Skandal beim Nannen-Preis! Drei Redakteure der "Süddeutschen Zeitung" lehnen die Auszeichnung ab, weil sie die Trophäe nicht mit "Bild" teilen wollen. Ist das mutig oder arrogant? Oder nur die Angst vor den eigenen Boulevard-Dämonen?
Streit über Henri-Nannen-Preis für "Bild"-Zeitung - SPIEGEL ONLINE
Ja, Bild gehört dazu, keine Frage. Und ja, die SZ-Redakteure kokettieren nur mit ihrer gespielten Empörung. Richtig ist auch, dass Bild tatsächlich recherchieren kann - und das nicht erst seit gestern. Wer aber wie Augstein der Meinung ist, zu seiner Argumentation ausgerechnet die Headlines der taz in die Nähe der Aufmacher der Bild setzen zu müssen, weil er Bild nur dadurch überhöhen kann, indem er andere Publikationen kritisiert, der hat schlicht keine Botschaft.
Schade, Augstein. Man kann der Bild den Preis auch gönnen und trotzdem der Meinung sein, die Zeitung sei ein Stück papiergewordener Dreck. Dazu brauche ich nicht die taz lächerlich zu machen, zumal die witzigen Überschriften der taz auch schon Preise bekommen haben.
Mensch Augstein ... dat kannste besser.
Es gibt einen guten Spruch. "Manchmal machen die falschen Leute zur falschen Zeit das Richtige." Diesmal waren es die Bild-Hetzer, die den BuPrä völlig ohne Not zum Abschuss frei gaben und die Politikverdrossenheit schürten.
An sich war ihr Handeln richtig, aber dem Bild-Holzhammer mit einer Auszeichnung zu begegnen (zumal unter Mißbrauch von Informationen "unter drei"), ist ebenso falsch, wie die Ablehnung des Preises durch die anderen Journalisten richtig ist.
ist wirklich pseudo-progressive heiße Luft. Erst war Wulff der Liebling der Bild, mit fehlender, angebrachter Distanz. Dann haut man ihn unvermittelt in die Pfanne. Das ist immernoch schäbig und genau Bild-Niveau. Die Ablehnung wäre schon richtig. Schade nur, dass die SZ brav mit der Bild zusammengearbeitet hat, als die schmutzigen Details rauskamen. Wie übrigens der Spiegel auch. Ein Schelm, wer böses dabei denkt....
Ei Augstein,
endlich mal ein klarsichtiger Artikel in einer heißen Sache. Nieder mit der Arroganz des deutschen Establishments!
Die Sichtweise von Herrn Augstein hat mich nachdenklich gemacht. Die Bild wird also besser und versucht investigatieven Journalismus aufzubauen. Hmm ... da muss man wirklich nicht lange nachdenken um zu dem Schluss zu kommen, dass diese Art des Journalismus zwar noch existiert, die meisten ehemlas "serioesen" Haueser jedoch aktuell eher versuchen Ihre Quoten auf Bild Niveau aufzubessern ... Schade.
Es ist die pure Angst.
Herr Leyendecker sagte in einer Runde über die Plagiat Affäre von Guttenberg über einen möglichen Ghostwriter :
" Den suchen wir mit allen Mitteln und mit Hochdruck ".
Was heisst das denn in der Realität ?
Das ist nicht nur investigatives Vorgehen, sondern auch mit
allen nicht denkbaren Mitteln, oder ?
Wo ist da der Unterschied zu " Bild-Methoden " ?
Geld regiert die Welt.
Der schnelle Weg zur Sensation und die Exclusivität einer Meldung,
da gibt es mittlerweile bei der Jagd danach keine Unterschiede mehr.
Hier ist viel Heuchelei im Spiel !!!