, der den Preis abgelehnt hat. Wenn sein Deutsch in etwa das Niveau seines Journalismus' hat, sollte er sich freuen (und wundern) überhaupt ausgezeichnet worden zu sein. »A little bit of culture clash« wollte er wohl sagen, hi hi, dass ich nicht lache. Mir war gar nicht bewusst, dass man auch mit bescheidenen Stilkenntnissen des Deutschen für den Henri-Nannen-Preis ausgezeichnet werden kann. In Deutschland tut sich was! - #182 15.05.2012 13:13 von
Wirklich klasse
Wenn sich Augstein hier wirtschaftlichen Themen widmet oder der allseits beliebten linken Umverteilung ist es meist kaum auszuhalten, was man liest.
Aber hier tummelt er sich offenbar in einem Bereich, den er versteht. Ein hervorragender Beitrag, da gibt es nichts hinzuzufügen.
Entlarvend insbesondere das Verhalten von Vollmer - das insgesamt das Verhalten grüner Politiker widerspiegelt: man hat sich ein rechtes Feindbild aufgebaut, das aus Bild/Kohl/Merkel/FDP besteht und betreibt da sein Bashing. Da KANN es einfach nicht sein, dass irgendwas gut ist. Grüne Demagogie, die Augstein hier entlarvt. - #183 15.05.2012 13:58 von
HERVORRAGEND, Herr Augstein !!!
Geht es hier um Ehre oder um Dünkel ?
Es geht um Idiotie, wie so oft in der „intellektuellen Szene“ dieses Landes.
Kierkegaard ist heute so aktuell wie nie zuvor.
Man braucht keine Kirche mehr: Wir haben die HEILIGE Presse.
Sie und nur sie entscheidet über gut und schlecht.
Amen.
Übrigens: Ist unsere Demokratie nicht AUCH "ein Massenmedium, das alle Instrumente massenmedialer Kommunikation permanent professionell einsetzt" ? - #184 15.05.2012 14:34 von
Es ist ein selbstorganisierender Mechanismus. Wer wirklich Tabubrechendes veröffentlichen will, rennt gegen die Wand, wer es veröffentlicht, ist ruck-zuck seinen Job los, und das nachhaltig bis zur Existenzvernichtung. Bei Springer sollen Journalisten unterzeichnen müssen, nichts USA-Kritisches zu schreiben. Wer islamkritisch schreibt, muss befürchten, vom ökologisch korrekten Fahrrad gestochen zu werden.
Die Fäden werden nicht durch eine geheimnisvolle Macht im Hintergrund, sondern ganz pragmatisch in den Redaktionskonferenzen, in den Leitlinien, den Chefredaktionen und der Personalabteilung gezogen. In vielen Fällen werden in Zeiten von Auflagerückgang und Personalmangel schlichtweg zentralgesteuerte Agenturmeldungen bearbeitet oder übernommen. Die Angst des Journalisten vor Reputationsverlust, sozialem Abstieg oder gar tätlichen Angriffen tut ihr übriges.
Dass oftmals eine erhebliche Differenz zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung sowie der Wunsch nach ideologiefreier Berichterstattung besteht, konnte man exemplarisch an der Sarrazin-Debatte erkennen. Die mediale Gleichschaltung - ich mag den Begriff auch nicht, ist er doch belastet, trifft aber leider zu - erstreckte sich von taz über FAZ bis hin zur einseitigen Auswahl von Gästen in Talkshows und generierte eine Flut empörter Leserbriefe und E-Mails, die die Zustimmung zu dieser Art Berichterstattung bei weitem übertraf.
Das Potenzial ist also vorhanden, reicht aber nicht aus, irgendwelche sektiererischen Neugründungen zu finanzieren. Ich gehe davon aus, dass der Bürger eine Änderung in den bestehenden Medien bevorzugen würde. - #185 15.05.2012 15:47 von
Nett
Nette Einstellung haben Sie. Wenn Sie die Meinung von Augstein teilen, versteht er was von der Materie, wenn Sie sie nicht teilen, versteht er halt nichts davon. Ihre Sichtweise ist jedenfalls über alle Zweifel erhaben.
Und Feindbild haben Sie auch keines, nein, nein, da seien die Grünen vor. - #186 16.05.2012 09:58 von
Seit langem einer der besten Beiträge bei spiegelonline! Genauso sollte man Themen angehen, zuallererst "an der eigenen Nase packen". In diesem Fall goldrichtig...
- #187 18.05.2012 11:03 von
nicht ganz richtig
Was Augstein sagt, ist nicht ganz richtig.
In der Sache Wulff war doch vieles bereits aus seiner Zeti in Niedersachsen bekannt. Da bedurfte es nun keines investigtiven Journalismus mehr
Vielmehr stört mich bei der Bild die enge Verknüpfung mit der Politk, man hat ja das Gefühl, die Bild wird von Merkel geleitet - #188 07.06.2012 11:30 von
Na ja...
...der Henri-Nannen-Preis für die "Bild". Was der alte Henri wohl dazu sagen würde. Wahrscheinlich aber wäre er sprachlos. Hut ab vor H. Leyendecker u. Kollegen, die soviel Rückgrat haben und nicht mit den anderen Journalisten im Staub vor diesem Blatt liegen, das als Kampagnenblatt Friede Springers und A. Merkels den Königstöter spielt und dafür auch noch ausgezeichnet wird. Und die Bild hat jetzt auch ein Recherche-Team? Tolle Sache für eine Zeitung nach 60 Jahren. Da geht was...
- #189 07.06.2012 11:40 von
...
...Na ja - irgendwie ist Ihr Posting recht einseitig recherchiert oder der Neid hat den Stift geführt. Und Ihr Ton ist von der Überheblichkeit getränkt, die Sie den Kollegen aus dem Hause vorwerfen. Mag ja sein, dass Ihr profitables Blatt (welches auch immer) Schachtelsätze vermeidet und den Duden vor sich herträgt. Entscheidend ist der Inhalt und da hat die SZ bundesweit einen guten Ruf. Kann man das von ihrem Produkt auch behaupten?
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