Auch für mich ist das die erste Kolumne von Jakob Augstein, der ich inhaltlich nahezu völlig zustimmen kann.
Allerdings befürchte ich, dass ihm die selbstkritische Distanz fehlt, einzugestehen, dass dieser Satz von Antje Vollmer:
............ inbesondere auch zunehmend für den Spiegel (und noch in viel höherem Maß für SPON)gilt. Ich vermisse in den meisten Artikeln die notwendige Distanz zwischen Nachricht und Kommentar - zwischen tatsächlich zu transportierendem Inhalt und dessen Interpretation."Das Abstandsgebot zwischen der Darstellung eines Sachverhalts in seriösen Blättern und dem Kampagnenstil des Boulevards wird zunehmend missachtet."
Die Süddeutsche Zeitung steht dem mittlerweile kaum nach. Insofern ist es schon skurril, wenn gerade die Redakteure der SZ sich als Bewahrer der journalistischen Ethik aufspielen.



